Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Siebzig: Klimaschutz

 

Bild/Beitragsbild: Medieninformation Munich Re vom 8.1.2019: Extreme Wirbelstürme, Waldbrände und Dürren verursachten 2018 hohe Schäden aus Naturkatastrophen

Inhalt:  Vorneweg: April, April vor dem 1. Mai; Europawahl: Nachhaltigkeit ist für alle Parteien ein zentrales Thema; …für weite Teile der Kreditwirtschaft immer noch nicht; Bundesregierung mit „Klimakabinett“; Canada mit CO2-Steuer; Schmerzhafte Folgen des Nicht-Handelns;  Petition 92294: Klimaschutz – Verabschiedung eines verbindlichen, sektorübergreifenden Klimaschutzgesetzes vom 17.03.2019; Tomorrow mit Publikumspreis bei Payment & Banking; In eigener Sache: #nachhaltige100; Angebote Seminare, Vorträge, Workshops; Mitunterzeichner …ForFuture; Mitgestalter FridaysForFuture Bonn; Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

29. April 2019, ergänzt 30. April 2019 (Europawahl)

Dr. Ralf Breuer

Vorneweg: April, April vor dem 1. Mai

Es wäre eine schöne Jubiläumsausgabe Nummer Siebzig geworden, aber es war halt der 1. April 2019: Greta Thunberg verkündet das Ende der Schulstreiks, weil alle (politischen) Entscheidungsträger zur Vernunft gekommen sind. Bundeskanzlerin Angela Merkel avisiert eine Kurswende mit wirksamen Maßnahmen für den Klimaschutz.

Während die Twitter-Botschaft von Greta Thunberg sofort als Aprilscherz gewertet wurde, kam die von dem deutschen Kanal der Nachrichtenagentur Reuters kreierte Meldung zum Kurswechsel der Bundesregierung ziemlich ernsthaft daher.:

Klimaschutz – Union stellt Weichen für „harte Entscheidungen“

Berlin (Reuters) – Wenn Kanzlerin Angela Merkel einen Wechsel in ihrer Politik vollzieht, kündigt sie das oft zunächst in Nebenbemerkungen an. de.reuters.com

Jedenfalls war das so nahe an den Hoffnungen Vieler, dass die taz sogar überlegte, die Druckerpressen zu stoppen.

Wie nah sich die Aprilmeldung vielleicht doch am Denken und zukünftigen Handeln der Bundeskanzlerin bewegen könnte, meldete dann am 2.4.2019 die Tagesschau auf www.tagesschau.de:

Wörtlicher Textauszug:

Klimaschutzgesetz noch in diesem Jahr geplant

Im Verkehrssektor sind die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen seit 1990 nicht gesunken. Sie sollen aber bis 2030 um 40 bis 42 Prozent gemindert werden. So steht es im Klimaschutzplan, zu dem Union und SPD sich im Koalitionsvertrag bekennen. Bis Ende dieses Jahres sind gesetzliche Vorgaben geplant.

Verkehrsminister Andreas Scheuer steht in der Kritik, zu wenig für den Klimaschutz zu tun. So hatte er etwa höheren Steuern fürs Autofahren ebenso eine Absage erteilt wie einem generellen Tempolimit auf Autobahnen.

„Das ist für uns gut“

Dass Schüler wöchentlich für den Klimaschutz demonstrieren, lobte die Kanzlerin in Berlin ausdrücklich. „Für mich als Politikerin ist diese Bewegung wichtig“, sagte sie. Es sei richtig, „dass ihr uns Dampf macht“. Denn es sei etwas in Gang gekommen, das zeige, dass sich die Menschen über die Zukunft sorgten.

Zwar könne man sicherlich nicht jeden Freitag auf Dauer zum schulfreien Tag erklären. „Aber dass dieses Signal gesetzt wird, ‚da gibt es Sorge‘ – das ist für uns gut.“

Voller Text der Meldung:  www.tagesschau.de

Europawahl 2019: Nachhaltigkeit ist für alle Parteien ein zentrales Thema

Vor der Europawahl 2019 am 26. Mai ist Nachhaltigkeit im Sinne der Agenda 2030 mit ihren 17 Oberzielen ein zentrales Thema für alle Parteien. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) hat dankenswerter Weise die einzelnen Positionen durch einen Katalog von fünf Fragen bei den einzelnen Parteien erhoben und am 30. April auf seiner Internetseite zugänglich gemacht: Europawahl 2019: Mehr Nachhaltigkeit in der EU? Keine Frage!

Der vom RNE getroffenene Befund ist eindeutig:

  1. Zentral sind für alle Parteien die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen und ihre 17 Ziele. Damit wird klar: das Thema Nachhaltigkeit ist in der gesamten Parteienlandschaft angekommen und genießt fraktionsübergreifend einen hohen Stellenwert.
  2. Alle großen Parteien haben eine Haltung zum Thema Nachhaltigkeit und sehen das Thema längst nicht mehr als marginales Politikfeld an. Ganz im Gegenteil. Ein Bewusstsein für großen Handlungsbedarf ist parteiübergreifend vorhanden und deutet auf einen größeren Stellenwert des Themas in der neuen Legislaturperiode des Europaparlaments hin.

Seit Dezember 2018 mit 14 Demonstrationen und überwiegend jungen Teilnehmer begann, setzte sich auch während der Osterferien in vielen Bundesländern fort: Wieder demonstrierten rund 28.000 junge und ältere Menschen in mehr als 70 deutschen Städten und Gemeinden für einen wirksamen Klimaschutz zur Bekämpfung des Klimawandels. fridaysforfuture.de. Weltweit waren es erneut rund 500 Veranstaltungen in 72 Ländern.

Junge, bei FridaysForFuture aktive Menschen haben die Europawahl schon mehrfach zur Klimawahl ausgerufen.Immer mehr ältere Menschen haben sich als Eltern, Großeltern, Wissenschaftler, Unternehmer oder in Berufsgruppen mit den Forderungen solidarisch erklärt und verstärkt an den Demonstrationen teilgenommen. Es ist deshalb verwunderlich, dass der Großteil der Parteien das Thema Klimaschutz vor der Europawahl eher zögerlich adressiert. Immerhin waren bei der Bundestagswahl 2017 knapp 5% aller Wahlberechtigten Erstwähler und insgesamt etwa 20% jünger als 29 Jahre (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Bei der Europawahl 2019 und auch bei Bundestagswahl 2021 ist von vergleichbaren Wähleranteilen auszugehen, weshalb die Zurückhaltung der Parteien beim Thema Klimaschutz etwas verwundert, da sowohl CDU/CSU (19,9% vs. 26,8%) und SPD (18,4% vs. 20,5%) bei den 18 bis 24 jährigen Wählern Zweitstimmenanteile unter ihren Gesamtergebnissen erzielten (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Es war übrigens schon im Herbst 2018 bemerkenswert, wie zentral „nachhaltige“ Themen wie Bildung, Wohnen und Klimaschutz im Wählerinteresse standen, ohne das die Politik dies im Wahlkampf aufgegriffen hätte. Beispiel Wahl zum Landtag in Bayern:

2018-10-14 Bayernwahl

Quelle: infratest dimap per WDR

Vor der Europawahl lässt sich durch Mitunterzeichnung der Petition 92294 noch ein Zeichen für den Klimaschutzt setzen (s.u.).

…für weite Teile der Kreditwirtschaft immer noch nicht

Während Nachhaltigkeit für große Teile der Bevölkerung und auch für alle Parteien ein zentrales Thema ist, behandeln weite Teile der deutschen Kreditwirtschaft es immer noch als Randthema. Dies ist vor dem Hintergrund demoskopischer Fakten und den tiefen Spuren von Klimarisiken im Tagesgeschäft mehr als verwunderlich.

Eine Mutter berichtete kürzlich von den Anlagevorschlägen für ihre noch nicht schulpflichtige Tochter: Obwohl sie aktiv Nachhaltigkeit als Geldanlagethema ansprach, wurden ihr nicht einmal die einschlägigen Produkte des Hauses angeboten. In Verbindung mit dem vorgeschlagenen Versicherungsangebot wäre eine Bewertung mit „ungenügend“ schon ein Kompliment. Dabei können auch in Deutschland durchaus sinnvolle Anlagen vorgenommen werden: SDG – S(innvoll) D(eponiertes) G(eld).

Bundesregierung mit „Klimakabinett“

Die Bundesregierung gab am 20.3.2019 die Einrichtung eines „Klimakabinetts“ bekannt. Originaltext der Regierungspressekonferenz vom 20.3.2019: „Wie schon angekündigt, hat das Kabinett heute entschieden, einen Kabinettausschuss „Klimaschutz“ einzurichten. Der Ausschuss hat die Aufgabe, die rechtlich verbindliche Umsetzung des Klimaschutzplans sowie der für Deutschland verbindlichen Klimaschutzziele für das Jahr 2030 vorzubereiten. Im Koalitionsvertrag ist vereinbart, dass die Bundesregierung in diesem Jahr die gesetzlichen Regelungen dafür verabschieden will.

Dieser Kabinettausschuss wird alle mit dem Thema befassten Minister und Ministerinnen zusammenbringen. Vorsitzende ist die Bundeskanzlerin. Stellvertretender Vorsitzender ist der Bundesfinanzminister als Stellvertreter der Bundeskanzlerin. Die sogenannte Beauftragte Vorsitzende – so etwas gibt es in Kabinettausschüssen immer – ist die Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Weitere ständige Mitglieder sind der Bundesinnenminister, der Bundeswirtschaftsminister, die Bundeslandwirtschafts- ministerin, der Verkehrsminister, der Chef des Bundeskanzleramtes Helge Braun und der Chef des Bundespresseamtes, also ich. Andere Mitglieder der Bundesregierung können einbezogen werden, soweit sie in ihrer Zuständigkeit betroffen sind.“

Im Zuge dieser Schritte sind das Bundesumweltministerium und das Bundesverkehrsministerium nicht mehr für den Klimaschutz zuständig. Die Bundesumweltministerin wurde als „Beauftragte Vorsitzende“ des Klimakabinetts eingesetzt.

Die erste Sitzung des Kabinettsausschusses fand am 10.4.2019 statt. Ergebnis: Man trifft sich Ende Mai 2019 wieder mit ersten Ideen aus den beteiligten Ministerien…

Kanada mit CO2-Steuer

Kein Aprilscherz waren die Twitterbotschaften des kanadischen Ministerpräsidenten Trudeau. In Kanada trat am 1.4. das Gesetz einer CO2-Steuer in Kraft.

Neben der Besteuerung des CO2-Ausstoßes sind Zahlungen von Anreizen an Provinzen, Kommunen, Institutionen und Privathaushalte vorgesehen. Das System wurde nach Provinzen auch in Bezug auf die Wirksamkeit und die Höhe der Zahlungen differenziert.

Informationen auf der Internetseite der kanadischen Regierung: Carbon pollution pricing – what you need to know

Schmerzhafte Folgen des Nicht-Handelns

Einwände…

Einwände gegen den Klimaschutz werden immer wieder in Einbußen im Status Quo, Kosten, Arbeitsplatzverlusten und vor allem dem nicht zielführenden Verhalten Anderer, z.B. auch Nachbarländern gesucht und gefunden. Vieles davon hat eine gewisse Berechtigung, aber auch ohne konsequente Maßnahmen haben Veränderungen Konsequenzen.

Allein die „Energiewende“ mit einem höheren Anteil von E-Mobilität wird zu beträchtlichen Arbeitsplatzverschiebungen und -verlusten in der deutschen Automobilindustrie führen, die (Rest-)Werte von fossil angetriebenen Fahrzeugen sich bereits seit längerem durch Dieselfahrverbote und verschärfte Abgasbestimmungen unter Druck, fossile Energieträger und mit ihnen bzw. für sie betriebene Produktionsanlagen verlieren an Wert. All dies könnte noch weiter verstärkt werden. Aber die Folgen sind bereits jetzt da und haben sich bereits tief in die Bilanzen der deutschen Wirtschaft und auch der gesamten Kreditwirtschaft gearbeitet.

…gegen das Nicht-Handeln

Gegen ein Stillhalten gibt es allerdings zu viele erdrückende Symptome für die Auswirkungen des Klimawandels:

  • Der heiße europäische Sommer des Jahres 2018 ist mit seinen Dürren und Waldbränden noch nicht vergessen, im April 2019 wurde aber schon vor erhöhter Waldbrandgefahr und fehlenden Wasserreserven der Natur gewarnt.
  • Der Rückversicherer Munich Re berichtet von USD 160 Mrd. Schäden aus Naturkatastrophen im Jahr 2018

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Quelle: Medieninformation Munich Re: Extreme Wirbelstürme, Waldbrände und Dürren verursachten 2018 hohe Schäden aus Naturkatastrophen

  • Das im S&P 500 gelistete kalifornische Energieversorgungsunternehmen PG&E (Pacific Gas and Electric) meldete am 29.1.2019 ein Insolvenzverfahren zur Restrukturierung an (Chapter 11, News release: PG&E Files for Reorganization Under Chapter 11)
  • Bereits seit über einem Monat führt ungewöhnlich warmes Wetter zu Überschwemmungen im mittleren Westen der USA und damit erheblichen Beeinträchtigungen der Landwirtschaft. Eine schnelle Schneeschmelze in den Rocky Mountains haben vor allem die Oberläufe der Flußsysteme von Missouri und Mississippi erfaßt…

Map

Quelle: Bloomberg 23.4.2019

  • …Während europäische Medien überwiegend von den Beeinträchtigungen in der Landwirtschaft und bei den Transportwegen berichteten, haben die diese Überschwemmungen allerdings noch ganz andere Dimensionen: In den Überschwemmungsgebieten befindet sich rund 30% der us-amerikanischen Anlagen für Ethanol,  Ende März wurden auch mindestens acht Gebiete mit toxisch verseuchten Böden (u.a. Arsene, Benzole, Zyanide) überschwemmt. Diese Gebiete sind offiziell klassifiziert und als sogenannte „Superfund Sites“ für eine Bodensanierung ausgewiesen.

Map

Quelle: Bloomberg 26.3.2019

  • Da die betroffenen Flußsysteme in südöstlicher Richtung zum Atlantik verlaufen und sehr langsame Fließgeschwindigkeiten haben, werden die mit Sedimenten ausgeschwemmten Giftstoffe über eine sehr große Distanz verteilt.

Schon ein Blick auf die aktuelle Nachrichtenlage gibt zu denken. Noch viel mehr die eindrücklichen Warnungen von berufener Seite:

Rede von Mike Carney, Governor Bank of England, am 21.3.19 in Brüssel: A New Horizon. U.a.:  „Sadly with climate, history repeats not as a farce but as tragedy and with growing frequency.“

Am 28.3.19 stellten die Vereinten Nationen den aktuellen Bericht der globalen metereologischen Organisation WMO (World Metereological Organization) vor: WMO Statement on the state of the global climate in 2018. Ein kleiner Auszug aus der Vorstellung zeigt die Brisanz:

The WMO Statement on the State of the Global Climate in 2018, its 25th anniversary edition, shows how the physical signs and socio-economic impacts of climate change are accelerating as record greenhouse gas concentrations drive global temperatures towards increasingly dangerous levels.

Quelle UN: WMO State of Climate report is “yet another strong wake-up call.”, 29.3.2019

ESPAS (European Strategy and Policy Analysis System) begleitet die Arbeit von EU-Parlament, der EU-Kommission, dem EU-Rat und anderen. Der ESPAS Report 2019: Global Trends to 2030, 5.4.2019 beschreibt für den Fall des Nicht-Handelns bei fortschreitendem Klimawandel die wahrscheinlichen, ausnahmslos sehr dramatischen Szenarien:

Record-breaking warm nights increase five-fold in Europe and costs multiply in several areas: healthcare costs increase as no provisions have been taken to mitigate the impact of heat on older adults; wildfires continue to spread; migration rates increase, and production is significantly reduced by droughts, floods and other extreme events. In addition, climate change pushes more than 100 million people into extreme poverty by 2030 – overturning the important progress made since the 1980s. A growing sense of impeding doom and panic undermines and divides societies, putting at risk our cooperative structures at all levels and stretching the EU’s political stability to breaking point.

Petition 92294: Klimaschutz – Verabschiedung eines verbindlichen, sektorübergreifenden Klimaschutzgesetzes vom 17.03.2019

Seit dem 8.4.2019 kann die o.g. Petition mitgezeichnet werden, die sich an den Petitionsausschuß des Deutschen Bundestags richtet:

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, innerhalb der nächsten sechs Monate ein verbindliches, sektorübergreifendes Klimaschutzgesetz zu verabschieden, das zum Ziel hat, die Netto-Emissionen von CO2 und anderen Treibhausgasen schnell abzusenken und bis 2040 möglichst auf null zu reduzieren. Die Klimaziele müssen verbindlich, unaufschiebbar und überprüfbar sein. Das Klimaschutzgesetz muss so schnell wie möglich mit dem Ziel die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, in Kraft treten.

Begründung (Auszug)

Fridays for Future – eine Bewegung hat auch Deutschland erfasst. Tausende Schüler*innen und nun auch Erwachsene gehen für echten, effektiven Klimaschutz auf die Straße. Am 12. März 2019 veröffentlichten auch über 23.000 anerkannte Wissenschaftler*innen als “Scientists4Future” eine Erklärung, die schnelle Taten einfordert und die Klimastreiks der Schüler*innen fundiert unterstützt…

Voller Text, aktueller Stand und Mitzeichnung: Petition 92294

Das Petitionsrecht ist in Artikel 17 Grundgesetz verankert. Die Einreichung Mitzeichnung von Petitionen ist nicht durch Alter, aktives oder passives Wahlrecht, Staatsangehörigkeit und Wohnsitz beschränkt.

Mindestquorum für die Aufnahme einer Petition durch den Petitionsausschuss sind 50.000 Zeichner. Aktueller Stand (29.4.2019 15:40h: 23.020), wovon 5.000 in den letzten 24 Stunden zeichneten. Die Zeichnungsfrist ist noch bis zum 6.5.2019 offen. (Anm.: Die 89913 für eine generelle Geschwindigkeitsbeschränkung von 130 km/h auf deutschen Autobahnen hatte 59.040 Mitzeichner).

Tomorrow mit Publikumspreis bei Payment & Banking

Mehrfach wurde hier über Tomorrow berichtet, das als neues FinTech-Unternehmen Nachhaltigkeit mit einem frischen Finanzdienstleistungskonzept „hip“ macht (siehe z.B. Nummer Neunundfünfzig. Die Nominierung zum „FinTech des Jahres 2018“ durch den renommierten Branchenblog und Veranstalter Payment & Banking konnte nach dem späten Start im Jahr am 16. November 2018 und der noch überschaubaren Zahl von Nutzern/Kunden (aktuell – 29.4.2019 16h: 4.083, Verdopplung seit 19. Februar, vgl. Nummer Sechsundsechzig).

Bei einem Jurypreis hätten sich vielleicht einige nicht gewundert. Das Konzept ist gut gemacht und funktioniert auch in eigenem Erleben reibungslos. Aber Publikumspreis? Da waren immerhin einige „Titanen“ mit großem Fanclub und üppigen Finanzierungsrunden am Start bzw. in der Auswahl! Also stand die persönliche Wette für den Gewinner bei „wenig(er) Nutzen, aber großer Fangemeinde.

Umso größer war dann die Überraschung, dass der weniger bekannte Neuling Tomorrow den Publikumspreis erhielt: FinTech des Jahres 2018 erhielt. Noch einmal ein „offizieller“ Glückwunsch nach Hamburg. Mit Eurer Karte brauche ich kein teures Blech (ähm Metall, Titan etc. als Karte). Es reicht, was drauf ist…

2018-11-28 Tomorrow11

In eigener Sache

#nachhaltige100

Auf der von der Triodos Bank Deutschland initiierten Liste der in sozialen Medien zum Thema Nachhaltigkeit aktiven Menschen rückte Investabel® wieder einen Platz auf den Rang 72 auf. Insgesamt war gegenüber dem Stand Anfang März 2019 nur sehr wenig Bewegung in den Platzierungen. Aktuelle Übersicht #nachhaltige100

Angebot Seminare, Vorträge, Workshops

Laut Scope sind in Deutschland 641 Fonds mit dem Etikett „nachhaltig“ zugelassen. Sie haben ein Gesamtvolumen von rund € 160 Mrd. 65 Fonds tragen das „FNG-Siegel“ des Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG), für das sich 66 Fonds beworben hatten. Leider hat nahezu jeder Fonds seine eigene Interpretation von Nachhaltigkeit, was die Suche nach passenden Anlageangeboten erschwert. Trotzdem lässt sich der Markt grundsätzlich sehr schnell erschließen.

In 1,5 bis 2 Stunden kann schon ein Überblick gewonnen werden, was Nachhaltigkeit ausmacht und wie „aus dem Bauch“ Geldanlagen auf ihre nachhaltige(re) Wirkung beurteilt werden können. Darüber hinaus Hinweise auf die sehr verbreiteten Irrtümer bei „grünen Illusionen“ – Nachhaltigkeit, die es auf den zweiten Blick doch nicht ist.

Ein weiteres Format ergab sich aus der Mitgestaltung der FridaysForFuture Demonstration am 12.4.2019. Das für den öffentlichen Raum gedachte Konzept läßt sich, z.B. mit spielerischen Elementen verbunden, sehr gut auch für jüngere und ältere Gruppen in der Zivilgesellschaft verwenden (s.u.).

Mitunterzeichner …ForFuture

Gerne bin ich den Aufrufen der „ScientistsForFuture“ www.scientists4future.org und „EntrepreneursForFuture“ www.entrepreneurs4future.de gefolgt und habe die jeweiligen Initiativen mitunterzeichnet.

Mitgestalter FridaysForFuture Bonn

In Bonn werden die Demonstrationen nicht wöchentlich, sondern im Regelfall monatlich organisiert. Für den 12. April 2019 hatten sich die Organisatoren ein etwas anderes Konzept ausgedacht: „Alternativer Unterricht“ wurde in zwei der drei Kundgebungsstunden als Workshops rund um den Bonner Münsterplatz angeboten.

Die Vorbereitung war auch für „Abgebrühte“ eine gewisse Herausforderung: Frei in einer Menschenmenge und auf einem öffentlichen Platz und jede(r) gesellt sich einfach dazu. Es waren diesmal am letzten Schultag vor Ostern bzw. dem Abitur „nur“ ca. 400 Teilnehmer(innen), es hat aber trotz frostigem Wetter viel Spaß gemacht. Hier ein Blick auf das „Klassenzimmer“:

Fotos: Ralf Breuer

Thema waren die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Sie beschreiben umfassend die Herausforderungen für eine nachhaltigere Welt. Da immer nur kleine Zeitfenster vorgesehen waren, wurden die Themen stark auf Ziel 13 Klimaschutz und Ziel 6 Wasser- und Sanitärversorgung eingegrenzt. Während die Teilnehmenden bekanntlich stark vom Klimaschutz motiviert sind, besteht für die weltweite Unterversorgung mit sauberem Wasser und sanitären Anlagen nur wenig Bewusstsein. Auch der im Vergleich zur Lebensnotwendigkeit (ca. 5 Liter) opulente Wasserverbrauch pro Kopf und Tag von 122 Litern war für Viele eine Überraschung.

Da sich das Konzept mit einer Doppelseite Informationen unter den schwierigen Bedingungen bewährt hat, wird es jetzt in der Zivilgesellschaft des Umkreises für jüngere und ältere Interessenten für ca. 1,5 Stunden angeboten. Je nach Alter können die Schwerpunktthemen mit spielerischen Elementen oder weiteren vertiefenden Gesprächen ergänzt werden. Mehr dazu: Angebote – Seminare, Vorträge, Workshops

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

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