Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Neunzig

Titelbild: Triodos Bank N.V. Deutschland GmbH

Inhalt: Vorneweg; 16 deutsche Banken verpflichten sich dem Klimaschutz; Leitfaden Nachhaltigkeitsrisiken Österreich; Triodos Bank mit „klimaneutralen“ Depots; Solactive right 2 degree-aligned Europe Index; Solactive VE imug Developed Markets ESG Quality Index; Seminar/Veranstaltungstermine: VÖB Zertifikatslehrgang „Sustainable Finance Manager“; In eigener Sache: Angebote, Seminare, Vorträge, Workshops; Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

7. Juli 2020

Dr. Ralf Breuer

Vorneweg

Ausgabe Nummer Neunzig nach drei Jahren. Die Themen werden nicht weniger, sondern wuchtiger. Dies gilt weniger für die beschriebene Selbstverpflichtung von einer Reihe Banken für den Klimaschutz. Sie ist zunächst einmal die Absicht „sich auf den Weg zu machen“, wie Georg Schürmann, der Geschäftsleiter der Triodos Bank Deutschland, bei der Vorstellung der Selbstverpflichtung sagte.

„Wuchtig“ ist vor allem das Vorgehen der Notenbanken und Finanzaufseher in Bezug auf Nachhaltigkeits- und insbesondere Klimarisiken. So im neuen Leitfaden der Finanzaufsicht FMA in Österreich. Anders als die BaFin in ihrem Merkblatt Nachhaltigkeitsrisiken lässt die FMA keinen Spielraum für die Finanzwirtschaft: Nachhaltigkeit und ihre Risiken gehören in die gesamte Organisation. Von Vorstand und Aufsichtsrat bis zu den einzelnen MitarbeiterInnen.

Leider werden die mit Nachhaltigkeit etikettierten Produkte nicht besser oder klarer, sondern nur noch vielfältiger und weniger transparent. Dies wird nachstehend bei zwei neuen Indexprodukten deutlich. Damit steigen auch gleichermaßen die Anforderungen an die Produktanalyse bzw. die Befähigung der Mitarbeiter…

16 deutsche Banken verpflichten sich dem Klimaschutz

Am 30.6. und damit zu Beginn der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020 verpflichteten sich 16 deutsche Banken, ihre Kredit- und Anlagestrategien ab dem Jahr 2023 am Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 auszurichten.

2020-06-30 Erstunterzeichner

Quelle: Triodos Bank Deutschland

Bei der Pressekonferenz am 30.6. wurde das Interesse weiterer Banken in der Größenordnung von rund einem Dutzend Institute indiziert. Bei der Liste der Erstunterzeichner fällt auf, dass neben den Umwelt- und Kirchenbanken vor allem die in- und ausländischen Großbanken vertreten sind. Genossenschaftsbanken und Sparkassen betonen immer wieder ihre „Gemeinwohlorientierung als Teil der DNA“, sind aber unter den 16 Banken lediglich mit der LBBW vertreten, die bei der Pressekonferenz u.a. auch auf ihren öffentlichen Auftrag verwies.

Dabei sollten vor allem die öffentlich-rechtlichen, kommunal bzw. kleinräumiger tätigen Häuser ein starkes Eigeninteresse verfolgen:

„Die öffentliche Hand übernimmt im Finanzsystem aus einer grundlegenden Rolle
heraus bestimmte Funktionen, vor allem auch in der Fläche. Deshalb sollte sich der gemeinwohlorientierte Sparkassensektor vorbildlich auf die Nachhaltigkeits- und Klimaziele ausrichten.“  Zwischenbericht Sustainable Finance-Beirat der Bundesregierung, 5.3.2020, S. 44 f.

Die Selbstverpflichtung ist bis zum Jahresende 2022 auf die Entwicklung von Methoden und Steuerungsmechanismen gerichtet. Ein Auszug aus dem Wortlaut:

Konkret bedeutet dies, dass jeder Unterzeichner bis Ende 2022 gegenseitig akzeptierte Methoden zur Messung der Klimaauswirkungen seiner Kredit- und Investmentportfolien entwickelt und einführt und diese dann im Einklang mit den nationalen und internationalen Klimazielen steuert. Die Vereinbarung gilt nur für solche Investmentportfolios, die nicht Gegenstand des Fonds- oder Mandatsgeschäfts sind. Das Fonds- und Mandatsgeschäft wird schrittweise ohne feste zeitliche Vorgaben berücksichtigt.

Die Unterzeichner wollen sich gegenseitig dabei unterstützen die notwendigen Emissionsdaten zu erheben und Methoden zur Messung sowie Ansätzen zur Steuerung des Bankgeschäfts im Einklang mit den Zielen zu entwickeln. Um der gemeinsamen Verantwortung und der jedes einzelnen Akteurs gerecht zu werden, verpflichtet sich jeder Unterzeichner jährlich (z.B. im Rahmen seiner bestehenden Berichtsformate) über den individuellen Fortschritt bezüglich der Implementierung zu berichten.“

Die vollständige Klima-Selbstverpflichtung, erläuternde Dokumente und aktuelle Informationen finden sich auf der Internetseite der Initiative: https://www.klima-selbstverpflichtung-finanzsektor.de/

 

Leitfaden Nachhaltigkeitsrisiken Österreich

Die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) hat am 2.7.2020 (FMA Pressemitteilung) einen alle Teilsektoren übergreifenden Leitfaden zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken veröffentlicht. Der Themenbogen reicht hier von Klimawandel über Korruption bis hin zu Kinderarbeit. Diese Risiken können – nicht nur im Fall von Klimarisiken – die Entwicklung einzelner Vermögenswerte oder Finanzmarktteilnehmer insgesamt negativ beeinflussen. Der FMA-Leitfaden will den beaufsichtigten Unternehmen als Hilfestellung bei der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit dienen.

FMA bastelt an Nachhaltigkeitsleitfaden - Wiener Zeitung Online

Bild: wienerzeitung.at

Im Vergleich zum Merkblatt der BaFin vom 20.12.2020 ist der Leitfaden deutlich detaillierter und konkreter. Dies betrifft sowohl die positive Sicht auf Nachhaltigkeit als auch praktische Beispiele für direkte und indirekte Auswirkungen auf Finanzinstitute. Außerdem stellt der Leitfaden sehr konkrete Anforderungen an organisatorische Anpassung z.B. im Sinne von Durcharbeiten des Portfolios, Aufbau und Schulung personneller Kapazitäten und Verankerung von Nachhaltigkeit(srisiken) in der Unternehmensverfassung.

Triodos Bank mit „klimaneutralen Depots“

Die Triodos Bank Deutschland gehört zu den Initiatoren und 16 Erstunterzeichnern der oben beschriebenen Selbstverpflichtung für den Klimaschutz. Zur Jahresmitte hat sie ein kostenfreies „klimaneutrales Depot“ lanciert, dass auch ab € 25 monatlich mit einem Sparplan gefüllt werden kann https://www.triodos.de/investieren. Zur Auswahl stehen Fonds der Vermögensverwaltung der Triodos Gruppe (Triodos Asset Management) sowie Fremdprodukte weiterer deutscher Anbieter.

Bild

Bild: www.triodos.de

Die Anlage soll den Ausstoß von Treibhausgasen vermeiden, reduzieren helfen und/oder bei Bedarf kompensieren. Letzteres erfolgt in Zusammenarbeit mit der Climate Neutral Group, etwa durch ökologische Landwirtschaft, gezielte Bepflanzungen oder technische Innovationen.

Für viele Menschen mag dieser Ansatz von vornherein plausibel erschienen, was allerdings nicht zwingend der Fall ist. „Vermeiden“ von Emissionen führt ggf. zu (Aktien-)Investments in ohnehin emissionsarme Unternehmen, die aber wenig zur Reduktion des Ausstoßes leisten können. Zukünftige Beiträge zur Verringerung oder Vernichtung von CO2 können oft nur unter Ausstoß von Treibhausgasen erfolgen, z.B. durch die Herstellung technischer Neuerungen. Die Ambivalenz wird bereits zweier Aktienfonds aus dem Hause Triodos deutlich, bei denen der auf technische Neuerungen ausgerichtete „Pioneer Impact Fund“ durchaus schlechtere Nachhaltigkeitswerte aufweisen kann.

Treibhausgase bzw. vulgo CO2-Werte sind eine oberflächlich sehr plausible, allerdings bei näherer Betrachtung sehr kritische Grundlage für die Konzeption von Finanzanlagen. Dies wurde hier bereits einmal in einem Beitrag thematisiert: Klimaschutz ein guter Ansatz, aber….

Beiträge von Unternehmen zur Vermeidung zukünftiger Emissionen oder gar die Vernichtung von CO2 z.B. durch technische Neuerungen nicht in den Emissionsbilanzen erfasst. Erst nach dem Abkommen von Kyoto begannen Diskussionen, ob die Berichterstattung nicht um eine vierte Kategorie, den sogenannten „Scope 4“ ergänzt werden sollte.

In der von Triodos geplanten Kombination von Vermeidung, Reduktion und Kompensation könnte eine klimaorientierte durchaus sinnvoll gestaltet werden. Dies wird letztlich von der Ausführung abhängen. Letztlich gibt es leider viele zunächst plausibel erscheinende Ansätze, die bei näherer Betrachtung durchaus weniger plausibel erscheinen:

 

Solactive right 2 degree-aligned Europe Index

Der Indexdienstleister Solactive hat einen Aktienindex lanciert, der die europäischen Unternehmen abbilden soll, deren Tätigkeit in Einklang mit dem Klimaschutzabkommen von Paris sein soll. Er basiert auf dem „XDC-Modell“ des Frankfurter Anbieters right. based on science. Mit dem Modell werden aus den 600 Unternehmen im Solactive Europe 600 diejenigen Unternehmen, die nach der Modellrechnung kompatibel zum Klimaschutzabkommen von Paris mit einer Erderwärmung von weniger als 2° wirtschaften sollen: Solactive right. 2 degree-aligned Europe Index.

Das Modell basiert auf modellhaften Hochrechnungen (z.Zt. Daten des Jahres 2018) und berücksichtigt damit keine strukturellen bzw. technologischen Veränderungen im Ausstoß von Treibhausgasen. Zudem werden nicht alle Emissionen vollständig berücksichtigt, was zu einer Verzerrung der Ergebnisse führen kann.

Das Modell hat aus den 600 Unternehmen aktuell 259 Unternehmen herausgefiltert, für die das der Fall sein soll. Dabei werden die Basiswerte für die Unternehmen (Baseline XDC) mit jeweils sektorspezifischen Werten verglichen, die von der Energieintensität des jeweiligen Sektors bestimmt werden (Target XDC) (siehe Indexbeschreibung 2.2.: Index Guideline Solactive right. 2 degree-aligned Europe Index).

Leider findet sich auf der Internetseite von Solactive zwar die Liste der enthaltenen Unternehmen (Index composition), aber keine weiteren Informationen zu den Indexgewichten oder gar den zugrunde liegenden Auswahlkriterien (bzw. unternehmens- und sektorspezifischen XDC-Werten).

Ein Vergleich mit veröffentlichten Werten auf der Basis 2017 zeigt zudem, dass die Indexzugehörigkeit stark durch das jeweilige Basisjahr beeinflusst sein kann. Bei mehr als einem Dutzend der in der „WhatIf“-Studie (right-basedonscience.de, registrierungspflichtig) erwähnten Unternehmen hat sich das Verhältnis zwischen unternehmens- und sektorspezifischen XDC-Werten offenbar mit dem Übergang auf 2018 umgekehrt.

Das Factsheet (Stand 30. Juni 2020) zeigt allerdings, dass sich rund 25% des Indices auf nur 10 Unternehmen konzentrierten, von denen 5 im Bereich von Konsumgütern tätig sind. Mit Iberdrola und Enel sind sogar zwei Energiekonzerne vertreten.

Nur die Indexzugehörigkeit wird von Klimadaten bestimmt, nicht aber die Gewichtung im Index. Sie richtet sich wie üblich nach der Marktkapitalisierung in Streubesitz. Insofern stellt sich die Frage, was ein Käufer mit dem Index bzw. einem darauf aufbauenden Produkt verbinden kann. Bestenfalls eine vage Vorauswahl von Unternehmen, deren Klimastrategie eine bessere sein könnte…

2020-06-30 Solactive right Top Holdings

Quelle: Factsheet (Stand 30. Juni 2020)

Als „Europa-Index“ ist das Aktienuniversum nicht auf die Eurozone konzentriert. Vielmehr enthält der Index eine ganze Reihe von europäischen Ländern und Währungen:

Quelle: Factsheet (Stand 30. Juni 2020)

Besonders der hohe Anteil Großbritanniens dürfte für viele Investoren aus dem Euroraum problematisch sein.

Nur wenige Tage nach dem vermeintlich klimaorientierten Index legte Solactive in Zusammenarbeit mit imug bzw. Vigeo Eiris ein weiteres Produkt mit Nachhaltigkeitsorientierung auf:

Solactive VE imug Developed Markets ESG Quality Index

Das Anlageuniversum des Indices ist global mit derzeit 1.569 Unternehmen (Stand 6.7.2020, aktuelle Indexzusammensetzung: https://www.solactive.com/indices/?index=DE000SLA41D2). Aus dem Basisindex „Solactive GBS Developed Markets Large & Midcap USD“ wurden 781 Unternehmen herausgefiltert (Stand 6.7.2020, aktuelle Indexzusammensetzung: https://www.solactive.com/indices/?index=DE000SL0A8U4). Auf der Grundlage des ESG-Daten-Anbieter Vigeo Eiris (VE) wurden diejenigen Unternehmen ausgewählt, die die Kriterien des Siegels des „Forum für Nachhaltige Geldanlagen erfüllen. Wortlaut der Solactive Pressemitteilung vom 2.7.2020:

„Bei dem Index handelt es sich um eine regelbasierte, standardisierte ESG-Lösung, die sich am FNG-Siegel des „Forum für Nachhaltige Geldanlagen“, dem Sustainable Investment Forum (SIF) für Deutschland, Österreich und die Schweiz, orientiert.“

„Der Solactive VE imug Developed Markets ESG Quality Index basiert auf dem Solactive GBS Developed Markets Large & Mid Cap USD Index und zielt darauf ab, die Mindeststandards des FNG-Siegels zu erfüllen. Im Rahmen dieser Anforderungen sind Investitionen in Kernkraft, Kohlebergbau, erhebliche Kohleverstromung, Fracking, Ölsande, Waffen und Rüstungsgüter nicht zugelassen. Gleichzeitig führt imug ein normbasiertes Screening im Hinblick auf den UN Global Compact durch. Zusätzlich vollzieht imug eine umfassende ESG-Bewertung und schließt Unternehmen mit einem Ergebnis von weniger als 30 von 100 Punkten aus“

Der Index bietet damit eine Basis und verbindet vielfach genutzte Ausschlußkriterien mit einem Mindeststandard in der ESG-Bewertung. Da er auf historischen Daten eines anerkannten Anbieters basiert, stellen sich die Interpretationsfragen weitaus weniger als bei dem oben beschriebenen Produkt.

Indexdokumente: https://www.solactive.com/indices/?index=DE000SL0A8U4

Im Ergebnis bilden 10 globale Unternehmen mit rund 14% (Stand: 3.7.2020) den Anlageschwerpunkt:

2020-07-03 Solactive imug top holdings

Factsheet Stand 3.7.2020

Geografisch und unter Währungsaspekten liegt der Schwerpunkt in den Vereinigten Staaten:

2020-07-03 Solactive imug geographical

Factsheet Stand 3.7.2020

Für eine global ausgerichtete Aktienanlage bietet der Index eine qualitative Vorauswahl unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten. Diese Vorauswahl will die Europäische Union durch Mindestanforderungen für Finanzprodukte allerdings ohnehin sicherstellen.

Seminar-/Veranstaltungstermine

Zertifikatslehrgang „Sustainable Finance Manager“

Die Academy of Finance der VöB-Service GmbH bietet seit März 2020 den Zertifikatslehrgang Sustainable Finance Manager als anerkannten Qualifizierungsnachweis an. In diesem Lehrgang sollen Kompetenzen in Sachen Nachhaltigkeit umfassend aufgebaut werden, um diese anschließend im eigenen Hause in der Praxis umsetzen zu können.

Der Lehrgang ist in der Form eines Blended-Learnings gestaltet und setzt sich aus einem Präsenz-Workshop, drei E-Learning-Modulen sowie einer Online-Abschlussprüfung zusammen.

Der Starttermin am 16.3.2020 und die Zusatztermine am 17. und 18.3.2020  sowie der Starttermin am 23.6. waren bereits ausgebucht. Deshalb bietet die Academy am 28.7. und 29.9.2020 den Start weiterer Lehrgänge an. Der erste Lehrgangstag wird als Live-Webinar statt im Workshopformat duchgeführt. Eine voll digitale Variante ohne physische Teilnahme ist in Vorbereitung.

Mehr Informationen und Buchungen: VÖB-Service GmbH Academy of Finance

Eine Beschreibung und einige Hintergründe zum  findet sich im Newsletter der Steyler Ethik Bank im Februar 2020: Nachhaltige Prozesse anstoßen.

In eigener Sache

Alle Angebote natürlich auch gerne im digitalen Rahmen als Webinar oder Videokonferenz!

Das BaFin Merkblatt zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken – was ist zu tun?

Das Merkblatt wurde am 20.12.2019 veröffentlicht. Es handelt sich zwar ausdrücklich nicht um eine (Regulierungs-)Vorschrift, sondern eine „Orientierungshilfe“, ist aber mit mit seinem sehr klaren Anspruch der Regulierungsbehörde versehen: „Die BaFin erwartet, dass die beaufsichtigten Unternehmen sich mit den entsprechenden Risiken auseinandersetzen.“

Während in den meisten größeren Finanzinstituten bereits mehr oder weniger viele Erfahrungen im Bereich Nachhaltigkeit und (CSR-)Berichterstattung gesammelt wurden, ist dies bei kleineren/regionalen Instituten oft nicht der Fall. Allerdings gilt die große Mehrheit in Deutschland: Die Ansprüche der BaFin reichen weit über die vorhandenen Strukturen hinaus!

In einem ersten Workshop sollen deshalb zunächst die spezifischen Ansprüche und Bedarfe zusammengetragen werden. Dies ist im Regelfall schon innerhalb eines Tages zu bewältigen. Daraus lässt sich dann eine spezifische, detailliertere Arbeitsplanung zur Umsetzung des Merkblatts ableiten.

„In-Trends Nachhaltigkeit“

Kaum gewöhnt hat sich die „Finanzwelt“ an die Berücksichtigung von Nachhaltigkeit in nahezu allen Geschäftsbereichen gewöhnt, schon weisen Trends innerthematisch auf eine veränderte Ausrichtung hin: Weg vom „Rückblick“ auf verschiedene Kriterien (ESG) hin zur zukünftigen Entwicklung, insbesondere auch auf die Veränderungen des Pfads der verursachten Treibhausgase. – Stoff für einen interessanten Workshop von zwei bis drei Stunden bei Ihnen im Hause? Termin + Preis auf Anfrage gerne!.

Angebot Seminare, Vorträge, Workshops

Laut Scope sind in Deutschland mehr als 600 Fonds mit dem Etikett „nachhaltig“ zugelassen. Sie haben ein Gesamtvolumen von annähernd € 200 Mrd. 104 Fonds tragen das im November 2019 vergebene „FNG-Siegel 2020“ des Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG), für das sich 105 Fonds beworben hatten. Leider hat nahezu jeder Fonds seine eigene Interpretation von Nachhaltigkeit, was die Suche nach passenden Anlageangeboten erschwert. Trotzdem lässt sich der Markt grundsätzlich sehr schnell erschließen

In 1,5 bis 2 Stunden kann schon ein Überblick gewonnen werden, was Nachhaltigkeit ausmacht und wie „aus dem Bauch“ Geldanlagen auf ihre nachhaltige(re) Wirkung beurteilt werden können. Darüber hinaus Hinweise auf die sehr verbreiteten Irrtümer bei „grünen Illusionen“ – Nachhaltigkeit, die es auf den zweiten Blick doch nicht ist.

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Mehr dazu: Angebote – Seminare, Vorträge, Workshops

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Neunundachtzig bis Eins

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Neunundachtzig

 

Titelbild: Network for Greening the Financial Sector (NGFS)

Inhalt: Klimarisiken im Fokus der Notenbanken; ESRB – Ansatzpunkte zur Quantifizierung Klimarisiken; Auf dem Weg zu klimaneutralen Treibstoffen?;  Auch Biodiversität ist ein finanzielles Risiko; Hohe Ansprüche an nicht-finanzielle Informationen; Nachhaltige Geldanlagen erneut stark gewachsen; Neue Visakarte aus recycelten Kunststoffen; Samsung Pay Card; Nachhaltigkeitsquatsch; Seminar/Veranstaltungstermine: VÖB Zertifikatslehrgang „Sustainable Finance Manager“; In eigener Sache: Angebote, Seminare, Vorträge, Workshops; Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

25. Juni 2020

Dr. Ralf Breuer

Klimarisiken im Fokus der Notenbanken

Im NGFS – Network for Greening the Financial Sector kooperieren 66 Notenbanken und Finanzaufsichtsbehörden, u.a. auch die BaFin und die Deutsche Bundesbank. Das Netzwerk befasst sich intensiv mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Finanzmarktstabilität. Am 24.6.2020 wurden zwei weitere Arbeitspapiere veröffentlicht, die  die unmittelbaren und mittelbaren Folgen auf die Geldpolitik beleuchten, bzw. Vorschläge für Szenarioanalysen auf nationaler Ebene unterbreiten.

Klimarisiken und Geldpolitik

Das NGFS geht davon aus, dass der Klimawandel bzw. der Übergang in eine emissionsärmere Wirtschaft sich auf die meisten Stellgrößen in der Geldpolitik auswirken wird. Dies kann auf sehr viele Faktoren in den monetären Prozessen beeinflussen:

2020-06-24 NGFS Monetary Policy

Szenarien für die Klimarisikoanalyse

Das Ausmaß der Einflüsse wird stark von den eintretenden Szenarien abhängen, die durch Zeitpunkt und Umfang von Maßnahmen zum Klimaschutz sowie die technische Verfügbarkeit von Mitteln zur Reduzierung von Treibhausgasen bestimmt sind. Das NGFS hat deshalb drei Basisszenarien mit insgesamt fünf Varianten erarbeitet, die von den Aufsichtsbehörden für Stresstests angewendet werden können. Hierbei variieren die nicht von den Zentralbanken kontrollierten Faktoren „Politik“ und „Technologie“.

Die Szenarien orientieren sich an Erwärmungsszenarien und unterstellen abweichende Maßnahmenpakete für den Klimaschutz zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Je nach Zeithorizont und Betrachtungsebene müssen weiterhin der Detailgrad (Granularität) und die untersuchten Indikatoren variiert werden.

Neben den Ergebnissen der NGFS-Arbeitsgruppen werden auch einige bereits auf nationaler Ebene in einigen Ländern entwickelten Stresstests in Hinblick auf den Klimawandel dargestellt: The macroconomic and financial stability impacts of climate change, 24.6.2020Climate change and monetary policy: initial takeaways, 24.6.2020

ESRB – Ansatzpunkte zur Quantifizierung Klimarisiken

Aufbauend auf die Arbeit des NGFS hat das „European Systemic Risk Board (ESRB)“ eine Studie zu den möglichen quantitativen Ausmaßen von physischen Klimarisiken und die Folgen für die Bruttoinlandsprodukte vorgelegt. Das Papier macht sehr anschaulich, wo sich welche Auswirkungen bereits beobachten und in ihren finanziellen Dimensionen zumindest indikativ bestimmen lassen: Positively green: Measuring climate change risks to financial stability

Auf dem Weg zu klimaneutralen Treibstoffen?

Die Vereinigung der europäischen Raffineriebranche FuelsEurope hat eine Ambition veröffentlicht, nach der bis 2050 alle flüssigen Treibstoffe CO2-neutral sein könnten. Das notwendige Investitionsvolumen wird auf € 400 bis 650 Mio. geschätzt. Der Plan zielt dabei auf einen Mix aus verschiedenen Energiequellen wie Pflanzen, Elektrizität, Wiederverarbeitung und verbesserten Verfahren.

Das Papier, mit dem die Ambitionen publiziert wurden, enthält eine Reihe konkreter Beispiele, wie bereits an emissionsärmeren Treibstofflösungen gearbeitet wird. So haben kooperieren in Dänemark Orsted, der Flughafen Kopenhagen, die Fluglinie SAS und die Reederei Maersk in einem Projekt, dessen Produktion ab 2023 mit einer ersten Phase bis zum vollen Betrieb 2030 anlaufen soll: Clean Fuels for All, 15.6.2020.

FuelsEurope stellt auch eine interessante Änderung der Besteuerung zur Diskussion: Statt der Treibstoffmenge solle besser der Gehalt der enthaltenen Menge an Treibhausgasen besteuert werden. Liest sich für den Laien zunächst einmal sehr plausibel!?

Auch Biodiversität ist ein finanzielles Risiko

Die niederländische Zentralbank De Nederlandsche Bank (DNB) hat am 18.6.2020 eine Studie zu den finanziellen Auswirkungen von Verlusten an Biodiversität vorgelegt: Indebted to Nature. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass 36% von € 1,4 Bio. finanzielle Vermögenspositionen des niederländischen Finanzsektors und damit ein Betrag von € 510 Mrd. durch Verluste an Biodiversität betroffen sein kann. Etwa € 28 Mrd. sind von der natürlichen Befruchtung von Pflanzen abhängig (N.B.: In manchen Regionen muss in der Landwirtschaft bereits ersatzweise künstlich befruchtet werden).

Hohe Ansprüche an nicht-finanzielle Informationen

Im Rahmen der Konsultationen für die Überarbeitung der EU Direktive zur nicht finanziellen Berichterstattung (Non-financial Reporting Directive, NFDR) haben die europäischen Finanzaufsichtsbehörden in einem gemeinsamen Schreiben Stellung genommen. Sie gehen davon aus, dass die aktuelle Direktive den deutlich gestiegenen Ansprüchen nicht mehr genügt. Bei einer Neufassung müssten verpflichtend Standards eingeführt werden, die „relevante, zuverlässige und vergleichte Informationen“ in der Berichterstattung sicherstellen: Gemeinsames Schreiben von EBA, EIOPA und ESMA vom 11.6.2020 (EN).

Nachhaltige Geldanlagen erneut stark gewachsen

Am 8.6.2020 veröffentlichte das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) seinen Marktbericht 2020. Insgesamt waren zum Jahresende 2019 269,3 Milliarden Euro in Anlageprodukte investiert, die Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien explizit in den Anlagebedingungen festschreiben. Das sind rund 23 Prozent mehr als im Vorjahr. Berücksichtigt man außerdem die Kapitalanlagen, für die Nachhaltigkeitskriterien auf Unternehmensebene verankert sind, ergibt sich per Ende 2019 eine Gesamtsumme von rund 1,64 Billionen Euro für die verantwortlichen Investments in Deutschland.

2020-06-08 FNG

Die Privatanleger in Deutschland haben ihre Investments in Nachhaltige Geldanlagen in 2019 von 9,4 Milliarden Euro auf 18,3 Milliarden Euro gesteigert und tragen so wesentlich zum Gesamtwachstum Nachhaltiger Geldanlagen bei.

Neue Visakarte aus Kunststoffrecycling

Visa präsentierte die „Visa EarthwiseTM High-content Card“ die vom Hersteller CPI zu  98% mit Kunststoff aus Abfallrecycling hergestellt wird. Sie stellt damit einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft dar. Allerdings werden durch den Chip und Magnetstreifen immer noch wertvolle Rohstoffe benötigt. Dies ist bei den kartenlosen Zahlungsverfahren in Afrika und Asien durch Nutzung eines QR-Kode nicht der Fall.

2020-06-19 Visa_Upcycled_Karte

 

Alternative Materialien zu Rohölprodukten wurden bereits von anderen Herstellern eingeführt. So besteht die Kreditkarte der Triodos Bank aus Bioplastik, vornehmlich Mais. Dies reduziert nach Aussage der Bank den CO2-Ausstoß bei der Herstellung um 80%, allerdings steht die Herstellung des Materials in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion.

 

2020-06-19 Triodos Karte

Bei elektronischen Zahlungsverfahren wie ApplePay kann auf eine Karte ganz verzichtet werden, wie dies in Deutschland auch von der Deutschen Bank bei der Markteinführung angeboten wurde. Eine neue Variante wird derzeit in Großbritannien entwickelt, bei der ein elektronisches Zahlungsverfahren auf eine bestehende flexible Kartenlösung aufbaut:

Samsung Pay Card

Am 24.6.2020 gaben Samsung UK und Curve die Kooperation zur Entwicklung der Samsung Pay Card in Zusammenarbeit mit Mastercard bekannt. Es soll sich um eine „digital first“ Lösung handeln. Damit ist wohl eine vorrangige digitale Begebung von Karten ohne physische Erstellung gemeint. Curve bietet dazu eine gute Grundlage, da in der Anwendung alle Kreditkarten hinterlegt werden können, um sie mit einer einzigen (Curve-)Karte zu nutzen.

Nachhaltigkeitsquatsch

Leider führen starke Trends wie Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft und insbesondere bei der Geldanlage auch zu weniger erfreulichen Entwicklungen. Dies ist m.E. bei der von der ESG Plus aus Österreich angeboten Plattform CLEANVEST. Einige Suchen mit verschiedenen (nicht registrierungspflichtigen) Einzelkriterien führten zu ziemlich befremdlichen Top-Empfehlungen.

Ein kurzer Test sagt mehr als hundert weitere Worte: CLEANVEST Suche

Seminar-/Veranstaltungstermine

Zertifikatslehrgang „Sustainable Finance Manager“

Die Academy of Finance der VöB-Service GmbH bietet seit März 2020 den Zertifikatslehrgang Sustainable Finance Manager als anerkannten Qualifizierungsnachweis an. In diesem Lehrgang sollen Kompetenzen in Sachen Nachhaltigkeit umfassend aufgebaut werden, um diese anschließend im eigenen Hause in der Praxis umsetzen zu können.

Der Lehrgang ist in der Form eines Blended-Learnings gestaltet und setzt sich aus einem Präsenz-Workshop, drei E-Learning-Modulen sowie einer Online-Abschlussprüfung zusammen.

Der Starttermin am 16.3.2020 und die Zusatztermine am 17. und 18.3.2020  sowie der Startternub an 23.6. waren bereits ausgebucht. Deshalb bietet die Academy am 28.7. und 29.9.2020 Termine für den Start weiterer Lehrgänge an. Der erste Lehrgangstag wird als Live-Webinar statt im Workshopformat duchgeführt. Eine voll digitale Variante ohne physische Teilnahme ist in Vorbereitung.

Mehr Informationen und Buchungen: VÖB-Service GmbH Academy of Finance

Eine Beschreibung und einige Hintergründe zum  findet sich im Newsletter der Steyler Ethik Bank im Februar 2020: Nachhaltige Prozesse anstoßen.

In eigener Sache

Alle Angebote natürlich auch gerne im digitalen Rahmen als Webinar oder Videokonferenz!

Das BaFin Merkblatt zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken – was ist zu tun?

Das Merkblatt wurde am 20.12.2019 veröffentlicht. Es handelt sich zwar ausdrücklich nicht um eine (Regulierungs-)Vorschrift, sondern eine „Orientierungshilfe“, ist aber mit mit seinem sehr klaren Anspruch der Regulierungsbehörde versehen: „Die BaFin erwartet, dass die beaufsichtigten Unternehmen sich mit den entsprechenden Risiken auseinandersetzen.“

Während in den meisten größeren Finanzinstituten bereits mehr oder weniger viele Erfahrungen im Bereich Nachhaltigkeit und (CSR-)Berichterstattung gesammelt wurden, ist dies bei kleineren/regionalen Instituten oft nicht der Fall. Allerdings gilt die große Mehrheit in Deutschland: Die Ansprüche der BaFin reichen weit über die vorhandenen Strukturen hinaus!

In einem ersten Workshop sollen deshalb zunächst die spezifischen Ansprüche und Bedarfe zusammengetragen werden. Dies ist im Regelfall schon innerhalb eines Tages zu bewältigen. Daraus lässt sich dann eine spezifische, detailliertere Arbeitsplanung zur Umsetzung des Merkblatts ableiten.

„In-Trends Nachhaltigkeit“

Kaum gewöhnt hat sich die „Finanzwelt“ an die Berücksichtigung von Nachhaltigkeit in nahezu allen Geschäftsbereichen gewöhnt, schon weisen Trends innerthematisch auf eine veränderte Ausrichtung hin: Weg vom „Rückblick“ auf verschiedene Kriterien (ESG) hin zur zukünftigen Entwicklung, insbesondere auch auf die Veränderungen des Pfads der verursachten Treibhausgase. – Stoff für einen interessanten Workshop von zwei bis drei Stunden bei Ihnen im Hause? Termin + Preis auf Anfrage gerne!.

Angebot Seminare, Vorträge, Workshops

Laut Scope sind in Deutschland mehr als 600 Fonds mit dem Etikett „nachhaltig“ zugelassen. Sie haben ein Gesamtvolumen von annähernd € 200 Mrd. 104 Fonds tragen das im November 2019 vergebene „FNG-Siegel 2020“ des Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG), für das sich 105 Fonds beworben hatten. Leider hat nahezu jeder Fonds seine eigene Interpretation von Nachhaltigkeit, was die Suche nach passenden Anlageangeboten erschwert. Trotzdem lässt sich der Markt grundsätzlich sehr schnell erschließen

In 1,5 bis 2 Stunden kann schon ein Überblick gewonnen werden, was Nachhaltigkeit ausmacht und wie „aus dem Bauch“ Geldanlagen auf ihre nachhaltige(re) Wirkung beurteilt werden können. Darüber hinaus Hinweise auf die sehr verbreiteten Irrtümer bei „grünen Illusionen“ – Nachhaltigkeit, die es auf den zweiten Blick doch nicht ist.

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Mehr dazu: Angebote – Seminare, Vorträge, Workshops

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Achtundachtzig bis Eins

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Zweiundachtzig

Titelbild Komponenten des „European Green Deal“, der am 11.12.2019 vorgestellt wird. Quelle: EU Commission

Inhalt: „European Green Deal“ – Maßnahmenpaket 11.12.2019; EU Aktionsplan: 1. Taxonomie – EU Parlament und Ministerrat einig; 2. Der (CO2-)Pfad ist das Ziel; CO2 – Die tun was…; Nachhaltigkeitsrisiken bei IWF und Aufsehern im Fokus; Europäischer Bankenverband zu Nachhaltigkeit; Rekordwachstum beim FNG-Siegel, aber große Lücken; Seminar-/Veranstaltungstermine: VÖB Webinar, VÖB BarCamp; Zertifikatslehrgang „Sustainable Finance Manager“ ab März 2020; In eigener Sache: Angebote, Seminare, Vorträge, Workshops; Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

10. Dezember 2019

Dr. Ralf Breuer

„European Green Deal“ – Maßnahmenpaket 11.12.2019

Am 11. Dezember 2019 wird die Europäische Kommission ihren „European Green Deal“ präsentieren, der u.a. eine CO2-Neutralität der Gemeinschaft ab dem Jahr 2050 vorsehen soll. Die Elemente dieses Pakets wurden vorab kommuniziert und dargestellt. Offen ist bis dato aber wie ambitioniert die Pläne sind wie u.a. die Anpassungsfristen innerhalb der Gemeinschaft gestaltet werden. Eine schematische Übersicht der Maßnahmen, die über den reinen Klimaschutz hinausreichen sollen, hat die Kommission schon vor einiger Zeit veröffentlicht:

2019-12-11 EU green deal

EU Aktionsplan:

EU Parlament und Ministerrat einig bei der Taxonomie

Der Europaabgeordnete Sven Giegold berichtete am 5.12.2019 auf seiner Internetseite https://sven-giegold.de:

„Soeben einigten sich Europäisches Parlament und Ministerrat auf einen Kompromiss für die Klassifizierung nachhaltiger Investments (Taxonomie). Die Verordnung definiert europaweit, welche wirtschaftlichen Aktivitäten sich nachhaltig nennen und damit in einem als nachhaltig beworbenen Finanzprodukt stecken dürfen. Als nachhaltig gilt, wer einerseits einen positiven Beitrag leistet zum Klimaschutz, ohne gleichzeitig in anderen Bereichen der Umwelt zu schaden (do-no-harm-Prinzip). Die Klassifizierung soll prinzipiell für alle Finanzprodukte gelten.“

Laut Giegold führte die Einigung zu einem faktischen Ausschluß von Atomkraft. Während Deutschland, Luxemburg und Österreich einen zwingende Hürde befürworteten, bevorzugte Frankreich eine Berücksichtigung von Atomenergie als nachhaltig (weil CO2-neutral). Kohletechnologien werden vollkommen ausgeschlossen. Die Taxonomie soll noch verfeinert (z.B. Schwellenwerte) und in die soziale Dimension erweitert werden. Derzeit ist sie ausschließlich in ökologische Richtung formuliert.

Während die „Taxonomie“ mit ihren 414 Seiten Zwischenbericht der Expertengruppe immer wieder viel diskutiert wurde, blieb das Papier über „Benchmarks“ relativ unbeachtet. Allerdings schlägt die Expertengruppe einen weitreichenden Paradigmenwechsel bei Finanzprodukten vor: Die Veröffentlichung bestimmter Nachhaltigkeitskriterien wird zum Standard, die zu Transformation zu emissionsärmeren Technologien dagegen zum Gütemaß:

2. Der (CO2-)Pfad ist das Ziel

CO2 steht hier vulgo für Treibhausgase, die als CO2-Äquivalente gemessen werden. Die Pfadorientierung zeichnet sich neben der Agenda 2030 mit ihren 17 Problemfeldern (SDGs) als neuer Konsensus für die Bestimmung ökologischer Nachhaltigkeit ab. Auch die von der der technischen Expertengruppe der EU vorgeschlagenen Benchmarks für alle Anlageklassen mit Ausnahme einiger Derivate orientieren sich an vergleichbaren Kategorien bzw. am Klimaschutzabkommen von Paris: „Paris-aligned“ (EU PAB) und „climate-transition“ (EU CTB) mit Erwärmungspfaden von 1,5° bwz. 2°.

Der französische Versicherungskonzern Axa (siehe unten) hat bereits eine Strategie formuliert, die die Eigenanlagen langfristig an einem Erwärmungspfad von 1,5° ausrichtet. Aktuell liegt der Wert bei 3,1°. Eigene Recherchen und eine am 27.11.2019 veröffentliche Analyse von right. based on science zeigen, dass sich die Zahl der investierbaren Unternehmen deutlich verkleinert. In der Analyse qualifizieren wahrscheinlich sich lediglich 5 der 30 Gesellschaften im Dax für „EU BAB).

Das Europäische Parlament und der Ministerrat haben die Europäische Kommission am 27.11.2019 beauftragt, entsprechende Benchmarks umzusetzen: REGULATION (EU) 2019/2089 OF THE EUROPEAN PARLIAMENT AND OF THE COUNCIL of 27 November 2019 .

Der Indexanbieter MSCI avisierte in einer Pressemitteilung vom 7.11.2019 entsprechend konstruierte Indices in vorläufigen Versionen am 30.4.2020 zu veröffentlichen: MSCI to launch two series of provisional EU Climate Indexes .

Die EU-Experten haben zusätzlich eine Benchmark für die Veröffentlichung von Nachhaltigkeitsindikatoren vorgeschlagen. Diese ist aber als „Mindeststandard ESG“ formuliert. Die vorgeschlagenen Kriterien sind eine Mischung aus qualitativen und quantitativen Kriterien sowie aggregierten und Rohdaten. Auch zu diesem Thema erging am 27.11.2019 ein Auftrag an die EU-Kommission: REGULATION (EU) 2019/2088 OF THE EUROPEAN PARLIAMENT AND OF THE COUNCIL of 27 November 2019 on sustainability‐related disclosures in the financial services sector.

Einen Blick in Rohdaten zur Nachhaltigkeit von 2.800 Unternehmen weltweit erlaubt neuerdings auch MSCI als Dienstleister für Nachhaltigkeitsratings. Gemäß der Pressemitteilung vom 25.11.2019 (MSCI ESG Research makes MSCI ESG Ratings of over 2,800 companies publicly available) sollen 2020 insgesamt 7.500 Datensätze für Unternehmen zugänglich sein: https://www.msci.com/esg-ratings

CO2 – Die tun was…

Die Maßnahmen der Bundesregierung zum Klimaschutz wurden insgesamt sehr kritisch aufgenommen. Zuletzt äußerte sich der Generalsekretär des „Sachverständigenrats zur Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung“ SVR Wirtschaft in einer öffentlichen Ringvorlesung der Universität Bonn am 4.12.2019 sehr kritisch. Er vertrat das Ratsmitglied Prof. Isabel Schnabel. Sie ist derzeit für das Direktorium der Europäischen Zentralbank nominiert.

2019-12-05 GA SVR Klimapaket

General-Anzeiger Bonn, 5.12.2019, S. 9

Der Sachverständigenrat hatte in einem Sondergutachten vom Juli 2019 der Bundesregierung einen AUFBRUCH ZU EINER NEUEN KLIMAPOLITIK u.a. durch die Einführung einer CO2-Steuer empfohlen. Nur einer kleiner Teil der Empfehlungen wurden tatsächlich im „Klimapaket“ der Bundesregierung umgesetzt.

Dagegen haben einige Unternehmen schon eigene, ambitionierte Programme zur Verringerung des Ausstoßes an Treibhausgasen eingeleitet. Jüngstes Beispiel ist der spanische Öl-, Gas- und Chemiekonzern Repsol.

Mit der Ankündigung, der Konzern strebe nach einer unkompensierten (!) CO2-Neutralität im Jahre 2050 und ambitionierten Zwischenzielen setzte das Unternehmen zu Beginn der Weltklimakonferenz in Madrid ein starkes Zeichen. Obwohl die technischen Möglichkeiten für die Umsetzung in weiten Teilen noch nicht gegeben sind, wird der Ausstoß von Treibhausgasen ein vergütungswirksamer Bestandteil der Vergütung von Führungskräften sein. Einzelheiten zu dem Plan werden gemeinsam mit der Strategie bis zum Jahre 2025 in der ersten Jahreshälfte 2020 vorgestellt.

2019-12-02 Repsol CO2 path

(Pressemitteilung vom 2.12.2019 (EN): Repsol will be a net zero emissions company by 2050)

Auch der französische Versicherungskonzern Axa präsentierte am 27.11.2019 eine neue, ambitionierte Klimastrategie: Pressemitteilung 27.11.2019 (EN): AXA launches a new phase in its climate strategy to accelerate its contribution to a low-carbon and more resilient economy. Nach aktuellem Stand entsprechen die aktuellen Anlagen des Konzerns einer Erderwärmung von 3,3°, während 3,7° als globaler Referenzwert gelten. Eine Reduzierung des Wertes für alle Anlagen auf unter 2° würde die 100 größten Positionen im Portfolio ausschließen. Generell wird sich die Gruppe zukünftig an einer Anlagepolitik im Sinne der oben beschrieben „EU Paris-aligned Benchmark“ ausrichten: Pressemitteilung 27.11.2019 (EN): Investing in a 1.5ºC world: aligning business with the Paris Agreement.

Bereits in der vorausgegangen Ausgabe Nummer Einundachtzig wurden einige Unternehmensinitiativen vorgestellt:

  • Klimastrategie Europäische Investitionsbank (EIB)
  • Lanxess will Treibhausgase bis 2030 halbieren, bis 2040 neutralisieren
  • easyJet kompensiert die Treibhausgase
  • Bereits im Mai 2019 hatte Bosch für das Jahr 2020 eine (kompensierte) Klimaneutralität und weitere qualitativen Verbesserungen bis 2030 avisiert (vgl. Nummer Einundsiebzig).

Nachhaltigkeitsrisiken bei IWF und Aufsehern im Fokus

Der internationale Währungsfonds IWF hat Klimarisiken als finanzielles Risiko vertieft thematisiert. Die Sicht ist ähnlich wie bei den internationalen Bankenaufsehern und Notenbanken. Die direkten und indirekten Auswirkungen des Klimawandels führen zu hohen wirtschaftlichen Belastungen, die z.B. in Streßtests berücksichtigt werden sollten. Die Autoren eines Beitrags im Dezember 2019 sehen die Finanzindustrie aber nicht nur als betroffen, sondern auch in einer Gestalterrolle im Umgang mit dem Klimawandel. So lautet der Schlußsatz „Finance will have to play an important role in managing this transition, for the benefit of future generations.

Climate Change and Financial Risk – Central banks and financial regulators are starting to factor in climate change, Pierpaolo Grippa/Jochen Schmittmann/Felix Suntheim

Neben der deutschen BaFin mit ihrem geplanten Merkblatt zu Nachhaltigkeitsrisiken (vgl. Nummer Neunundsiebzig) ist auch die europäische Bankenaufsichtsbehörde EBA bei Risiken aus mangelnder Nachhaltigkeit und dem Klimawandel aktiv. Die EBA veröffentlichte am 6.12.2019 einen detaillierten Aktionsplan (EN): EBA pushes for early action on sustainable finance. U.a. will die EBA einen Streßtest für Klimarisiken im europäischen Bankensektor entwickeln. Die Europäische Zentralbank thematisiert ebenfalls die Auswirkungen des Klimawandels auf die Finanzmarktstabilität: Klimawandel und die EZB: „Die EZB kann – und sollte – im Rahmen ihres Mandats den Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft aktiv unterstützen, und zwar auf zweierlei Weise: Erstens indem sie dabei hilft, die Spielregeln festzulegen, und zweitens durch entsprechendes Handeln, ohne das Ziel der Preisstabilität zu beeinträchtigen.“

Die dänische Nationalbank plant zur Jahresmitte 2020 die Faktoren für einen Streßtest  zu präsentieren. In einer aktuellen Analyse wird vor allem das landesspezifische Risiko vermehrter Überflutungen beleuchtet. Die Bank bewertet 15% der Realsicherheiten im Bankensystem mit einem erhöhten Risiko. Zusätzlich sollen auch internationale Einflussgrößen wie eine mögliche CO2-Besteuerung in die Risikoanalyse einfließen. Danmarks Nationalbank, 2.12.2019: Climate change can have a spillover effect on financial stability

Europäischer Bankenverband zu Nachhaltigkeit

Am Rande des Weltklimagipfels in Madrid präsentiere der europäische Bankenverband EBF Vorschläge für Wachstumsanreize bei „Sustainable Finance“. Dabei wird ausdrücklich eine Incentivierung „nachhaltiger“ Finanztätigkeiten befürwortet. Schon der Titel macht deutlich, dass sich die EBF eine ausdrückliche Begünstigung z.B. für die Finanzierung von Maßnahmen zum Klimaschutz wünscht ENCOURAGING AND REWARDING SUSTAINABILITY – Accelerating sustainable finance in the banking sector.

Das Papier diskutiert insbesondere einen Garantiefonds, einen Vebriefungsrahmen, Kapitalentlastungen, die bevorzugte Behandlung von Sicherheiten durch die Europäische Zentralbank, eine CO2-Besteuerung sowie nationale Beispiele für fiskalpolitische Anreize.

Am Rande des Klimagipfels wurden die Vorschläge unter dem Titel „The Future of Banking is Banking for the Future“ u.a. von den Vorstandschefs der spanischen Großbanken und der Vorstandsvorsitzenden von HSBC Deutschland diskutiert. Zur Einführung sprach zusätzlich der Vizepräsident der EU-Komission, Valdis Dombrovkis CEO Panel: The Future of Banking is Banking for the Future.

 

Rekordwachstum beim FNG-Siegel, aber große Lücken

Das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) konnte für sein „FNG-Siegel“ ein neues Rekordjahr vermelden: Die Anzahl der Bewerber stieg um 60% auf 105 Fonds, die Zahl der Fondshäuser von 30 auf 47. Allerdings fällt auf, dass die größten Anbieter von Publikumsfonds nicht mit ihren Produkten für Privatkunden vertreten sind. Die Union Investment war lediglich mit Fonds für institutionelle Anleger vertreten. (Pressemitteilung vom 28.11.2019).

Seminar-/Veranstaltungstermine

Webinar: #FinanceForFuture – Klimarisiken & Nachhaltigkeit: Neue Kernthemen für Regulierung, externe Berichterstattung und Geschäftspolitik

Neuer Termin: 6.3.2020, 10 – 11:30h

Weitere Informationen und Buchungen über VÖB-Service Academy of Finance

BarCamp Sustainable Finance, 11.12.2019 in Bonn

Zusammen mit dem Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) veranstaltet die Academy of Finance in Bonn am 11. Dezember 2019 ein BarCamp Sustainable Finance. Das BarCamp ist eine Veranstaltung mit offenen Workshops – ohne Referenten und feststehender Agenda.

Investabel® ist bei dieser Veranstaltung Medien- und Programmpartner.

Weitere Informationen und Buchungen über VÖB-Service Academy of Finance

Zertifikatslehrgang „Sustainable Finance Manager“ ab März 2020

Die Academy of Finance der VöB-Service GmbH bietet ab März 2020 den Zertifikatslehrgang Sustainable Finance Manager als anerkannten Qualifizierungsnachweis an. In diesem Lehrgang sollen Kompetenzen in Sachen Nachhaltigkeit umfassend aufgebaut werden, um diese anschließend im eigenen Hause in der Praxis umsetzen zu können.

Der Lehrgang ist in der Form eines Blended-Learnings gestaltet und setzt sich aus einem Präsenz-Workshop, drei E-Learning-Modulen sowie einer Online-Abschlussprüfung zusammen.

Mehr Informationen und Buchungen: VÖB-Service GmbH Academy of Finance

In eigener Sache

Neues Format: Workshops „In-Trends Nachhaltigkeit“

Kaum gewöhnt hat sich die „Finanzwelt“ an die Berücksichtigung von Nachhaltigkeit in nahezu allen Geschäftsbereichen gewöhnt, schon weisen Trends innerthematisch auf eine veränderte Ausrichtung hin: Weg vom „Rückblick“ auf verschiedene Kriterien (ESG) hin zur zukünftigen Entwicklung, insbesondere auch auf die Veränderungen des Pfads der verursachten Treibhausgase. – Stoff für einen interessanten Workshop von zwei bis drei Stunden bei Ihnen im Hause? Termin + Preis auf Anfrage gerne!.

Angebot Seminare, Vorträge, Workshops

Laut Scope sind in Deutschland 641 Fonds mit dem Etikett „nachhaltig“ zugelassen. Sie haben ein Gesamtvolumen von rund € 160 Mrd. 65 Fonds tragen das im November 2018 vergebene „FNG-Siegel 2019“ des Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG), für das sich 66 Fonds beworben hatten. Leider hat nahezu jeder Fonds seine eigene Interpretation von Nachhaltigkeit, was die Suche nach passenden Anlageangeboten erschwert. Trotzdem lässt sich der Markt grundsätzlich sehr schnell erschließen

In 1,5 bis 2 Stunden kann schon ein Überblick gewonnen werden, was Nachhaltigkeit ausmacht und wie „aus dem Bauch“ Geldanlagen auf ihre nachhaltige(re) Wirkung beurteilt werden können. Darüber hinaus Hinweise auf die sehr verbreiteten Irrtümer bei „grünen Illusionen“ – Nachhaltigkeit, die es auf den zweiten Blick doch nicht ist.

Ein weiteres Format ergab sich aus der Mitgestaltung der FridaysForFuture Demonstration am 12.4.2019. Das für den öffentlichen Raum gedachte Konzept läßt sich, z.B. mit spielerischen Elementen verbunden, sehr gut auch für jüngere und ältere Gruppen in der Zivilgesellschaft verwenden. –

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Mehr dazu: Angebote – Seminare, Vorträge, Workshops

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Zweiundachtzig bis Eins

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Dreiundsiebzig

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Titelbild/Bild: Pressemappe 19. Jahreskonferenz Rat für Nachhaltige EntwicklungRNE 4.6.2019

Inhalt: Jahrestagung RNE 2019 – Folgen starken Worten Taten?; Unionskreise fordern CO2-Besteuerung; Beirat „Sustainable Finance“ der Bundesregierung; Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen 2019; Vom (Un-)Sinn quantitativer Nachhaltigkeitsratings; Consorsbank mit Aktion zur Nachhaltigkeitswoche; In eigener Sache: #nachhaltige100; Angebote, Seminare, Vorträge, Workshops; Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

12. Juni 2019

Dr. Ralf Breuer

Jahrestagung RNE 2019: Folgen starken Worten Taten?

HANDELN!

Am 4.6.2019 fand in Berlin die Jahrestagung des Rats für Nachhaltige Entwicklung (RNE) mit rund 1.000 Teilnehmern statt. Die Tagung stand unter dem Motto „Zukunft zur Heimat machen“. Neben Nachhaltigkeit und insbesondere dem Klimaschutz wurde auch der Verbindung mit Digitalisierung Raum eingeräumt. Alle Informationen sowie Reden und Videomitschnitte hat der RNE auf seiner Internetseite bereitgestellt: Rat für Nachhaltige Entwicklung – 19. Jahreskonferenz 4.6.2019.

Mit Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie der Bundesminister Dr. Gerd Müller (Wirtschaftliche Zusammenarbeit), Olaf Scholz (Finanzen) und Svenja Schulze (Umwelt) betonten 25% der Regierungsmitglieder die Notwendigkeit, dem Klimawandel konsequent zu begegnen. Allerdings erwähnte die Bundesregierung auch den wohl entscheidenden Grund für ein gewisses Zögern: Der Ausgang der Europawahlen in den den ostdeutschen Bundesländern sowie die Landtagswahlen im weiteren Jahresverlauf.

Der Generalsekretär des Rates, Prof. Günther Bachmann moderierte launig durch das dichte Programm. Seine Bitte, den Grad der Zustimmung nicht durch die Länge, sondern die Intensität des Applauses auszudrücken fand Resonanz. Auch ohne Messung des Pegels dürfte gewiss sein, dass der höchste Wert bei Jakob Blasel, einem der Organisatoren der FridaysForFuture erreicht wurde. Er sprach unmittelbar vor den Begrüßungsworten der Bundeskanzlerin einen eindringlichen Appell der jüngeren Generation für konsequente Maßnahmen zum Klimaschutz aus.

2020 das Jahr der 17Ziele/SDGs

Die Bundesminister Müller und Schulze präsentierten trotz unterschiedlicher Parteizugehörigkeit Einigkeit in der Sache. Allerdings fragt sich, warum erst 2020 das Jahr der „17Ziele“ bzw. SDGs werden soll. Auch 2019 wären sie für eine Orientierung in Richtung mehr Nachhaltigkeit eine nützliche Orientierung.

Unionskreise fordern CO2-Besteuerung

Eine Gruppe liberaler Unionspolitiker hat das wohl erste Konzept einer CO2-Besteuerung aus Unionskreisen vorgelegt: „Ohne Pillepalle: Klimaschutz – einfach machen“, so hat die „Union der Mitte“ ihr Konzept zum Klimaschutz überschrieben. Die Gruppe fordert eine allgemeine CO₂-Abgabe, die bei 60 Euro pro Tonne beginnen und bis 2030 kontinuierlich auf 120 Euro angehoben werden soll.

Die Bundesregierung wird außerdem aufgefordert, auf EU-Ebene eine einheitliche Lösung „zur CO₂-orientierten Besteuerung von Flugbenzin (Kerosin) und Schiffsdiesel zu erreichen“. Größte Befürchtung ist eine gesellschaftliche Spaltung der deutschen Gesellschaft: Laut Generalsekretärin der CDU drohe die Klimaschutzpolitik die Gesellschaft ähnlich zu spalten wie die Flüchtlingspolitik berichtet die Süddeutsche Zeitung am 8.6.2019.

Beirat „Sustainable Finance“ der Bundesregierung

Die Bundesregierung hat am 6.6.2019 einen Beirat für „Sustainable Finance“ eingesetzt. Der Beirat soll die Bundesregierung bei der Ausarbeitung und Umsetzung ihrer Sustainable Finance-Strategie beraten, bestehende Expertise bündeln und den Dialog zwischen den relevanten Akteuren fördern. Unter Sustainable Finance (nachhaltige Finanzen) versteht die Bundesregierung die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten bei Entscheidungen der Finanzmarktakteure. Das Gremium setzt sich zusammen aus Vertreter/-innen aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft sowie verschiedener Bundesressorts. (Pressemitteilung Bundesfinanzministerium 6.6.2019).

Für den Beirat wurden insgesamt 37 Mitglieder sowie 11 Beobachter benannt: Sustainable Finance-Beirat.

Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen 2019

Am 3.6.2019 veröffentlichte das Forum Nachhaltige Geldanlagen seinen Marktbericht 2019. Erneut wurde für verantwortungsbewusste und nachhaltige Anlageformen in Deutschland ein deutliches Wachstum von 28% bzw. um € 48 Mrd. auf € 219 berichtet. Bei nachhaltigen Investmentfonds und Mandaten war der Zuwachs mit 45% sogar noch ausgeprägter.

Für 2019 werden von den Marktteilnehmern weitere deutliche Wachstumsraten erwartet. 27 von 54 Befragten gehen von einem Wachstum bis zu 15% aus. 23 erwarten Zuwächse im Bereich von 15 bis 30%, 4 sogar darüber. Einzelheiten zu den einzelnen Marktsegmenten im FNG – Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen 2019.

Der Marktbericht gibt schon zu Beginn einen Ausblick auf die weitere qualitative Entwicklung des Marktes: Auch das FNG erwartet eine verstärkte Hinwendung zu wirkungsorientierten Anlagen, weg von rückblickenden ESG-Kriterien. Hierzu die Zusammenfassung im Bericht auf S. 4

Zur zukünftigen Entwicklung des Marktes für verantwortliche
Investments und Nachhaltige Geldanlagen
1. Spätestens seit dem Erscheinen des EU-Aktionsplans im März 2018 zeichnet sich der Markt für verantwortliche Investments und Nachhaltige Geldanlagen durch eine bis dahin nicht gekannte Dynamik aus.
2. Die verpflichtende Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenz in der Anlageberatung wird großen Einfluss auf die Entwicklung des Marktes für Nachhaltige Geldanlagen haben.
3. Derzeit spricht einiges dafür, dass die Frage nach der Wirkungsorientierung von Investments zu einer nächsten Entwicklungsstufe Nachhaltiger Geldanlagen führen wird.
4. Durch die Transparenzanforderungen für Asset Manager und Asset Owner wird ESG-Integration ein inhaltlicher Treiber für die qualitative Weiterentwicklung des Marktes für Nachhaltige Geldanlagen.

Vom (Un-)Sinn quantitativer Nachhaltigkeitsratings

Manche Meldung samt beigefügtem Link erweist sich bei näherer Betrachtung als wahre Schimäre oder besser: Ausgemachte Meldungsente. So z.B. die in den „Broker-News“ von https://www.brokervergleich.de/ am 11.6.2019 enthaltene nachstehende Meldung:

Unternehmen berichten nur spärlich über ihre Nachhaltigkeit

Die Nachhaltigkeitsberichte deutscher Unternehmen sind oft voller Worthülsen und schwer zu vergleichen. Das zeigt eine aktuelle Studie, die 131 Unternehmen aus den Deutschen Aktien Indizes untersucht hat. Einheitliche Standards sind dringend nötig.

…erfahren Sie mehr

Der Link führt zu einer Wiedergabe einer Studie der cometis AG , Wiesbaden, bei Investmentsparen.net, der bereits viele kritische Bemerkungen zur aktuellen Berichterstattung enthält. Von dort aus führt ein Link zum Original der Pressemitteilung der cometis AG vom 27.5.2019, die selbst die eigenen Erhebungen in der Studie kritisch beleuchtet:

„Die Unternehmen der verschiedenen DAX-Segmente hat cometis hinsichtlich des Umfangs der bereitgestellten Informationen durchleuchtet. Für qualitative Aussagen vergab cometis lediglich 1 Punkt und für quantifizierte Angaben jeweils 2 Punkte. Bei der Untersuchung blieb die Aussagekraft der bereitgestellten Informationen allerdings unberücksichtigt. So erhielt der Nachhaltigkeitsbericht von Adidas zwar lediglich 66 Punkte. „Aber Adidas überzeugt mit klaren Nachhaltigkeitszielen. Zudem kommuniziert das Unternehmen die festgestellten Verstöße gegen die Compliance in außergewöhnlich transparenter Form,“…

Insofern relativieren sich natürlich die 450 Punkte des vermeintlichen „CSR-Berichtschampions“ im Dax30 ebenso wir die mageren 44/45 Punkte der Unternehmen mit den „spärlichsten CSR-Informationen.  Zur Einordnung der 45 Punkte nach eigener Anschauung sei ein Blick in den aktuellen Nachhaltigkeitsbericht 2018 der Allianz SE empfohlen (EN): Shaping our Sustainable Future.

Während die Unsinnigkeit einer simplen „Indikatorenzählerei“ bzw. -bepunktung relativ leicht nachvollziehbar erscheint, wird dies bei bei höher verdichteten Kennzahlen wie „ESG-Scores“ schon schwerer verdaulich. Trotzdem gibt es hierzu klare Aussagen:

„Es zeigt aber in aller Deutlichkeit, dass ein reiner ESG-Portfolio-Score zwar einfach und daher verführerisch erscheint, aber letzten Endes keinen Sinn macht.“

schreibt Roland Kölsch, Geschäftsführer der Gesellschaft für Qualitätssicherung Nachhaltiger Geldanlagen mbH, die das FNG-Siegel betreut, in einer Mail vom 14.5.2019. Beigefügt ist eine interessante empirische Auswertung unterschiedlicher Ratingansätze (hier MSCI versus Sustainalytics): Man numeric – ESG Data: Building a solid Foundation, March 2019.

Der Mail enthält die folgende Grafik aus der lediglich fünf Seiten umfassenden, aber äußerst aussagefähigen Studie (S. 3, erste Spalte oben):

2019-06-man-numeric-1.png

 

Die Grafik zeigt eindrucksvoll, dass die numerischen summarischen Nachhaltigkeitsratings der Anbieter MSCI und Sustainalytics (ESG Composite) zwar stabil, aber mit etwa 0,5 nicht besonders hoch korreliert sind. Dagegen fallen die Wertungen in den Teilbereichen Umwelt (Env. Composite), Soziales (Soc. Composite) und Unternehmensführung (Gov. Composite) deutlich auseinander. Dies ist angesichts der deutlich abweichenden Methodik kaum verwunderlich:

2019-06-man-vendors-1.png

 

Vor diesem Hintergrund scheint die Schlussfolgerung der Studie logisch:

„The result is a principles-based approach that aims to identify companies making thoughtful long-term decisions. We believe that companies that take a long-term view towards being good stewards will ultimately be the ones that succeed.“

Consorsbank mit Aktion zur Nachhaltigkeitswoche

Nachhaltigkeitswoche: Sie legen an, wir spenden

Guten Tag,

anlässlich der Europäischen Nachhaltigkeitswoche machen wir Ihnen ein besonderes Angebot: Investieren Sie mit dem Parvest Aqua in effiziente Lösungen für sauberes Wasser. Wir geben Ihnen 100 Prozent Discount auf den Ausgabeaufschlag. Zusätzlich spenden wir 10 Euro je Investor an die gemeinnützige Umweltorganisation „One Earth – One Ocean“.

Jetzt investieren: Link Aktion Consorsbank

Viele Grüße aus Nürnberg

Grundsätzlich ein weiteres Indiz, wie viel mehr Aufmerksamkeit Nachhaltigkeit auch bei eher „konventionellen“ Banken gewonnen hat.

DKB Bank – Fondspalette auf Nachhaltigkeit

Am 3.6.2019 kündigte die DKB Bank mit ihrem Fondspartner BayernInvest eine Umstellung der Fondspalette an. Unter der Überschrift „Nachhaltigkeitsfonds setzen auf Klimaschutz, SDG-Ziele oder ESG-Vorreiter“ wird das zukünftige Fondsangebot in einer Pressemitteilung beschrieben:

  • DKB Nachhaltigkeitsfonds Klimaschutz
  • DKB Nachhaltigkeitsfonds SDG
  • DKB Nachhaltigkeitsfonds Europa

Bei den Fonds werden sowohl thematische Anknüpfungen als auch ESG-Kriterien genutzt. Teilweise handelt es sich um die Verschmelzung bestehender kleinerer Fonds mit einer verstärkten thematischen Ausrichtung. Dies erklärt u.a., warum unter dem Link zu den Portfolioinformationen de DKB Nachhaltigkeitsfonds Klimaschutz Informationen zum DKB Pharma Fonds – ANL EUR DIS (Stand: 12.6.19) hinterlegt sind. Leider besteht aktuell keine hinreichende Transparenz über die Portfolien und die verfolgten Anlagekonzepte. Sie werden etwas ungenau beschrieben.

In eigener Sache

#nachhaltige100

Die von der Triodos Bank Deutschland geführte Liste #nachhaltige100 umfasst 100 Auftritte in sozialen Medien mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit. Investabel® rückte bei insgesamt wenig Bewegung in der Rangfolge im Mai um ganze 15 Plätze von Rang 72 auf 57: https://diefarbedesgeldes.de/nachhaltige100/.

Angebot Seminare, Vorträge, Workshops

Laut Scope sind in Deutschland 641 Fonds mit dem Etikett „nachhaltig“ zugelassen. Sie haben ein Gesamtvolumen von rund € 160 Mrd. 65 Fonds tragen das im November 2018 vergebene „FNG-Siegel 2019“ des Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG), für das sich 66 Fonds beworben hatten. Leider hat nahezu jeder Fonds seine eigene Interpretation von Nachhaltigkeit, was die Suche nach passenden Anlageangeboten erschwert. Trotzdem lässt sich der Markt grundsätzlich sehr schnell erschließen.

In 1,5 bis 2 Stunden kann schon ein Überblick gewonnen werden, was Nachhaltigkeit ausmacht und wie „aus dem Bauch“ Geldanlagen auf ihre nachhaltige(re) Wirkung beurteilt werden können. Darüber hinaus Hinweise auf die sehr verbreiteten Irrtümer bei „grünen Illusionen“ – Nachhaltigkeit, die es auf den zweiten Blick doch nicht ist.

Ein weiteres Format ergab sich aus der Mitgestaltung der FridaysForFuture Demonstration am 12.4.2019. Das für den öffentlichen Raum gedachte Konzept läßt sich, z.B. mit spielerischen Elementen verbunden, sehr gut auch für jüngere und ältere Gruppen in der Zivilgesellschaft verwenden. –

Mehr dazu: Angebote – Seminare, Vorträge, Workshops

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Dreiundsiebzig bis Eins

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Dreiundfünfzig

2018-10-16 Bierkruege

Beitragsbild/Bild: ©picture-alliance/dpa/S. Hoppe via Twitter

Inhalt: Nachhaltigkeit? – Nicht unser Bier?; Erkenntnis aus der Bayern-Wahl; Rechnungshöfe fordern Nachhaltigkeit ein; Zauberwort Nachhaltigkeit: Berater in Bedrängnis; Kontrastprogramm im Ausland; Bank of England mit Konsultationen zu den finanziellen Risiken aus dem Klimawandel; Rahmenwerk für Finanzen und Naturkapital; Schon in der Nummer Zweiundfünfzig, wird fortgeführt: „Häschtäck-o-nomie“ der europäischen Finanzwelt; In eigener Sache: Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

17. Oktober 2018, ergänzt 18.10.2018 (Präsidententreffen Rechnungshöfe)

Dr. Ralf Breuer

Nachhaltigkeit? – Nicht unser Bier?

Die Deutsche Welle hat in ihrem englischsprachigen Kanal einen interessanten Artikel veröffentlicht: Wie beeinflusst der Klimawandel die Gerstenernte und welche Folgen kann das für den Bierkonsumenten haben: Climate change could cause ’severe‘ global beer shortage. Der Artikel greift auf ernst zu nehmende Quellen zurück: Vermehrte Dürren verringen die Erntemengen für Gerste, was wiederum erhöhte Bierpreise nach sich ziehen könnte. Der vergangene heiße und trockene Sommer gibt den Überlegungen eine nachvollziehbare Plausibilität. Insofern: Nachhaltigkeit ist unser aller Bier! Das sahen die Wähler in Bayern offenbar ähnlich…

Erkenntnis aus der Bayern-Wahl

Spätestens nach den Reaktionen auf die beabsichtigte Rodung im Hambacher Forst und dem aufrüttelnden Weltklimareport sollte es nicht überraschen, dass Nachhaltigkeit bei den Wählern eine hohe Priorität hat. Gleich mehrer Aspekte standen bei den bayerischen Wählern ganz oben auf der Themenliste. Weniger bei den Politikern, was erheblich zur Erklärung des Wahlausgangs beiträgt.

Quelle: Twitter/Jörg Schönenborn, WDR, Daten: infratest Dimap

Rechnungshöfe fordern Nachhaltigkeit ein

Am 16. und 17.10.2018 erschienen in einigen Medien Artikel zur Konferenz der Präsidenten der deutschen Rechnungshöfe: „Rechnungshöfe fordern Nachhaltigkeit ein“. Grundlage ist der Prüfbericht zur Gestaltung der Energiewende in Deutschland: 2018 Sonderbericht – Koordination und Steuerung zur Umsetzung der Energiewende durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und die in diesem Zusammenhang gemachten Bemerkungen. U.a. kündigte BRH-Präsident Scheller die Prüfung der Umsetzung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie an.

2018-10-17 Nachhaltigkeit GA S. 5

Quelle: General-Anzeiger Bonn, 17.10.2018, S.5

Der Artikel als pdf: 2018-10-17 Nachhaltigkeit GA S. 5

Zwischenzeitlich ist auch ein Nachbericht zur Konferenz der Präsidenten der Rechnungshöfen von Bund und Ländern sowie Österreich und der Schweiz erschienen: Präsidentenkonferenz in Bonn (16./17. Oktober 2018) – Nachhaltigkeit rückt in den Fokus der Rechnungshöfe. Das Ergebnis mündete in einer gemeinsamen Erklärung der Präsidenten von Bund und Ländern, die Bonner Erklärung zur Nachhaltigkeit.

Zauberwort Nachhaltigkeit: Bankberater in Bedrängnis

Wieso gibt es nicht mehr nachhaltige Angebote für Privatkunden? Vieles heißt schon nachhaltig – laut Scope aktuell 641 in Deutschland zugelassene Fonds. Allerdings wird der Nachhaltigkeitsbegriff sehr unterschiedlich und weit gefasst interpretiert. Insofern ist es wenig verwunderlich, wenn sowohl Berater als auch Kunden ihre Schwierigkeiten sehen, dass jeweils verpackte Nachhaltigkeitsverständnis nachzuvollziehen.

Susanne Bergius hat diesem Thema im Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments Nr. 10 vom 12.10.2018 unter dem Titel „Zauberwort bring Berater in Bedrängnis“ auf S. 10ff. einigen Raum gewidmet. Vor allem die von der EU-Kommission geplante Beratungspflicht belebt die Diskussion. Vor allem in den großen Finanzgruppen zeigt man sich – diplomatisch formuliert – abwartend in Hinblick auf die Neufassung der Regulierung. Apropos: Für Regulierer ist Nachhaltigkeit bereits „wesentlich“, d.h. Regulierungsgegenstand geworden.

Der Status quo einer niedrigen Marktdurchdringung wird mit den verschiedensten Argumenten begründet: Fehlende Finanzbildung der Kunden, mangelnd Schulung der Berater. Problem sind aber wohl eher die Produkte, hinter die sich die Berater nicht stellen können. Der FairWorldFonds stützt diese These, da er auch vielfach auf eigene Initiative von Kundenberatern im Genossenschaftsverbund angeboten wird. Auf diese Weise hat der Fonds mittlerweile ein Volumen von € 1 Mrd. erreicht.

Zu dieser Einschätzung passen auch die Ausführungen des Finanzberaters André Gauter im letzten Absatz auf S. 13 bei Susanne Bergius mit der Überschrift „Gesunden Menschenverstand wecken“. Er schätzt den Beratungsbedarf auf 10 bis 20 Minuten. Auf die sind Berater leicht vorzubereiten, auch ohne langwierige Lehrgänge. Aus der Erfahrung von Investabel® ist das Thema leicht anzubringen, wenn man sich die Mühe macht. Die Logik ist leicht erklärt.

Kontrastprogramm im Ausland

Paris 28./29.9.2018

Kurz der erfreulichen Beinahe-Verdopplung der Teilnehmerzahl bei Sustainable Finance Gipfel Deutschland (Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Fünfzig – Sustainable Finance Gipfel Deutschland) fand in Paris eine Veranstaltung in ganz anderer Dimension statt: changeNOW konnte mehr als 6.000 Teilnehmer begrüßen. Unter den Sprechern war auch der CEO der Bankengruppe BNP Paribas.

Madrid 16.10.2018

Für weite Teile der deutschen Kreditwirtschaft stellt sich offenbar immer noch die Frage, ob Privatkunden nachhaltige Anlagemöglichkeiten angeboten werden sollen. Auf der Jahrestagung der spanischen Spainsif wurde dagegen am 17.10. in Madrid diskutiert, wie die Barrieren für Privatanleger überwunden werden können.

Großbritannien 15.-19.10.2018

Die Regierung veranstaltet in dieser Woche die erste Green Great Britain Week (Homepage) mit einer Vielzahl von Veranstaltungen, darunter auch: HSBC Financing the Low Carbon Economy am 17.10.2018.

Terminliste nachhaltige Geldanlagen für Deutschland

Der deutschsprachige Raum ist keineswegs ohne Termine. Erfreulich die große Anzahl von Veranstaltungen zu nachhaltigen Geldanlagen in der Terminübersicht FNG – Forum Nachhaltige Geldanlagen.

Aktuell findet in Hamburg die FINTECH Week statt. Zum Ende lädt comdirect zu einem Treffen von Finanzbloggern ein und ist Veranstalter des comdirect Finanzbarcamp mit Vergabe des finanzblog award. Investabel® wird teilnehmen und freut sich auf viele persönliche Kontakte.

Bank of England mit Konsultationen zu den finanziellen Risiken aus dem Klimawandel

Im Sinne einer vorsichtigen und vorsorglichen Finanzmarktregulierung wird die Bank of England finanzielle Risiken aus dem Klimawandel in der Regulierung verankern. Darüber hinaus verordnet sie eine Verantwortung auf Vorstandsebene. Am 15. Oktober 2018 hat sie die Konsultationen zu einem Entwurf für eine entsprechende aufsichtliche Anordung eingeleitet. Rückmeldungen der Finanzwirtschaft sind bis zum 15. Januar 2019 einzureichen.

Quelle: Twitter/Financial Times vom 15.10.2018

Quellen: Pressemitteilung (EN) vom 15.10.2018Consultation Paper 23/18

Rahmenwerk für Finanzen und Naturkapital

Die „Natural Capital Coalition (the Coalition)“, die „Natural Capital Finance Alliance (NCFA)“ und die niederländische „Vereinigung von Anlegern für nachhaltige Entwicklung (VBDO)“ haben ein Rahmenwerk erarbeitet und veröffentlicht: Connecting Finance and Natural Capital. Es soll Finanzinstitutionen unterstützen, die globalen Auswirkungen der Veränderungen der natürlichen Lebensräume auf ihre Portfolien zu ermessen.

Das Rahmenwerk soll ab November durch eine weltweite Hitzekarte (heat map) sowie eine Datenbank ergänzt werden, mit die Risiken nach Regionen und Branchen besser eingeschätzt werden können. Einen anschaulichen Bericht hierzu gibt es bei TriplePundit: Amy Brown, New Tool Aims to Unlock Natural Capital Integration for Financial Institutions, 15.10.2018.

Schon in der Nummer Zweiundfünfzig, wird fortgeführt:

„Häschtäck-o-nomie“ der europäischen Finanzwelt

Immer wieder neue Schlagwörter in sozialen Medien. Warum nicht einmal einige mit dem Doppelkreuz „#“ markierte Schlagworte zusammenstellen und erläutern? Hashtags bzw. eingedeutscht „Häschtäcks“ sollen grundsätzlich das thematische Auffinden von Botschaften in sozialen Netzwerken erleichtern. Manchmal haben sie aber auch nur einfach den Status eines Mottos oder eher gar keine Bedeutung.

Die Idee entstand zufällig durch eine Fernsehwerbung: Da warb eine Bank im deutschen Fernsehen mit #bankingforfood. Also mal bei Twitter geschaut und daraus wird vielleicht irgendwann mal so etwas wie eine „Häschtäck-o-nomie“ (in Anlehnung an die geplante „Taxonomie“ von Finanzinstrumenten in Hinblick auf Nachhaltigkeit) der europäischen Finanzwelt. Gerne werden weitere Anregungen aufgenommen (Bitte Mail an info@investabel.com).

#Nachhaltigkeit #Sustainability #Durabilité #Sostenibilidad

#nachhaltig #sustainable #durable #sostenible

#SustainableFinance #SustainableFinanceEU – Im März 2018 vorgestellter Aktionsplan der EU-Kommission auf Basis der @HLEG – High Level Expert Group

#h4SF – Hub for Sustainable Finance Germany (Deutsche Börse AG + Rat für Nachhaltige Entwicklung Deutschland), er organisierte am 25.9.2018 den zweiten Sustainable Finance Gipfel Deutschland

#SFGD17, #SFGD18 – Sustainable Finance Gipfel Deutschland, zuletzt 25.9.2018

#SDGs – Die 17 nachhaltigken Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Finance Goals, SDGs)

#ACT4SDGs #WeACT4SDGs (globale Kampagne für die SDGs am 25.9.2018)

#changenowsummit – Veranstaltung am 28.9.2018 mit 6.000 Teilnehmern in Paris und prominenter Beteiligung großer französischer Banken. Im Zuge der Veranstaltung wurde auch ein Schlagwort wiederbelebt:

#ActForImpact – Handeln für positive Nachhaltigkeitswirkungen (im Sinne der SDGs)

#bankingforfood – Initiative der niederländischen Rabobank. Einsatz des Bankgeschäftes um eine zuverlässige Versorgung der Weltbevölkerung sowie faire Bedingungen in den Erzeugerländern zu unterstützen. Mehr dazu auf der deutschen Seite von Rabodirect

#AllemGewachsen (Sparkassen, selten verwendet) – Wozu er wohl kreiert wurde…

#denngeldkannsovielmehr (Triodos Bank Deutschland) – Eher ein Motto…

#PositiverBeitrag #PositiveImpact (Deutsche Bank, aktuelle Kampagne) – Hat definitiv wenig bis nichts mit Nachhaltigkeit zu tun. Leicht zu verwechseln mit #ImpactInv oder #ImpInv für wirkungsorientierte Investments

#sharedichdrum (GLS Bank) – Auch kein schlechtes Motto…

 

In eigener Sache

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Zweiundfünfzig bis Eins

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Vierzig

Beitragsbild: Von Studierenden des Studiengangs Kommunikationsdesign an der Rheinischen Fachhochschule Köln in Kooperation mit #17Ziele gestalteter Bierdeckel, von dem 85.000 Stück in Kölner Lokalen verteilt wurden

Inhalt: Bundeskanzlerin mit Plädoyer für Nachhaltigkeit; Nachhaltigkeit in Deutschland: Handeln hinter Ambitionen; Nachhaltige Geldanlagen wachsen weiter; Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

5. Juni 2018

Dr. Ralf Breuer

 

Bundeskanzlerin mit Plädoyer für Nachhaltigkeit

Bisher waren Bekenntnisse der neuen Bundesregierung zu einem Mehr an Nachhaltigkeit Mangelware, insbesondere auch in Hinblick auf den Finanzsektor. Zum Der Aktionsplan der EU-Kommission gab es bisher nur in den Antworten zu einer kleinen Anfrage der FDP-Fraktion offiziell zu nennende Aussagen. Dies hat sich mit dem Auftritt der Bundeskanzlerin auf der Jahrestagung des Rat für Nachhaltige Entwicklung am 4. Juni 2018 in Berlin geändert:

Allerdings war der Bundeskanzlerin auch bewusst, dass sie bei Nachhaltigkeitsthemen auf Widerstände bei den Regierungsparteien stoßen wird. In jedem Fall: Klimarisiken sind evident und der EU-Aktionsplan hat auch im Europaparlament einen großen Rückhaltgefunden (Vgl. Der Aktionsplan der EU-Kommission geht in die Umsetzung).

Insgesamt dürfte die öffentliche Diskussion weitere Dynamik aufnehmen. So versprach auch der Intendendant des ZDF den mehr als 1.500 Teilnehmern, die Berichterstattung zum Thema Nachhaltigkeit zu verstärken.

In der ARD schaffte es die Jahrestagung des RNE sogar an den prominenten Platz hinter die Nominierungen für die Fußball-Weltmeisterschaft in der Tagesschau:

Nachhaltigkeit in Deutschland: Handeln hinter Ambitionen

Am 4. Juni 2018 wurde ebenfalls der internationale „Peer-Review“ für Deutschland mit den Empfehlungen der von der ehemaligen neuseeländischen Regierungschefin Helen Clark geleiteten Expertengruppe übergeben.

Nach 2009 und 2013 wurde der Bericht auf Einladung der deutschen Bundesregierung zum dritten Mal erstellt. Informationen zur Expertengruppe und dem Untersuchungsprozess finden sich sehr anschaulich auf der Seite www.nachhaltigkeitsrat.de, ebenso der Link zum vollständigen Bericht in englischer Sprache: The 2018 Peer Review on the German Sustainability Strategy

Zusammenfassend lobt die Kommission die ambitionierte deutsche Nachhaltigkeitsstrategie (GSDS) vom Januar 2017, stellt aber fest, dass das Handeln deutlich zurückbleibt und damit starker Änderungsbedarf besteht.

Still, there remains a lot to be done to build a fully effective German pathway towards sustainability. This ambitious agenda must stretch well beyond the GSDS targets currently set for 2030. Yet, reaching those targets is already a challenge as, to date, the impact on transforming consumption, production, ethics, and behaviour in line with achieving sustainability has been too limited. Further substantial change is needed (S. 12).

Nachhaltige Geldanlagen wachsen weiter

FNG – Forum nachhaltige Geldanlagen e.V. veröffentlichte am 5. Juni 2018 den diesjährigen Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Gemäß den Erhebungen ist der nachhaltige Anlagemarkt in Deutschland um weitere neun Prozent gewachsen, nachhaltige Investmentfonds verzeichneten sogar ein Plus von 30%. Damit stieg der Bestand der nachhaltigen Geldanlagen auf € 171 Mrd., allerdings immer noch ein Anteil von lediglich 3 % des Gesamtbestands. Immerhin können € 1,4 Bio. aber schon als „verantwortliches Investieren“ klassifiziert werden. Das FNG wendet „nachhaltig“ in einer weiteren Abgrenzung an, so dass bereits die mit Ausschlüssen operierenden Investmentfonds und Mandate mit € 83,3 Mrd. in die Berechnung einfliessen.

Für das laufende Jahr 2018 erwarten die Experten Zuwächse von bis zu 30 %, was u.a. auf den EU-Aktionsplan zurückgeführt wird. Zusätzliche Impulse dürften auch von den Aufsichtsbehörden kommen, die zunehmend Klimarisiken wie Klimawandel und Energiewende im Fokus haben (vgl. Nummer Neununddreissig).

Der vollständige Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen 2018 steht zum Download zur Verfügung.

 

 

Datenschutz/DSGVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

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Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Neununddreissig bis Eins

Nummer Neununddreissig am 24. Mai 2018: BaFin mit Nachhaltigkeit als Titelthema; Diskussionen um Dieselfahrverbote belasten; DWS integriert Nachhaltigkeitsziele; Sparkasse KölnBonn – 0 Punkte; Datenschutz/DSGVO

Nummer Achtunddreissig am 15. Mai 2018: Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums; insha – islamkonformes FinTech; Bonner SDG-Tage – 17 Tage für 17 Ziele; Wird alles (außer der Finanzwirtschaft) nachhaltig?

Nummer Siebenunddreissig am 2. Mai 2018: Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums im Bundesrat begrüßt; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100; 2. Hub for Sustainable Finance Germany; 3. Ringvorlesung Social Banking am 8.5.2018 an der Alanus Hochschule, 53347 Alfter: Geldanlagen der Zukunft – Die Finanzwelt im Spannungsfeld von Digitalisierung, Regulierung und Nachhaltigkeit

Nummer Sechsunddreissig am 24. April 2018, ergänzt 25. April 2018: Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums; Klimarisiken belasten die deutsche Wirtschaft…; …und die Kommunen; Deutsche Bank kommuniziert mit Nachhaltigkeit

Nummer Fünfunddreissig am 16. April 2018/ergänzt 17. April 2018: Offener Brief an Brüssel und Berlin; Top-Adressen der Investmentbranche für den EU-Aktionsplan; Allianz mit Nachhaltigkeitsbericht in neuer Dimension; EU-Aktionsplan im Bundesrat, Minister in Brüssel; Klimarisiken sind evident; Nachhaltigkeit emotionalisiert Bankprodukte; ToMoRRoW ab Juni 2018 mit 100% Nachhaltigkeit mobil

Nummer Vierunddreissig am 9. April 2018: FDP bezweifelt Sinnhaftigkeit des EU-Aktionsplans; Axel Weber – Nachhaltigkeit ist zukunftsfähig…; Barclays mit grüner Hypothek und mehr

Nummer Dreiunddreissig am 3. April 2018: EU-Aktionsplan an sich unbestritten; Britische Vorschläge für Green Finance enger gefasst; Kredite mit Nachhaltigkeitsanreizen; Die SDGs: Orientierung für Politik und Wirtschaft; SDG Investments überschreitet € 100 Mio.; Leitfaden nachhaltige Immobilieninvestments; Wie wird ein FinTech zur Bank ?

Nummer Zweiunddreissig am 26. März 2018: EU-Aktionsplan mit kraftvollem Antritt; Bierdeckel für mehr Bewusstsein über die „SDGs“; Starke Investorenüberzeugung – starke Worte; Danone begibt als erstes Privatunternehmen eine „Sozialanleihe“; Getränkekonzern AB Inbev – Nachhaltigkeitsziele 2025

Nummer Einunddreissig am 20. März 2018: EU-Aktionsplan mit wuchtiger Vorstellung; Greenbonds in neuen Dimensionen; Nach Green Finance kommt Blue Finance; Neuseeland erkennt Klimawandel als Asylgrund an; Union Investment: Nachhaltigkeit erhält mehr Gewicht

Nummer Dreissig am 8. März 2018: EU-Kommission legt Aktionsplan vor; Möglichkeiten und Grenzen der Blockchain; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100, 2. GLS Bank Nachhaltigkeits Blog Award 2018, 3. Gesponserte (affiliate) Links

Nummer Neunundzwanzig am 19. Februar 2018: Dynamische Entwicklung bei Nachhaltigkeitsanleihen; Fortschritte bestimmen den Kreditzins;  Die Schweiz reguliert den Kryptomarkt (ICOs); BaFin nimmt Stellung; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Achtundzwanzig am 6. Februar 2018, ergänzt 7. Februar 2018: Schlussbericht der EU-Experten; WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen; Orientierung bei Crowdfunding tut not; Triodos UK mit neuem Crowdfunding; Gebrutstagsgruß an die Dekabank; Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Siebenundzwanzig am 25.1.2018: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe