Der Aktionsplan der EU-Kommission geht in die Umsetzung

Die EU-Kommission legte am 8.3.2018 im Rahmen einer Pressekonferenz einen Aktionsplan vor: „Financing Sustainable Growth“. Dieser Plan soll die europäische Finanzwirtschaft stärker auf die Finanzierung eines längerfristigen, nachhaltigen Wachstums ausrichten. Dies erfordert weitgehende, auch gesetzgeberische Maßnahmen in Bezug auf Berichterstattung, Bilanzierung, Regulierung und Unternehmensführung. Dies bezieht sich insbesondere auf einen längerfristigen Zeithorizont unter Berücksichtigung von Klimawandel, Energiewende und anderen  Faktoren. Am 24. Mai 2018 wurden weitere Schritte zur Umsetzung kommuniziert. Der Plan fand im europäischen Parlament (Sitzung am 29.5.2018) mit 455 zu 87 Stimmen bei 92 Enthaltungen eine starke Unterstützung. Im nächsten Schritt wird der Plan im europäischen Rat diskutiert.

25. Mai 2018, aktualisiert ergänzt 30. Mai 2018

Dr. Ralf Breuer

Schnelle Umsetzung

Der Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums wird in einem eigenständigen Beitrag ausführlich vorgestellt: Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Aktionsplan der EU-Kommission. Nur zwei Monate nach der öffentlichen Vorstellung und Diskussion hat die EU-Kommission nunmehr die nächsten Schritte formuliert und wird in die Gespräche mit dem europäischen Parlament und dem europäischen Rat eintreten.

Klimaschutz im Vordergrund, aber nicht exklusiv

Die öffentliche Kommunikation ist stark auf die Einbindung der Finanzwirtschaft in den Klimaschutz fokussiert, dies stösst bei einigen Beobachtern auf Kritik (vgl. die von der Triodos Bank Deutschland und WWF Deutschland konzertierte Medieninformation vom 24.5.2018). Grundsätzlich ist der Aktionsplan aber für alle nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDGs) offen.

Eine Betonung des Klimaschutzes ist insofern naheliegend, als die europäischen Aufsichtsbehörden und weite Teile der Finanzindustrie Klimarisiken als wesentlich erkannt haben. Es besteht dringender Handlungsbedarf, z.B. die Konsequenzen aus Klimawandel und Energiewende zu erfassen und steuern (vgl. Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Neununddreissig).

Kernpunkte der Maßnahmen

Einheitliches EU-Klassifikationssystem („Taxonomie“)

Anhand der im entsprechenden Vorschlag vorgesehenen harmonisierten Kriterien lässt sich bestimmen, ob eine wirtschaftliche Tätigkeit ökologisch nachhaltig ist. Die Kommission wird Schritt für Schritt festlegen, welche Tätigkeiten als „nachhaltig“ zu betrachten sind. Dabei wird sie bestehenden Marktpraktiken und Initiativen Rechnung tragen und sich von einer Sachverständigengruppe beraten lassen, die derzeit eingerichtet wird. Auf diese Weise sollen Wirtschaftsakteure und Investoren Gewissheit darüber erlangen, welche Tätigkeiten als nachhaltig gelten, sodass sie fundiertere Investitionsentscheidungen treffen können. Die entsprechenden Arbeiten können als Grundlage für die künftige Einführung von Normen und Kennzeichen für nachhaltige Finanzprodukte dienen, wie sie im Aktionsplan der Kommission für ein nachhaltiges Finanzwesen angekündigt wurden.

Investorenpflichten

Die vorgeschlagene Verordnung wird für Kohärenz und für Klarheit darüber sorgen, wie institutionelle Anleger, etwa Vermögensverwalter, Versicherungsunternehmen, Pensionsfonds oder Anlageberater, die Faktoren Umwelt, Soziales und Governance (ESG-Faktoren) in ihren Investitionsentscheidungen berücksichtigen sollten. Die Vorschriften sollen im Wege delegierter Rechtsakte präzisiert werden, die die Kommission zu einem späteren Zeitpunkt erlassen wird. Im Übrigen müssten Vermögensverwalter und institutionelle Anleger künftig nachweisen, inwieweit ihre Investitionen an ESG-Zielen ausgerichtet sind, und offen legen, in welcher Weise sie ihren Pflichten nachkommen.

Referenzwerte für geringe CO2-Emissionen

Mit den vorgeschlagenen Vorschriften wird eine neue Kategorie von Referenzwerten eingeführt, die einen Referenzwert für geringe CO2-Emissionen („Dekarbonisierungsvariante“ von Standardindizes) sowie einen Referenzwert für positive CO2-Effekte umfasst. Dieser neue Marktstandard soll den CO2-Fußabdruck von Unternehmen widerspiegeln und für eine bessere Information von Anlegern über den CO2-Fußabdruck eines Investitionsportfolios sorgen. Der Referenzwert für geringe CO2-Emissionen würde auf einem Standard-Referenzwert für „Dekarbonisierung“ beruhen. Der Referenzwert für positive CO2-Effekte würde es ermöglichen, ein Investitionsportfolio besser an dem im Übereinkommen von Paris festgelegten Ziel der Begrenzung der Erderwärmung auf weniger als 2°C auszurichten.

Bessere Kundenberatung in Sachen Nachhaltigkeit

Die Kommission hat eine Konsultation eingeleitet, um zu eruieren, wie sich ESG-Aspekte am besten in die Beratung von Privatkunden durch Wertpapierfirmen und den Versicherungsvertrieb integrieren lassen. Ziel der Konsultation ist die Änderung delegierter Rechtsakte zur Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II) und zur Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD). Bei der Beurteilung, ob ein Anlageprodukt den Kundenbedürfnissen entspricht, sollten die betreffenden Unternehmen nach den vorgeschlagenen Vorschriften außerdem die Nachhaltigkeitspräferenzen der jeweiligen Kunden berücksichtigen. Auf diese Weise dürfte ein breiteres Spektrum von Anlegern Zugang zu nachhaltigen Anlagen erhalten.

Große Mehrheit im europäischen Parlament

Der europäische Ausschuß für Wirtschaft und Währung (Committee for economic and monetary affairs, ECON) legte dem Parlament eine Resolution zur Unterstützung des Plans vor (Report on sustainable finance (2018/2007(INI)), die am 29. Mai 2018 mit einer grossen Mehrheit von 455 zu 87 Stimmen bei 92 Enthaltungen verabschiedet wurde Pressemitteilung Europäisches Parlament vom 29.5.2018: MEPs back resolution on Sustainable Finance. Damit hat der Aktionsplan eine starke parlamentarische Basis auf der europäischen Ebene.

Reaktionen aus der deutschen Kreditwirtschaft

In den bisher vorliegenden Reaktionen aus Deutschland wird der Aktionsplan grundsätzlich begrüßt.

Der Gruppe von Banken und Nicht-Regierungsorganisationen der von Triodos Bank und WWF Deutschland konzertierten Stellungnahme ist der Aktionsplan zu eng auf den Klimaschutz fokussiert. Es wird insbesondere eine Ausweitung auf weitere SDGs gefordert: Medieninformation vom 24.5.2018

Der Bundesverband deutscher Banken (Bankenverband, BdB) hat den Aktionsplan in seiner Presseinformation vom 24.5.2018 ebenfalls (erneut) begrüßt und hat die starke Marktdynamik erkannt. Der Verband sieht vor allem eine weitere Anpassung der Beratungsdirektive für Banken (MiFIDII) als problematisch an. Hintergrund dürfte nicht zuletzt die fehlende Qualifizierung von Kundenberatern in weiten Teilen der deutschen Kreditbranche sein.

Auch die bei Nachhaltigkeit in der Geldanlage sehr engagierte Verbraucherzentrale Bremen begrüßt den Plan. Insbesondere in Hinblick auf die Beseitigung der derzeit bestehenden Intransparenz über den Nachhaltigkeitscharakter von Produkten.

Auch der BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. bewertet das Gesetzpaket „überwiegend positiv“. Eine Beratungspflicht auf der Grundlage von MiFIDII bzw. IDD hält der Verband aber erst nach der Formulierung von Standards für angemessen. Diese sind frühestens für das Jahr 2020 zu erwarten BVI Pressemitteilung vom 24.5.2018 – Nachhaltigkeit: EU-Kommission stellt wichtige Weichen.

Eher „interessant“ ist die Pressemitteilung der gemeinsamen Interessenvertretung der fünf kreditwirtschaftlichen Spitzenverbände „Die Deutsche Kreditwirtschaft“ vom 25. Mai 2018. Unter der Überschrift EU-Bankenpaket: EU-Rat beschließt allgemeine Ausrichtung wird der Plan trotz seiner erheblichen Tragweite für die gesamte Kreditwirtschaft mit keinem Wort erwähnt.

 

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Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Neunddreissig bis Eins

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Neununddreissig

Beitragsbild: Von Studierenden des Studiengangs Kommunikationsdesign an der Rheinischen Fachhochschule Köln in Kooperation mit #17Ziele gestalteter Bierdeckel, von dem 85.000 Stück in Kölner Lokalen verteilt wurden

Inhalt: BaFin mit Nachhaltigkeit als Titelthema; Diskussionen um Dieselfahrverbote belasten; DWS integriert Nachhaltigkeitsziele; Sparkasse KölnBonn – 0 Punkte; Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

24. Mai 2018

Dr. Ralf Breuer

BaFin mit Nachhaltigkeit als Titelthema

Das monatliche Journal der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat im Mai 2018 „Nachhaltige Finanzwirtschaft“ als Titel- und Schwerpunktthema.

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Die europäischen Bankaufsichtsbehörden haben Nachhaltigkeitsrisiken als aufsichtsrelevant erkannt. Dabei stehen insbesondere die Umwelt- und Klimarisiken durch Klimawandel und Energiewende im Mittelpunkt der direkten und indirekten Risikoerfassung. Diese sind für die gesamte Finanz- und Realwirtschaft relevant, z.B. durch die Preisentwicklung fossiler und erneuerbarer Energien sowie Dieselfahrverbote und den steigenden Anteil von Elektromobilität.

Auch die BaFin spricht sich im Gegensatz zur EU-Kommission gegen eine pauschale, nicht risikogerechte Begünstigung „grüner“ Investments, z.B. durch verringerte Kapitalanforderungen aus. Dies erscheint sachgerecht. Die Probleme liegen eher bei den Risiken in Abhängigkeit fossiler Energieträger, die erst längerfristig wirken.

BaFinJournal Mai 2018

Diskussionen um Dieselfahrverbote belasten

Hamburg hat die ersten Durchfahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge ab dem 31. Mai 2018 angekündigt (vgl. z.B. www.spiegel.de). In der Ausgabe Nummer Sechsunddreissig vom 24. April 2018 war bereits der nachfolgende Kommentar zur Diskussion um Dieselfahrverbote enthalten:

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) bezifferte am 19.4.2018 gegenüber der Nachrichtenagentur dpa die Belastungen der deutschen Wirtschaft aus drohenden Dieselfahrverboten: € 500 Mio., davon € 100 Mio. im Automobilhandel. (DIHK: Unsicherheit über Fahrverbote belastet die Wirtschaft).

Die DIHK-Schätzung erscheint sehr konservativ, da Volkswagen Financial Services bereits auf sinkende Restwerte bei Leasingverträgen hingewiesen hatte. Der Leasinganbieter Leaseplan dürfte gerade aus diesem Grunde seinen geplanten Börsengang verschoben haben (vgl. Nummer Fünfunddreissig). Auch die deutsche Kreditwirtschaft ist hiervon in der Breite betroffen, da z.B. Leasingverträge angeboten werden und Fahrzeuge als Kreditsicherheiten dienen.

DWS integriert Nachhaltigkeitsziele

Die DWS hat ein neues Rating-System eingeführt, das auf die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals; SDGs) zurückgreift. Das neue „SDG Rating System“ soll Fähigkeiten der DWS als großem Vermögensverwalter verbessern, Emittenten von Aktien und Anleihen auf ihre Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung der Welt zu prüfen. Die DWS ist damit eine der ersten Fondsgesellschaften, die in ihrer Analyse über die Berücksichtigung der sogenannten ESG-Kriterien (Ökologie/Soziales/Unternehmensführung) hinausgeht. (Medieninformation der DWS vom 10.4.2018

Sparkasse KölnBonn – 0 Punkte

Die Sparkasse KölnBonn wurde erstmals in den diesjährigen „Bankencheck 3.0 – Der Fair Finance Guide vergleicht zum dritten Mal Nachhaltigkeitsrichtlinien deutscher Geldhäuser“ einbezogen (Pressemitteilung FACING FINANCE vom 23.5.2018).

Dies steht nicht nur leicht im Gegensatz zu dem Anspruch, den die Sparkasse auf ihrer Internetseite dokumentiert:

Gut für Köln und Bonn. Als gemeinwohlorientiertes Unternehmen gehört gesellschaftliches Engagement seit jeher zu unserem Selbstverständnis. Von unserem Geschäftserfolg profitieren alle Menschen in unserer Region. Das nennen wir „Bürgerdividende“. (www.sparkasse-koelnbonn.de/meine Sparkasse/Engagement).

Dieser Kontrast ist auch deshalb bemerkenswert, weil die Städte Köln und Bonn jeweils eigene kommunale Nachhaltigkeitsstrategien formuliert und die Menschen zudem einen relativ hohen Grad an Sympathie für „grün“ haben.

Datenschutz/DSGVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Achtunddreissig bis Eins

Nummer Achtunddreissig am 15. Mai 2018: Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums; insha – islamkonformes FinTech; Bonner SDG-Tage – 17 Tage für 17 Ziele; Wird alles (außer der Finanzwirtschaft) nachhaltig?

Nummer Siebenunddreissig am 2. Mai 2018: Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums im Bundesrat begrüßt; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100; 2. Hub for Sustainable Finance Germany; 3. Ringvorlesung Social Banking am 8.5.2018 an der Alanus Hochschule, 53347 Alfter: Geldanlagen der Zukunft – Die Finanzwelt im Spannungsfeld von Digitalisierung, Regulierung und Nachhaltigkeit

Nummer Sechsunddreissig am 24. April 2018, ergänzt 25. April 2018: Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums; Klimarisiken belasten die deutsche Wirtschaft…; …und die Kommunen; Deutsche Bank kommuniziert mit Nachhaltigkeit

Nummer Fünfunddreissig am 16. April 2018/ergänzt 17. April 2018: Offener Brief an Brüssel und Berlin; Top-Adressen der Investmentbranche für den EU-Aktionsplan; Allianz mit Nachhaltigkeitsbericht in neuer Dimension; EU-Aktionsplan im Bundesrat, Minister in Brüssel; Klimarisiken sind evident; Nachhaltigkeit emotionalisiert Bankprodukte; ToMoRRoW ab Juni 2018 mit 100% Nachhaltigkeit mobil

Nummer Vierunddreissig am 9. April 2018: FDP bezweifelt Sinnhaftigkeit des EU-Aktionsplans; Axel Weber – Nachhaltigkeit ist zukunftsfähig…; Barclays mit grüner Hypothek und mehr

Nummer Dreiunddreissig am 3. April 2018: EU-Aktionsplan an sich unbestritten; Britische Vorschläge für Green Finance enger gefasst; Kredite mit Nachhaltigkeitsanreizen; Die SDGs: Orientierung für Politik und Wirtschaft; SDG Investments überschreitet € 100 Mio.; Leitfaden nachhaltige Immobilieninvestments; Wie wird ein FinTech zur Bank ?

Nummer Zweiunddreissig am 26. März 2018: EU-Aktionsplan mit kraftvollem Antritt; Bierdeckel für mehr Bewusstsein über die „SDGs“; Starke Investorenüberzeugung – starke Worte; Danone begibt als erstes Privatunternehmen eine „Sozialanleihe“; Getränkekonzern AB Inbev – Nachhaltigkeitsziele 2025

Nummer Einunddreissig am 20. März 2018: EU-Aktionsplan mit wuchtiger Vorstellung; Greenbonds in neuen Dimensionen; Nach Green Finance kommt Blue Finance; Neuseeland erkennt Klimawandel als Asylgrund an; Union Investment: Nachhaltigkeit erhält mehr Gewicht

Nummer Dreissig am 8. März 2018: EU-Kommission legt Aktionsplan vor; Möglichkeiten und Grenzen der Blockchain; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100, 2. GLS Bank Nachhaltigkeits Blog Award 2018, 3. Gesponserte (affiliate) Links

Nummer Neunundzwanzig am 19. Februar 2018: Dynamische Entwicklung bei Nachhaltigkeitsanleihen; Fortschritte bestimmen den Kreditzins;  Die Schweiz reguliert den Kryptomarkt (ICOs); BaFin nimmt Stellung; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Achtundzwanzig am 6. Februar 2018, ergänzt 7. Februar 2018: Schlussbericht der EU-Experten; WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen; Orientierung bei Crowdfunding tut not; Triodos UK mit neuem Crowdfunding; Gebrutstagsgruß an die Dekabank; Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Siebenundzwanzig am 25.1.2018: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

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Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Achtunddreissig

Bildquelle: 27.4.2018, 967. Plenarsitzung ©Bundesrat | Frank Bräuer

Inhalt: Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums; insha – islamkonformes FinTech; Bonner SDG-Tage – 17 Tage für 17 Ziele; Wird alles (außer der Finanzwirtschaft) nachhaltig?

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

15. Mai 2018

Dr. Ralf Breuer

Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums im Bundesrat begrüßt

Europa auf dem Weg

Richtigerweise arbeiten sowohl die EU-Kommission als auch das Europäische Parlament aktuell an verschiedenen Gesetzgebungsinitiativen (wie dem „Action Plan: Financing Sustainable Growth“ vgl. Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Aktionsplan der EU-Kommission), die konkrete und weitreichende Vorschläge beinhalten, wie die Finanzwirtschaft ihren notwendigen und wichtigen Beitrag leisten und gleichzeitig zu Stabilität beitragen kann. Mehr: Offener Brief zum Thema Sustainable Finance an Brüssel und Berlin.

Der Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments hat den Plan am 24.4.2018 mit 42 zu 9 Stimmen bei 3 Enthaltungen gebilligt Pressemitteilung (Englisch). Hier die Kommentierung durch den wirtschafts- und finanzpolitischen Sprechers der Grünen/EFA-Fraktion im Europaparlament Sven Giegold. Die Beratung und Abstimmung im Plenum des Parlaments wurde für den 28.5.2018 avisiert (vgl. Europaparlament).

Deutschland bald am Start?

Das „offizielle“ Deutschland hatte auf diesen Aktionsplan bis zum 27.4.2018 nicht reagiert. Dann ist der Deutsche Bundesrat den Ausschussempfehlungen vom 14.4.2018 weitgehend gefolgt. Der Beschluss des Bundesrates vom 27.4.2018 hat sich zudem (aus Sicht des Autors) erfreulicherweise gegen die optional von den Ausschüssen unter Ziffer 6. vorgeschlagene Ablehnung des „Green Support Factors“ und die pauschale Vermeidung von Klimarisiken in der Regulierung entschieden.

Die klare Befürwortung des Green Support Factors mit verringerten Eigenkapitalanforderungen für „grüne Finanzierungen durch die EU-Kommission erscheint politisch, durch die französische Postion motiviert. Sie folgt weitgehend dem Vorschlag des französischen Bankenverbands. Vgl. Nummer Siebzehn.

Die Ausklammerung von Klimarisiken wäre in Anbetracht der realen Umstände sachlich auch nicht haltbar gewesen. Sie sind bereits im Fokus der Bankaufsichtsbehörden. Wertverluste durch die Diskussion von Dieselfahrverboten sind bereits spürbar und in den Büchern der gesamten deutschen Wirtschaft und damit auch aller Kreditinsitute. Der DIHK bezifferte die Belastungen mit € 500 Mio., was eher als sehr konservativ erscheinen muss. Vgl. Nummer Sechsunddreissig.

Bundesregierung nun ebenfalls positioniert

Mit der Drucksache Nummer 19/2019 vom 7.5.2018 hat die Bundesregierung die „kleine Anfrage“ zum „Aktionsplan nachhaltiges Finanzsystem“ der FDP-Fraktion (Drucksache 19/1487 vom 29.3.2018) beantwortet und sich wohlwollend positiv zum EU-Aktionsplan positioniert:

„Der Aktionsplan ist aus Sicht der Bundesregierung sehr ambitioniert hinsichtlich Inhalt, Umfang und Zeitplan. Der Aktionsplan ist weitgehend zu unterstützen. Wichtig ist die genaue Ausgestaltung der Maßnahmen. Insofern sind die konkreten Vorschläge abzuwarten“ (S. 2, Antwort Teilfragen 1 und 2, letzter Absatz).

Die Bundesregierung betont grundsätzlich die Relevanz von Klima- und Umweltrisiken einschließlich der mit ihnen verbundenen transitorischen Risiken. Insgesamt stellt sie ihre Antworten zu technischen Einzelheiten unter den Vorbehalt der Vorlage konkreter Vorschläge der EU-Kommission. Einzig die pauschale Begünstigung „grüner Investitionen“ bei der Kapitalunterlegung (Green Supporting Factor) bewertet die Bundesregierung kritisch (Antwort Frage 42, S. 12; siehe auch Antworten Fragen 14 und 15, S. 6). Dies erscheint in der Sache auch richtig und wird letztlich von den Aufsichtsbehörden bestimmt werden (s.o.).

Die in Teilfrage 59 gestellte Frage, ob ohne konkrete/einheitliche Definition von Nachhaltigkeit überhaupt Handlungsmöglichkeiten bestehen, beantwortet die Bundesregierung sehr bestimmt:

„Auch ohne eine „klare“ staatliche Definition von Nachhaltigkeit müssen bereits jetzt wesentliche Risiken (also ggf. auch aus Umwelt- und Klimawandel und der Transition der Wirtschaft hin zu einer emissionsarmen Wirtschaft) von Finanzmarktteilnehmern gemanagt werden“ (Antwort Frage 59 erster Absatz, S. 16).

Starke Befürwortung in Frankreich

Informationen darüber, ob der Plan Gegenstand der Gespräche zwischen der Bundeskanzlerin und dem französischen Staatspräsidenten am 19.4.2018 in Berlin war, liegen nicht vor. Allerdings hatte sich Emmanuel Macron am 22.3.2018 in Brüssel persönlich stark für die Umsetzung des Plans eingesetzt (vgl. Nummer Zweiunddreissig). Zudem wurde in der gemeinsamen Erklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron anlässlich des 55. Jahrestages der Unterzeichnung des Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit vom 22. Januar 1963 („Élysée-Vertrag“) Pressemitteilung vom 21.1.2018 bereits eine relativ weitreichende Formulierung im Schlussabsatz vereinbart:

– Wir wollen die Herausforderungen der globalisierten Welt angehen –

Der rasche technologische Fortschritt der heutigen Welt und die Herausforderungen, die sich in der Agenda 2030 und im Pariser Abkommen widerspiegeln, sind ein weiterer Grund, den Élysée-Vertrag – die Grundlage unserer bilateralen Zusammenarbeit – für die kommenden Jahrzehnte zu modernisieren und auszubauen. Gemeinsam streben wir nach Nachhaltigkeit und dem Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft in unseren Ländern, der Europäischen Union und weltweit. Wir werden gemeinsam wirksame Strategien und neue technologische Ansätze erarbeiten und unterstützen, z.B. in den Bereichen Klimaschutz, Energie, Mobilität, Biotechnologie und künstliche Intelligenz.

Handeln ist zudem und nicht zuletzt durch die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie – Neuauflage 2016 nicht nur weitgehend gedeckt, sondern vielmehr dringend geboten.

insha – Islamkonformes FinTech

Mit „insha“ (www.getinsha.com/de) startet die türkische Tochter der in 16 Ländern tätigen Bank alBaraka (www.albaraka.com/) mit Sitz in Bahrein ein islamkonformes mobiles Finanzdienstleistungsangebot. Sie nutzt dabei die Plattform und die Bankenlizenz der solarisBank AG. Im wohl vorläufigen Internetauftritt werden ein mobiles Girokonto mit einer Mastercard beworben. Einzelheiten zu den Angeboten und insbesondere Konditionen finden sich nicht.

Die Bankengruppe hatte zum Jahresende 2017 ein Bilanzvolumen von USD 25 Mrd. und einen Gewinn nach Steuern von USD 207 Mio. Das Eigenkapital betrug USD 2,5 Mrd.

Die Bankengruppe betrachtet Nachhaltigkeit als wesentliches Element ihrer Strategie und verfolgt aktiv Nachhaltigkeitsziele, die an die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) der Vereinten Nationen anknüpfen. Für die Jahre 2016 bis 2020 wurden jeweils konkrete Zwischenziele auf Jahresbasis formuliert. (Pressemitteilung vom 20.2.2018, englisch).

Bonner SDG-Tage – 17 Tage für die 17 Ziele

Vom 27.5. bis 13.6. finden die Bonner SDG-Tage statt, bei denen jeder Tag einem anderen nachhaltigen Entwicklungsziel der Vereinten Nationen (SDG) mit einer Aktion gewidmet ist. Unter dem Motto „Für ein besseres Bonn. Für die Zukunft, die wir wollen. Bonn macht sich stark für die 17 Sustainable Development Goals (SDGs), die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen“ wollen sie „ausgewählte Bonner Nachhaltigkeitsansätze im Kontext der SDGs sichtbar machen und zu weiterem Engagement inspirieren. Zum vollständigen Programm und weiteren Informationen: Hier

Wird (außer der Finanzwirtschaft) alles nachhaltig?

Interessant, womit sich lokale Handwerker positionieren: Nachhaltigkeit ist oberstes Gebot – und das in einer Anzeige in einem Amtsblatt der Gemeinde:

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Quelle: Wir in Alfter 13. Jg. Nr. 9 vom 28.4.2018 S. 10, Anzeige Fa. Engels  Bedachungen GmbH, 53332 Bornheim

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Siebenunddreissig bis Eins

Nummer Siebenunddreissig am 2. Mai 2018: Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums im Bundesrat begrüßt; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100; 2. Hub for Sustainable Finance Germany; 3. Ringvorlesung Social Banking am 8.5.2018 an der Alanus Hochschule, 53347 Alfter: Geldanlagen der Zukunft – Die Finanzwelt im Spannungsfeld von Digitalisierung, Regulierung und Nachhaltigkeit

Nummer Sechsunddreissig am 24. April 2018, ergänzt 25. April 2018: Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums; Klimarisiken belasten die deutsche Wirtschaft…; …und die Kommunen; Deutsche Bank kommuniziert mit Nachhaltigkeit

Nummer Fünfunddreissig am 16. April 2018/ergänzt 17. April 2018: Offener Brief an Brüssel und Berlin; Top-Adressen der Investmentbranche für den EU-Aktionsplan; Allianz mit Nachhaltigkeitsbericht in neuer Dimension; EU-Aktionsplan im Bundesrat, Minister in Brüssel; Klimarisiken sind evident; Nachhaltigkeit emotionalisiert Bankprodukte; ToMoRRoW ab Juni 2018 mit 100% Nachhaltigkeit mobil

Nummer Vierunddreissig am 9. April 2018: FDP bezweifelt Sinnhaftigkeit des EU-Aktionsplans; Axel Weber – Nachhaltigkeit ist zukunftsfähig…; Barclays mit grüner Hypothek und mehr

Nummer Dreiunddreissig am 3. April 2018: EU-Aktionsplan an sich unbestritten; Britische Vorschläge für Green Finance enger gefasst; Kredite mit Nachhaltigkeitsanreizen; Die SDGs: Orientierung für Politik und Wirtschaft; SDG Investments überschreitet € 100 Mio.; Leitfaden nachhaltige Immobilieninvestments; Wie wird ein FinTech zur Bank ?

Nummer Zweiunddreissig am 26. März 2018: EU-Aktionsplan mit kraftvollem Antritt; Bierdeckel für mehr Bewusstsein über die „SDGs“; Starke Investorenüberzeugung – starke Worte; Danone begibt als erstes Privatunternehmen eine „Sozialanleihe“; Getränkekonzern AB Inbev – Nachhaltigkeitsziele 2025

Nummer Einunddreissig am 20. März 2018: EU-Aktionsplan mit wuchtiger Vorstellung; Greenbonds in neuen Dimensionen; Nach Green Finance kommt Blue Finance; Neuseeland erkennt Klimawandel als Asylgrund an; Union Investment: Nachhaltigkeit erhält mehr Gewicht

Nummer Dreissig am 8. März 2018: EU-Kommission legt Aktionsplan vor; Möglichkeiten und Grenzen der Blockchain; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100, 2. GLS Bank Nachhaltigkeits Blog Award 2018, 3. Gesponserte (affiliate) Links

Nummer Neunundzwanzig am 19. Februar 2018: Dynamische Entwicklung bei Nachhaltigkeitsanleihen; Fortschritte bestimmen den Kreditzins;  Die Schweiz reguliert den Kryptomarkt (ICOs); BaFin nimmt Stellung; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Achtundzwanzig am 6. Februar 2018, ergänzt 7. Februar 2018: Schlussbericht der EU-Experten; WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen; Orientierung bei Crowdfunding tut not; Triodos UK mit neuem Crowdfunding; Gebrutstagsgruß an die Dekabank; Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Siebenundzwanzig am 25.1.2018: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Siebenunddreissig

Bildquelle: 27.4.2018, 967. Plenarsitzung ©Bundesrat | Frank Bräuer

Inhalt: Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums im Bundesrat begrüßt; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100; 2. Hub for Sustainable Finance Germany; 3. Ringvorlesung Social Banking am 8.5.2018 an der Alanus Hochschule, 53347 Alfter: Geldanlagen der Zukunft – Die Finanzwelt im Spannungsfeld von Digitalisierung, Regulierung und Nachhaltigkeit

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

2.Mai 2018

Dr. Ralf Breuer

Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums im Bundesrat begrüßt

Europa auf dem Weg

Richtigerweise arbeiten sowohl die EU-Kommission als auch das Europäische Parlament aktuell an verschiedenen Gesetzgebungsinitiativen (wie dem „Action Plan: Financing Sustainable Growth“ vgl. Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Aktionsplan der EU-Kommission), die konkrete und weitreichende Vorschläge beinhalten, wie die Finanzwirtschaft ihren notwendigen und wichtigen Beitrag leisten und gleichzeitig zu Stabilität beitragen kann. Mehr: Offener Brief zum Thema Sustainable Finance an Brüssel und Berlin.

Der Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments hat den Plan am 24.4.2018 mit 42 zu 9 Stimmen bei 3 Enthaltungen gebilligt Pressemitteilung (Englisch). Hier die Kommentierung durch den wirtschafts- und finanzpolitischen Sprechers der Grünen/EFA-Fraktion im Europaparlament Sven Giegold. Die Beratung und Abstimmung im Plenum des Parlaments wurde für den 28.5.2018 avisiert (vgl. Europaparlament).

Deutschland bald am Start?

Das „offizielle“ Deutschland hatte auf diesen Aktionsplan bis zum 27.4.2018 nicht reagiert. Nunmehr ist der Deutsche Bundesrat den Ausschussempfehlungen vom 14.4.2018 weitgehend gefolgt. Der Beschluss des Bundesrates vom 27.4.2018 hat sich zudem (aus Sicht des Autors) erfreulicherweise gegen die optional von den Ausschüssen unter Ziffer 6. vorgeschlagene Ablehnung des „Green Support Factors“ und die pauschale Vermeidung von Klimarisiken in der Regulierung entschieden.

Die klare Befürwortung des Green Support Factors mit verringerten Eigenkapitalanforderungen für „grüne Finanzierungen durch die EU-Kommission erscheint politisch, durch die französische Postion motiviert. Sie folgt weitgehend dem Vorschlag des französischen Bankenverbands. Vgl. Nummer Siebzehn.

Die Ausklammerung von Klimarisiken wäre in Anbetracht der realen Umstände sachlich auch nicht haltbar gewesen. Sie sind bereits im Fokus der Bankaufsichtsbehörden. Wertverluste durch die Diskussion von Dieselfahrverboten sind bereits spürbar und in den Büchern der gesamten deutschen Wirtschaft und damit auch aller Kreditinsitute. Der DIHK bezifferte die Belastungen mit € 500 Mio., was eher als sehr konservativ erscheinen muss. Vgl. Nummer Sechsunddreissig.

Bundesregierung noch nicht positioniert

Informationen darüber, ob der Plan Gegenstand der Gespräche zwischen der Bundeskanzlerin und dem französischen Staatspräsidenten am 19.4.2018 in Berlin war, liegen nicht vor. Allerdings hatte sich Emmanuel Macron am 22.3.2018 in Brüssel persönlich stark für die Umsetzung des Plans eingesetzt (vgl. Nummer Zweiunddreissig). Zudem wurde in der gemeinsamen Erklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron anlässlich des 55. Jahrestages der Unterzeichnung des Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit vom 22. Januar 1963 („Élysée-Vertrag“) Pressemitteilung vom 21.1.2018 bereits eine relativ weitreichende Formulierung im Schlussabsatz vereinbart:

– Wir wollen die Herausforderungen der globalisierten Welt angehen –

Der rasche technologische Fortschritt der heutigen Welt und die Herausforderungen, die sich in der Agenda 2030 und im Pariser Abkommen widerspiegeln, sind ein weiterer Grund, den Élysée-Vertrag – die Grundlage unserer bilateralen Zusammenarbeit – für die kommenden Jahrzehnte zu modernisieren und auszubauen. Gemeinsam streben wir nach Nachhaltigkeit und dem Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft in unseren Ländern, der Europäischen Union und weltweit. Wir werden gemeinsam wirksame Strategien und neue technologische Ansätze erarbeiten und unterstützen, z.B. in den Bereichen Klimaschutz, Energie, Mobilität, Biotechnologie und künstliche Intelligenz.

Handeln ist zudem und nicht zuletzt durch die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie – Neuauflage 2016 nicht nur weitgehend gedeckt, sondern vielmehr dringend geboten.

In eigener Sache

1. #nachhaltige100

Investabel® wurde im Februar erstmals auf Platz 79 der von der Triodos Bank N.V. Deutschland initiierten Liste „#nachhaltige100“ geführt. Nach Platz 57 im März rückte der Blog auf 55 im April 2018. Die aktuelle Übersicht: #nachhaltige100.

2. Hub for Sustainable Finance Germany

Der Blog Investabel® wurde als Beitrag zum Hub for Sustainable Finance Germany, angenommen. Der Hub ist eine gemeinsame Initiative von Deutsche Börse Group und dem Rat für Nachhaltige Entwicklung. Hier die Übersicht: Beiträge zum Hub for Sustainable Finance.

3. Ringvorlesung Social Banking: Geldanlagen der Zukunft – Die Finanzwelt im Spannungsfeld von Digitalisierung, Regulierung und Nachhaltigkeit

Am 8. Mai ab 18:00h findet eine öffentliche Vortragsveranstaltung mit Diskussion an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in 53347 Alfter statt. Dabei sollen vor allem die wechselseitigen Beziehungen der Themenfelder Digitalisierung, Regulierung und Nachhaltigkeit beleuchtet werden. Veranstaltungsinformation

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Sechsunddreissig bis Eins

Nummer Sechsunddreissig am 24. April 2018, ergänzt 25. April 2018: Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums; Klimarisiken belasten die deutsche Wirtschaft…; …und die Kommunen; Deutsche Bank kommuniziert mit Nachhaltigkeit

Nummer Fünfunddreissig am 16. April 2018/ergänzt 17. April 2018: Offener Brief an Brüssel und Berlin; Top-Adressen der Investmentbranche für den EU-Aktionsplan; Allianz mit Nachhaltigkeitsbericht in neuer Dimension; EU-Aktionsplan im Bundesrat, Minister in Brüssel; Klimarisiken sind evident; Nachhaltigkeit emotionalisiert Bankprodukte; ToMoRRoW ab Juni 2018 mit 100% Nachhaltigkeit mobil

Nummer Vierunddreissig am 9. April 2018: FDP bezweifelt Sinnhaftigkeit des EU-Aktionsplans; Axel Weber – Nachhaltigkeit ist zukunftsfähig…; Barclays mit grüner Hypothek und mehr

Nummer Dreiunddreissig am 3. April 2018: EU-Aktionsplan an sich unbestritten; Britische Vorschläge für Green Finance enger gefasst; Kredite mit Nachhaltigkeitsanreizen; Die SDGs: Orientierung für Politik und Wirtschaft; SDG Investments überschreitet € 100 Mio.; Leitfaden nachhaltige Immobilieninvestments; Wie wird ein FinTech zur Bank ?

Nummer Zweiunddreissig am 26. März 2018: EU-Aktionsplan mit kraftvollem Antritt; Bierdeckel für mehr Bewusstsein über die „SDGs“; Starke Investorenüberzeugung – starke Worte; Danone begibt als erstes Privatunternehmen eine „Sozialanleihe“; Getränkekonzern AB Inbev – Nachhaltigkeitsziele 2025

Nummer Einunddreissig am 20. März 2018: EU-Aktionsplan mit wuchtiger Vorstellung; Greenbonds in neuen Dimensionen; Nach Green Finance kommt Blue Finance; Neuseeland erkennt Klimawandel als Asylgrund an; Union Investment: Nachhaltigkeit erhält mehr Gewicht

Nummer Dreissig am 8. März 2018: EU-Kommission legt Aktionsplan vor; Möglichkeiten und Grenzen der Blockchain; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100, 2. GLS Bank Nachhaltigkeits Blog Award 2018, 3. Gesponserte (affiliate) Links

Nummer Neunundzwanzig am 19. Februar 2018: Dynamische Entwicklung bei Nachhaltigkeitsanleihen; Fortschritte bestimmen den Kreditzins;  Die Schweiz reguliert den Kryptomarkt (ICOs); BaFin nimmt Stellung; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Achtundzwanzig am 6. Februar 2018, ergänzt 7. Februar 2018: Schlussbericht der EU-Experten; WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen; Orientierung bei Crowdfunding tut not; Triodos UK mit neuem Crowdfunding; Gebrutstagsgruß an die Dekabank; Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Siebenundzwanzig am 25.1.2018: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe