Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Zweiundsiebzig

 

2019-05-25 CO2 Pfade Quaschnik

Titelbild/Bild Prof. Dr. Volker Quaschning, Lehrstuhl für das Fachgebiet Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin am 28.5.2019 via Twitter

Inhalt: Europawahl 2019 – Keine Zukunft ohne Nachhaltigkeit; Zentralbanken und Bankenaufseher zu Klimarisiken; right.open – neues Netzwerk gestartet; Triodos Investment Management: ESG war gestern; Niederlande mit erstem Green Bond und Novum; Klimanotstand durch Politiknotstand; In eigener Sache: Angebote, Seminare, Vorträge, Workshops; Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

28. Mai 2019

Dr. Ralf Breuer

Europawahl 2019 – Keine Zukunft ohne Nachhaltigkeit

Spätestens nach dem heißen Sommer 2018 und den folgenden Landtagswahlen in Bayern und Hessen zeichnete sich die Richtung des Wahlergebnisses bei der Europawahl 2019 in Deutschland sehr klar ab. Dies wurde u.a. in den Ausgaben Nummer Dreiundfünfzig und Nummer Fünfundfünfzig: Weltspartag thematisiert.

2018-10-14 Bayernwahl

Quelle: Twitter/Jörg Schönenborn, WDR, Daten: infratest Dimap

Das Interesse an Nachhaltigkeit im allgemeinen und insbesondere dem Klimaschutz ist seither durch fortlaufende politische Diskussionen auch innerhalb der Bundesregierung und die seit einem halben Jahr stattfindenden Jugendproteste der „FridaysForFuture“ weiter in der Gesellschaft verstärkt worden. Die aktuelle Politik hat dies nicht hinreichend reflektiert: Nummer Einundsiebzig.

Es ist absurd, wenn sich prominente Politiker im Nachgang der Wahl überrascht zeigen und u.a. auf einzelne Videos – z.B. bei YouTube – unmittelbar vor der Wahl hinweisen.

Das deutsche Ergebnis der Europawahl darf in der Höhe der Ergebnisse einzelner Parteien überraschen, nicht aber in Hinblick auf die zugrunde liegenden Entwicklungen. Es reflektiert vielmehr die seit dem Sommer 2018 immer stärker gestiegene Aufmerksamkeit für die Notwendigkeit, dem Klimawandel wirksam zu begegnen. Dies drückt sich u.a. auch in einer Vielzahl von eher informellen Unterstützern der Jugendproteste aus.

2019-05-26 Stimmen Gruene Altersgruppen

Quelle: www.tagesschau.de

Einen interessanten Vergleich bietet die Analyse der CDU-Wähler nach Altersgruppen. Danach lag Bündnis 90/Die Grünen mit der CDU auch bei den 30 bis 40jährigen gleichauf und in der Altersgruppe bis 59 Jahre nur 4%-Punkte hinter der CDU mit 27%.

2019-05-26 Forschungsgruppe Wahlen CDU

Quelle: Forschungsgruppe Wahlen

Bemerkenswert an der Wahlanalyse ist neben der in Wählerbewegungen aufgetretenen Wucht vor allem die Reichweite des Themas Klimaschutz in der Bevölkerung. Bündnis 90/Die Grünen erzielte bei den 25 bis 69jährigen Wählern sehr gleichmäßig Stimmengewinne. Damit erscheint die deutsche Gesellschaft weitaus tiefer von dem Wunsch nach einer wirksamen Bekämpfung des Klimawandels durchdrungen als vielfach angenommen.

Neben der scheinbaren Überraschung der Politik irritiert auch der Umgang der Mehrheit in der deutschen Finanzwirtschaft mit dem Thema Nachhaltigkeit: Deutliche Worte der Finanzmarktregulierung in Zeiten extrem gestiegener Kundeninteressen finden im Produktangebot von Banken und Sparkassen kaum Widerhall. Eher das Gegenteil scheint der Fall, wenn eine neue Werbekampagne des Bundesverbands der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) für die Ansprache von Menschen im Alter von 18 bis 25 Jahren statt auf Nachhaltigkeit lieber auf dem angeblichen „Megatrend 80er“ mit einem völlig sinnfreien Werbevideo aufsetzt:

Dieses Video löste in Branchenkreisen eher Entsetzen als Kopfschütteln aus. Insbesondere auch bei Personen, die in sehr digital affinen Bereichen tätig sind und vor allem auch das „Nutzererlebnis“ (User Experience, UX) im Fokus haben. Schade, mit den Produktionskosten und den dann noch notwendigen Aufwendungen für Sendezeiten könnte wohl viel „Sinn gestiftet“ werden.

Der Vorstandssprecher der – ebenfalls genossenschaftlichen – GLS Bank sieht jedenfalls Digitalisierung an sich lediglich als Werkzeug: „Digitalisierung hingegen sei kein Geschäftsmodell, sondern ein neutrales Instrument, das man nutzen könne oder auch nicht“. So zitiert auf S. 9 der Maiausgabe des Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Es ist durchaus vorstellbar, weitreichende Teile des Finanzdienstleistungsangebots analog bereit zu stellen. Eine Zukunft ohne Nachhaltigkeit erscheint dagegen unmöglich. So der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Felix Hufeld am 9.5.2019 in Berlin: „Wer langfristig im Finanzsektor erfolgreich sein will, wird am Thema Nachhaltigkeit nicht mehr vorbeikommen“ (Pressemitteilung vom 9.5.2019, vgl. auch Nachbericht im BaFinJournal Mai 2019). Die Praxis vermittelt dagegen vielfach den Eindruck, dass eher Digitalisierung als existenzsichernd und Nachhaltigkeit als Beiwerk angesehen wird.

Zentralbanken und Bankenaufseher zu Klimarisiken

Unter dem Titel „A call for action – Climate change as a source of financial risk“ hat das Netzwerk „NGFS – Network for Greening the Financial system“ die aktuelle Sicht von 34 vertretenen Zentralbanken und Bankaufsichtsbehörden zusammengefasst. Deutsche Bundesbank und BaFin sind gemeinsam in diesem weltweiten Netzwerk vertreten.

Der Klimawandel ist Ursache für eine Reihe von Risiken im Finanzmarkt und wird vom NGSF als wesentlich für die Finanzmarktaufsicht und Regulierung angesehen. Die Wirkungsmechanismen werden in der nachfolgenden Grafik auf Seite 14 im Bericht zusammengefasst:

2019-05-25 NGFS Climate-Financial

Quelle: NGFS – A Call for Action, April 2019

Die BaFin hat als Gründungsmitglied den Bericht des NGFS im aktuellen Journal thematisiert: BaFinJournal Mai 2019 S. 33f.

Eine Empfehlung des Berichts besteht in der verstärkten Berücksichtigung von Klimarisiken in der finanziellen Berichterstattung und bei der Bewertung der Finanzmarktstabilität. Hierzu werden aktuell verschiedene Instrumente entwickelt. Ein neues Projekt wurde am 23.5.2019 in Deutschland offiziell gestartet:

right.open – neues Netzwerk gestartet

right.open  ist ein interdisziplinäres wissenschaftliches Netzwerk mit starker deutscher Beteiligung. Es widmet sich der Messbarkeit von Klimarisiken. Kern der Aktivität ist die Weiterentwicklung des sogenannten „XDC-Modell“: „right. based on science hat ein wissenschaftsbasiertes Modell entwickelt, welches Entwicklern von Strategien zum Übergang in eine <2°C-Welt ein Handwerkszeug bietet. In einem Team mit Hintergrund in Rechts-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften, sowie in Psychologie und Mathematik widmet sich right. der Entwicklung des sogenannten XDC-Modells, welches auf Basis klimawissenschaftlicher Erkenntnisse und regulatorischer Anforderungen die wissenschaftsbasierte Klimametrik X-Degree Compatibility („XDC“) berechnet.“

Initiator und Betreiber des Netzwerks ist right. based on science, ein im August 2016 gegründetes Informations- und Beratungsunternehmen, das den Beitrag einer einzelnen wirtschaftlichen Einheit, wie z.B. eines Unternehmens oder einer Anleihe, zum menschengemachten Klimawandel misst. right.open wird dabei als offene Plattform, ohne unmittelbare wirtschaftliche Interessen betrieben.

Beim Kick-off am 23.5.2019 in Frankfurt waren neben Wissenschaft und Wirtschaft auch HSBC Deutschland als Bank sowie die BaFin als Aufsichtsbehörde auf dem Podium vertreten. Frank Pierschel, der „Chief Sustainable Finance Officer“ und „Head of International Banking Supervision“, betonte noch einmal den aus Sicht der BaFin gegebenen dringenden Handlungsbedarf. Dieser bestehe bei Nachhaltigkeit zur Gänze und nicht nur dem Teilaspekt Klimawandel bzw. -risiken. Diese Sicht hat die BaFin nicht nur in ihrem aktuellen Journal (s.o.), sondern auch in den aktuellen BaFinPerspektiven Ausgabe 2|2019 ausführlich thematisiert.

Triodos Investment Management: ESG war gestern

Triodos Investment Management (verwaltetes Vermögen € 4,2 Mrd.) schärft das Profil seiner Anleihe- und Aktienfonds. Nicht mehr Nachhaltigkeit, sondern Wirkung steht im Vordergrund. Damit erfolgt auch eine Veränderung der Anlagestrategie, von „sozial verantwortungsbewußter“ Anlage (Socially Responsible Investing, SRI) hin zu „wirkungsorientierter“ Anlage (Impact Equities and Bonds). Die bisherige Palette von vier Fonds wurde umbenannt und durch zwei weitere Mischfonds mit defensiven und einer offensiven Anlagestrategie ergänzt (Press Release 15 May 2019 (EN).

Niederlande mit erstem Green Bond und Novum

Die Niederlande hat am 21.5.2019 den ersten staatlichen Green Bond mit einem Volumen von knapp € 6 Mrd. platziert. Die 20jährige Staatsanleihe ist der erste Green Bond der höchsten Ratingstufe „AAA“ mit einer Rendite von 0,557 %. Mit Geboten für ein Volumen von € 21,2 Mrd. war die Anleihe deutlich überzeichnet.

Die Überzeichnung wurde von der niederländischen Finanzagentur für ein weiteres Novum genutzt: Sie wählte teilweise Käufer, die eine entsprechende „grüne“ Ausrichtung haben (green real money accounts). Quelle: Dutch State Treasury Agency, Einschätzung www.reuters.com.

Klimanotstand durch Politiknotstand

Wissenschaftler sehen in Deutschland ein deutliches Defizit im politischen Handeln, um die Ziele des Klimaabkommens von Paris 2015 zu erreichen. Nachstehend eine Grafik, die Prof. Dr. Volker Quaschning, Lehrstuhlinhaber für das Fachgebiet Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin am 28.5.2019 via Twitter verbreitete.

Bereits die vorausgegangene Ausgabe Nummer Einundsiebzig widmete dem Thema Politiknotstand/Klimanotstand im Vorfeld der Europwahl.

Zwischenzeitlich haben weitere deutsche Städte den Klimanotstand erklärt: Bad Segeberg (22.5.19) Kiel (erste Landeshauptstadt, 15.5.19), Ludwigslust (16.5.19), Lübeck (23.5.19) Münster (22.5.2019) und Tönisforst (erste Stadt in NRW, 16.5.19).

Im Ausland haben bereits u.a. Großbritannien und Irland sowie kommunal/regional die Stadt Mailand und acht Kantone der Schweiz (u.a. Basel, Bern, Genf und Zürich) den Klimanotstand erklärt. Eine laufend aktualisierte Liste findet sich bei: www.klimabuendnis-hamm.de

In eigener Sache

Angebot Seminare, Vorträge, Workshops

Laut Scope sind in Deutschland 641 Fonds mit dem Etikett „nachhaltig“ zugelassen. Sie haben ein Gesamtvolumen von rund € 160 Mrd. 65 Fonds tragen das „FNG-Siegel“ des Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG), für das sich 66 Fonds beworben hatten. Leider hat nahezu jeder Fonds seine eigene Interpretation von Nachhaltigkeit, was die Suche nach passenden Anlageangeboten erschwert. Trotzdem lässt sich der Markt grundsätzlich sehr schnell erschließen.

In 1,5 bis 2 Stunden kann schon ein Überblick gewonnen werden, was Nachhaltigkeit ausmacht und wie „aus dem Bauch“ Geldanlagen auf ihre nachhaltige(re) Wirkung beurteilt werden können. Darüber hinaus Hinweise auf die sehr verbreiteten Irrtümer bei „grünen Illusionen“ – Nachhaltigkeit, die es auf den zweiten Blick doch nicht ist.

Ein weiteres Format ergab sich aus der Mitgestaltung der FridaysForFuture Demonstration am 12.4.2019. Das für den öffentlichen Raum gedachte Konzept läßt sich, z.B. mit spielerischen Elementen verbunden, sehr gut auch für jüngere und ältere Gruppen in der Zivilgesellschaft verwenden. –

 

Mehr dazu: Angebote – Seminare, Vorträge, Workshops

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Zweiundsiebzig bis Eins

 

 

 

Alltagsfotos Nachhaltigkeit

Beitragsbild: Bücher zu Nachhaltigkeit in der Buchhandlung Kayser , Hauptstr. 28, 53359 Rheinbach (https://kayser.buchhandlung.de)

Die nachfolgende Sammlung resultierte aus dem Aufräumen der Dateien auf dem Smartphone. Es handelt sich um zufällige „Alltagsbegegnungen“ mit dem Thema. Überwiegend in chronologischer Reihenfolge.

Gerne kann die Sammlung auch um Ihre Schnappschüsse erweitert werden. Bitte senden Sie die Fotos dann mit Datum und der gewünschten Quellenangabe an info@investabel.com.

D-53359 Rheinbach, 16.5.2019

Buchhandlung Kayser, Hauptstr. 28, – Nachhaltigkeit auf den Tisch!

Alle Fotos von Ralf Breuer mit freundlichen Genehmigung der Buchhandlung Kayser https://kayser.buchhandlung.de/shop/

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Nachhaltigkeit auf dem Büchertisch im Umland von Bonn und Köln ! Ein logischer Schritt in Zeiten von „FridaysForFuture“ mit einem reichlichen Dutzend Unterstützer in der Leserschaft. Eltern (https://parentsforfuture.de/) Großeltern,

Wissenschaftlern (https://www.scientists4future.org/,

Unternehmern  (https://www.entrepreneurs4future.de/)

sowie vielen Berufsgruppen (u.a. zuletzt neu https://kitaforfuture.de/https://paedagogenforfuture.org/) und viele mehr!

Wer etwas genauer hinsieht wird feststellen, dass Nachhaltigkeit weitaus mehr beinhaltet als Klimaschutz! Nachhaltigkeit im Sinne der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (17Ziele, engl. SDGs von „Sustainable Development Goals“) ist ein ganzheitliches Therapiekonzept für die Fortexistenz der Menschheit auf dem Planeten Erde!

 

F-30000 Nimes, 3.5.2018

In Südfrankreich wird augenfällig, dass die Römer bereits sehr dauerhaft bauen konnten. Die zwischen 90 und 120 n. Chr. erbaute Arena ist auch nach 1898 Jahren noch ein Veranstaltungsort mit 24.000 Zuschauerplätzen.

Die verkarstete Landschaft im Mittelmeerraum macht aber auch augenfällig, dass Nachhaltigkeit nicht mit Dauerhaftigkeit verwechselt werden sollte! Dauerhaft konnten die Römer bereits, nachhaltig leider nicht.


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Einige Ecken weiter befindet sich eine Filiale der zweitgrößten französischen Bankengruppe, Crédit Agricole mit dem Slogan „Die Bank der nachhaltigen Entwicklung“.

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Fünf der sieben größten französischen Banken haben Nachhaltigkeit bereits stark im Fokus und sind teilweise sehr stark engagiert. So z.B. BNP Paribas „Die Bank für eine Welt im Wandel“.

50667 Köln, 4.4.2017

Mineralwasserflasche im Café. Hersteller www.57wasser.com

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53123 Bonn-Duisdorf, 28.4.2017

Werbung am Verkaufsständer für Grußkarten der Verlagshaus Gutekunst aus 53115 Bonn.

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27.9.2018

Werbebroschüre Edeka

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Baumarkt, 31.3.2018

Verkaufsständer für Sämereien der Marke „Kiepenkerl“ der Firma Nebelung 48351 Everswinkel.

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Amtsblatt der Gemeinde 53347 Alfter

Wir in Alfter, 13. Jahrgang Nr. 6 17.3.2018, S. 2. Werbeanzeige der Firma Hautnah Wäsche und Bademode · Christiane Pohl e.K. aus 53332 Bornheim.

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Wir in Alfter, 13. Jahrgang Nr. 9 28.4.2018, S. 10/11. Werbeanzeige der Firma Engels Bedachungen GmbH aus 53332 Bornheim.

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Prospekt Netto Marken-Discount, 10.4.2018

2018-04-10 Prospekt Netto Marken-Discount

Plakat Norma Filiale 14.3.2019

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Titelbild BaFinJournal Mai 2018, 15.5.2018

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Edeka Getränkemarkt, 28.5.2018

Werbekampagne der Firma Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG aus 54567 Gerolstein.

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Edeka Wochenprospekt 17.7. – 22.7.2018

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Wochenprospekt Aldi Süd 17.7. – 22.7.2018

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Hamburg im Bus gesehen

 

Bildergebnis für Lidl nachhaltigkeit zum Tragen

Quelle: https://www.hamburger-tierschutzverein.de/images/images/0991_2018-Q3/IMG_0041.JPG

Apropos: Neuerdings verbietet ein Gesetz in Tschechien dem Einzelhandel, Lebensmittel zu vernichten. In Frankreich ist dies schon seit 2016 der Fall. Mehr:

Prospekt Möbel Kurth, Alfter, als Beilage zum General Anzeiger, Bonn, 10.5.2019

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Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Einundsiebzig

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Aktueller Nachtrag am 15.5.2019

Am 14.5.2019 sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem 10. Petersberger Klimadialog unter dem Titel „Das Versprechen von Paris einlösen“.

„Beim Klimaschutz ist es richtig, sich auf langfristige Wege zu machen“, sagte die Bundeskanzlerin auf dem Petersberger Klimadialog. „Die Frage heißt nicht, was kostet uns das, sondern wieviel mehr kostet das, wenn wir nichts tun.“

Die Kanzlerin sprach auch eine Klima-Initiative von neun EU-Ländern an, die zum Ziel hat, die Europäische Union bis 2050 klimaneutral zu machen. Wenn das Klimakabinett eine „vernünftige Antwort“ dafür finde, könne Deutschland sich der Initiative anschließen. „Ich würde mir wünschen, dass wir das können“, bekräftigte sie.

Quelle: Bundespresseamt 14. Mai 2019

Inhalt:

BaFin – Erfolgsfaktor Nachhaltigkeit; Green Bonds mit anhaltend gutem Momentum; Nachhaltigkeit als Anlagethema, gerne mit Wirkung!; Petition Klimaschutzgesetzgebung erreicht Quorum; Deutschland gegen Klimaambitionen der EU; Politiknotstand versus Klimanotstand?; Bosch setzt ein starkes Zeichen: Klimaneutral ab 2020; In eigener Sache: Angebote Seminare, Vorträge, Workshops; Mitunterzeichner …ForFuture; Mitgestalter FridaysForFuture Bonn; Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

13. Mai 2019, ergänzt 14.5.2019 (Tweets S. Schulze, Vorwärtsverlag/A. Nahles), 15.5.2019 (Erklärung Bundeskanzlerin Angela Merkel zur CO2-Neutralität 2050)

Dr. Ralf Breuer

BaFin – Erfolgsfaktor Nachhaltigkeit

Die BaFin sieht Nachhaltigkeit als Grundlage für den langfristigen Erfolg von Unternehmen im Finanzsektor. Dies bringt sie deutlich in den einleitenden Sätzen ihrer Pressemitteilung vom 9.5.2019 zum Ausdruck:

‚„Wer langfristig im Finanzsektor erfolgreich sein will, wird am Thema Nachhaltigkeit nicht mehr vorbeikommen“, sagte BaFin-Präsident Felix Hufeld zum Auftakt der ersten Konferenz „Nachhaltige Finanzwirtschaft“, die am 9. Mai im Umweltforum Berlin stattfand.‘

Ziel der Veranstaltung war es, das Bewusstsein des Finanzsektors für materielle Risiken, aber auch für Chancen zu schärfen, die klimatische, ökologische und soziale Veränderungen für einzelne Finanzmarktakteure und den Finanzmarkt als Ganzes mit sich bringen können. Die knapp 350 Teilnehmenden erhielten einen Überblick über aktuelle europäische Regulierungsvorhaben und die aufsichtlichen Ansätze der BaFin und hatten zudem Gelegenheit, sich mit Vertreterinnen und Vertretern der Aufsicht auszutauschen.“

Die noch am 9.5.2019 mit der Pressemitteilung veröffentlichten Redetexte der führenden BaFin-Vertreter sind gespickt mit einigen markigen Sätzen, die keine Zweifel an der Wesentlichkeit von Nachhaltigkeit für die Finanzwirtschaft lassen:

„Und nun lädt auch noch die deutsche Finanzaufsicht zu einer Konferenz über „Nachhaltige Finanzwirtschaft“ ein. Tun wir das, um im Trend zu liegen? Nein, wir tun es, weil es eine Notwendigkeit ist.“

Begrüßung durch Felix Hufeld, Präsident der BaFin, 9.5.2019

„„Banken, die das Thema #Nachhaltigkeit vernachlässigen, setzen sich nicht nur erhöhten Risiken auf der Aktivseite oder erhöhten operationellen Risiken aus. Sie werden langfristig auch keine Investoren mehr finden“, sagte Röseler“

Pressemitteilung BaFin 9.5.2019

„Banken sind von Klimarisiken in vielerlei Hinsicht betroffen. Die direkten Risiken, also zum Beispiel Schäden durch Stürme, Überflutungen oder die schleichende Verschlechterung von Produktions- und Arbeitsbedingungen, können Banken unmittelbar treffen. Zum Beispiel dann, wenn das eigene Rechenzentrum durch einen Wirbelsturm beschädigt wird oder Filialen unter Wasser stehen. Noch gravierender für den Bankensektor sind aber die indirekten Risiken. Mit solchen Risiken haben wir es etwa dann zu tun, wenn Gebäude oder Produktionsanlagen, die von einer Bank finanziert wurden, durch ein Unwetter ramponiert oder völlig zerstört werden. Unter solchen Vorfällen leidet nicht nur die Kapitaldienstfähigkeit von Kunden, sondern auch der Wert der Kreditsicherheiten.

Nachhaltigkeit als aufsichtliche Anforderung – Statement des Exekutivdirektors Bankenaufsicht, Raimund Röseler, 9.5.2019

Die Anforderungen an den Inhalt und die Qualität der Kundenberatung in der Finanzwirtschaft hat die BaFin bereits heute hoch angesetzt, werden allerdings nur von einem kleinen Teil der Kreditwirtschaft erfüllt:

„Demgegenüber gilt kundenseitig schon heute, dass Unternehmen in der Anlageberatung die Kriterien berücksichtigen müssen, die der Kunde nennt. Legt er zum Beispiel Wert auf eine grüne Geldanlage, muss dieser Wunsch schon heute bei der Anlageempfehlung berücksichtigt werden. Für die Kunden ist Transparenz wichtig, damit sie vergleichen können. Sie müssen wirklich nachhaltige Anlagen von solchen unterscheiden können, die nur einen grünen Anstrich tragen.“

Nachhaltigkeit als aufsichtliche Anforderung – Statement der Vizepräsidentin und Exekutivdirektorin Wertpapieraufsicht/Asset Management, Elisabeth Roegele, 9.5.2019

Der Satz von Frau Roegele ist ein starker Imperativ: Wer Nachhaltigkeit nicht kann, darf bei entsprechendem Kundenwunsch schlicht nicht beraten! Allerdings wird nur ein Teil der Finanzinstitute in Deutschland diesem Anspruch gerecht.

Nicht einmal in Großsparkassen wird die Kundenberatung den Anforderungen gerecht, wie ein aktuelles Beispiel im hiesigen Umfeld bestätigt: Die Eltern eines Kindes im Kindergartenalter ließen sich zu den Möglichkeiten einer fünfstelligen Zielsparsumme bei Eintritt der Volljährigkeit beraten.

  • Die Selbstauskunft der Eltern war sehr eindeutig risikoavers, kostenbewusst und nachhaltig.
  • Der Anlagevorschlag war dagegen in seinen Bestandteilen gesetzeswidrig, inhaltlich falsch, mit maximalem Aktienmarktrisiko und hohen Kosten in einem Dachfonds

Die im Hause vorgeblich hochgehaltenen nachhaltigen Fondsangebote wurden erst von den Eltern zur Sprache gebracht und fanden bei der beratenden Person großes Interesse.

Green Bonds mit anhaltend gutem Momentum

Nach Schätzungen der Ratingagentur Moody’s war das Emissionsvolumen von Green Bonds mit USD 47,2 Mrd. im ersten Quartal 2019 um 40% höher als im Vorjahreszeitraum. Der Anteil der privatwirtschaftlichen Emissionen lag mit USD 15,9 Mrd. von Industrie- und USD 8,1 Mrd. von Finanzunternehmen leicht über 50%. Auf dieser Basis sieht Moody’s die Erwartung von rund USD 200 Mrd. Neuemissionen im Gesamtjahr 2019 als bestätigt an.

Bemerkenswert war auch das Wachstum bei anderen Nachhaltigkeitsanleihen, u.a. mit sozialen und anderen Zwecken: Mit USD 13,4 Mrd. wurde in Q1 der Rekordwert von USD 10,2 Mrd. in Q3 2018 übertroffen.

Nachhaltigkeit als Anlagethema, gerne mit Wirkung!

Robeco SDG Credits

Nachhaltigkeit im Sinne der Anwendung ökologischer, sozialer und Kriterien der Unternehmensführung (ESG) ist weit verbreitet. Allerdings unterliegen diese immer stark subjektiven Einschätzungen. Gesucht und leichter einzuschätzen sind Investments mit Wirkung, sogenannte Impact Investments. Sie werden bevorzugt an den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen (#17Ziele, #SDGs) gemessen.

Robeco hat in einer neuen Studie die Möglichkeiten bei Unternehmenskrediten beleuchtet: An introductory Guide to SDG Credits, April 2019. „Robeco and RobecoSAM have developed a comprehensive proprietary SDG measurement framework with clear, objective and consistent guidelines for dealing with these challenges.

Tatsächlich zeichnen sich ab, dass die Einschätzung und das Rating von Nachhaltigkeit zukünftig stark an den SDGs ausgerichtet wird. Entsprechende Ratingsysteme sind z.B. auch in Deutschland bei der Deutschen Entwicklungsgesellschaft DEG (vgl. Nummer Neunundfünfzig) im Einsatz oder in der Entwicklung. Dies dürfte auch eine wesentliche Motivation des Kaufs eines Mehrheitsanteils an dem Nachhaltigkeitsspezialisten Vigeo Eiris durch den Ratinganbieter Moody’s sein: Press Release 04/15/2019: Moody’s Acquires Majority Stake in Vigeo Eiris, a Global Leader in ESG Assessments.

Blackstone – Plattform Impact Investments

Blackstone bietet mit „Strategic Partners“ Zugang zu sekundären Investments in Private Equity (Strategic Partners Fund Solutions). Hier wurde nun ein spezieller Bereich eingerichtet, der thematisch auf die Bereiche Gesundheit/Wohlbefinden, Finanzielle Inklusion, Nachhaltige Gemeinschaften und grüne Technologien fokussiert ist. Im Vordergrund stehen dabei positive Wirkungen von privaten Eigenkapitalinvestitionen in den genannten Bereichen. (Press Release May 6, 2019: Blackstone launches Impact Investing Platform.

Plastik(müll) als neues Investmentthema

Mit einer neuen Studie beleuchtet die US-Bank Morgan Stanley die Möglichkeiten von Investments in der Vermeidung und der Beseitigung von Plastikmüll. Plastic Waste – Adressing a Global Economic and Environmental Challenge Through the Power of Capital Markets, 04/16/2019. Die Studie stellt die Investitionsmöglichen durch die Beseitigung von Ineffizienzen bei der Produktkonstruktion, Sammlung und Wiederverarbeitung von Kunststoffabfällen dar.

Petition Klimaschutzgesetzgebung erreicht Quorum

Die Petition 92294 „Klimaschutz – Verabschiedung eines verbindlichen, sektorübergreifenden Klimaschutzgesetzes vom 17.03.2019“ erreichte zum Zeichnungsschluß am 6.5.2019 mit 62.336 Online-Mitzeichnern bereits das notwendige Quorum von 50.000. Weitere 2.967 kamen offline hinzu (Stand 15.5.2019 13:00h, epetitionen.bundestag.de). Nach Angaben von ParentsForFuture wäre die Petition unter den 10 erfolgreichsten überhaupt. Als Verhandlungstermin im Petitionsausschuß nennt ParentsForFuture den 23.9.2019 als wahrscheinlichen Termin.

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, innerhalb der nächsten sechs Monate ein verbindliches, sektorübergreifendes Klimaschutzgesetz zu verabschieden, das zum Ziel hat, die Netto-Emissionen von CO2 und anderen Treibhausgasen schnell abzusenken und bis 2040 möglichst auf null zu reduzieren. Die Klimaziele müssen verbindlich, unaufschiebbarund überprüfbar sein. Das Klimaschutzgesetz muss so schnell wie möglich mit dem Ziel die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, in Kraft treten.  (Petition 92294)

Zum weiteren Verlauf

„Das zuständige Bundesministerium muss eine Stellungnahme zu unserem Anliegen verfassen, die dann im nächsten Schritt vom Ausschuss geprüft wird. Der Petitionsausschuss berät die Petition und verabschiedet eine Empfehlung, über die der Deutsche Bundestag dann beschließt. Ergibt die Beratung im Petitionsausschuss, dass die Petition insgesamt oder teilweise begründet ist (das hängt davon ab, wie die Abgeordneten im Ausschuss mehrheitlich dazu abstimmen), fasst der Deutsche Bundestag auf Empfehlung des Petitionsausschusses einen entsprechenden Beschluss, der der Bundesregierung übermittelt wird.“ https://parentsforfuture.de/petition/

Deutschland gegen Klimaambitionen der EU – und seit 14.5.2019 doch eher dafür…

…hierzu der Nachtrag ganz zu Beginn des Textes!

Der informelle EU-Gipfel am 9.5.2019 in Sibiu, Rümänien, hatte leider nicht das von der EU-Kommission gewünschte Ergebnis „On 9 May 2019, at a summit in Sibiu, Romania, national leaders are expected to mark the culmination of this process with a renewed commitment to an EU that delivers on the issues that really matter to people.“ EU Commission: Future of Europe.

Bereits Ende März hatte sich die Bundeskanzlerin namentlich der Bundesrepublik Deutschland gegen die Ambitionen der EU-Kommission einer CO2-Neutralität der Gemeinschaft ab 2050 gestellt. Dies hatten seinerzeit nur Polen, die Slowakei und Ungarn offen erklärt. Nunmehr kursierte ein von acht Staaten unterzeichnetes Papier, das die EU-Ambitionen ausdrücklich unterstützt Eight EU Countries Will Demand Decarbonization By 2050 At Sibiu Summit, Forbes 7.5.2019. Belgien, Dänemark,  Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Schweden und Spanien unterstützen das Ziel.

Die Haltung Deutschlands ist schon makaber und in einem klaren Widerspruch zu den plakatierten Bekenntnissen zu Europa und dem Klimaschutz im Vorfeld der Europawahl am 26. Mai.

2019-04-17 SPD Klimaschutz

Bild: Wahlplakat der SPD zur Europawahl am 26.5.2019 – Ein Plakat mit Symbolkraft für die Realität? – Wenig Bewegung, nur der weite Horizont. Passt leider zur aktuellen Politik (siehe unten).

 

Politiknotstand versus Klimanotstand?

Politiknotstand?

Mehr als 80% und mehr Parteianhänger in fünf von sechs Parteien im Deutschen Bundestag sehen Handlungsbedarf beim Klimaschutz mit einer hohen Priorität. Da passt die bremsende und spaltende Position der Bundesregierung überhaupt nicht ins Bild.

2019-05-02 Klimaschutz ARD DeutschlandTrend

Allerdings steht der Einigkeit über den Handlungsbedarf an sich eine sehr große Uneinigkeit über die Maßnahmen gegenüber. Dies spaltet auch die verschiedenen Ressorts in der Bundesregierung.

Immerhin werden die Positionen auch deutlich bestimmter, den Handlungsdruck anzuerkennen. Dies brachten am 13.5.2019 sowohl Umweltministerin Schulze bei dem internationalen Petersberger Dialog…

…als auch die Parteivorsitzende Nahles zum Ausdruck:

…Klimanotstand

Nach Großbritannien hat auch Irland den „Klimanotstand“ erklärt. In Deutschland erfolgte die bereits in den Städten Erlangen, Hamm und Konstanz. Mehrer Stadt- und Gemeinderäte werden hierüber demnächst beraten (z.B. 14.5. Köln) oder entsprechende Anträge erhalten (z.B. 28.5. Bonn).

Bosch setzt ein starkes Zeichen: Klimaneutral 2020

Am 9.5.2019 veröffentlichte die Robert Bosch GmbH unter „Denner’s View“ eine bemerkenswerte Stellungnahme des CEO Volkmar Denner “ Warum nicht jetzt, warum nicht wir? – Leitfragen zum Klimaschutz, die jedes einzelne Unternehmen beantworten muss.“ „Schon 2020 wird Bosch mit seinen 400 Standorten weltweit CO₂-neutral. Wir dürfen den Klimaschutz nicht nur ernst nehmen, wir müssen ernst machen.“.

Bis 2020 soll der Anteil der erneuerbaren Energien (Jahresverbrauch 2018: 7,8 Terrawattstunden = 7,8 Mrd. kWh) an den 400 weltweiten Standorten im Strombezug gesteigert und der verbleibende CO2-Ausstoß komplett kompensiert werden.

Bis 2030 plant Bosch die Qualität der Neutralstellung durch den Aufbau eigener Erzeugungskapazitäten für erneuerbare Energien weiter zu steigern und den Energieverbrauch um 1,7 tWh bzw. 21,8% zu senken.

In Zeiten von Klima- und Politiknotstand ein sehr bemerkenswertes Zeichen und eine anregende Lektüre über die Möglichkeiten des Klimaschutzes: Denner’s View: Warum nicht jetzt, warum nicht wir?

In eigener Sache

Angebot Seminare, Vorträge, Workshops

Laut Scope sind in Deutschland 641 Fonds mit dem Etikett „nachhaltig“ zugelassen. Sie haben ein Gesamtvolumen von rund € 160 Mrd. 65 Fonds tragen das „FNG-Siegel“ des Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG), für das sich 66 Fonds beworben hatten. Leider hat nahezu jeder Fonds seine eigene Interpretation von Nachhaltigkeit, was die Suche nach passenden Anlageangeboten erschwert. Trotzdem lässt sich der Markt grundsätzlich sehr schnell erschließen.

In 1,5 bis 2 Stunden kann schon ein Überblick gewonnen werden, was Nachhaltigkeit ausmacht und wie „aus dem Bauch“ Geldanlagen auf ihre nachhaltige(re) Wirkung beurteilt werden können. Darüber hinaus Hinweise auf die sehr verbreiteten Irrtümer bei „grünen Illusionen“ – Nachhaltigkeit, die es auf den zweiten Blick doch nicht ist.

Ein weiteres Format ergab sich aus der Mitgestaltung der FridaysForFuture Demonstration am 12.4.2019. Das für den öffentlichen Raum gedachte Konzept läßt sich, z.B. mit spielerischen Elementen verbunden, sehr gut auch für jüngere und ältere Gruppen in der Zivilgesellschaft verwenden (s.u.).

Mitunterzeichner …ForFuture

Gerne bin ich den Aufrufen der „ScientistsForFuture“ www.scientists4future.org und „EntrepreneursForFuture“ www.entrepreneurs4future.de gefolgt und habe die jeweiligen Initiativen mitunterzeichnet.

Mitgestalter FridaysForFuture Bonn

In Bonn werden die Demonstrationen nicht wöchentlich, sondern im Regelfall monatlich organisiert. Für den 12. April 2019 hatten sich die Organisatoren ein etwas anderes Konzept ausgedacht: „Alternativer Unterricht“ wurde in zwei der drei Kundgebungsstunden als Workshops rund um den Bonner Münsterplatz angeboten.

Die Vorbereitung war auch für „Abgebrühte“ eine gewisse Herausforderung: Frei in einer Menschenmenge und auf einem öffentlichen Platz und jede(r) gesellt sich einfach dazu. Es waren diesmal am letzten Schultag vor Ostern bzw. dem Abitur „nur“ ca. 400 Teilnehmer(innen), es hat aber trotz frostigem Wetter viel Spaß gemacht. Hier ein Blick auf das „Klassenzimmer“:

Fotos: Ralf Breuer

Thema waren die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Sie beschreiben umfassend die Herausforderungen für eine nachhaltigere Welt. Da immer nur kleine Zeitfenster vorgesehen waren, wurden die Themen stark auf Ziel 13 Klimaschutz und Ziel 6 Wasser- und Sanitärversorgung eingegrenzt. Während die Teilnehmenden bekanntlich stark vom Klimaschutz motiviert sind, besteht für die weltweite Unterversorgung mit sauberem Wasser und sanitären Anlagen nur wenig Bewusstsein. Auch der im Vergleich zur Lebensnotwendigkeit (ca. 5 Liter) opulente Wasserverbrauch pro Kopf und Tag von 122 Litern war für Viele eine Überraschung.

Da sich das Konzept mit einer Doppelseite Informationen unter den schwierigen Bedingungen bewährt hat, wird es jetzt in der Zivilgesellschaft des Umkreises für jüngere und ältere Interessenten für ca. 1,5 Stunden angeboten. Je nach Alter können die Schwerpunktthemen mit spielerischen Elementen oder weiteren vertiefenden Gesprächen ergänzt werden. Mehr dazu: Angebote – Seminare, Vorträge, Workshops

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

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