Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Sechsunddreissig

Inhalt: Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums; Klimarisiken belasten die deutsche Wirtschaft…; …und die Kommunen; Deutsche Bank kommuniziert mit Nachhaltigkeit

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

24. April 2018, ergänzt 25. April 2018

Dr. Ralf Breuer

Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums

Richtigerweise arbeiten sowohl die EU-Kommission als auch das Europäische Parlament aktuell an verschiedenen Gesetzgebungsinitiativen (wie dem „Action Plan: Financing Sustainable Growth“ vgl. Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Aktionsplan der EU-Kommission), die konkrete und weitreichende Vorschläge beinhalten, wie die Finanzwirtschaft ihren notwendigen und wichtigen Beitrag leisten und gleichzeitig zu Stabilität beitragen kann. Mehr: Offener Brief zum Thema Sustainable Finance an Brüssel und Berlin.

Der Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments hat den Plan am 24.4.2018 mit 42 zu 9 Stimmen bei 3 Enthaltungen gebilligt Pressemitteilung (Englisch). Hier die Kommentierung durch den wirtschafts- und finanzpolitischen Sprechers der Grünen/EFA-Fraktion im Europaparlament Sven Giegold. Die Beratung und Abstimmung im Plenum des Parlaments wurde für den 28.5.2018 avisiert (vgl. Europaparlament).

Das „offizielle“ Deutschland hat auf diesen Aktionsplan nicht reagiert. Informationen darüber, ob der Plan Gegenstand der Gespräche zwischen der Bundeskanzlerin und dem französischen Staatspräsidenten am 19.4.2018 in Berlin war, liegen nicht vor. Allerdings hatte sich Emmanuel Macron am 22.3.2018 in Brüssel persönlich stark für die Umsetzung des Plans eingesetzt (vgl. Nummer Zweiunddreissig).

Die „kleine“ Anfrage der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag mit 60 Teilfragen (Nummer Vierunddreissig) wurde bisher noch nicht beantwortet. Die Anfrage und der aktuelle Sachstand lassen sich über das Dokumentations- und Informationssystem (DIP) des Deutschen Bundestags abrufen: Deutscher Bundestag – DIP.

Als Mitunterzeichner des offenen Briefes hat die GLS Bank in ihrem Blog den Aktionsplan gewürdigt. Inhaltlich ist die Bewertung deutlich positiver als der Titel vermuten lässt: Schöner Schein: Wie die EU grüne Geldanlage versteht.

Dem Autor Julian Mertens missfällt vor allem die enge Ausrichtung des Plans an Klimarisiken. Allerdings erscheint der Plan für andere nachhaltige Entwicklungsziele offen, was beispielsweise bei den britischen Empfehlungen nicht der Fall ist (vgl. Nummer Dreiunddreissig).

Risiken aus Klimawandel und Energiewende sind auch in Deutschland zu verspüren und werden bereits von den europäischen Bankaufsichtsbehörden mit hoher Priorität analysiert. Insofern sind sie ein probater Ansatzpunkt, der von der Kreditwirtschaft nicht in Frage gestellt werden kann.

Der Aktionsplan hat damit einen deutlich pragmatischen Ansatz. Dennoch erscheint die Überschrift für den Artikel der taz am 23.4.2018 erwähnenswert: Finanzmärkte und Klimawandel – Perestroika in Kapitalistan.

Klimarisiken belasten die deutsche Wirtschaft…

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) bezifferte am 19.4.2018 gegenüber der Nachrichtenagentur dpa die Belastungen der deutschen Wirtschaft aus drohenden Dieselfahrverboten: € 500 Mio., davon € 100 Mio. im Automobilhandel. (DIHK: Unsicherheit über Fahrverbote belastet die Wirtschaft).

Die DIHK-Schätzung erscheint sehr konservativ, da Volkswagen Financial Services bereits auf sinkende Restwerte bei Leasingverträgen hingewiesen hatte. Der Leasinganbieter Leaseplan dürfte gerade aus diesem Grunde seinen geplanten Börsengang verschoben haben (vgl. Nummer Fünfunddreissig). Auch die deutsche Kreditwirtschaft ist hiervon in der Breite betroffen, da z.B. Leasingverträge angeboten werden und Fahrzeuge als Kreditsicherheiten dienen.

Die Auswirkungen gehen allerdings deutlich weiter: Nicht nur fossile Kraftwerke können zu „stranded assets“ entwertet werden, sondern beispielsweise auch Handwerkerfahrzeuge ohne grüne (oder blaue) Umweltplakette oder Produktionseinrichtungen für Komponenten von Verbrennungsmotoren. Zu den speziellen Investitionsrisiken kommen auch allgemeine betriebswirtschaftliche Risiken hinzu.

…und die Kommunen

Am 23.4.2018 fand in Düsseldorf ein Kongress mit 150 Kommunalvertretern/-innen statt: Klima-Kongress in Düsseldorf: Zehn Kommunen für Klimaanpassung ausgezeichnet.

Über den Link gelangen Sie auf die Seite des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums. Dort sind die Herausforderungen auf kommunaler Ebene skizziert: „Der Bereich der Klimaanpassung beschäftigt sich mit der klimagerechten Gestaltung unseres Lebens- und Wirtschaftsraumes, um eine hohe Lebensqualität und funktionale Infrastrukturen in Städten und im ländlichen Raum auch in Zukunft zu gewährleisten. Aufgrund regionsspezifischer Klimaentwicklungen sind individuelle Maßnahmen in den Städten von Nöten. Sie zu entwickeln und umzusetzen stellt eine besondere Herausforderung für die Kommunen dar.“

Vor dem Hintergrund der starken Evidenz von Klimarisiken erscheint der schweigsame Umgang von weiten Teilen der deutschen Kreditwirtschaft mit dem Aktionsplan der EU-Kommission kaum verständlich. Fairerweise muss aber gewürdigt werden, dass der o.g. Kongress in den Räumen der Stadtsparkasse Düsseldorf stattfand und die Deutsche Bank das Thema zumindest zeitweilig im Fokus hatte als sie ihre Seite „www.wozubanken.de“ vorstellte.

Deutsche Bank kommuniziert mit Nachhaltigkeit

Die Deutsche Bank hat ihre Kommunikation auf Twitter am 17.4.2018 stark auf Nachhaltigkeit/Klimaschutz ausgerichtet. Zwar werden verschiedene Stufen von Nachhaltigkeit einschliesslich ESG munter vermischt, aber grundsätzlich hätte der Konzern mit dem gewählten Tenor auch den o.g. offenen Brief unterzeichnen können.

Dieser Eindruck ergibt sich auch auf der Grundlage einer Internetseite zum Thema „Wozu Banken?/Warum Banken zählen…“. Hier wird „…für den Planeten“ gleichrangig neben „…für die Wirtschaft“ und „…für die Plattform-Revolution“ gestellt. Allerdings zeugen die Kommentare in den sozialen Medien – erwartungsgemäß – von einem Problem der Glaubwürdigkeit. Trotzdem bemerkenswert und einen Blick wert: https://wozubanken.de/de/index.html#start.

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Fünfunddreissig bis Eins

Nummer Fünfunddreissig am 16. April 2018/ergänzt 17. April 2018: Offener Brief an Brüssel und Berlin; Top-Adressen der Investmentbranche für den EU-Aktionsplan; Allianz mit Nachhaltigkeitsbericht in neuer Dimension; EU-Aktionsplan im Bundesrat, Minister in Brüssel; Klimarisiken sind evident; Nachhaltigkeit emotionalisiert Bankprodukte; ToMoRRoW ab Juni 2018 mit 100% Nachhaltigkeit mobil

Nummer Vierunddreissig am 9. April 2018: FDP bezweifelt Sinnhaftigkeit des EU-Aktionsplans; Axel Weber – Nachhaltigkeit ist zukunftsfähig…; Barclays mit grüner Hypothek und mehr

Nummer Dreiunddreissig am 3. April 2018: EU-Aktionsplan an sich unbestritten; Britische Vorschläge für Green Finance enger gefasst; Kredite mit Nachhaltigkeitsanreizen; Die SDGs: Orientierung für Politik und Wirtschaft; SDG Investments überschreitet € 100 Mio.; Leitfaden nachhaltige Immobilieninvestments; Wie wird ein FinTech zur Bank ?

Nummer Zweiunddreissig am 26. März 2018: EU-Aktionsplan mit kraftvollem Antritt; Bierdeckel für mehr Bewusstsein über die „SDGs“; Starke Investorenüberzeugung – starke Worte; Danone begibt als erstes Privatunternehmen eine „Sozialanleihe“; Getränkekonzern AB Inbev – Nachhaltigkeitsziele 2025

Nummer Einunddreissig am 20. März 2018: EU-Aktionsplan mit wuchtiger Vorstellung; Greenbonds in neuen Dimensionen; Nach Green Finance kommt Blue Finance; Neuseeland erkennt Klimawandel als Asylgrund an; Union Investment: Nachhaltigkeit erhält mehr Gewicht

Nummer Dreissig am 8. März 2018: EU-Kommission legt Aktionsplan vor; Möglichkeiten und Grenzen der Blockchain; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100, 2. GLS Bank Nachhaltigkeits Blog Award 2018, 3. Gesponserte (affiliate) Links

Nummer Neunundzwanzig am 19. Februar 2018: Dynamische Entwicklung bei Nachhaltigkeitsanleihen; Fortschritte bestimmen den Kreditzins;  Die Schweiz reguliert den Kryptomarkt (ICOs); BaFin nimmt Stellung; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Achtundzwanzig am 6. Februar 2018, ergänzt 7. Februar 2018: Schlussbericht der EU-Experten; WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen; Orientierung bei Crowdfunding tut not; Triodos UK mit neuem Crowdfunding; Gebrutstagsgruß an die Dekabank; Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Siebenundzwanzig am 25.1.2018: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Offener Brief zum Thema Sustainable Finance an Brüssel und Berlin

Ergänzt um die Antwort des Vize-Präsidenten der EU-Kommission 18.7.2018

Originaltext: Pressemitteilung_Offener Brief zum Thema Sustainable Finance_2018-04-16

16./17. April 2018 – Ein breites Bündnis von Finanzakteuren, Wissenschaftlern sowie Organisationen der Zivilgesellschaft und der Kirche formuliert konkrete Forderungen an die handelnden politischen Akteure auf europäischer und deutscher Ebene. Mit der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens und den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs) hat die Weltgemeinschaft wichtige und dringend notwendige Entscheidungen für eine nachhaltigere Entwicklung für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft getroffen. Es ist höchste Zeit, die notwendigen Schritte zur Erreichung dieser Vereinbarungen nun auch in die Tat umzusetzen. Der Finanzindustrie kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, denn Banken und Investoren haben mit der bewussten Steuerung von Geldströmen einen enormen Einfluss auf die nachhaltige Transformation der Gesamtwirtschaft und vieler gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.

Richtigerweise arbeiten sowohl die EU-Kommission als auch das Europäische Parlament aktuell an verschiedenen Gesetzgebungsinitiativen (wie dem „Action Plan: Financing Sustainable Growth“), die konkrete und weitreichende Vorschläge beinhalten, wie die Finanzwirtschaft ihren notwendigen und wichtigen Beitrag leisten und gleichzeitig zu Stabilität beitragen kann.

Ziel des offenen Briefes

Die Initiatoren und Unterzeichner dieses Briefes begrüßen die aktuelle Dynamik zum Thema Sustainable Finance. Sie sehen bereits eine Vielzahl von notwendigen und wichtigen Aspekten in den aktuellen Initiativen berücksichtigt, bei denen jeweils in den nächsten Wochen entscheidende Schritte anstehen. Daher werden die handelnden politischen Akteure auf europäischer sowie auf deutscher Ebene darin bestärkt, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und bereits angedachte, weitreichende Veränderungen nicht mehr aufzuweichen. Bei einigen wichtigen Punkten sehen sie allerdings noch zusätzlichen und dringenden Handlungsbedarf, da sie bislang noch nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Hier die jeweils wichtigsten Punkte zu den adressierten Themenfeldern in Kürze:

1. EU-Klassifizierungssystem zur Definition von Sustainable Finance – nicht nur Green Finance: Die EU-Kommission will richtigerweise im ersten Schritt eine solche Systematik einführen, da sie als Grundlage für viele weitere Maßnahmen erforderlich ist. Bei dem Prozess sollte der Fokus aber nicht zunächst nur auf den Klimawandel gelegt werden, sondern von Beginn an ein umfassendes Nachhaltigkeitsverständnis zu Grunde legen, um die Auswirkungen von finanziellen Aktivitäten sowohl auf ökologische wie auch soziale Themen zu berücksichtigen. Eine entsprechende Orientierung hierfür können die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen sein.

2. Treuhänderische Pflichten und verstärkte Nutzung von Stimmrechten: Der verantwortungsvolle Umgang mit den Mitteln von Dritten erfordert zwingend, ESG-Aspekte in den Entscheidungsprozess für Investitionen einzubeziehen und gegenüber den Investoren transparent zu machen, denn jede Investition hat neben der finanziellen auch eine gesellschaftliche Wirkung. Aktuell wird dies in den einschlägigen Bestimmungen noch nicht ausreichend berücksichtigt und bestimmte Nachhaltigkeitsstandards müssen in allen Bereichen und auf allen Ebenen der Geldanlage wirksam werden. Die Verantwortung der Investoren gegenüber Gesellschaft und Umwelt drückt sich auch in einer aktiven Nutzung ihrer Einflussmöglichkeit im Zuge vonStimmrechtsausübungen aus.

3. Offenlegung von Nachhaltigkeitsrisiken, verstärkte Transparenz und weiterentwickelte Finanzmarkt-Regulierung: Zur Schaffung von Transparenz sind weitere Schritte zur umfassenden und einheitlichen Offenlegung von ESG-Risiken bei Finanzinstituten und zu den Auswirkungen ökonomischer Prozesse auf Gesellschaft und Umwelt erforderlich. Diese Risiken müssen auch durch unterschiedliche Eigenkapitalanforderungen für nachhaltige und nichtnachhaltige und somit auch volkswirtschaftlich schädliche Wirtschaftsweisen, Berücksichtigung finden. In diesem Zusammenhang ist die Regulierung der Finanzwirtschaft weiterzuentwickeln – was aber nicht mehr, sondern eine bessere Regulatorik bedeutet.

4. Aufnahme von Nachhaltigkeitsaspekten in die Mandatierung der europäischen Aufsichtsbehörden: Im Rahmen dieser bereits geplanten Maßnahmen sollen unter anderem systematisches Kurzfristdenken ausgeschlossen und umfassende Nachhaltigkeitsaspekte auch in den Bereichen Risikomanagement und -minimierung betrachtet werden. Den kompletten Brief mit allen Forderungen, die in der weiteren Umsetzung berücksichtigt werden sollten, finden Sie hier oder unter www.triodos.de/offener-brief-zum-thema-sustainable-finance.

Initiatoren und Unterzeichner des offenen Briefes

Der offene Brief repräsentiert eine Vielzahl von Finanzakteuren, Wissenschaftlern sowie Organisationen der Zivilgesellschaft und Kirche, die mit einer gewichtigen Stimme aus Deutschland dazu aufrufen, nachhaltige Themen in den aktuellen Gesetzgebungsverfahren möglichst weitgehend zu berücksichtigen. Die Unterzeichner des Briefes aus dem Finanzsektor repräsentieren ein Finanzvolumen von über 150 Mrd. Euro.

Reaktionen auf den offenen Brief

Mit Datum 28.6.2018 hat der Vizepräsident der europäischen Kommission Valdis Dombrovskis den Brief beantwortet: Letter from Vice-President Dombrovskis. Reaktionen aus offiziellen deutschen Quellen liegen nicht vor. Eine Zusammenstellung der Reaktionen auf den zwischenzeitlich vorangetriebenen Aktionsplan der EU-Kommission finden Sie fortlaufend im Blog. Zuletzt Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Zweiundvierzig.

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Fünfunddreissig

Inhalt: Offener Brief an Brüssel und Berlin; Top-Adressen der Investmentbranche für den EU-Aktionsplan; Allianz mit Nachhaltigkeitsbericht in neuer Dimension; EU-Aktionsplan im Bundesrat, Minister in Brüssel; Klimarisiken sind evident; Nachhaltigkeit emotionalisiert Bankprodukte; ToMoRRoW ab Juni 2018 mit 100% Nachhaltigkeit mobil

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

16. April 2018, ergänzt 17. April 2018

Dr. Ralf Breuer

Offener Brief an Brüssel und Berlin

Ein breites Bündnis von Finanzakteuren, Wissenschaftlern sowie Organisationen der Zivilgesellschaft und der Kirche formuliert konkrete Forderungen an die handelnden politischen Akteure auf europäischer und deutscher Ebene. Mit der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens und den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs) hat die Weltgemeinschaft wichtige und dringend notwendige Entscheidungen für eine nachhaltigere Entwicklung für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft getroffen. Es ist höchste Zeit, die notwendigen Schritte zur Erreichung dieser Vereinbarungen nun auch in die Tat umzusetzen. Der Finanzindustrie kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, denn Banken und Investoren haben mit der bewussten Steuerung von Geldströmen einen enormen Einfluss auf die nachhaltige Transformation der Gesamtwirtschaft und vieler gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.

Richtigerweise arbeiten sowohl die EU-Kommission als auch das Europäische Parlament aktuell an verschiedenen Gesetzgebungsinitiativen (wie dem „Action Plan: Financing Sustainable Growth“ Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Aktionsplan der EU-Kommission), die konkrete und weitreichende Vorschläge beinhalten, wie die Finanzwirtschaft ihren notwendigen und wichtigen Beitrag leisten und gleichzeitig zu Stabilität beitragen kann. Mehr: Offener Brief zum Thema Sustainable Finance an Brüssel und Berlin.

Top-Adressen der Investmentbranche für den EU-Aktionsplan

The Investment Leadership Group (ILG) ist ein Netzwerk von Spitzenvertretern der globalen Investmentbranche. Es wird vom Cambridge Institute for Sustainable Leadership betreut. Die Mitgliederliste liest sich wie ein Who-is-who der Branche: Aegon Asset Management, Aon Hewitt, First State Investments, HSBC Bank Pension Trust (UK), HSBC Global Asset Management, Natixis Global Asset Management, Nordea, Nuveen, PIMCO, UBP und Zurich.

Im Gespräch mit dem Vizepräsidenten der EU-Kommission Valdis Dombrovskis sagten die Vertreter der ILG der Kommission ihre Unterstützung für den Plan zu: Top investment executives commit to sustainable finance Action Plan in high-level meeting with European Commission. Eine weitere Bestätigung, dass sich Nachhaltigkeit zwischenzeitlich von einer geschäftspolitischen Option zur Branchenlogik entwickelt hat.

Die Gruppe erarbeitet einen methodischen Rahmen für eine Ausrichtung ihrer Tätigkeit an den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen (SDGs). Vor allem die deutlich verlängerte Perspektive hin zum längerfristigen (finanziellen) Erfolg kommt der Investmentbranche insbesondere im Pensionsgeschäft sehr entgegen.

Allianz mit Nachhaltigkeitsbericht in neuer Dimension

Mit Allianz Global Investors gehört der Konzern zu diesen Branchenführern. Der Nachhaltigkeitsbericht 2017 bringt die Berichterstattung in eine neue Dimension. Üblicherweise wird rückblickend über Kriterien von Ökologie, Soziales und Unternehmensführung und erzielte Fortschritte berichtet. Im Nachhaltigkeitsbericht der Allianz orientiert sich an den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen (SDGs) und den Beiträgen des Konzerns.

Mit dem Bericht wechselt die Perspektive bildlich vom Rückspiegel zur Windschutzscheibe. Der (strategische) Blick nach vorne wird mit der Leserschaft geteilt. Entsprechend ist der Nachhaltigkeitsbericht in englischer Sprache auch betitelt: Responding to tomorrow’s Challenges. Schon die Medienmitteilung vom 12.4.2018 setzt im Titel einen hohen Anspruch: „Allianz im Kerngeschäft ökologisch und sozial noch verantwortungsbewusster – Nachhaltigkeitsbericht 2017 dokumentiert Leistungen der unternehmerischen Verantwortung der Allianz Gruppe, Klimaschutz und soziale Inklusion im Fokus“.

EU-Aktionsplan im Bundesrat, Minister in Brüssel

Für Freitag 13.4.2018 stand der Aktionsplan der EU-Kommission auf der Tagesordnung des Ausschusses für Fragen der Europäischen Union beim Bundesrat. Begleitend zu diesen Beratungen ist auch eine vollständige deutsche Übersetzung des Aktionsplans zugängiglich Drucksache 67/18. Eine kurze kommentierte Version finden Sie im Beitrag Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Aktionsplan der EU-Kommission.

Ebenfalls am Freitag führten Finanzminister Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Peter Altmaier Gespräche mit dem EU Finanzkommissar Valdis Dombrovskis. Ergebnisse wurden nicht verlautbart. Allerdings wäre es überraschend, wenn der Aktionsplan bei dieser Gelegenheit nicht angesprochen worden wäre.

Am Dienstag, 10.4. hatte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Klausurtagung der Bundesregierung besucht. Auch hier wurden keine Inhalte kolportiert.

Klimarisiken sind evident

Unter „Klimarisiken“ werden vornehmlich die Auswirkungen von Klimawandel (Erderwärmung) und Energiewende zusammengefasst. Sie sind dafür verantwortlich, dass bestimmte Vermögenspositionen an Wert verlieren. Für absehbar wertlose Positionen hat sich der Begriff „stranded assets“ gebildet, z.B. fossile Kraftwerke.

Klimarisiken gehen allerdings weit über Großinvestitionen hinaus. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass bis 2050 150 Mio. Menschen aufgrund der Erderwärmung und insbesondere durch den Anstieg der Meeresspiegel ihre Heimat verlassen müssen.

Die Energiewende hat aber auch die Bilanzen deutscher Finanzinstitute erreicht: Volkswagen Financial Services berichtete von rückläufigen Restwerten in Leasingverträgen für Dieselfahrzeugen. Dies trifft unmittelbar auch auf die Bewertung von Sicherheiten zu.

Auf die Energiewende und sinkende Restwerte dürfte auch die Verschiebung des Börsengangs bei Automobildienstleister Leaseplan sein, der mit 1,7 Mio. in 30 Ländern tätig ist. Der Basisprospekt für Wertpapieremissionen beschreibt sinkende Restwerte (bzw. Wiederverkaufswerte) als zentrales Risiko des Unternehmens.

Ein weiteres Beispiel sind Handwerksbetriebe, die sowohl operativ (Dieselfahrverbote) als auch investitionsseitig (Fuhrpark) von der Energiewende betroffen sein können. Betroffen ist auch das produzierende Gewerbe, da z.B. für elektrisch betriebene Fahrzeuge ganz andere und deutlich weniger bewegliche Komponenten benötigt werden.

Klimarisiken beschäftigen auch die Bankaufsichtsbehörden in Europa. Das aktuelle Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments vom 13.4.2018 gibt auf den Seiten 3ff. und 11 Einblicke in die Sicht bei der Deutschen Bundesbank (S. 3ff.) und der Niederländischen Zentralbank.

Nachhaltigkeit emotionalisiert Bankprodukte

In seinem Beitrag Können Banken glücklich machen? beschreibt Jörg Forthmann (Faktenkontor) wie mit Nachhaltigkeit emotionale Mehrwerte geschaffen werden können. „Das Erzeugen von Glücksgefühl bei Bankkunden ist somit keine wachsweiche Idee von Spinnern, sondern eine kluge Marketingstrategie, die allerdings herausfordernd in der Umsetzung ist. Das Ändern der inneren Einstellung, was der wahre Mehrwert eines Kreditinstituts gegenüber Kunden ist, verlangt den Mitarbeitern viel ab.“

Insgesamt ist Nachhaltigkeit aber ein geradliniger und am Ende kostengünstiger Weg der Emotionalisierung. Am Ende wohl auch weniger gefährdet, von Veränderungen in Zeitgeist und Technik wieder vernichtet zu werden.

Die Geschäftszahlen der von Herrn Forthmann beschriebenen Banken bestätigt die These mit einem überdurchschnittlichen Wachstum seit 2008. Die Bilanzsumme der GLS Bank ist in dieser Zeit z.B. um 400% gestiegen.

ToMoRRoW ab Juni 2018 mit 100% Nachhaltigkeit mobil

Das Handelsblatt berichtete am 12.4.2018 über den für Juni geplanten Marktstart von ToMoRRoW (vormals Goodfolio). Das mobile Produktangebot soll unter dem Motto „Dein Geld. Dein Impact“ ganz auf Nachhaltigkeit ausgerichtet werden. Anfangsangebote sind ein Girokonto eine Kreditkarte und Geldtransfers in Echtzeit. Tomorrow arbeitet auf der Plattform der Solarisbank und damit unter deren Banklizenz sowie Einlagensicherung.

Die ansprechend gestaltete Mastercard hat das Motto „Die inneren Werte zahlen“ und ist aus organischem Kunststoff (PLA, Maisstärke). Leider bleibt aber der Chip mit hochwertigen Rohstoffen. Aus den Umsätzen mit den Karten soll ein Wiederaufforstungsprojekt bzw. ökologische und soziale Projektarbeit finanziert werden.

Die Verbindung von Zahlungsvorgängen mit guten Zwecken ist nicht ganz neu und es stellt sich immer die Frage nach Kosten und Nutzen. Die Durchgängigkeit ist aber konsequent. Eine Verbindung von Zahlungsvorgängen mit nachhaltigem Verhalten und der Wiederaufforstung einer Landschaft wird bei einem chinesischen Anbieter in einen ganz grossen Stil betrieben: Green Digital Finance.

Die Kommentierungen in journalistischen Beiträgen lasen sich eher nach „ach wie putzig“, schönes Kartendesign. Tatsächlich versucht Tomorrow, den Nerv eines starken gesellschaftlichen Trends zu treffen und die oben beschriebene Emotionalisierung von Bankprodukten zu nutzen.

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Vierunddreissig bis Eins

Nummer Vierunddreissig am 9. April 2018: FDP bezweifelt Sinnhaftigkeit des EU-Aktionsplans; Axel Weber – Nachhaltigkeit ist zukunftsfähig…; Barclays mit grüner Hypothek und mehr

Nummer Dreiunddreissig am 3. April 2018: EU-Aktionsplan an sich unbestritten; Britische Vorschläge für Green Finance enger gefasst; Kredite mit Nachhaltigkeitsanreizen; Die SDGs: Orientierung für Politik und Wirtschaft; SDG Investments überschreitet € 100 Mio.; Leitfaden nachhaltige Immobilieninvestments; Wie wird ein FinTech zur Bank ?

Nummer Zweiunddreissig am 26. März 2018: EU-Aktionsplan mit kraftvollem Antritt; Bierdeckel für mehr Bewusstsein über die „SDGs“; Starke Investorenüberzeugung – starke Worte; Danone begibt als erstes Privatunternehmen eine „Sozialanleihe“; Getränkekonzern AB Inbev – Nachhaltigkeitsziele 2025

Nummer Einunddreissig am 20. März 2018: EU-Aktionsplan mit wuchtiger Vorstellung; Greenbonds in neuen Dimensionen; Nach Green Finance kommt Blue Finance; Neuseeland erkennt Klimawandel als Asylgrund an; Union Investment: Nachhaltigkeit erhält mehr Gewicht

Nummer Dreissig am 8. März 2018: EU-Kommission legt Aktionsplan vor; Möglichkeiten und Grenzen der Blockchain; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100, 2. GLS Bank Nachhaltigkeits Blog Award 2018, 3. Gesponserte (affiliate) Links

Nummer Neunundzwanzig am 19. Februar 2018: Dynamische Entwicklung bei Nachhaltigkeitsanleihen; Fortschritte bestimmen den Kreditzins;  Die Schweiz reguliert den Kryptomarkt (ICOs); BaFin nimmt Stellung; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Achtundzwanzig am 6. Februar 2018, ergänzt 7. Februar 2018: Schlussbericht der EU-Experten; WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen; Orientierung bei Crowdfunding tut not; Triodos UK mit neuem Crowdfunding; Gebrutstagsgruß an die Dekabank; Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Siebenundzwanzig am 25.1.2018: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Vierunddreissig

Inhalt: FDP bezweifelt Sinnhaftigkeit des EU-Aktionsplans; Axel Weber – Nachhaltigkeit ist zukunftsfähig…; Barclays mit grüner Hypothek und mehr;

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

9. April 2018

Dr. Ralf Breuer

Beitragsbild: Von Studierenden des Studiengangs Kommunikationsdesign an der Rheinischen Fachhochschule Köln in Kooperation mit #17Ziele gestalteter Bierdeckel, von dem 85.000 Stück in Kölner Lokalen verteilt wurden

FDP bezweifelt Sinnhaftigkeit des EU-Aktionsplans

Mit der Drucksache 19/1487 richtet die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag eine „kleine Anfrage“ mit „lediglich“ 60 Teilfragen an die Bundesregierung. Frage 2 erscheint nur natürlich und dringend zu beantworten:  Wird sich die Bundesregierung für die Umsetzung der Pläne einsetzen? Die Anfrage ist eine echte Premiere, da seit der Veröffentlichung des Plans Fragen am „wie“ auftraten, das „ob“ aber noch nicht bezweifelt wurde. Es gab nur so etwas wie trotzig-stilles Schweigen der grossen deutschen Finanzgruppen.

Der Großteil der Fragen ließe sich in weniger als 20 Minuten beantworten. Ein wesentliches Argument: #ClimateChangeIsReal.

Erkenntnisrückschritt seit der Wahl?

Zum Ende wird es der Anfrage richtig interessant: 59. Ergibt es aus Sicht der Bundesregierung Sinn, den kompletten Finanzmarkt auf Nachhaltigkeit umzubauen, wenn eine konkrete Definition, was überhaupt nachhaltig ist, derzeit fehlt und die Definitionen sich immer wieder ändern werden? 

Offenbar wurde das eigene Wahlprogramm nicht hinzugezogen oder es gab zwischenzeitlich einen massiven Erkenntnisrückschritt, denn da kam Nachhaltigkeit im Finanzsektor vor: Das Angebot an Finanzprodukten ist vielfältig und schließt bereits heute zahlreiche Produkte ein, die auch ökologische und soziale Ziele in ihre Geschäftsmodelle integrieren. Damit besteht für Kleinanleger und Investoren die Wahl etwa in so genannte nachhaltige Fonds zu investieren. Darüber hinaus sehen wir Freie Demokraten die Primärmaßnahmen (Verbot von Streumunition, Kinderarbeit, Pariser Klimaschutz-abkommen etc.) als wirksamere Maßnahmen an, um die in den Fragen genannten, ungewünschten Missstände zu korrigieren. (vgl. Südwind e.V.: Parteiencheck zur Finanzmarktregulierung, Frage 7a S. 20).

Nicht immer so penibel in der Sache

Eine genauere Lektüre der einzelnen Punkte lässt gelinde Zweifel an der Sachkenntnis und Auseinandersetzung mit der Materie aufkommen. 34. Z.B.: Sollten Investitionen in stranded assets, z. B. in nicht-nachwachsende Rohstoffe, ganz unterbunden werden?

Interessierte Leser mit Englischkenntnissen sei der Eintrag bei Wikipedia empfohlen. So können auch Handwerkerfahrzeuge ohne grüne Plakette bereits jetzt „stranded“ sein. Es geht eben nicht nur um neue, sondern vor allem vorhandene Investitionen. Und das geht sehr weit über fossil betriebene Kraftwerke hinaus. Da erscheint die Fragestellung schon irreführend oder böses Foul.

Klimarisiken und Energiewende sind für die Bankaufsichtsbehörden anerkannte Risikotreiber in der Finanzbranche. Es geht nicht nur um mehr als 100 Mio. Menschen in fernen Ländern oder den Niederlanden und Kraftwerksbetreibern. Drohende Dieselfahrverbote, Elektromobilität und wettbewerbsfähige Preise für erneuerbare Energien betreffen die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft. Damit auch die Kreditwirtschaft unabhängig von Größe und geografischer Reichweite.

Die Definition von Nachhaltigkeit ist schärfer geworden

Im vergangenen Halbjahr und damit nach der Bundestagswahl hat sich ein breiter Konsensus über die Definition von Nachhaltigkeit gebildet. Rahmen für die Abgrenzung sind die 17 globalen nachhaltigen Entwicklungsziele der UN (Sustainable Development Goals, SDGs). Was da nicht hineinpasst, ist nicht nachhaltig und bereits für einige grosse Finanzmarktakteure keine erwägenswerte Investition.

Heidemarie Wieczorek-Zeul, die ehemalige Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, bemerkte auf einer Veranstaltung am 23.3.2018 in Bonn, dass die SDGs in Deutschland eines der bestgehüteten Geheimnisse seien (vgl. Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Zweiunddreissig). Studenten der Rheinischen Fachhochschule Köln wollen das mit den im Beitragsbild abgebildeten Bierdeckeln gerne ändern. 85.000 Stück wurden in Kölner Lokalen verteilt. Sponsoren für einen Nachdruck und lokale oder auch fraktionsorientierte Versionen sind hochwillkommen.

Zum Schluss noch eine Leseempfehlung (nicht nur an die FDP-Fraktion), die Presseerklärung des Bundesverbands Deutscher Banken vom 8.3.2018: Banken begrüßen EU-Aktionsplan zu Sustainable Finance. Eine Zusammenfassung des Aktionsplans und weitere Reaktionen finden Sie im Beitrag Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Aktionsplan der EU-Kommission.

 

Axel Weber – Nachhaltigkeit ist zukunftsfähig…

 

In den sozialen Medien kursierte am 5. und 6.4.2018 folgendes Zitat aus einem Beitrag im Magazin http://www.energieportal24.de0 „Nachhaltigkeit ist zukunftsfähig und ertragsorientiert“, sagt dazu Axel Weber, ehemaliger Präsident der Bundesbank und heute Verwaltungsrat der schweizerischen Bank UBS.

Derartige Aussagen hört man aus der Kreditwirtschaft eher nur von dem guten Dutzend wertegetriebener Banken. Wie stark sich durch den Aktionsplan der EU-Kommission die Prioritäten verschieben (müssen) belegen ein paar Zahlen: In der größten deutschen Finanzgruppe wird der „Newsroom“ für die „gebündelte Aussenkommunikation“ demnächst mit 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besetzt, während im zentralen Verband sich nur ein Mitarbeiter konzentriert mit Nachhaltigkeit beschäftigt, dabei aber noch weitere Aufgaben wahrnimmt. Die Gesamtzahl in der gesamten Gruppe dürfte im unteren dreistelligen Bereich liegen, während sich jeweils Zehntausende mit den Themen Digitalisierung und Regulierung befassen (Belege gerne auf Anfrage).

Barclays mit grüner Hypothek und mehr

Die britische Großbank Barclays bietet für die Bauherren/Käufer energieeffizienter neugebauter Häuser moderat günstigere Finanzierungen an. Erfüllt das Gebäude die Standards A oder B des nach unten bis G reichenden „Energy Peformance Certificate (EPC)“ vergünstigt sich der zwei- oder fünfjährige Festzins um 0,1 Prozentpunkte. (Angebotsseite der Bank: https://www.barclays.co.uk/mortgages/green-home-mortgage/).

Da nach Medienberichten 80% aller neugebauten Eigenheime diesen Standard erfüllen, ist das Angebot wohl eher als Marketingmaßnahme denn als echte Förderung zu verstehen. Die vom Beitrag im Magazin www.financialreporter.co.uk Verbindung zu den britischen Überlegungen zu „Green Finance“ (vgl. Nummer Dreiunddreissig) erscheinen da etwas hochtrabend.

Interessanter erscheint da das Angebot zweckgebundener Unternehmenskredite für Nachhaltigkeitsprojekte: Barclays Green Loans in einer Größenordnung von GBP 3 Mio. oder höher. Auf der Seite der Bank findet sich auch ein Verweis auf die Rahmenbedingungen für nachhaltige Finanzierung bei der Bank, das Barclays Green Product Framework.

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Dreiunddreissig bis Eins

Nummer Dreiunddreissig am 3. April 2018: EU-Aktionsplan an sich unbestritten; Britische Vorschläge für Green Finance enger gefasst; Kredite mit Nachhaltigkeitsanreizen; Die SDGs: Orientierung für Politik und Wirtschaft; SDG Investments überschreitet € 100 Mio.; Leitfaden nachhaltige Immobilieninvestments; Wie wird ein FinTech zur Bank ?

Nummer Zweiunddreissig am 26. März 2018: EU-Aktionsplan mit kraftvollem Antritt; Bierdeckel für mehr Bewusstsein über die „SDGs“; Starke Investorenüberzeugung – starke Worte; Danone begibt als erstes Privatunternehmen eine „Sozialanleihe“; Getränkekonzern AB Inbev – Nachhaltigkeitsziele 2025

Nummer Einunddreissig am 20. März 2018: EU-Aktionsplan mit wuchtiger Vorstellung; Greenbonds in neuen Dimensionen; Nach Green Finance kommt Blue Finance; Neuseeland erkennt Klimawandel als Asylgrund an; Union Investment: Nachhaltigkeit erhält mehr Gewicht

Nummer Dreissig am 8. März 2018: EU-Kommission legt Aktionsplan vor; Möglichkeiten und Grenzen der Blockchain; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100, 2. GLS Bank Nachhaltigkeits Blog Award 2018, 3. Gesponserte (affiliate) Links

Nummer Neunundzwanzig am 19. Februar 2018: Dynamische Entwicklung bei Nachhaltigkeitsanleihen; Fortschritte bestimmen den Kreditzins;  Die Schweiz reguliert den Kryptomarkt (ICOs); BaFin nimmt Stellung; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Achtundzwanzig am 6. Februar 2018, ergänzt 7. Februar 2018: Schlussbericht der EU-Experten; WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen; Orientierung bei Crowdfunding tut not; Triodos UK mit neuem Crowdfunding; Gebrutstagsgruß an die Dekabank; Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Siebenundzwanzig am 25.1.2018: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Dreiunddreissig

Inhalt: EU-Aktionsplan an sich unbestritten; Britische Vorschläge für Green Finance enger gefasst; Kredite mit Nachhaltigkeitsanreizen; Die SDGs: Orientierung für Politik und Wirtschaft; SDG Investments überschreitet € 100 Mio.; Leitfaden nachhaltige Immobilieninvestments; Wie wird ein FinTech zur Bank ?

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

3. April 2018

Dr. Ralf Breuer

Beitragsbild: Von Studierenden des Studiengangs Kommunikationsdesign an der Rheinischen Fachhochschule Köln in Kooperation mit #17Ziele gestalteter Bierdeckel, von dem 85.000 Stück in Kölner Lokalen verteilt wurden

EU-Aktionsplan an sich unbestritten

Die EU-Kommission stellte am 22.3.2018 ihren Aktionsplan vor, mit dem die Finanzwirtschaft verstärkt für eine nachhaltige(re) Entwicklung in die Pflicht genommen werden soll. Dies betrifft zunächst die Risiken, die sich durch Klimawandel und Energiewende nicht nur auf Kraftwerksbetreiber, sondern unmittelbar z.B. auch auf Handwerksbetriebe auswirken. So können drohende Dieselfahrverbote erhebliche negative Einflüsse auf den Betrieb und die betrieblichen Investitionen haben, wodurch auch kleine, lokale Kreditinstitute betroffen sind. Volkswagen Financial Services hat u.a. bereits auf verminderte Restwerte in Leasingverträgen von Dieselfahrzeugen hingewiesen.

Keine der durchgesehenen Kommentierungen zum Aktionsplan bezweifelt seine Berechtigung. Ein zentraler Diskussionspunkt ist dagegen der von der EU-Kommission vorgeschlagene „Green Supporting Factor“ mit reduzierten Kapitalanforderungen für „grüne“ Investments. Alternativ wird ein Anreiz durch zusätzliche Anforderungen für „braune“ Anlagen, also insbesondere von fossilen Energieträgern abhängige Technologien diskutiert.

Letztlich ist dieser Punkt von den Aufsichtsbehörden zu klären, da die Risikoprofile im Zeitverlauf deutlich abweichen: „Braun“ beinhaltet mittel- und längerfristige Risiken durch die Entwertung aufgrund von Klimawandel und Energiewende (stranded assets). „Grün“ dagegen eher kurz- bis mittelfristige Risiken, z.B. bei der Forschung und Entwicklung bis zu einer erfolgreichen Markteinführung. Vor diesem Hintergrund wäre eher eine Belastung zu erwägen, da die „braunen“ Risiken jenseits der üblichen Zeithorizonte anwachsen.

Verschiedene Kommentare fordern eine Ausweitung des Plans auf weitere nachhaltigere Entwicklungsziele (SDGs). Nach unserer Lesart lässt dieser Plan dies Möglichkeit und ist eher als Türöffner für neue Instrumente in Richtung der anderen SDGs zu sehen. Die starke Betonung von Klimawandel und Energiewende ist aber eine gute Basis, unmittelbar die Eigeninteressen der Kreditwirtschaft anzusprechen. Die Risiken lassen sich nun einmal nicht wegdiskutieren.

Britische Vorschläge für Green Finance enger gefasst

Eine 2016 gegründete Arbeitsgruppe (Green Finance Task Force) legte in der vergangenen Woche ihre Empfehlungen vor. Diese richten sich vor allem an die britische Regierung. Die Vorschläge sind thematisch sehr eng an Klimathemen orientiert und stark auf die institutionellen Rahmenbedingungen ausgerichtet. Sie bleiben damit weit hinter den Kernpunkten des Aktionsplans der EU-Kommission zurück. Die 10 Kernempfehlungen werden in einem hundertseitigen Bericht vorgestellt: Accelerating Green Finance.

Kredite mit Nachhaltigkeitsanreizen

Der Instrumentenkasten für die Berücksichtigung von Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft füllt sich stetig weiter. Im Magazin „Verantwortung“ (Fachmagazin für Nachhaltigkeits- und CSR-Manager) wird über eine aktuelle Entwicklung im Kreditmarkt berichtet: Insbesondere bei einigen Großunternehmen wird die Höhe des Kreditzinssatzes an die Entwicklung von Nachhaltigkeitskennziffern über die Kreditlaufzeit gekoppelt. Genannt werden u.a. Engagements bei Danone (€ 2 Mrd.) und Philips (€ 1 Mrd.). Damit werden Nachhaltigkeitsanstrengungen unmittelbar in finanzielle Anreize um gesetzt. Quelle: Antonia Kögler – Grüne Kredite: Positive Anreize für Unternehmen.

Die SDGs: Orientierung für Politik und Wirtschaft

Ein sehr bemerkenswerter Beitrag ist im Blog der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC erschienen: Alan McGill: How well are businesses reporting on the SDGs?. Der Autor (Partner, Sustainability and Climate Change) liefert eindringlich die Argumente, wieso die SDGs der Orientierungsrahmen für zukünftige Strategien und Handeln sind. Eigentlich schon im ersten Absatz auf dem Punkt:

„The 17 UN Sustainable Development Goals have been described as the closest thing the world has to a strategy for future success. Simply put they will drive policy and regulation of every government, and, in turn, influence the business strategy and planning of every major company.“

Damit wird noch einmal eindringlich bestätigt, was die Erfolgswahrscheinlichkeit neuer Geschäftsmodelle bestimmt: Erfolgsgrundlagen für FinTech.

SDG Investments überschreitet € 100 Mio.

Die SDG Investments, eine Plattform für institutionelle Anleger, berichtet in einer Mitteilung vom 7. März 2018 und damit fünf Monate nach ihrer Gründung über die Überschreitung von € 100 Mio. bei den angebotenen Investitionen:

„Die Matching-Plattform SDG INVESTMENTS hat ihre ersten großen Meilensteine erreicht. Schon fünf Monate nach der offiziellen Gründung der SDG INVESTMENTS GmbH im September 2017 kann das Unternehmen ein Projektvolumen von 124 Mio. Euro ausweisen. Die Investmentnachfrage liegt bereits bei über 300 Mio. Euro. Das Potential wird allerdings bei signifikant über einer Milliarde Euro gesehen.“

Die Plattform führt Angebot und Nachfrage für die Finanzierung von Nachhaltigkeitsprojekten zusammen. Die SDGs sind dabei der Orientierungsrahmen und dienen unmittelbar dem Wirkungsnachweis, z.B. durch eine externe Ratingagentur.

Leitfaden für nachhaltige Immobilieninvestitionen

CRIC e.V. (Verein zur Förderung von Ethik und Nachhaltigkeit in der Geldanlage e.V.) und die KlimaGut Immobilien AG haben einen Leitfaden für Immobilieninvestoren herausgegeben: Leitfaden für ethisch-nachhaltige Immobilieninvestments – Ein Überblick zu Kriterien und Bewertungsinstrumenten für Deutschland. Auf gut 40 Seiten bietet der Leitfaden einen Eindruck, was Investoren beachten müssen, wenn ihre Immobilieninvestitionen als nachhaltig gelten sollen.

Wie wird ein FinTech zur Bank ?

Die Europäische Zentralbank hat einen Leitfaden für den Erwerb einer Banklizenz durch FinTech publiziert. Auf (lediglich) 17 Seiten sind die Voraussetzungen in knapper Fassung dargestellt: Guide to assessments of fintech credit institution licence applications.

 

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Zweiunddreissig bis Eins

Nummer Zweiunddreissig am 26. März 2018: EU-Aktionsplan mit kraftvollem Antritt; Bierdeckel für mehr Bewusstsein über die „SDGs“; Starke Investorenüberzeugung – starke Worte; Danone begibt als erstes Privatunternehmen eine „Sozialanleihe“; Getränkekonzern AB Inbev – Nachhaltigkeitsziele 2025

Nummer Einunddreissig am 20. März 2018: EU-Aktionsplan mit wuchtiger Vorstellung; Greenbonds in neuen Dimensionen; Nach Green Finance kommt Blue Finance; Neuseeland erkennt Klimawandel als Asylgrund an; Union Investment: Nachhaltigkeit erhält mehr Gewicht

Nummer Dreissig am 8. März 2018: EU-Kommission legt Aktionsplan vor; Möglichkeiten und Grenzen der Blockchain; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100, 2. GLS Bank Nachhaltigkeits Blog Award 2018, 3. Gesponserte (affiliate) Links

Nummer Neunundzwanzig am 19. Februar 2018: Dynamische Entwicklung bei Nachhaltigkeitsanleihen; Fortschritte bestimmen den Kreditzins;  Die Schweiz reguliert den Kryptomarkt (ICOs); BaFin nimmt Stellung; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Achtundzwanzig am 6. Februar 2018, ergänzt 7. Februar 2018: Schlussbericht der EU-Experten; WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen; Orientierung bei Crowdfunding tut not; Triodos UK mit neuem Crowdfunding; Gebrutstagsgruß an die Dekabank; Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Siebenundzwanzig am 25.1.2018: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe