Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Fünfzig – Sustainable Finance Gipfel Deutschland

2018-09-25 SFGD Sketchnote

Beitragsbild/Bild: Sketchnote uim Sustainable Finance Gipfel am 25.9.2018, Quelle: Twitter/@sozialbank

Inhalt: Sustainable Finance Gipfel Deutschland am 25.9.2018 in Frankfurt/M.;  HSBC Deutschland mit neuem Informationsangebot; Nachhaltigkeit auch regional von großem Interesse; CSR Blogparade Raum Köln/Bonn; In eigener Sache: Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

26. September 2018

Dr. Ralf Breuer

Nachhaltigkeitsgipfel am 25.9.2018 Frankfurt/M.

Der Hub for Sustainable Finance lud am 25. September zum „Zweiten Sustainable Finance Gipfel Germany“ ein. Auf diesem Gipfeltreffen der aktiven Netzwerkakteure mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft werden wichtige Aspekte zur Stärkung nachhaltiger Finanzwirtschaft, aktuelle Entwicklungen und nötige Weichenstellungen für die kommenden Monate diskutiert.

Gegenüber dem ersten Gipfel 2017 war der Rahmen mit 280 gegenüber 150 Teilnehmern deutlich größer. Die Stimmung deutlich verändert, eher ungeduldig auf konkretere Schritte wartend. Die lange Zeit der Regierungsbildung und die medial dominierenden Querelen in der Koalitition haben wohl einiges verzögert. Informationen zum Gipfel: Zweiter Sustainable Finance Gipfel Deutschland.

Deutschland wartet im Basislager auf den Aufbruch!

Deutschland im internationalen Vergleich bestenfalls in einem Basislager (vgl. Gastbeitrag in Finanz-Szene.de 25.9.2018, aber das wird immer besser gerüstet, u.a. mit der nun erfolgten Gründung des „Green and Sustainable Finance Cluster Germany“ Das GSFC ist ein Zusammenschluss der Accelerating Sustainable Finance Initiative der Deutschen Börse und dem Green Finance Cluster Frankfurt des Hessischen Wirtschaftsministeriums. Weitere Informationen: https://gsfc-germany.com/.

Im Vergleich zu vielen Nachbarländern hat Deutschland einen erheblichen Rückstand. Der gestrige Gipfel signalisierte allerdings die Ungeduld, mit der viele Teilnehmer auf einen konkreten „Aufbruch“, u.a. eine Umsetzung des Aktionsplans der EU-Kommission warten. Die gegenüber dem Vorjahr deutlich höhere Präsenz der Bundesministerien für Finanzen und Umwelt signalisieren verstärkte Aktivitäten. Dies war auch in den sozialen Medien der Fall. Klare Botschaft: Nachhaltigkeit muss Teil der Corporate Governance sein, nicht nur im Finanzsektor.

Klare Botschaften aus den Bundesministerien

Verschiedene Aussagen aus den Bundesministerien lassen hoffen, dass der anhaltende Stillstand um mehr Nachhaltigkeit in Deutschland einschließlich der Finanzwirtschaft beendet werden könnte. Hierzu geben einige klare Stellungnahmen Anlass:

Vor diesem Hintergrund sollte die Finanzwirtschaft dringend bei der Aktualisierung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie einbezogen werden (vgl. Beitrag Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie. Kanzleramtsminister Helge Braun betonte folgerichtig, dass die Bundesregierung den EU-Aktionsplan unterstützt. Da das Bundeskanzleramt die Nachhaltigkeitstrategie als „Chefsache“ verantwortet, ist zu hoffen, das die Umsetzung des Plans im Sinne der Empfehlung des Deutschen Bundesrates zeitnah realisiert wird. Die Ausführungen von Levin Holle, Leiter der Finanzmarktabteilung im Bundesfinanzministerium, nähren diese Hoffnung.

Die SDGs als Leitfaden zu mehr Nachhaltigkeit

Ebenfalls am 25.9. jährte sich die Vereinbarung auf die 17 globalen nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) zum dritten Mal. Die UN hatte zu einem globalen Aktionstag WE #ACT4SDGsaufgerufen, zu dem der Gipfel einen Beitrag leistete.

Gespräche mit Praktikern aus der Kreditwirtschaft bestätigten, dass Nachhaltigkeit anhand der SDGs deutlich transparenter vermittelt werden kann. Zudem sind sie gegenüber den gebräuchlicheren Kriterien (ESG, SRI) vorwärts- und nicht rückwärts gerichtet.

2018-03-23 id-17ziele_projekte_bierdeckel_gross

Bild: Von Studierenden des Studiengangs Kommunikationsdesign an der Rheinischen Fachhochschule Köln in Kooperation mit #17Ziele gestalteter Bierdeckel, von dem 85.000 Stück in Kölner Lokalen verteilt wurden

Roundtable Verbraucherinformation und -kommunikation

In dem gemeinsam mit dem Geschäftsführer des FNG-Siegel wurde deutlich, dass die privaten Anleger dringend belastbare Gütekriterien für nachhaltige Geldanlagen (Präsentation Anfangsmoderation Investabel). Da der Begriff Nachhaltigkeit sehr gedehnt verwendet wird, finden sich unter dem Etikett vielfältige Varianten. Die FNG-Nachhaltigkeitsprofile geben hierüber Aufschluss. Die von der EU-Kommission geplante Klassifizierung („Taxonomie“) wird für weitere Transparenz sorgen. Die Diskussionen deckten sich weitgehend mit dem Fazit, dass der Geschäftsführer der Deka-Investment zum Ende des Gipfels zog.

Fazit

Die Anforderungen an die Handelnden lassen sich kaum klarer zusammenfassen als dies Michael Schmidt, Geschäftsführer der Deka Investment getan hat:

Nachhaltigkeit als Produktangebot der Finanzwirtschaft setzt Transparenz und Konsistenz und damit Glaubwürdigkeit voraus. Und es gibt keine Gründe, nicht sofort für mehr Nachhaltigkeit zu handeln.

Sofern die Bundesregierung bald die auf dem Gipfel avisierten Impulse geben sollte, sollten sich die Dinge auch in Deutschland erheblich beschleunigen lassen. Allerdings ist bedauerlich, dass die Veranstaltung nur sehr wenig Resonanz in den Medien fand. Hier der Stand 26.9.2018 12:00h. Darunter allerdings auch der als Gastbeitrag erschienene Vorschauartikel bei Finanz-Szene.de (s.o.).

HSBC Deutschland: Informationsseite Nachhaltigkeit

Pünktlich zum Sustainable Finance Gipfel und dritten Jahrestag der globalen nachhaltigen Entwicklungsziele hat HSBC Deutschland eine Informationsseite zu nachhaltiger Finanzierung als „Advertorial“ bei der „Süddeutschen Zeitung“ platziert. Neben einem Glossar zum Thema Nachhaltigkeit bietet die Seite sehr informative Texte zu den Themen „Nachhaltige Finanzierung“, „Nachhaltige Investments“ und „Regulatorik“. Hier geht es zum sehr informativen „Advertorial“.

Nachhaltigkeit auch regional von großem Interesse

Unter dem Motto „Chancen Strategie Region“ lud das CSR-Kompetenzzentrum Rheinland am 13.9.2018 zur jährlichen CSR-Tagung in die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg nach Rheinbach in der Nähe von Bonn ein. Rund 120 Teilnehmer/-innen folgten der Podiumsdiskussion und nahmen an den vier angebotenen Workshops teil.

Einen Nachbericht finden Sie unter CSR bleibt wichtig für die Region – CSR-Tagung 2018

Während die Industrie- und Handelskammer Bonn auch nach Auslaufen der Projektmittel der Europäischen Union ihre CSR-Arbeit fortführt, zieht sich die Hochschule aus dem Kompetenzzentrum zurück. Sie verweist aber auf die Einrichtung des neuen Zentrums „Ethik und Verantwortung“.

CSR Blogparade Raum Köln/Bonn

2018-09-05 CSRBlogparade

Das CSR-Kompetenzzentrums Rheinland hat eine Blogparade zum Thema „Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen in Bonn und der Region“ #CSR2018 gestartet. Ziel ist es, über aktuelle gesellschaftliche Verantwortung in der Region (Aachen, Bonn, Köln) mehr zu erfahren. Alle online-Beiträge in den nächsten vier Wochen zum Thema CSR dürfen teilnehmen – gern auch bereits vergangene Beiträge, die nun im Nachgang verlinkt werden. Alle Infos zur Teilnahme an der Blogparade erhalten Sie hier: http://csr-kompetenzzentrum.de/csr-blogparade/. Investabel® wird natürlich einen Beitrag beisteuern.

In eigener Sache

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Fünfzig bis Eins

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Neunundvierzig

Logo des H4SF – Hub for Sustainable Finance Germany (https://www.h4sf.de/), zu dem Investabel® aktiv beiträgt (H4SF – Beiträge)

Inhalt: Triodos Bank und Bettervest kooperieren; Tomorrow Bank im Beta-Test; Nachhaltigkeitsgipfel am 25.9.2018 in Frankfurt/M.;  Pimco erwartet starkes Wachstum von SDG-Bonds; HSBC: Nachhaltigkeit drängt in den Finanz-Mainstream; Pimco erwartet starkes Wachstum von SDG-Bonds; CSR Blogparade Raum Köln/Bonn; In eigener Sache: Bundesregierung veröffentlicht Beiträge zur Nachhaltigkeitsstrategie; Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

18. September 2018

Dr. Ralf Breuer

Triodos Bank und Bettervest kooperieren

Die Triodos Bank und die Schwarmfinanzierungsplattform (Crowdfunding) Bettervest haben eine Kooperation angekündigt. Erneut wird ein Bankangebot durch ein soganntes FinTech ergänzt und auf nachhaltige Investments mit kleinen Einstiegsbeträgen erweitert. Gemäß gleichlautenden Pressemitteilungen vom 6.9.2019 hat die „Triodos Sustainable Finance Foundation“ auch Anteile an der auf Energieprojekte spezialisierten Crowdinvesting Plattform bettervest erworben.

Auch die GLS Bank kooperiert mit einem Anbieter, der GLS Crowd. Trotz des Namens und der ähnlichen Gestaltung des Internetauftritts ist die Bank weder Eigentümer noch Betreiber der Plattform. Sie berät lediglich bei der Auswahl der angebotenen Projekte. Im Gegensatz zu Bettervest haben die von der GLS Crowd angebotenen Projekte ein breiteres Spektrum von Nachhaltigkeitsaspekten, sind aber stärker auf Deutschland ausgerichtet.

Bettervest ist stärker auf den Energiesektor fokussiert und dabei stärker Richtung Entwicklungsländern ausgerichtet, z.B. mit Projekten zur netzfernen Erzeugung erneuerbarer Energien. Mehr zu der geplanten Zusammenarbeit findet sich auf der Seite Strategische Partnerschaft (gesponserter Link).

Tomorrow Bank im Beta-Test

Das Angebot der Tomorrow Bank aus Hamburg ist derzeit in der öffentlichen Testphase mit einer geschlossenen Nutzergruppe. Auf jeden Fall schon gelungen erscheint das (lindgrüne) Design von Grafiken und Texten, vielleicht mit Ausnahme des etwas hohen Anteils englischer Worte, für die es durchaus auch andere Möglichkeiten gäbe. Dennoch ist das optisch schon mal ein sehr gelungener Start:

Das wird auch durchgängig, z.B. in Stellenanzeigen gelebt:

2018-08-29 Tomorrow Stellenanzeige

Nachhaltigkeitsgipfel am 25.9.2018 Frankfurt/M.

Der Hub for Sustainable Finance lädt am 25. September zum „Zweiten Sustainable Finance Gipfel Germany“ ein. Auf diesem Gipfeltreffen der aktiven Netzwerkakteure mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft werden wichtige Aspekte zur Stärkung nachhaltiger Finanzwirtschaft, aktuelle Entwicklungen und nötige Weichenstellungen für die kommenden Monate diskutiert.

Einen Einblick in das „Ecosystem“ Sustainble Finance gibt eine vom VFU erstellte Übersicht:

2018-09-17 SusFin Ecosystem

Quelle: Twitter/VFU -Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V.

Gegenüber dem ersten Gipfel 2017 ist ein deutlich größerer Rahmen vorgesehen, so dass mindestens 100 weitere Teilnehmer zu erwarten sind. Informationen zum Gipfel: Zweiter Sustainable Finance Gipfel Deutschland.

Zwar befindet sich Deutschland im internationalen Vergleich bestenfalls im Basislager, aber das wird immer besser gerüstet, u.a. mit der nun erfolgten Gründung des „Green and Sustainable Finance Cluster Germany“ Das GSFC ist ein Zusammenschluss der Accelerating Sustainable Finance Initiative der Deutschen Börse und dem Green Finance Cluster Frankfurt des Hessischen Wirtschaftsministeriums. Die Zielsetzung des im April 2018 erfolgten Zusammenschlusses ist die Bündelung der Aktivitäten im Feld Sustainable Finance, um eine effizientere Nutzung der Finanzmarktexpertise im Bereich Nachhaltigkeit zu erreichen und vor allem die Formulierung und Umsetzung konkreter Handlungsansätze für die Zukunftsfähigkeit nationaler und internationaler Finanzmärkte. Weitere Informationen: https://gsfc-germany.com/.

Die Notwendigkeit einer intensiveren Arbeit auf dem Gebiet nachhaltiger Finanzinstrumente läßt sich anhand der dynamischen Markteintwicklung leicht nachvollziehen.

HSBC: Nachhaltigkeit drängt in den Finanz-Mainstream

Passend zur Aussage von HSBC Deutschland begrüßt die Eingangsseite der ING DiBa ihre Kunden mit Werbung für einen Ethikfonds. Auch die deutsche Internetseite für Firmenkunden ist stark von Nachhaltigkeit geprägt: ING Wholesale Banking – Lösungen für Großkunden.

Pimco erwartet starkes Wachstum von SDG-Bonds

CSR Blogparade Raum Köln/Bonn

2018-09-05 CSRBlogparade

Das CSR-Kompetenzzentrums Rheinland hat eine Blogparade zum Thema „Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen in Bonn und der Region“ #CSR2018 gestartet. Ziel ist es, über aktuelle gesellschaftliche Verantwortung in der Region (Aachen, Bonn, Köln) mehr zu erfahren. Alle online-Beiträge in den nächsten vier Wochen zum Thema CSR dürfen teilnehmen – gern auch bereits vergangene Beiträge, die nun im Nachgang verlinkt werden. Alle Infos zur Teilnahme an der Blogparade erhalten Sie hier: http://csr-kompetenzzentrum.de/csr-blogparade/. Investabel® wird natürlich einen Beitrag beisteuern.

In eigener Sache

Bundesregierung veröffentlicht Beiträge zur Nachhaltigkeitsstrategie

Die Bundesregierung (bzw. das Bundespresseamt) hat die bisher eingegangenen Beiträge zur Diskussion um die Aktualisierung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie zugänglich gemacht. Die bisher eingegangenen Beiträge sind in zwei Dokumenten als „Zuschriften zum Dialog“ nach „Privatpersonen“ bzw. „Unternehmen und Institutionen“ zusammengefasst. Alle relevanten Dokumente finden Sie auf der Seite NACHHALTIGE ENTWICKLUNG – Wir aktualisieren die Strategie: Machen Sie mit!. Mein Beitrag ist im Dokument Zuschriften zum Dialog – Privatpersonen. Der Beitrag hier auf dieser Seite lautet: Beitrag Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie.

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Achtundvierzig bis Eins

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Achtundvierzig

Logo der Blogparade des CSR-Kompetenzzentrums Rheinland

Inhalt: Auf zum Nachhaltigkeitsgipfel; Volumen bei Fonds mit Green Bonds verdoppelt; Immer mehr wirkungsbezogene Anlagen; CSR Blogparade Raum Köln/Bonn; SIRPlus gegen Lebensmittelverschwendung; ING Groep wächst bei Firmenkunden in Deutschland; Internetgiganten und Bankleistungen; In eigener Sache: Bundesregierung veröffentlicht Beiträge zur Nachhaltigkeitsstrategie; comdirect finanzblog award; Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

5. September 2018

Dr. Ralf Breuer

Auf zum Nachhaltigkeitsgipfel

Der Hub for Sustainable Finance lädt am 25. September zum „Zweiten Sustainable Finance Gipfel Germany“ ein. Auf diesem Gipfeltreffen der aktiven Netzwerkakteure mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft werden wichtige Aspekte zur Stärkung nachhaltiger Finanzwirtschaft, aktuelle Entwicklungen und nötige Weichenstellungen für die kommenden Monate diskutiert.

Gegenüber dem ersten Gipfel 2017 ist ein deutlich größerer Rahmen vorgesehen, so dass mindestens 100 weitere Teilnehmer zu erwarten sind. Informationen zum Gipfel: Zweiter Sustainable Finance Gipfel Deutschland.

Zwar befindet sich Deutschland im internationalen Vergleich bestenfalls im Basislager, aber das wird immer besser gerüstet, u.a. mit der nun erfolgten Gründung des „Green and Sustainable Finance Cluster Germany“ Das GSFC ist ein Zusammenschluss der Accelerating Sustainable Finance Initiative der Deutschen Börse und dem Green Finance Cluster Frankfurt des Hessischen Wirtschaftsministeriums. Die Zielsetzung des im April 2018 erfolgten Zusammenschlusses ist die Bündelung der Aktivitäten im Feld Sustainable Finance, um eine effizientere Nutzung der Finanzmarktexpertise im Bereich Nachhaltigkeit zu erreichen und vor allem die Formulierung und Umsetzung konkreter Handlungsansätze für die Zukunftsfähigkeit nationaler und internationaler Finanzmärkte. Weitere Informationen: https://gsfc-germany.com/.

Die Notwendigkeit einer intensiveren Arbeit auf dem Gebiet nachhaltiger Finanzinstrumente läßt sich anhand der dynamitschen Markteintwicklung leicht nachvollziehen.

Volumen bei Fonds mit Green Bonds verdoppelt

Gemäß Environmental Finance hat sich das Volumen der in Green Bonds investierenden Fonds in den zwölf Monaten ab Juli 2017 auf USD 5,34 Mrd. verdoppelt. Gleichzeitig hat sich die Anzahl der Fonds um mehr als ein Drittel auf 38 erhöht. Allein bei der Luxembourg Green Exchange sind bereits mehr als 200 Anleihen mit Nachhaltigkeitsbezug und mehr als USD 100 Mrd. notiert.

Immer mehr wirkungsbezogene Anlagen

Laut www.unipri.org hat sich das Volumen wirkungsbezogener Anlagen (Impact Investment) noch beeindruckender entwickelt: 450 Unterzeichner der UN „PRI – Principles of Responsible Investments“ bereits 2016 USD 1,3 Bio. weltweit für wirkungsbezogene Investitionen bereitgestellt. Die Einzelheiten, insbesondere auch die verfolgten Zwecke stellt eine ausführliche Studie dar: PRI Impact Investing Market Map.

CSR Blogparade Raum Köln/Bonn

2018-09-05 CSRBlogparade

Das CSR-Kompetenzzentrums Rheinland hat eine Blogparade zum Thema „Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen in Bonn und der Region“ #CSR2018 gestartet. Ziel ist es, über aktuelle gesellschaftliche Verantwortung in der Region (Aachen, Bonn, Köln) mehr zu erfahren. Alle online-Beiträge in den nächsten vier Wochen zum Thema CSR dürfen teilnehmen – gern auch bereits vergangene Beiträge, die nun im Nachgang verlinkt werden. Alle Infos zur Teilnahme an der Blogparade erhalten Sie hier: http://csr-kompetenzzentrum.de/csr-blogparade/. Investabel® wird natürlich einen Beitrag beisteuern.

Zuvor gibt es noch Gelegenheit für einen persönlichen Austausch über Nachhaltigkeit: Alle Teilnehmer und Interessierten sind herzlich zur großen CSR-Tagung am 13.09.2018 an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg eingeladen. CSR Tagung Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg.

SIRPlus gegen Lebensmittelverschwendung

Zugegeben: Mit Finanzen hat das gar nichts zu tun. Trotzdem ein lobenswerter Ansatz, über den auch schon mehrere Fernsehberichte ausgestrahlt wurden In Berlin gibt es mittlerweile drei Supermärkte SIRPlus für Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdauer überschritten ist. Da „Mindest“ nicht „Höchst“ beinhaltet, ist das sicher ein guter Ansatz. Immerhin werden immer noch 30% der produzierten Lebensmittel vernichtet.

Das Angebot ist teilweise vielleicht eine Konkurrenz zu den 230 Tafeln, die in Deutschland Sach- und Geldspenden an Bedürftige vereilen. Allerdings besteht ein stärkerer Fokus auf verderblichen Lebensmitteln, die lokal gesammelt, aufbereitet und verteilt werden. Die Empfänger sind bedürftige Privatpersonen und Einrichtungen. Weitere Informationen: Tafel Deutschland e.V.

ING Groep wächst bei Firmenkunden in Deutschland

Die niederländische ING Groep ist in Deutschland vor allem für ihr schnörkelloses Angebot der ING DiBa bekannt und großgeworden. Während sich das Direktbankangebot ausschließlich an Privatkunden richtet, hat sie auch im Firmenkundengeschäft ein profitables Geschäft aufgebaut, dass sogenannte ING Wholesale Banking. Heinz-Roger Dohms berichtete am 4.9. hierüber in seinem täglichen Newsletter Finanz-Szene.de Wie die ING Diba ihre Erträge im Firmenkunden-Geschäft binnen kürzester Zeit verdreifacht hat. In seinem Bericht vom 6.9. weist Herr Dohms zusätzlich auf den illustren Kundenkreis der Bank in Deutschland hin: Finanz-Szene.de 5.9.2018: Welche Kunden in das Raster der ING DiBa passen – und welche nicht.

Aus der Quartalsberichtserstattung der ING Groep zog Herr Dohms eine beeindruckende Ertragsentwicklung in den letzten fünf Jahren:

Quelle: Heinz-Roger Dohms, www.Finanz-Szene.de vom 4.9.2018

Ein Vergleich mit dem Segment Firmenkunden der Commerzbank zeigt, dass ING deutlich effizienter und profitabler operiert: Das Verhältnis Aufwand zu Ertrag liegt unter 25%, während die deutsche Konkurrent im ersten Halbjahr bei 78,4% berichtete.

Unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit ist ein Blick auf die Internetseite des Firmenkundenangebots sehr bemerkenswert: Auf https://www.ingwb.de/de/home steht nachhaltiges Wirtschaften ganz oben. ING bewirbt offensiv sein Angebot, die Kreditverzinsung an Nachhaltigkeit zu koppeln, so dass Fortschritte über die Laufzeit mit niedrigerer Verzinsung honoriert werden. Dies wurde bereits bei einer Reihe europäischer Großunternehmen so vereinbart. Vgl. Nummer Einundvierzig.

Digitale Giganten und Bankleistungen

Der Start von „Apple Pay“ hat das Thema einmal erneut befeuert: Wie bedrohlich sind die Internetgiganten für die etablierte Kreditwirtschaft? Dabei ist vor allem von Google, Apple, Facebook und Amazon die Rede, den sogenannten #GAFAs. Aber auch die chinesischen Anbieter Baidu, Alibaba und Tencent (#BAT) bieten Finanzdienstleistungen. Bei Alibaba sind die Angebote (u.a. AliPay) in der Gesellschaft Ant Financial zusammengefasst, die selbst schon eine große Sichtbarkeit hat.

Die Redaktion von „Payment & Banking“ hat dankenswerterweise einmal mehr eine informative Grafik zu diesem Thema erstellt:

Infografik Marktkapitalisierung Digital Giants

Quelle: Nicole Nitsche/Kilian Thalhammer: Digital Giants Marktkapitalisierung 5.9.2018

 

In eigener Sache

Bundesregierung veröffentlicht Beiträge zur Nachhaltigkeitsstrategie

Die Bundesregierung (bzw. das Bundespresseamt) hat die bisher eingegangenen Beiträge zur Diskussion um die Aktualisierung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie zugänglich gemacht. Die bisher eingegangenen Beiträge sind in zwei Dokumenten als „Zuschriften zum Dialog“ nach „Privatpersonen“ bzw. „Unternehmen und Institutionen“ zusammengefasst. Alle relevanten Dokumente finden Sie auf der Seite NACHHALTIGE ENTWICKLUNG – Wir aktualisieren die Strategie: Machen Sie mit!. Mein Beitrag ist im Dokument Zuschriften zum Dialog – Privatpersonen. Der Beitrag hier auf dieser Seite lautet: Beitrag Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie.

comdirect finanzblog award

Investabel® stellt sich auch in diesem Jahr der Jury und der Publikumsabstimmung beim comdirect finanzblog award. Insgesamt 65 Finanzblogs stehen zur Wahl. Die Sieger werden beim „comdirect Finanzbarcamp 2018“ am 20.10.2018 in Hamburg bekannt gegeben.

comdirect hat angeregt, die Blogs im Forum der Bank, der „comdirect community“ vorzustellen. Dafür wurde am 14.8. der Beitrag comdirect finanzblog award – angenommen, ich gewinne… mit Überlegungen zur Anlage bzw. Verwendung des Siegerpreisgeldes von € 3.000 veröffentlicht. Verwendung deshalb, weil auch die Anschaffung von Bierdeckeln mit den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen der UN enthalten ist – ein hervorragendes didaktisches Mittel für Veranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit.

2018-03-23 id-17ziele_projekte_bierdeckel_gross

Ansonsten enthält der Beitrag Überlegungen, wie sich aus dem heutigen Marktangebot auch mit einem vergleichsweise kleinen Anlagebetrag eine nachhaltige Geldanlage konzipieren lässt.

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Siebenundvierzig bis Eins

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Siebenundvierzig

Beitragsbild: Greenpeace via Twitter (s.u.)

Inhalt:  Klimawandel: Gar nicht soo neue Erkenntnisse; Klimaschutz 1: In Deutschland wäre mehr möglich; Klimaschutz 2: Skandinavische Metropolen handeln; Nachhaltigkeit = Hoffnungslosigkeit?; Klimarisiken sind bei der DZ Bank sehr real; FinTech Zahlungsdienst Cringle meldet Insolvenz an; QR Code: Informativer Artikel, gute Perspektiven?; In eigener Sache: Bundesregierung veröffentlicht Beiträge zur Nachhaltigkeitsstrategie; comdirect finanzblog award; Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

28. August 2018

Dr. Ralf Breuer

Klimawandel: Gar nicht soo neue Erkenntnisse

In der vorletzten Woche verbreitete sich die nachfolgende Botschaft rasant in den sozialen Medien. Bereits 1912 wurde der Zusammenhang zwischen der Nutzung fossiler Energien und dem CO2-Ausstoß erkannt. Die Welt hat sich dann aber lieber in noch ganz andere Problem gebracht.

Klimaschutz 1: In Deutschland wäre mehr möglich

Laut Vorabberichten aus einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik in Kassel (im Auftrag von Greenpeace) könnte Deutschland das Klimaziel 2020 mit einigen wenigen Maßnahme noch erreichen: „Die ältesten Braunkohleblöcke müssten abgeschaltet und Wind- und Solarkraft wie im Koalitionsvertrag vereinbart ausgebaut werden, dazu eine leichte Leistungsdrosselung bei mehr als 20 Jahre alten Braunkohlekraftwerken – dann wären die 40 Prozent CO2-Reduktion bis 2020 noch drin.“

Klimaschutz 2: Skandinavische Metropolen handeln

Laut Kaj Embrén, einem renommierten Berater im Bereich Nachhaltigkeit, handelt es sich nicht um Kompensationsprogramme, bei denen die CO2-Emissionen durch Aufforstungsprogramme neutralisiert werden. Dies ist z.B. bei der britischen Stadt Liverpool der Fall. Insofern ist es etwas irreführend, was alles berichtet wird:

Und Blockchain? Nicht alles ist gleich genial, wenn sie genutzt wird, obwohl das auch ohne ginge…

Nachhaltigkeit = Hoffnungslosigkeit?

Diese Gleichung legt ein kürzlich in GEO erschienener Artikel von Peter Carstens – Warum nachhaltiger Konsum nicht funktioniert: 14 Thesen nahe. Die Thesen sind mehr Ausdruck der Verwirrung um das, was nachhaltig(er) ist, könnten aber leicht als Kapitulationsaufforderung missverstanden werden. Allerdings: These 5 ist nicht so ganz von der Hand zu weisen, wie der Abschnitt zeigt: „Kompensationssysteme machen umweltschädliches Verhalten moralisch erschwinglich.“

Klimarisiken sind bei der DZ Bank sehr real

Finanz-Szene.de berichtete am 28.8.2018 von massiven Verlusten der DZ BANK Gruppe im Geschäft mit der Öl- und Gasförderung: Grafik: Wie die DVB Bank in ihrem Offshore-Segment auf eine Rendite von minus 354,4% kam. In der aktuellen Investorenpräsentation avisiert der auf internationale Transportfinanzierung fokussierte DVB Bank Konzern: „Wir erwarten im Geschäftsjahr 2018, insbesondere angesichts der anhaltenden Krise im Offshore-Markt, eine über dem langjährigen Durchschnitt liegende Risikokostenentwicklung in unserem maritimen Portfolio – wenngleich deutlich unter dem Niveau von 2017.“ (Investorenpräsentation August 2018, S. 14, abgerufen 28.8.2018). Im Geschäftsjahr 2017 stieg der Verlust der DVB bei sinkenden Erträgen vor allem aufgrund einer von € 381,4 Mio. auf € 729,7 Mio. deutlich an: Das Konzernergebnis nach Steuern verschlechterte sich nach -€ 138,7 Mio. 2016 im Geschäftsjahr 2017 auf -€ 903,6 Mio. (vgl. Investorenpräsentation S. 6).

FinTech Zahlungsdienst Cringle meldet Insolvenz an

Laut einem Bericht von www.gruenderszene.de am 27.8.2018 hat das Fintech Cringle Insolvenz angemeldet. Cringle bietet sogenannte „Peer-to-Peer“ Zahlungen an Familie und Freunde an. Und ähnelt damit dem Produkt Kwitt der Sparkassen-Finanzgruppe. Gemäß Blogpost von Cringle hat vor allem die Unsicherheit über den Markteintritt großer Internetkonzerne wie Google, Apple, Facebook und Amazon (abgekürzt #GAFAs) als Absagegrund für eine neue Finanzierungsrunde genannt (vgl.: Cringle 27.8.2018: Einblick in die Zukunft. Allerdings hatte sich Cringle bisher vor allem über Schwarmfinanzierungen (Crowdfunding) auf der Plattform Companisto finanziert, was bei FinTech eher unüblich ist Finanz-Szene.de am 28.8.2018: Cringle stellt Insolvenzantrag – Hat P2P-Payment standalone überhaupt eine Chance?.

QR Code: Informativer Artikel, gute Perspektiven?

Bei dem immer sehr informativen Blog Payment & Banking erschien am 23.8.2018 ein sehr informativer Artikel von Kilian Thalhammer und Maik Klotz: QR Code – vom Saulus zum Paulus. Der Artikel beschreibt sehr anschaulich die Entwicklung und die technischen Möglichkeiten des QR Code.

Auch unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit ist der Code interessant, insbesondere auch im Zahlungsverkehr: Wenn schon so viele Menschen (zumeist weit überausgestattete) Smartphones mit sich führen, kann über sie auch Zahlungsverkehr via QR Codes abgewickelt werden. Dies hat insbesondere zwei Vorteile: 1. Bankkarten und die dafür verwendeten Ressourcen, insbesondere Chips und Magnetstreifen werden nicht benötigt. 2. Für Systeme auf dieser Grundlage wird keine festinstallierte Infrastruktur mit einer netzgebundenen Stromversorgung benötigt. Damit ist diese Technik vor allem in Entwicklungsländern besonders vorteilhaft. Mehr dazu: Karte bio, alles gut? – Leider nicht….

In eigener Sache

Bundesregierung veröffentlicht Beiträge zur Nachhaltigkeitsstrategie

Die Bundesregierung (bzw. das Bundespresseamt) hat die bisher eingegangenen Beiträge zur Diskussion um die Aktualisierung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie zugänglich gemacht. Die bisher eingegangenen Beiträge sind in zwei Dokumenten als „Zuschriften zum Dialog“ nach „Privatpersonen“ bzw. „Unternehmen und Institutionen“ zusammengefasst. Alle relevanten Dokumente finden Sie auf der Seite NACHHALTIGE ENTWICKLUNG – Wir aktualisieren die Strategie: Machen Sie mit!. Mein Beitrag ist im Dokument Zuschriften zum Dialog – Privatpersonen. Der Beitrag hier auf dieser Seite lautet: Beitrag Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie.

comdirect finanzblog award

Investabel® stellt sich auch in diesem Jahr der Jury und der Publikumsabstimmung beim comdirect finanzblog award. Insgesamt 65 Finanzblogs stehen zur Wahl. Die Sieger werden beim „comdirect Finanzbarcamp 2018“ am 20.10.2018 in Hamburg bekannt gegeben.

comdirect hat angeregt, die Blogs im Forum der Bank, der „comdirect community“ vorzustellen. Dafür wurde am 14.8. der Beitrag comdirect finanzblog award – angenommen, ich gewinne… mit Überlegungen zur Anlage bzw. Verwendung des Siegerpreisgeldes von € 3.000 veröffentlicht. Verwendung deshalb, weil auch die Anschaffung von Bierdeckeln mit den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen der UN enthalten ist – ein hervorragendes didaktisches Mittel für Veranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit.

2018-03-23 id-17ziele_projekte_bierdeckel_gross

Ansonsten enthält der Beitrag Überlegungen, wie sich aus dem heutigen Marktangebot auch mit einem vergleichsweise kleinen Anlagebetrag eine nachhaltige Geldanlage konzipieren lässt.

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Sechsundvierzig bis Eins

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Sechsundvierzig

Beitragsbild: comdirect

Inhalt:  Hitzewelle rückt den Klimawandel in das Bewusstsein; Weltweiter Aktionstag für die SDGs; Zweiter Sustainable Finance Gipfel Deutschland; BaFin zu Nachhaltigkeit in der Versicherungswirtschaft; Warum sagen Banken eigentlich nicht, was ihre Kunden hören wollen?; Kreditinstitute in sozialen Medien; In eigener Sache: comdirect finanzblog award; Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

16. August 2018

Dr. Ralf Breuer

Hitzewelle rückt den Klimawandel in das Bewußtsein

Die Hitzewelle des Sommers und die damit verbundenen Auswirkungen haben den Klimawandel stärker in das Bewußtsein gerückt. In Schweden ist er vor den Parlamentswahlen am 5. September sogar das Topthema – noch vor der Zuwanderung (Quelle: Bloomberg). Besonders die mit den außergewöhnlich hohen Temperaturen einhergehenden und mit Hilfe aus dem Ausland bekämpften großen Waldbrände haben das Land aufgerüttelt. In Göteborg weisen einige Restaurants auf die klimatischen Auswirkungen der angebotenen Speisen hin.

Grundsätzlich ist Klimaschutz auch ein gutes Thema für die Geldanlage. Allerdings hat der alleinige Bezug auf den Ausstoß von Klimagasen Tücken bei der Produktkonzeption und kann sogar vollkommen in die Irre führen. Mehr dazu im Beitrag Klimaschutz ein guter Ansatz, aber….

Weltweiter Aktionstag für die Entwicklungsziele (SDGs)

Die Vereinten Nationen haben für den 25.9.2018 zu einem weltweiten Aktionstag für die 17 globalen nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs/17Ziele) aufgerufen. Die deutsche Landkarte erscheint dabei auch sehr dünn besiedelt. Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten an „We #ACT4SDGs“ (We act for SDGs) gibt es auf der hierfür eingerichteten Internetseite http://act4sdgs.org/.

Diese Kampagne ist für die Entwicklung eines breiten Nachhaltigkeitsverständnisses sehr wichtig. Die frühere Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul, hat die „SDGs“ bei mehreren Gelegenheiten als eines der bestgehüteten Geheimnisse in Deutschland bezeichnet. Dies ist umso bedauerlicher, als sie gegenüber den verbreiteteren Ansätzen (namentlich „ESG“) und den hierauf basierenden Einschätzungen (bzw. Ratings) einen zukunftsgerichteten Orientierungsrahmen für nachhaltig(er)es Handeln bieten. Mit ihnen lösen sich viele Probleme der bisher gängigen Konzepte auf, die bestenfalls über die Zeit und relative Orientierung bieten konnten.

Zweiter Sustainable Finance Gipfel Deutschland

2017-10-24 H4SF

Passend zu diesem Aufruf findet in Frankfurt am Main auf Einladung des H4SF – Hub for Sustainable Finance Germany der Zweite Sustainable Finance Gipfel statt. Informationen und Teilnahmemöglichkeiten an der Veranstaltung finden Sie hier.

BaFin zu Nachhaltigkeit in der Versicherungswirtschaft

Cover BaFinJournal 07/2018

Das BaFin Journal im Juli ging u.a. der Frage nach, welche Rolle Nachhaltigkeit bei der Mittelanlage in der Versicherungswirtschaft spielt. Danach werden zwar mehrheitlich Nachhaltigkeitskriterien angewendet, allerdings eher in abgeschwächten Versionen, z.B. durch Verwendungsausschlüsse (BaFinJournal Juli 2018, S. 17ff.).

Offenbar ist die italienische Versicherungsbranche da schon etwas flotter unterwegs.

Warum sagen Banken eigentlich nicht, was ihre Kunden hören wollen?

Einen wuchtigen und sehr bedenkenswerten Beitrag unter diesem Titel hat der Kommunikationsberater Jörg Forthmann bei „Der Bank Blog“ veröffentlicht. Während alle Welt über Digitalisierung, Regulierung, Niedrigzins etc. stöhnt, mahnt er Ideen, Konzepte und Mut an, Banken für ihre Kunden sympathischer zu machen. Zwar verwendet Herr Forthmann in seinem Beitrag Warum sagen Banken eigentlich nicht, was ihre Kunden hören wollen? ganz andere Worte, grundsätzlich trifft er aber ganz tief in die gleiche Kerbe wie die hier präsentierten Themen: Nachhaltigkeit als Überlebensstrategie der Finanzwirtschaft 2.0.

Kreditinstitute in sozialen Medien

SpringerProfessional hat eine Bewertung der Aktivitäten deutscher Kreditinstitute in sozialen Medien publiziert. Ergebnis: Große Diskrepanzen und überwiegend schlecht. Dies deckt sich voll und ganz mit den eigenen Eindrücken. Offenbar macht sich kaum jemand Gedanken, wieso die Kanäle mancher lokalen Institute mehr Anhänger haben als bundesweit tätige Anbieter…

In eigener Sache

comdirect finanzblog award

Investabel® stellt sich auch in diesem Jahr der Jury und der Publikumsabstimmung beim comdirect finanzblog award. Insgesamt 65 Finanzblogs stehen zur Wahl. Die Sieger werden beim „comdirect Finanzbarcamp 2018“ am 20.10.2018 in Hamburg bekannt gegeben.

comdirect hat angeregt, die Blogs im Forum der Bank, der „comdirect community“ vorzustellen. Dafür wurde am 14.8. der Beitrag comdirect finanzblog award – angenommen, ich gewinne… mit Überlegungen zur Anlage bzw. Verwendung des Siegerpreisgeldes von € 3.000 veröffentlicht. Verwendung deshalb, weil auch die Anschaffung von Bierdeckeln mit den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen der UN enthalten ist – ein hervorragendes didaktisches Mittel für Veranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit.

2018-03-23 id-17ziele_projekte_bierdeckel_gross

Ansonsten enthält der Beitrag Überlegungen, wie sich aus dem heutigen Marktangebot auch mit einem vergleichsweise kleinen Anlagebetrag eine nachhaltige Geldanlage konzipieren lässt.

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Fünfundvierzig bis Eins

 

 

 

comdirect finanzblog award – angenommen, ich gewinne…

comdirect finanzblog award 2018_Publikumspreis

Gestern kam die Mail mit der Nominierung für den „comdirect finanzblog award 2018″: Liebe Bloggerin, lieber Blogger, herzlichen Glückwunsch! Dein Blog hat die Vorabprüfung für den finanzblog award 2018 bestanden und erfüllt die formalen Kriterien. Somit ist Dein Blog für die Bewertung der Jury zugelassen. … Zudem wird der Start des Online-Votings mit einer Blogparade begleitet. Alle Blogger können zu der Fragestellung „Angenommen Du gewinnst den #fba18 und erhältst 3.000 Euro Siegprämie. Wie würdest Du diesen Betrag langfristig anlegen?“ mit Beiträgen auf sich aufmerksam machen. …“ Diese Beiträge für den comdirect finanzblog award“ werden dann in der „comdirect Community“ vorgestellt. Gerne doch!

14. August 2018

Dr. Ralf Breuer

Auf jeden Fall nachhaltig!

Starke Trends gegen wacklige Prognosen

Karbonblase, Klimawandel, Energiewende, Niedrigzinsen, auslaufende Konjunktur, Handelskrieg, Liracrash u.v.a.m bestimmt derzeit die Schlagzeilen. Also gilt es sorgfältig zwischen Risiken und Chancen auszuwählen. Politik ist aktuell unberechenbar, Notenbankpolitik irgendwie auch. Also Reduzierung der Entscheidung auf eine klare, durchschaubare Logik: Klimawandel und Energiewende verändern die Welt. Wenn wir den nachfolgenden Generationen noch eine lebenswerte Erde hinterlassen wollen, müssen wir den Temperaturanstieg stoppen und uns an nachhaltigen Entwicklungszielen orientieren.

Grüne Ökospinnerei? Längst nicht mehr, sondern harte Realität und vielfach im Kern geschäftspolitischer Logik. Nicht nur Versicherungskonzerne steigen aus der Kohle aus, auch der größte Minenkonzern der Welt baut keine Kohle mehr ab (Bloomberg 27.3.2018: Rio Exits Coal Business With $4 Billion of Deals in a Week) – zu große Risiken bei immer wettbewerbsfähigeren Preisen für erneuerbare Energien.

Aber nicht nur Energiekonzerne müssen sich vor der Entwertung von Investitionen in fossile Erzeugungstechniken fürchten. „Stranded assets“, die im Zuge der Energiewende an Wert verlieren sind allgegenwärtig: Handwerkerfahrzeuge, Produktionsanlagen für Verbrennungsmotoren und auch private Dieselfahrzeuge verlieren durch Fahrverbote und einen steigenden Anteil von Elektromobilität an Wert. Kaum ein Bereich, der nicht betroffen ist.

Dies haben auch weite Teile der globalen Finanzindustrie erkannt und argumentieren kurz und knapp: Das Klima bestimmt mit Klimawandel und Energiewende die Risiken, Nachhaltigkeit im Sinne der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen die Chancen (vgl. z.B. HSBC Sustainable Finance Briefings 2017).

Deutschland nicht das Maß der Dinge

Nicht zuletzt aufgrund der langen Zeit der Regierungsbildung ist Deutschland gegenüber den europäischen Nachbarländern in einen gewaltigen Rückstand geraten: Die EU-Kommission und der französische Staatspräsident haben zum Jahresbeginn eine wuchtige Initiative für eine Finanzwirtschaft im Dienste der Nachhaltigkeit gestartet, die praktisch immer noch ohne bedeutende Beteiligung Deutschlands stattfindet. Selten, dass etwas mit so viel Unterstützung so wenig Aktivität findet. Immerhin haben schon BaFin, Bundesbank und auch der Deutsche Bundesrat das Aktionsprogramm #SustainableFinanceEU klar befürwortet. Klimawandel und Energiewende sind nun einmal real und haben längst auch die Bilanzen und Sicherheitenbestände der deutschen Finanzwirtschaft erfasst.

2018-01-31 SusFin

Aufbauend auf der Existenz von Klimarisiken soll die Finanzwirtschaft verstärkt Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen. Dies erscheint im eigenen Interesse. Konkret plant die Kommission eine Klassifizierung von Anlagen sowie die Einführung von Beratungspflichten durch Anpassung der entsprechenden Vertriebsrichtlinien für Banken (MiFIDII) und Versicherungsgesellschaften (IDD).

Die Nische wird zum zentralen Raum

Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft hatte bisher eine Nischenexistenz. Die hatten auch einmal Bio, Outdoor und Manufactum. Alles ist irgendwann mal aus einer Nische heraus größer und groß geworden, aber selten so explosionsartig wie nachhaltig. Das Thema trieft geradezu aus allen Poren der Gesellschaft, mit Ausnahmen natürlich: Weite Teile der Kreditwirtschaft sind davon ebenso frei wie große Bereiche unseres persönlichen Handelns. Und trotzdem haben Marketingstrategen die Wirkung erkannt, wie die Sammlung von Alltagsfotos Nachhaltigkeit zeigt. Und auch Bankstrategen: Bei HSBC als größter europäischer Bank liegen Strategie und Nachhaltigkeit in einer gemeinsamen Verantwortung.

2018-05-03 CA Nimes

Foto: Geldautomatennische bei der Crédit Agricole in F-34000 Nimes

Die Anlage ist fast klassisch

Aufgrund eines nicht mehr ganz frischen Führerscheins wäre die Anlage von einer Aufteilung risikoarm/risikoreicher 70/30, da ich für einen vergleichsweise kurzen Anlagezeitraum betrachte. Und in den risikoreicheren Teil würde gleich der erste Baustein fallen, deshalb nur „fast klassisch“:

„Anlage“ Nummer 1: Bierdeckel!

Zugegeben: Keine wirkliche Anlage, sondern Marketing bzw. Arbeitsmittelaufwand: Investabel® ist ein junges Projekt, das auf starken, aber noch nicht breit verstandenen Trends aufbaut. Die ehemalige Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hat bei mehreren Gelegenheiten die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) als das in Deutschland bestgehütete Geheimnis bezeichnet. Studenten des Bereichs Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Köln haben eine Idee umgesetzt, dies zu ändern: Sie haben die 17 Ziele auf Bierdeckel gebracht und 85.000 Exemplare in der Kölner Gastronomie verteilt.

2018-03-23 id-17ziele_projekte_bierdeckel_gross

Foto: Von Studierenden des Studiengangs Kommunikationsdesign an der Rheinischen Fachhochschule Köln in Kooperation mit #17Ziele gestalteter Bierdeckel

Kaum ein Printmedium wird so oft in der Hand gehalten, angeschaut und mehrfach gelesen wie ein Bierdeckel. Insofern ist er ein hervorragendes Anschauungsmittel für Veranstaltungen von/mit Investabel®.

Anlage 2: Klimaanleihen

Auch wenn die deutsche Google das Wort noch nicht kennt, sind Klimaanleihen (Wikipedia: Climate Bonds) der neue Trend. Als Green Bonds oder Climate Bonds werden sie zweckgebunden mit dem Ziel der CO2-Reduktion begeben. Immer mehr Staaten, Gebietskörperschaften, Kommunen und Unternehmen lassen den Markt rapide wachsen. Sie werden in immer mehr Varianten verfügbar, so dass sich wie im klassischen Anleihemarkt auch unterschiedlichste Risiko- und Währungsallokationen darstellen lassen. Vor dem Hintergrund der transparenten Mittelverwendung erscheint es vorstellbar, dass sie in nicht allzu ferner Zukunft die herkömmlichen Anleihen verdrängen werden.

Der erste „Green Bond“ wurde im Jahre 2008 von der Weltbankgruppe begeben. In dem Segment sind Staaten (z.B. China, Frankreich und Polen), Spezialbanken (z.B. EIB – Europäische Investitionsbank, KfW – Kreditanstalt für Wiederaufbau), Unternehmen (z.B. Apple, Pariser Verkehrsbetriebe RATP) und zunehmend auch große Gebietskörperschaften sowie Städte (z.B. Nordrhein-Westfalen, Kalifornien, New York, Paris) aktiv. Auch Schwellenländer zeigen eine zunehmende Aktivität. An der LGX – Luxembourg Green Exchange werden bereits mehr als 200 Anleihen dieser Art mit einem Volumen von über € 100 Mrd. notiert. Daneben wächst auch ein Segment von Anleihen für andere Nachhaltigkeitsziele als den Klimaschutz.

Bisher sind in Deutschland nur wenige Fonds auf Green Bonds für private Investoren im Vertrieb. Ein schnell wachsendes Angebot und damit auch eine vergleichsweise positive Kursentwicklung der zugrunde liegenden Märkte erscheint damit wahrscheinlich.

2018-07-17 Bloomberg Green Bonds Volumina

Neuemissionsvolumen Green Bonds lt. Bloomberg

Klimaschutz ist zwar ein insgesamt überzeugender Ansatz für Anlagekonzepte, allerdings tückisch in der Umsetzung. Hierzu der Beitrag Klimaschutz ein guter Ansatz, aber….

Anlage 3: Mischfonds mit überzeugendem Konzept

Leider wurde bisher in Deutschland nur ein Fonds aufgelegt, der ein wirklich überzeugendes Konzept und auch eine solide Wertentwicklung hatte: Der FairWorldFonds. Er wurde allerdings im Juni 2017 für neue Anleger geschlossen.  Schade bei einer soliden Wertentwicklung (ca. 3%) in den vergangenen Jahren und einem überzeugenderem Konzept sowie „Brot für die Welt“ als Namensgeber.

Nur auf den ersten Blick überzeugend ist CO2 als Konzeptionsgrundlage: Einige Anbieter haben ihre Fonds am Klima-Fussabdruck bzw. den CO2-Emissionen der Emittenten ausgerichtet. Auf den ersten Blick ein gangbarer Weg, leider aber nicht unbedingt mit den gewünschten Ergebnissen, was auch eine Untersuchung der Verbraucherzentrale Bremen zeigt: Namen ähnlich, CO2 unterschiedlich. Die möglichen Irritationen wurden einmal in einem anderen Beitrag beleuchtet: Mehr Transparenz bei Investmentfonds.

Anlage 4: Energieprojekte mit Entwicklungspotenzial

Neben Direktinvestments mit relativ hohen Einstiegsbeträgen können mittlerweile auch Anlagen über Schwarmfinanzierungen (Crowdfunding) getätigt werden, die eine angemessene Risikostreuung für private Investoren erlauben. Es handelt sich in der Regel um Nachrangdarlehen für Energieprojekte mit sehr attraktiven Zinsversprechen.

Bei den Anbietern von Schwarmfinanzierungen können teilweise schon Anlagen ab € 50 bis zur gesetzlichen Höchstgrenze von € 10.000 gezeichnet werden. Aufgrund fehlender Erfahrungswerte über die Planmäßigkeit von Zins- und Tilgungszahlungen weist die Verbraucherzentrale berechtigterweise auf die Risiken hin: Nachhaltig investieren mit der Crowd.

Andererseits haben diese Anlagen klare Vorteile, weil sie einen unmittelbaren Wirkungsbezug haben, der beispielsweise in der Reduzierung des CO2-Ausstosses, sozialer Infrastruktur oder aber der dezentralen Stromversorgung in Entwicklungsländern besteht. Damit entsprechen die Anlageangebote vielfach dem Wunsch einen unmittelbaren Beitrag zur nachhaltige(re)n Entwicklung im Sinne der 17 SDG zu leisten. Zudem erlauben die niedrigen Mindestbeträge ein deutlich höheres Ausmaß an Diversifikation, die naturgemäß aber mehr Mühe bereitet.

Am 24.7.2018 um 10h startete die GLS Crowd mit der Platzierung eines mit 7 % verzinsten fünfjährigen Darlehens über € 550.000 für eine innovative Speicherung erneuerbarer Energien. Bei Zeichnungsbeträgen zwischen € 250 und € 10.000 war das Volumen innerhalb von knapp drei Stunden erreicht. Interessenten sind offenbar stärker an Projekten mit Energiebezug als anderen Nachhaltigkeitsaspekten interessiert. So dauert die Vermarktung von Projekten im Handels- oder Ernährungsbereich deutlich länger. EXYTRON Innovative Energiespeicher vermochte trotz der technischen Komplexität mit der Projektbeschreibung schnell zu überzeugen.

Neben Energie können auch Immobilien mit sozialen Nutzen in Betracht gezogen werden: Einige Anbieter haben Objekte wie Kindertagesstätten, Pflegeheime, Universitätsgebäude etc. im Programm. Auch Finanzierungen zur energetischen Sanierung von Gebäuden finden sich unter den Angeboten. Bei den hochverzinslichen Angeboten (z.B. http://www.zinsland.de) handelt es sich teilweise um die Finanzierung der Projektphase, nicht des Objekts selbst. Insofern signalisiert die vergleichsweise hohe Rendite auch das vorhandene (Projekt-)Risiko.

Ein hoher möglicher Nutzen für die globale nachhaltige Entwicklung kann mit Wasser- und Energieprojekten in Entwicklungsländern entstehen, da im Beispiel der dezentralen Energieerzugung neben einer CO2-Einsparung auch weitere soziale Ziele erfüllt werden können, z.B. Armutsbekämpfung durch neue Möglichkeiten der Einkommenserzielung und Bildung durch die Nutzung elektronischer Medien. Gerade in Afrika wird auf der Grundlage von Mobilfunk z.T. ein Jahrhunderte alter Rückstand in der Infrastruktur einfach übersprungen. Solche Projektbeteiligungen werden beispielsweise von bettervest und ecoligo angeboten. Mehr: Neue Produkte/Dienstleistungen.

Die teilweise üppigen Zinssätze lassen in jedem Fall zu Vorsicht raten. Diversifikation bereitet zwar mehr Mühe, kann aber die Risiken deutlich vermindern, was bei kleinen Zeichnungsbeträgen durchaus möglich ist. Der Hinweis der Verbraucherzentrale auf die Risiken ist vor allem nach einem Projektausfall in Deutschland und der Insolvenz eines Plattformbetreibers sehr berechtigt.

2018-08-14 Solartainer

Foto: Solartainer® von Africa GreenTec AG, Quelle: http://ahp-cm.com/

Insbesondere Projekte in Afrika könnten in einem gewissen Umfang auch als Alternative zu Spenden mit der Perspektive auf eine attraktive Verzinsung im Bereich von 7% und mehr und Rückzahlung betrachtet werden. Allerdings trifft für die Angebote auch der bei Spendenaktionen vielfach geltende Einwand zu, dass die Mittel nicht voll für die Zwecke, sondern auch in Verwaltungsaufwendungen etc. fließen, da die Plattformbetreiber eine Vergütung erhalten. Mehr zu aktuellen Angeboten auf der Seite Neue Produkte/Dienstleistungen.

Anlage 5: Aktien(fonds) Energiepioniere

Letzter Baustein wären Beteiligungen an Pionierunternehmen der Energiewende. Während die Risiken fossiler Energieerzeugung klar erkennbar sind, ist die Einschätzung der Potenziale neuer Technologien für den Laien schwierig. Auch hier erscheint Diversifikation angezeigt, weshalb die fachkundige Umsetzung durch einen entsprechend ausgerichteten Fonds angezeigt scheint.

Die größte Bandbreite von Nachhaltigkeitsverständnissen findet sich bei den Investmentfonds. Die Berücksichtigung von Kriterien bezüglich Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung (ESG – Ecology, Social, Governance) ist bei den großen Anbietern Standard. Dagegen streuen die Kriterien für als „nachhaltig“ vermarktete Fonds sehr stark und reichen von einfachen Ausschlüssen (z.B. Personenlandminen, Streumunition) über CO2-Emissionen bis hin zu Wirkungsansprüchen, wobei letzteres eher die Ausnahme darstellt.

Die Mehrheit derart ausgerichteter Fonds könnte ist eher konzipiert, Schlimmeres zu verhindern, weniger dagegen Gutes mit positiven Nachhaltigkeitswirkungen zu finanzieren. Bei den Aktienfonds sind wirkungsorientierte Fonds ebenfalls noch die Ausnahme.

Und das alles mit € 3.000?

Meine Frau stellt ganz zu Recht die Frage, ob ich das alles mit dem Preisgeld realisieren kann und möchte. Zugegeben, die Bierdeckel werden relativ viel Risikobudget verbrauchen, aber auf die möchte ich am wenigsten verzichten. Ansonsten die berühmte Antwort: Im Prinzip ja! Ist für die genannten Instrumente auch mit vergleichsweise kleinen Anlagebeträgen indirekt über Fonds darstellbar. Allerdings ist die Auswahl nicht besonders groß.

Gewissermaßen aus Gründen der „Haltbarkeitsdauer“ dieses Artikels werden die einzelnen Bausteine nicht konkreter benannt. Das Angebot nachhaltiger Anlagemöglichkeiten für Privatanleger entwickelt sich sehr dynamisch. Für den institutionellen Bereich gibt es schon ein deutlich breitetes Angebot. Diese Lücke sollte bald kleiner werden. Schließlich handeln für die Institutionen ebenfalls Menschen mit den gleichen Wünschen und Vorlieben. Deshalb erscheint die derzeitige Angebotsdiskrepanz eine sehr unnatürliche zu sein.

Freue mich auf viele Diskussionen, hier,  beim „comdirect finanzblog award“ und natürlich auch in der „comdirect Community

 

 

 

Klimaschutz ein guter Ansatz, aber…

Beitragsbild: Mäandernder Jetstream, Quelle: NASA/InsideClimate News

Der heiße Sommer hat das Bewußtsein für den Klimawandel verstärkt. Biergarten, Boulevardpresse, Lokalzeitung, Internet, soziale Medien: Überall wird das Stichwort häufiger verwendet. Auf der Titelseite der Bonner Lokalzeitung „General-Anzeiger“ finden sich Visualisierungen der NASA. Ein mäandernder Jetstream sorgt für stabiles Wetter, lenkt kalte und warme Luftströmungen in ungewohnte Richtungen. Und ausgerechnet in diesen Zeiten stellt die Union Investment ihren Aktienfonds „UniSector: Klimawandel“ mangels Erfolg ein? Verkehrte Welt oder Tücke des Konzepts? Einige Überlegungen.

6. August 2018

Dr. Ralf Breuer

2018-08-06 jetstream

Quelle: NASA/InsideClimateNews. Der mäandernde Jetstream lenkt kalte und warme Luft in ungewohnte Richtungen und befeuert so den Klimawandel.

Medienpräsenz ohne Anlegerresonanz?

Union Investment wird ihren seit 2007 bestehenden Fonds „UniSector: Klimawandel“ zum 30.9.2018 auf den Fonds „UniAktien Nachhaltig Global“ verschmelzen. Als Grund wird das mit € 33 Mio. geringe Fondsvolumen angegeben. Allerdings konnte auch der aufnehmende Fonds in den knapp neun Jahren seines Bestehens nur € 157 Mio. gewinnen.

In ihrem Halbjahresbericht zum 30.6.2018 berichtet die Union Investment von einem deutlichen Anstieg nachhaltiger Mandate: € 42 Mrd. im Vergleich zu € 30 Mrd. im Vorjahr (Pressemitteilung vom 24.7.2018), bezieht dies allerdings ausdrücklich auf das gestiegene Interesse institutioneller Investoren. So wird sich das Volumen privater Anleger gegenüber dem Jahresende 2017 nicht proportional erhöht haben. Für den 31.12.2017 wurden die Bestände nachhaltiger Fonds für institutionelle und private Anleger auf € 30,7 Mrd. bzw. € 2,8 Mrd. beziffert. Immerhin wurde ein prozentualer Anteil von 12,6 % des gesamten Mittelvolumens von € 332 Mrd. erreicht.

Eine Durchsicht der angebotenen Fonds zum 1.8.2018 ergibt aktuell ein Volumen von € 914,1 Mio. im aktuellen Angebot der genossenschaftlichen Finanzgruppe. Bei der Sparkassenorganisation ergibt sich (bei höherem Marktanteil) ein Wert von € 1,6 Mrd. beim zentralen Wertpapierdienstleister Deka Investments (Stand 1.8.2018, Quelle: Fondssuche Stichwort „nachhaltig“, ohne Deka Stiftungen Balance CF, € 1,6 Mrd.).

Interessante Vergleichswerte bieten die von Union Investment betreuten Nachhaltigkeitsfonds auf fremde Initiative, die nicht offiziell über alle Genossenschaftsbanken vertrieben werden: Die für einige Kirchenbanken aufgelegten „KCD-Union“ Nachhaltigkeitsfonds haben ein Volumen von € 735 Mio., der von GLS Bank und KD Bank initiierte „FairWorldFonds“ sogar € 956,4 Mio. und damit mehr als die gesamte Fondsfamilie der Finanzgruppe.

Für die Ursachen dieses überraschenden Zahlenbildes gibt es wohl klare Ursachen: Wenig Vertriebsaufwand und fehlende Beraterqualifikation. Dies erscheint eine geeignete Erklärung für die vergleichsweise hohen Volumina der Fonds, die für Banken mit einem vergleichsweise sehr kleinen Marktanteil aufgelegt wurden: Deutlich stärkere Vertriebsanstrengungen und Berater, die hinter den Konzepten stehen.

Der institutionelle Irrglaube

In der genannten Pressemitteilung der Union Investment werden vor allem institutionelle Investoren als Treiber für nachhaltige Mandate genannt. Dies ist insofern richtig, als das diese aktiver Nachhaltigkeit einfordern. Ansonsten befördert der Vergleich von Studien über private und institutionelle Investoren ein erstaunlich stimmiges Bild: Die Menschen in beiden Anlegergruppen fordern Beratung und Transparenz, insbesondere in Hinblick auf die Wirkungen der Geldanlage. Insofern ist die Finanzwelt auf dem richtigen Weg, Nachhaltigkeit vorausschauend an ihren Beiträgen zu den nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs) der Vereinten Nationen und nicht länge an historischen Daten wie Energieverbrauch, Gleichstellung und anderen (ESG-)Kriterien zu messen.

Ähnliche Bedürfnisse bei privaten…

Spiegel Online berichtet am 27.10.2017 über eine Studie des Marktforschungsinstituts GfK im Auftrag des Institut für nachhaltige Kapitalanlagen (NKI)Deutsche wollen ihr Geld nachhaltig anlegen – tun es aber nicht: „Das Interesse von deutschen Anlegern an nachhaltigen Geldanlagen ist nicht gerade gering: Immerhin 40 Prozent aller Privatanleger in Deutschland finden nachhaltige Kapitalanlagen so attraktiv, dass sie ihr Geld dort investieren würden. … Doch für ein solches Investment haben sich bislang nur mickrige 4,8 Prozent der Privatanleger entschieden.“

Die Anleger bemängeln vor allem fehlende Transparenz (40%) und unklare Wirkungen für eine nachhaltigere Entwicklung (35%) sowie höhere Risiken (31%) und unzureichende Beratung durch die Hausbank (22%, Mehrfachnennungen möglich). Leider ist diese Einschätzung sehr gut nachvollziehbar und weist den Weg zu einem größeren Markterfolg nachhaltiger Geldanlagen. Den Bericht bei Spiegel Online finden Sie hier: Deutsche wollen ihr Geld nachhaltig anlegen – tun es aber nicht. Auch die zwölfseitige Studie des NKI ist online verfügbar: Nachhaltige Kapitalanlagen bei Privatanlegern.

…und institutionellen Anlegern

In der am 4.6.2018 veröffentlichten Präsentation zur Nachhaltigkeitsstudie 2018 bestätigt die Union Investment dieses Bild – allerdings für institutionelle Anleger: Nachhaltiges Vermögensmanagement institutioneller Anleger 2018 in Deutschland. Interessanter Weise ähneln sich die Aussagen sehr stark: Über die Hälfte der 202 Befragten schätzt den Beratungsbedarf als hoch oder sehr hoch ein (S. 8), 78 % würden mehr in Nachhaltigkeit investieren, wenn Messansätze vorhanden wären (S. 12). Offenbar sind die Bedürfnisse der Menschen (!) beruflich und privat deutlich ähnlicher als vielfach dargestellt.

Klima gerne, Fußabdruck bitte nicht

Einige Anbieter konzipieren ihre Fonds nach dem Klima-Fußabdruck der Unternehmen, deren Wertpapiere sie kaufen. Die Verbraucherzentrale Bremen hatte bereits 2014 verschiedene Fonds verglichen und hatte dabei für Nachhaltigkeitsfonds sehr heterogene Ergebnisse erzielt. M.a.W.: Die CO2-Bilanz und Nachhaltigkeit stehen in keiner engen Beziehung. So kann eine Minimierung von CO2-Werten in Aktienfonds zu sehr unerwünschten Ergebnissen führen, z.B. einem weit überdurchschnittlichen Anteil von Finanzwerten. CO2 und rückschauende Nachhaltigkeitsbewertungen (z.B. „ESG-Scores“) sind in Bezug auf die von den Anlegern gewünschte Wirkungsorientierung nicht zielführend. Mehr dazu im Beitrag Mehr Transparenz bei Investmentfonds.

Leider wird Klimaschutz bzw. CO2-Neutralität oder sogar CO2-Positivität in einen irreführenden Kontext gesetzt. So in Schlagzeilen der Stadt Liverpool und dem dort beheimateten Autoproduzenten BAC: Beide Institutionen kooperieren mit https://poseidon.eco/carbon.html. Poseidon misst vereinfacht den CO2-Ausstoß von Aktivitäten und sorgt für eine Kompensation z.B. Wiederaufforstungsprogramme durch den Dienstleister Ecosphere+. Während die Stadt Liverpool eine Überkompensation ihrer Aktivitäten verspricht, widerspricht sich der Text der entsprechenden Pressemitteilung von BAC vom 28.6.2018. Im Titel verspricht sie „BAC Partners With Poseidon to Become First Car Manufacturer to Go Climate Positive„, im Text ist es dagegen ein Angebot an die Kunden: „Whenever a BAC customer completes a transaction – from purchasing to servicing a Mono – they will be offered the opportunity to make an additional contribution through Poseidon’s platform which goes directly towards forest conservation.“

CO2-Vermeidung der Kompensation überlegen

Anlagen in die Vermeidung von CO2-Ausstößen sind einer (Über-)Kompensation überlegen, da diese erst im Zeitverlauf über die Lebenszeit der gepflanzten Bäume entsteht. Investionen in die Vermeidung können z.B. über Aktien von Unternehmen mit entsprechenden Technologien, Klimaanleihen (Green Bonds) oder auch Schwarmfinanzierungen möglich, die teilweise noch weitere Entwicklungsziele fördern. Einen Überblick bietet die Seite SDG – S(innvoll) D(eponiertes) G(eld).

Klimaschutz ein guter Ansatz, aber…

Die Untersuchungen über Anlegerbedürfnisse legen nahe, dass Anlageprodukte vor allem transparent und glaubwürdig sein sollte. Beide Kriterien sind in der heutigen Produktlandschaft allerdings eher Mangelware. Allerdings macht der Erfolg bestimmter Angebote trotz vergleichsweise schmaler Vertriebsbasis deutlich, dass sie die entscheidenden Erfolgsfaktoren für die Verbindung von Geldanlagen und positiven Nachhaltigkeitseffekten sind.

Um auf die einleitende Frage zurück zu kommen: Weniger verkehrte Welt als Tücke des Konzepts. Stichworte reichen weder den Kunden noch ihren Betreuern. Es bedarf schon viel Transparenz und Glaubwürdigkeit, um ein entsprechendes Produkt „in die Hand zu nehmen“. Werte haben ist notwendig, aber nicht hinreichend für überzeugende Produkte, insbesondere bei Investmentfonds.

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Fünfundvierzig

Beitragsbild: Handelsverband Deutschland – HDE e.V.

Inhalt:  Milliardenmarkt Nachhaltigkeit (Wh.); Deutsches Fondsangebot: Henne, Ei und Nachhaltigkeit; In eigener Sache: Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

2. August 2018

Dr. Ralf Breuer

Milliardenmarkt Nachhaltigkeit (Wh.)

2018-07-26 Handel

Das war schon in der Nummer Vierundvierzig vom 26.7.2018 ist aber ein schönes Intro für die nachfolgenden Überlegungen: Mit eindrucksvollen Zahlen und Wachstumsraten unterstreicht der HDE als Spitzenverband des deutschen Einzelhandels die Marktdimension und das anhaltende Momentum. Umso verwunderlicher, dass nur wenige Banken dem starken gesellschaftlichen und wirtschaftlichem Trend wirklich folgen. Die Teile der Kreditwirtschaft, die Nachhaltigkeit als geschäftspolitischen Treiber erkannt haben, erfreuen sich dagegen beachtlicher Wachstumsraten wie in einigen nachfolgenden Beispielen deutlich wird. Der HDE hat selbst eine umfangreiche Nachhaltigkeitsstrategie.

Deutsches Fondsangebot: Henne, Ei und Nachhaltigkeit

In Nummer Sechzehn am 27.10.2017 war folgender Abschnitt enthalten:

Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz – Der erste Artikel in diesem Blog war dem Thema Geld anlegen und Gutes tun? – Leichter gesagt als getan gewidmet. Spiegel Online berichtet am 27.10.2017 über eine Studie des Marktforschungsinstituts GfK im Auftrag des Institut für nachhaltige Kapitalanlagen (NKI)Deutsche wollen ihr Geld nachhaltig anlegen – tun es aber nicht: „Das Interesse von deutschen Anlegern an nachhaltigen Geldanlagen ist nicht gerade gering: Immerhin 40 Prozent aller Privatanleger in Deutschland finden nachhaltige Kapitalanlagen so attraktiv, dass sie ihr Geld dort investieren würden. … Doch für ein solches Investment haben sich bislang nur mickrige 4,8 Prozent der Privatanleger entschieden.“

Die Anleger bemängeln vor allem fehlende Transparenz (40%) und unklare Wirkungen für eine nachhaltigere Entwicklung (35%) sowie höhere Risiken (31%) und unzureichende Beratung durch die Hausbank (22%, Mehrfachnennungen möglich). Leider ist diese Einschätzung sehr gut nachvollziehbar und weist den Weg zu einem größeren Markterfolg nachhaltiger Geldanlagen. Den Bericht bei Spiegel Online finden Sie hier: Deutsche wollen ihr Geld nachhaltig anlegen – tun es aber nicht. Auch die zwölfseitige Studie des NKI ist online verfügbar: Nachhaltige Kapitalanlagen bei Privatanlegern.

Union Investment bestätigt den Trend

In der am 4.6.2018 veröffentlichten Präsentation zur Nachhaltigkeitsstudie 2018 bestätigt die Union Investment dieses Bild – allerdings für institutionelle Anleger: Nachhaltiges Vermögensmanagement institutioneller Anleger 2018 in Deutschland. Interessanter Weise ähneln sich die Aussagen sehr stark: Über die Hälfte der 202 Befragten schätzt den Beratungsbedarf als hoch oder sehr hoch ein (S. 8), 78 % würden mehr in Nachhaltigkeit investieren, wenn Messansätze vorhanden wären (S. 12). Hier bietet die Hinwendung zu den nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs, Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen gute Ansätze, die bereits von einigen Anbietern für die Bewertung von Anlagen aufgegriffen weden. Grundsätzlich stellt sich (erneut) die Frage, ob die Unterschiede zwischen privaten und institutionellen Anlegern nicht eigentlich viel geringer sind als zumeist dargestellt.

Am 24.7.2018 veröffentlichte die Union Investment ihren Bericht über das erste Halbjahr 2018. Darin wird zitiert:

Für immer mehr institutionelle Kunden wird Nachhaltigkeit ein unabdingbarer Bestandteil ihrer Investmentstrategie

Hans Joachim Reinke

Vorstandsvorsitzender von Union Investment

 

Tatsächlich ist der Bestand an nachhaltig verwalteten Mitteln in den vergangenen Monaten von rund € 30 Mrd. auf über €  42 Mrd. gestiegen. Zum Jahresende waren es noch € 33,5 Mrd., so dass nachhaltige Anlagen bedeutend zu dem Bruttoanstieg der verwalteten Mittel von € 324 auf € 332,7 Mrd. beigetragen haben dürften.

In der Präsentation für das Jahr 2017 war eine Aufteilung nachhaltiger Anlagen auf institutionelle (€ 30,7 Mrd.) und private Anleger (€ 2,8 Mrd.) enthalten. Das Gesamtvolumen der als nachhaltig etikettierten Fonds bei der Union Investment liegt bei etwa € 2,6 Mrd. Darin sind auch Fonds auf fremde Initiative, z.B. die KCD-Union Fonds von Kirchenbanken (€ 735 Mio.) enthalten (Quelle: https://www.union-investment.de/handle?action=viewFundslist 2.8.2018, eigene Berechungen).

Trendthema ohne Lobby? – Oder Vertrieb ohne Power?

Nachhaltigkeit ist ein unbestrittenes Trendthema. Klimawandel ist in aller Munde. Da stellt sich die Frage, wieso der schon 2007 aufgelegte „UniSektor Klimawandel“ aktuell nur € 33 Mio. verwaltet. Alle Nachhaltigkeitsfonds im Vertrieb der genossenschaftlichen Finanzgruppe weisen aktuell zusammen ein Volumen von € 947 Mio. aus – bei € 332,7 Mrd. Gesamtvolumen.

Im Vergleich dazu hat der von der GLS Bank und der KD Bank initiierte „FairWorldFonds“, der nur selektiv im Vertrieb von Banken war, ein Volumen von € 956,4 Mio. Die für Kirchenbanken aufgelegten „KCD-Union“ Fonds verwalten immerhin auch € 735,5 Mio. Eigene Stichproben haben bisher keine Spuren von Nachhaltigkeit im stationären Vertrieb der genossenschaftlichen Finanzgruppe erkennen lassen. Vielleicht wäre dies eine mögliche Erklärung.

Bei der Finanzgruppe der Sparkassen lassen sich vergleichbare Zahlen finden: Deka Investment verwaltet € 1,4 Mrd. in Nachhaltigkeitsfonds bei € 282,9 Mrd. Gesamtvolumen (Stand 31.12.2017, Halbjahresbericht am 22.8.2018).

Auf die Produkte kommt es an

Nach eigener Analyse stellen Investmentfonds die Königsdisziplin nachhaltiger Geldanlagen dar. Die meisten Analysen und Testversuche münden mit einer Fülle von Risiken und Nebenwirkungen, die schon die Kundenberater abschrecken müssen. Wie Produkte beschaffen sein sollten und worin die Probleme bestehen zeigt der Beitrag Mehr Transparenz bei Investmentfonds. Schon im Interesse der Berater sind Transparenz und Glaubwürdigkeit Grundvoraussetzungen für einen Markterfolg. Leider wird der manchmal mit Ansätzen gesucht, die zwar plausibel erscheinen, es bei näherer Betrachtung aber nicht unbedingt sind, z.B. CO2 bzw. der Klima-Fußabdruck. Dies bestätigt leider auch der jüngste Beitrag von Vanessa Bolmer im GLS-Blog: Klimatransparenz – Der Carbon Footprint

In eigener Sache

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Vierundvierzig bis Eins

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Vierundvierzig

Beitragsbild: Handelsverband Deutschland – HDE e.V.

Inhalt:  Milliardenmarkt Nachhaltigkeit; EU-Aktionsplan: Entwurf für Anpassung von MiFIDII; Genossenschaftsbanken mit missverständlicher Aussage; GLS Crowd mit beeindruckender Zeichnung; Wachstum in vielen Segmenten; In eigener Sache: Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

26. Juli 2018

Dr. Ralf Breuer

Milliardenmarkt Nachhaltigkeit

2018-07-26 Handel

Mit eindrucksvollen Zahlen und Wachstumsraten unterstreicht der HDE als Spitzenverband des deutschen Einzelhandels die Marktdimension und das anhaltende Momentum. Umso verwunderlicher, dass nur wenige Banken dem starken gesellschaftlichen und wirtschaftlichem Trend wirklich folgen. Die Teile der Kreditwirtschaft, die Nachhaltigkeit als geschäftspolitischen Treiber erkannt haben, erfreuen sich dagegen beachtlicher Wachstumsraten wie in einigen nachfolgenden Beispielen deutlich wird. Der HDE hat selbst eine umfangreiche Nachhaltigkeitsstrategie

Zuvor aber noch ein weiterer kurzer Diskurs in den (französischen) Einzelhandels. Hier sorgte das lokale Angebot eines Standorts einer grossen Supermarktkette für beträchtliche Aufregung in den sozialen Medien: Vorportionierte frische Lebensmittel in Verpackungen, z.B. drei halbierte Tomaten zu Kilopreis von € 6,90.

EU-Aktionsplan: Entwurf für Anpassung von MiFIDII

Der von der EU-Kommission vorgelegte Entwurf für Anpassungen von MiFIDII sieht im Wesentlichen vor, entsprechende Beratungswünsche von Kunden erfüllen zu können. Das schliesst noch nicht die durchgängige Befähigung aller Kundenberater ein. Allerdings würden schon die relativ schwach formulierten Anforderungen im Entwurf weite Teile der Kreditwirtschaft vor erhebliche Probleme stellen und einen großen Schulungsbedarf nach sich ziehen.

Einige Einwände zielen auf mangelnde Standards und auch fehlende Objektivität von Nachhaltigkeitskriterien, was die Kommission erkannt hat und in den Erläuterungen aufgreift. Insofern könnte der Vorschlag des Bankenverbands zielführend sein, Beratungspflichten nach der Erstellung von Produktstandards („Taxonomie“) einzuführen. Dies hat auch die genossenschaftliche Finanzgruppe aufgegriffen (s.u.).

Genossenschaftsbanken mit missverständlicher Aussage

Im Rahmen der Bilanzpressekonferenz am hat sich die genossenschaftliche Finanzgruppe etwas missverständlich positioniert:

2018-07-26 BVR

Quelle: BVR – Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V.

Mit der zweiten Aussage ist gemäß den Aussagen von Vorstandsmitglied Gerhard Hofmann die Abgrenzung von bilanziellen Produkten zu Kapitalmarktinstrumenten gemeint, nicht aber „traditionell“ versus „nachhaltig“ (vgl. S. 4f. Statement Hofmann).

Es ist richtig, dass die EU-Kommission sehr gradlinig eine regulatorische Entlastung nachhaltiger Produkte vorgeschlagen hat. Dies dürfte für die Regulierungsbehörden kaum tragbar sein. Sie werden vielmehr argumentieren, dass weite Teile der Kreditwirtschaft neue Risikotreiber, insbesondere Klimarisiken noch nicht hinreichend erkannt und gehandhabt haben. (Vgl. insbesondere Nummer Neununddreissig).

GLS Crowd mit beeindruckender Zeichnung

Am 24.7.2018 konnte die GLS Crowd mit EXYTRON eine beeindruckende Zeichung erleben. Nach nur drei Stunden war der Gesamtbetrag von € 550.000 (7%, 5 Jahre, ggf. 4% Bonus) vollständig platziert. Exytron hat ein Verfahren zur Speicherung und Rückgewinnung erneuerbarer Energien (durch Gas) entwickelt. Einzelheiten in der Projektbeschreibung. Nach telefonischer Auskunft der GLS Crowd am 24.7.2018 spielten hierbei größere Einzelinvestments ausserhalb des Schwarmfinanzierungsprozesses keine Rolle. Es besteht mittlerweile die Möglichkeit auch individuelle Einzelanlagen im Bereich von € 20.000 bis € 100.000 zu tätigen (Informationen bei GLS Crowd). (N.B.: Die GLS Crowd nutzt zwar das Logo und den Slogan der GLS Bank, wird aber nicht von dieser betrieben. Die Bank schlägt lediglich die Projekte vor.)

Beobachtungen der Zeichnungsverläufe zeigen, dass sich Energieprojekte ein höheren Beliebheit erfreuen als beispielsweise Betriebsmittelfinanzierungen im (nachhaltigen) Einzelhandel. Eine nähere Beschreibung von Crowdfinanzierungen findet sich auf der Seite SDG – S(innvoll) D(eponiertes) G(eld).

Wachstum in vielen Segmenten…

Bloomberg veröffentlicht wöchentlich eine Nachrichtenzusammenstellung zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft: Weekly Brief: Sustainable Finance. Die aktuelle Ausgabe berichtet u.a. von einer steigenden Anzahl von Großkrediten jenseits von € 1 Mrd., deren Konditionen von der Entwicklung vordefinierter Nachhaltigkeitskriterien abhängen. Nach neun solcher Kredite in Europa 2017 wurden 2018 schon 12 nachhaltigkeitsorientierter Fazilitäten registriert. Auch das Segment „grüner Anleihen“ wird weiter wachsen. So erwartet BNP Paribas bis 2019 gegenüber 2017 schon eine Verdreifachung des Volumens in Japan auf mehr als € 6 Mrd.

Zweiter Sustainable Finance Gipfel Deutschland

Am 25.9.2018 lädt der Hub for Sustainable Finance Deutschland zum zweiten Gipfeltreffen in Frankfurt ein. Programm und Ansprechpartner für eine Einladung zur Teilnahme finden sich auf der Seite des H4SF – Hub for Sustainable Finance Germany Investabel® wird hier als einer der Beiträge geführt.

In eigener Sache

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Dreiundvierzig bis Eins

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Dreiundvierzig

Beitragsbild: Darstellung von Intensität und Geschwindigkeit des Klimawandels von Ed Hawkins (siehe unten).

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Foto: Wochenprospekt Edeka Rhein-Ruhr 17.7. – 23.7.2018. Sowohl bei Edeka als auch bei Aldi Süd finden sich in dieser Woche einige Bezüge zu Nachhaltigkeit. Siehe Alltagsfotos Nachhaltigkeit

Inhalt: EU-Aktionsplan – Expertengruppe nimmt die Arbeit auf; Alle reden von Nachhaltigkeit … nur die Finanzwirtschaft nicht?; „Green Bonds“ weiter mit dynamischem Wachstum; Neue Darstellung des Klimawandels: In eigener Sache: Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

18. Juli 2018

Dr. Ralf Breuer

EU-Aktionsplan: Expertengruppe nimmt die Arbeit auf

Am 8. Juli 2018 hat die von der EU-Kommission eingesetzte Expertengruppe (Technical Expert Group, #TEG) in Brüssel die Arbeit aufgenommen. Ihre Aufgabe ist die Erarbeitung eines Klassifizierungssystems für nachhaltige Finanzprodukte („Taxonomie“).

Die EU-Kommission benannte am 13. Juni 2018 die 35 Mitglieder der Technical Expert Group. Leider ist die deutsche Finanzwirtschaft in dieser Gruppe nur unterdurchschnittlich vertreten. Insbesondere fehlt das Engagement der großen Anbieter für das Geschäft mit privaten Kunden.

Den Initiatoren des von Investabel® mitunterzeichneten Offenen Briefs zum Thema Sustainable Finance vom 17.4.2018 ging zwischenzeitlich eine Antwort des Vizepräsidenten der EU-Kommission zu: Letter from Vice-President Dombrovskis. Die Bundesregierung reagierte dagegen nicht. Eine Zusammenstellung von Reaktionen finden Sie fortlaufend Im Blog, zuletzt in Nummer Zweiundvierzig.

 

Alle reden von Nachhaltigkeit… nur die deutsche Finanzwirtschaft nicht?

Dass diese Frage nicht pauschal beantwortet werden kann, stellt ein Beitrag in der Nummer Zweiundvierzig zusammen. Interessant ist aktuell die Häufung der Bezüge zu Nachhaltigkeit in der Werbung des Lebensmitteleinzelhandels. Hierzu aktuelle Beispiele von Aldi Süd und Edeka Rhein-Ruhr in der Zusammenstellung Alltagsfotos Nachhaltigkeit.

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Quelle: Aldi Süd Wochenprospekt 17.7. – 23.7.2018

„Grüne Anleihen“ weiterhin mit dynamischem Wachstum

Laut Bloomberg wurden im ersten Halbjahr 2018 USD 78 Mrd. neue „grüne Anleihen“ (Green Bonds) begeben. Das entspricht einem Zuwachs von 11 % gegenüber den ersten sechs Monaten 2017.

2018-07-17 Bloomberg Green Bonds Volumina

Quelle: Bloomberg

In nahezu allen Teilsegmenten wird weiteres Wachstum erwartet, insbesondere auch bei gedeckten Schuldverschreibungen (covered bonds, z.B. von S&P) und auch „grünen Staatsanleihen“ (Moody’s). Hier sind mit Belgien, Fidji, Frankreich, Indonesien, Litauen, Nigeria und Polen überhaupt erst sieben Staaten aktiv.

Die Begebung von „Green Bonds“ wird unter Investoren als klares Bekenntnis zum Klimaschutzabkommen von Paris gewertet. Die anglikanische Kirche in Großbritannien (Church of England) hat z.B. angekündigt, nach 2023 nur noch in Unternehmen zu investieren, die sich zum Pariser Abkommen bekannt haben. Die Kirche verwaltet ein Vermögen von rund USD 16 Mrd. (Quelle: Bloomberg).

Bei der Wertentwicklung entwickelten sich „Green Bonds“ zuletzt besser als herkömmliche Anleihen, wie eine Auswertung bei Bloomberg zeigte.

2018-07-17 Bloomberg Green Bonds Perf

Quelle: Bloomberg

Neue Darstellung des Klimawandels

Vor zwei Jahren hat der britische Meteorologe Ed Hawkins eine Filmgrafik entworfen, die den Klimawandel anschaulich machte. Diese Grafik verbreitete sich in kürzester Zeit weltweit. Obwohl sie nicht druckfähig war, begeisterte sie auch die Printmedien. Nun hat Prof. Hawkins eine druckfähige Darstellung entworfen, mit der global, regional und lokal Abweichungen von der Durchschnittstemperatur visualisiert werden können.

So stellt die nachfolgende Grafik die jährlichen Abweichungen von der globalen Durchschnittstemperatur dar. Diese ist seit 1850 um 1,35 Grad gestiegen, wobei die Abweichungen nach oben (rote Streifen, Farbintensität nach Ausmaß) im  21. Jahrhundert deutlich zugenommen haben. Dies symbolisiert wiederum einen höheren Anstieg im Zeitverlauf.

2018-07-09 Klimawandel Hawkins

Quelle: Ed Hawkins

Was für Digitalisierung gilt, gilt für Nachhaltigkeit und insbesondere den Klimawandel erst recht: Der grösste Fehler ist, abzuwarten und nichts zu tun. (so Manuel Gerres zu der von ihm bei der Deutschen Bahn geleiteten Digitalisierung. Quelle: Handelszeitung 26.4.2018)

In eigener Sache

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Zweiundvierzig bis Eins

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Zweiundvierzig

 

Beitragsbild: Von Studierenden des Studiengangs Kommunikationsdesign an der Rheinischen Fachhochschule Köln in Kooperation mit #17Ziele gestalteter Bierdeckel, von dem 85.000 Stück in Kölner Lokalen verteilt wurden

Inhalt: Alle reden von Nachhaltigkeit … nur die Finanzwirtschaft nicht ?: 1. Stimmt nicht 2. Stimmt nicht ganz 3. Und stimmt doch ein bisschen; Energieeffizienz und Immobilienfinanzierung; Dt. Nachhaltigkeitsstrategie sollte Finanzen abdecken; Alle reden von #GAFAs…; …und jetzt auch von #BAT; Apropos China: ICBC größter Green Bond in London; In eigener Sache: 1. comdirect finanzblog award, 2. Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

18. Juni 2018

Dr. Ralf Breuer

Alle reden von Nachhaltigkeit…

…nur die Finanzwirtschaft nicht?

1. Stimmt nicht

Tatsächlich ist Nachhaltigkeit in der Finanzbranche ein Thema. Bei manchen Unternehmen sogar ein sehr prominentes, z.B. auf der Hauptversammlung von  HSBC Deutschland:

Für den Mutterkonzern HSBC ist Nachhaltigkeit ein globales Kernthema der Strategie. Vgl. HSBC Sustainable Finance Briefings 2017.

Auch im Allianz-Konzern hat das das Thema einen hohen Stellenwert:

Neben der KfW Bankengruppe (Dr. Karl Ludwig Brockmann, Nachhaltigkeits-beauftragter) und Allianz Global Investors (Dr. Steffen Hoerter) ist die deutsche Finanzbranche in der technischen Arbeitsgruppe zur Umsetzung des Aktionsplans der EU-Kommission nicht unmittelbar repräsentiert (Pressemitteilung der EU-Kommission vom 13.6.2018 (EN)).

Auch im Alltag ist Nachhaltigkeit häufiger in den verschiedensten Branchen anzutreffen. Eine Sammlung von Zufallsbegegnungen: Alltagsfotos Nachhaltigkeit.

2. Stimmt nicht ganz

Auch in anderen Bereichen der deutschen Finanzwirtschaft ist Nachhaltigkeit ein Thema auf der Agenda. Sehr (zu) häufig aber mehr im Sinne der seit 2017 geltenden CSR-Berichtspflicht für Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern.

Auch bei der Deutschen Bank hat Nachhaltigkeit zuweilen eine prominentere Bedeutung in der externen Kommunikation. Die entsprechenden Indizien sind indes etwas versteckt. Auf der kürzlich lancierten Seite https://wozubanken.de/ wird neben der „Wirtschaft“ und der „Plattform-Revolution“ der „Planet“ als dritte Säule genannt.

3. Und stimmt doch ein bisschen

Während private (Pressemitteilungen Bankenverband vom 8.3. und 24.5.2018) und öffentliche (Pressemitteilung VÖB vom 8.3.2018) Banken den Aktionsplan der EU-Kommission mit nur geringen Einschränkungen ausdrücklich begrüßt haben, war die gemeinsame Einschätzung der fünf großen Interessensvertretungen unter Federführung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) zwischen lau (Pressemitteilung Die Deutsche Kreditwirtschaft vom 8.3.2018) und ignorierend: In der jüngsten gemeinsamen Stellungnahme zum „EU-Bankenpaket“ findet der Plan mit keinem Wort Erwähnung ! – Vgl. Pressemitteilung Die Deutsche Kreditwirtschaft vom 25.5.2018.

Energieeffizienz und Immobilienfinanzierung

Bei der Initiative der europäischen Hypothekenbankvereinigung zur Förderung energieeffizienter Immobilienfinanzierungen ist die deutsche Beteiligung etwas deutlicher: EeMAP – Energy efficient Mortgage Action Plan (Pressemitteilung vom 14.6.2018) kommen drei der 33 Pilotbanken aus Deutschland. Die teilnehmenden Banken repräsentieren immerhin 45 % der ausstehenden Hypothekendarlehen in Europa, was etwa 21% des kumulierten Bruttoinlandsprodukts entspricht.

Die Initiative versteht sich selbst im Kontext des Aktionsplans der EU-Kommission und hat das Ziel, einen einheitlichen Rahmen für die Finanzierung von Energieeffizienz und die damit verbundene Datenerhebung zu schaffen. Für die Kunden soll eine effiziente Energieverwendung unmittelbar die Kreditkonditionen günstiger gestalten.

Dt. Nachhaltigkeitsstrategie sollte Finanzen abdecken

Am 6. Juni 2018 hat sie ein Konsultationspapier zur Überarbeitung der erst im Januar 2017 neu gefassten Nachhaltigkeitsstrategie veröffentlicht: Konsultationspapier zur Überarbeitung der Strategie 2018. Das Papier wurde vom „Staatssekretärsausschuß für nachhaltige Entwicklung“ verfasst.

Nachhaltige Finanzwirtschaft (SustainableFinance) findet sich im Konsultationspapier damit nur am Rande durch Erwähnung des „Hub for Sustainable Finance Germany“ (www.h4sf.de) (S. 5) und Nennung des EU-Aktionsplans als zukünftigem Tagesordungspunkt des Staatssekretärsauschusses im Zeitraum bis Ende 2019 (S. 6). Vor dem Hintergrund der Tragweite und der Dynamik der Entwicklung insbesondere auf europäischer Ebene erscheint die Ausklammerung des Finanzsektors nicht angemessen. Die Argumente sind in einem Beitrag zu den Konsultationen zusammengefasst: Beitrag Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie.

Zwischenzeitlich hat sich auch die Europäische Zentralbank EZB in einem Brief an Mitglieder des europäischen Parlaments vom 12.6.2018 für den Aktionsplan ausgesprochen. Sie sieht u.a. auch als Beitrag zur Finanzmarktstabilität:

We also welcome the Action Plan on sustainable finance recently published by the European Commission as an important step towards integrating sustainability into financial decision-making. We actively support theproposed development of a common EU taxonomy of sustainable assets, as well as the proposals for strengthening sustainability disclosure, which could contribute to better pricing of environmental risks that might pose a threat to financial stability. (Letter from the ECB-President to Mr Paul Tang, Ms Neena Gill, Mr Jonás Fernández, Members of the European Parliament 12.6.2018)

Am 14.6.2018 äußerte sich in Frankfurt auch der Präsident der europäischen Versicherungsaufsichtsbehörde eiopa – European Insurance and occupational Pension Authority:

„Der oberste Versicherungsaufseher in Europa hält es für sinnvoll, eine eigene Anlageklasse für nachhaltige Investments zu schaffen. „Versicherer sollten die Transformation zu einer Industrie mit weniger Kohlenstoff unterstützen“, sagte eiopa-Präsident Gabriel Bernardino am Dienstagabend vor dem Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten. Anreize könnten die institutionellen Investoren zu einem solchen Verhalten bewegen. Das könnten zum Beispiel niedrigere Kapitalerfordernisse für solche Anlagen sein. „Damit wäre ich einverstanden, wenn es evidenzbasiert ist“, sagte er.“ (Philipp Krohn: Versicherer sollen nachhaltiger anlegen, www.faz.net 14.6.2018)

Der Hinweis auf „evidenzbasiert“ drückt diplomatisch aus, was bereits andere Finanzaufsichtsbehörden geäußert haben: Die von der EU-Kommission und auch französischen Interessenvertretern befürwortete pauschale Begünstigung „grüner“ Investments (Green Supporting Factor) widerspricht der Einschätzung der europäischen Aufsichtsbehörden.

Alle reden von #GAFAs…

Die aktuellen und möglichen Finanzdienstleistungen von Google, Amazon, Facebook, Apple (GAFAs – vgl. Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Zehn) sind immer wieder ein prominentes Thema.

2017-09-28 Baumgarten GAFAP

Quelle: Tobias Baumgarten, https://aboutfintech.de/infografik-gafa-und-paypal-in-banking-payment/

…und jetzt auch von #BAT

Kenner der Zahlungsverkehrsbranche verwenden schon seit einiger Zeit die Abkürzung „BAT“ für die chinesischen Internetgiganten Baidu, Alibaba und Tencent. Insbesondere die zu Alibaba gehörenden Dienstleister Ant Financial und Alipay haben ihre Aktivitäten seit einiger Zeit global ausgedehnt: Vgl. z.B. Nummer Dreizehn vom 11.10.2017. Die eindrucksvollen Aktivitäten von Ant Financial bzw. dem Bezahldienst Alipay beschreibt der Branchenkenner Tobias Baumgarten: Die Riesenameise vom 12.6.2018.

Alipay hat in Deutschland schon 2.000 Akzeptanzstellen, u.a. Rossmann, WMF-Shops und den Flughafen München. Zielgruppe sind global kaufkräftige chinesische Touristen, so dass insbesondere der Bereich Luxusgüter abgedeckt wird. Die Besonderheit liegt vor allem im technischen Bereich, da die chinesischen Kunden kaum Karten verwenden, sondern ihre Zahlungen mit auf dem generierten QR-Codes abwickeln. Für die QR-Codes im Zahlungsverkehr existiert seit Juli 2017 ein globaler Standard.

Die Potenziale der chinesischen Internetriesen hat am 28.5.2018 auch der Präsident der BaFin, Felix Hufeld, beschrieben: Digitalisierung – Chancen und Risiken in der Kredit- und Versicherungswirtschaft.

Einen Einblick in die aktuellen Entwicklungen im Alibaba-Konzern gibt ein am 17.6.2018 bei spiegel.de erschienener Artikel: Ann-Kathrin Nezik: Shopping der Zukunft – China revolutioniert das Einkaufen.

Eine pointierte Darstellung der in Ant Financial gebündelten Finanzaktivitäten findet sich im Blog von Chris Skinner: The Truth about Ant Financial.

Eine Randaktivität mit imposanten Dimensionen und auch Wirkungen wurde hier in einem früheren Beitrag beschrieben: Green Digital Finance.

Apropos China: ICBC größter Green Bond in London

Die London Stock Exchange konnte ihre aktuelle Übersicht zum Segment der Klimaanleihen kürzlich aktualisieren. Mit der Anleihe der chinesischen Bank ICBC (Industrial and Commercial Bank of China haben sich die Dimensionen in diesem Segment weiter nach oben verschoben (Vgl. ICBC London lists $1.58bn equivalent Green Bond on London Stock Exchange Green Bond Segment).

In eigener Sache

1. comdirect finanzblog award

Investabel® hat sich wieder um eine Teilnahme am comdirect finanzblog award 2018 beworben. Die Teilnahme im vergangenen Jahr hat sich in vielen neuen, wertvollen Kontakten ausgezahlt. Die Preisverleihung im abschliessenden Finanzbarcamp am 20.10.2018 ist ein lebendiger Treffpunkt der Blog- und fintechinteressierten Finanzszene.

2. Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Einundvierzig bis Eins

 

 

 

Beitrag Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie

Am 6. Juni 2018 veröffentlichte die Bundesregierung ein Konsultationspapier zur Aktualisierung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. Eine grundlegende Überarbeitung ist für das Jahr 2020 vorgesehen. Das Konsultationspapier des Staatssekretärsausschusses für nachhaltige Entwicklung nennt „nachhaltige Finanzwirtschaft“ (Sustainable Finance) nicht unter den sechs Fragebereichen für die Aktualisierung, was in Anbetracht der aktuellen Entwicklung insbesondere auf europäischer Ebene nicht sachgerecht erscheint. Nachhaltigkeit ist in der Finanzwirtschaft mittlerweile industrielle Logik, weshalb ihre Rolle für nachhaltige Entwicklung stark betont werden sollte. Zudem hat der Deutsche Bundesrat eine Empfehlung zur Umsetzung der Vorschläge der EU-Kommission beschlossen.

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Beitragsbild: Titelseite BaFin Journal Mai 2018

Dr. Ralf Breuer

11. Juni 2018, ergänzt 14. Juni 2018 (Pressemitteilung der EU-Kommission vom 13.6.2018), 15. Juni 2018 (Brief des EZB-Präsidenten an Mitglieder des europäischen Parlaments), 18. Juni 2018 (Aussage des Präsidenten der europäischen Versicherungsaufsicht)

Über Investabel®

Investabel® ist ein unabhängiges Informations- und Beratungsangebot zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft. Vor dem Hintergrund langjähriger Erfahrung in der Analyse des globalen Finanzsektors wird das Thema im Spannungsfeld mit den Großthemen Digitalisierung und Finanzmarktregulierung beleuchtet. Beispiele zu den Themen finden Sie unter Angebote. Investabel® war im April 2018 Mitunterzeichner des Offenen Briefs zum Thema Sustainable Finance an Berlin und Brüssel.

Nachhaltigkeitsstrategie wird aktualisiert

Am 4. Juni  2018 übergab die von der Bundesregierung eingeladene Expertenkommission um die frühere neuseeländische Regierungschefin Helen Clark ihren „Peer Review“ mit 11 Empfehlungen an die Bundeskanzlerin. Sehr prompt leitete die Bundesregierung am 6. Juni 2018 eine Konsultation für eine Aktualisierung der erst im Januar 2017 beschlossenen deutschen Nachhaltigkeitsstrategie mit Frist zum 26. Juni 2018 ein. Eine grundlegende Überarbeitung der Strategie ist für das Jahr 2020 vorgesehen.

Das Konsultationspapier des Staatssekretärsausschusses für nachhaltige Entwicklung, das den aktuellen Stand der Diskussion wiedergibt, benennt die Fragen, um die es bei der Aktualisierung geht (vgl. Bundesregierung 4.6.2018: Nachhaltige Entwicklung – Wir aktualisieren die Strategie: Machen Sie mit!):

  • Verlust von Lebensmitteln in Deutschland
  • Deutschlands Beitrag dazu, weltweit Hunger und Mangelernährung zu beenden und das Recht auf Nahrung zu verwirklichen
  • Bessere Berücksichtigung von Nachhaltigkeit bei der öffentlichen Beschaffung
  • Stärkung von Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • Wirkung von Forschungsinvestitionen
  • Bodenschutz

Nachhaltige Finanzwirtschaft (SustainableFinance) findet sich im Konsultationspapier damit nur am Rande durch Erwähnung des „Hub for Sustainable Finance Germany“ (www.h4sf.de) (S. 5) und Nennung des EU-Aktionsplans als zukünftigem Tagesordungspunkt des Staatssekretärsauschusses im Zeitraum bis Ende 2019 (S. 6).

Vor dem Hintergrund der Tragweite und der Dynamik der Entwicklung insbesondere auf europäischer Ebene erscheint die Ausklammerung des Finanzsektors nicht angemessen. Der Aktionsplan der EU-Kommission findet breite Unterstützung und eine überwältigende Mehrheit bei einer entsprechenden Resolution im europäischen Parlament. Der Deutsche Bundesrat hat der Bundesregierung in seiner Plenumssitzung am 27.4.2018 der Bundesregierung die Umsetzung auch in Deutschland empfohlen (Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Siebenunddreissig). Wichtige Akteure in  der Finanzwirtschaft haben den Plan bereits mit geringen Einschränkungen ausdrücklich begrüßt (vgl. Der Aktionsplan der EU-Kommission geht in die Umsetzung).

Am 13.6.2018 hat die EU-Kommission eine 35köpfige Expertenkommission für die technische Umsetzung des Aktionsplans auch mit deutschen Vertretern benannt (Pressemitteilung der EU-Kommission vom 13.6.2018 (EN), Technical Expert/Working Group, TEG). Insofern könnte Aktualisierung Hand-in-Hand mit den Aktivitäten auf europäischer Ebene erfolgen

Nachhaltigkeit ist industrielle Logik

Für die Finanzwirtschaft ist Nachhaltigkeit industrielle Logik geworden: Klimarisiken aus Klimawandel und Energiewende sind allgegenwärtig, die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen bestimmen die Investitionschancen (vgl. HSBC Sustainable Finance Briefings 2017). Das Bundesfinanzministerium hat bereits 2016 in einem Gutachten die Relevanz von Klimarisiken für den deutschen Finanzmarkt unterstrichen: BMF: Relevanz des Klimawandels für die Finanzmärkte. Insbesondere die Versicherungsbranche und die Pensionsfonds haben dies vergleichsweise früh erkannt und große Vermögensverwalter bereits Einiges umgesetzt (vgl. z.B. Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Einundvierzig).

Folgerichtig haben die europäischen Bankaufsichtsbehörden – in Deutschland die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und Deutsche Bundesbank – Klimarisiken im Fokus und sehen sie als wesentlich für die Risikoeinschätzung in der Kreditwirtschaft. Dies gilt ohne Ausnahmen: Die Diskussion möglicher Dieselfahrverbote belastet beträchtlich die deutsche Wirtschaft und hat zu Wertverlusten bei Dieselfahrzeugen geführt, ein höherer Anteil von Elektroantrieben führt zu strukturellen Veränderungen im produzierenden Gewerbe (vgl. Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Einundvierzig mit weiteren Verweisen auf vorausgegangene Ausgaben).

Auch die Europäische Zentralbank EZB hat sich in einem Brief ihres Präsidenten an Mitglieder des europäischen Parlaments vom 12.6.2018 für den Aktionsplan ausgesprochen. Sie sieht u.a. auch als Beitrag zur Finanzmarktstabilität:

We also welcome the Action Plan on sustainable finance recently published by the European Commission as an important step towards integrating sustainability into financial decision-making. We actively support theproposed development of a common EU taxonomy of sustainable assets, as well as the proposals for strengthening sustainability disclosure, which could contribute to better pricing of environmental risks that might pose a threat to financial stability. (Letter from the ECB-President to Mr Paul Tang, Ms Neena Gill, Mr Jonás Fernández, Members of the European Parliament 12.6.2018)

Am 14.6.2018 äußerte sich in Frankfurt auch der Präsident der europäischen Versicherungsaufsichtsbehörde eiopa – European Insurance and occupational Pension Authority:

„Der oberste Versicherungsaufseher in Europa hält es für sinnvoll, eine eigene Anlageklasse für nachhaltige Investments zu schaffen. „Versicherer sollten die Transformation zu einer Industrie mit weniger Kohlenstoff unterstützen“, sagte eiopa-Präsident Gabriel Bernardino am Dienstagabend vor dem Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten. Anreize könnten die institutionellen Investoren zu einem solchen Verhalten bewegen. Das könnten zum Beispiel niedrigere Kapitalerfordernisse für solche Anlagen sein. „Damit wäre ich einverstanden, wenn es evidenzbasiert ist“, sagte er.“ Philipp Krohn: Versicherer sollen nachhaltiger anlegen, www.faz.net 14.6.2018.

Der Hinweis auf „evidenzbasiert“ drückt diplomatisch aus, was bereits andere Finanzaufsichtsbehörden geäußert haben: Die von der EU-Kommission und auch französischen Interessenvertretern befürwortete pauschale Begünstigung „grüner“ Investments (Green Supporting Factor) widerspricht der Einschätzung der europäischen Aufsichtsbehörden.

 

Teile der Kreditwirtschaft mit „Kopf im Sand“?

Vor dem Hintergrund der Situation bleiben die Reaktionen aus der deutschen Kreditwirtschaft teilweise unverständlich. Während private (Pressemitteilungen Bankenverband vom 8.3. und 24.5.2018) und öffentliche (Pressemitteilung VÖB vom 8.3.2018) Banken den Aktionsplan der EU-Kommission mit nur geringen Einschränkungen ausdrücklich begrüßt haben, war die gemeinsame Einschätzung der fünf großen Interessensvertretungen unter Federführung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) zwischen lau (Pressemitteilung Die Deutsche Kreditwirtschaft vom 8.3.2018) und ignorierend: In der jüngsten gemeinsamen Stellungnahme zum „EU-Bankenpaket“ findet der Plan mit keinem Wort Erwähnung ! – Vgl. Pressemitteilung Die Deutsche Kreditwirtschaft vom 25.5.2018.

Wenig Nachhaltigkeit trotz Gemeinnutz und -wohl

Der Eindruck aus den Verlautbarungen der Kreditwirtschaft setzt sich bei einem Blick auf die lokalen und regionalen Nachhaltigkeitsnetzwerke fort: Die Kreditwirtschaft findet sich kaum vertreten, trotz der immer wieder betonten engen lokalen Verwurzelungen im Genossenschafts- und Sparkassenbereich und der Ausrichtung an Gemeinwohl bzw. Gemeinnützigkeit. In Nordrhein-Westfalen werden gerade weitere 15 kommunale Nachhaltigkeitsstrategien entwickelt, in die sich die lokale Kreditwirtschaft mit entsprechenden Produktangeboten einbringen könnten. Nachhaltigkeit wird aber überwiegende nur intern und in Blick auf die CSR-Berichtspflicht verstanden, weniger mit passenden Produkten.

Bei manchen Reden ist interessanter, was nicht angesprochen wird. So finden sich in einem der jüngsten Manuskripte des Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes einige Hinweise auf gesellschaftliche Verantwortung, nicht aber der Begriff Nachhaltigkeit/nachhaltige Entwicklung, was sich ja durchaus mit den nachstehenden Feststellungen decken würde. Rede von Helmut Schleweis anlässlich des Retailbankentags der Börsenzeitung „Finanzdienstleister sein – was heißt das heute?“ 07.06.2018:

„…Aufgabe besteht darin, einen Nutzen zu schaffen, von dem alle Kunden und auch Nichtkunden profitieren. Dazu gehört, möglichst viele Menschen miteinander zu verbinden und ihre Gemeinschaft zu fördern. Das kann letztlich auch durch gesellschaftliches Engagement geschehen (S. 2).“

„Grundlage unserer Strategie sind also nicht vermutete Trends, sondern der reale Bedarf der Menschen in seiner ganzen Vielfalt (S. 3).“

„Unser gesamtes Geschäftsmodell mit seiner breiten Verankerung über alle Kundengruppen, Altersstufen, Lebenswege, Wirtschaftszweige, Städte, Kreise und Gemeinden ist strukturell auf Ausgleich angelegt. Das soll für die Menschen sichtbar sein. Deshalb müssen Sparkassen unterscheidbar bleiben und ihre Leistungen weiterhin so ausgestalten, dass sie für die Mehrheit der Menschen passen – nicht nur für eine digitale Elite (S. 8).“

Nur wenig Kritik am EU-Aktionsplan

1. Zu enge Ausrichtung am Klimaschutz

In einer von WWF Deutschland und der Triodos Bank Deutschland konzertierten Stellungnahme vom 24.5.2018 wird vor einer zu engen Ausrichtung am Klimaschutz und der Vernachlässigung anderer nachhaltiger Entwicklungsziele gemahnt. Allerdings sehen die Verfasser, dass sich bei diesem Ansatz schnellere Ergebnisse erhoffen lassen und der Plan offen für weitere Ziele formuliert wurde. Dies ist beispielsweise bei den Empfehlungen für „Green Finance“ in Großbritannien nicht der Fall (vgl. Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Dreiunddreissig).

Klimaschutz und Klimarisiken bieten den größtmöglichen Konsens, da sie auch im Fokus der europäischen Bankaufsichtsbehörden liegen und niemand in der Kreditwirtschaft ihre Evidenz bestreiten kann.

2. Beratungspflicht vor Taxonomie

Die EU-Kommission strebt eine Beratungspflicht zu Nachhaltigkeitsthemen in der Finanzindustrie an. Hierzu sollen die Beratungsrichtlinien (MiFIDII bzw. IDD) zeitnah angepasst werden. In seiner Pressemitteilung vom 24.5.2018 „Den Rahmen für Sustainable Finance richtig gestalten“ gibt der Bankenverband zu bedenken, Beratungspflichten erst nach der angestrebten Klassifizierung von nachhaltigen Anlagen vorzunehmen. Sicherlich eine bedenkenswerte Argumentation.

3. Kapitalerleichterungen für „grüne Aktivpositionen“

Nicht verständlich am Aktionsplan sind einzig die von der EU-Kommission sehr gradlinig vorgeschlagenen Kapitalerleichterungen für „grüne“ Investments (green support factor). Dieser basiert wohl auf einem Vorschlag des französischen Bankenverbands und erleichtert die dortige Zustimmung.

Die europäischen Bankaufsichtsbehörden werden diesen Vorschlag kaum in dieser Gradlinigkeit aufnehmen und eine angemessene, risikoadäquate Kapitalunterlegung anstreben. Aufgrund ihres Charakters erscheint dann eine Belastung der langfristigen Risiken aus der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern („braune“ Risiken) wahrscheinlicher.

Fazit: Priorität für nachhaltige Finanzwirtschaft

Allein aufgrund der Evidenz von Klimarisiken und der Dringlichkeit des Klimaschutzes wäre eine Priorisierung des Finanzsektors in der aktualisierten Nachhaltigkeitsstrategie angeraten. Die Realwirtschaft ist stark von Klimawandel und Energiewende betroffen, was bereits deutliche Spuren in den Büchern der deutschen Kreditwirtschaft hinterlässt. Insofern finden sich im Finanzsektor ausnahmsweise einmal Dringlichkeit und Wichtigkeit auf ein und  derselben Stufe.

Es werden keine plausiblen Argumente genannt, den Empfehlungen des Deutschen Bundesrates und damit dem Aktionsplan der EU-Kommission nicht zeitnah zu folgen und diese bedeutende Entwicklung bei der anstehenden Aktualisierung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie auszuklammern.

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Einundvierzig

Beitragsbild: Von Studierenden des Studiengangs Kommunikationsdesign an der Rheinischen Fachhochschule Köln in Kooperation mit #17Ziele gestalteter Bierdeckel, von dem 85.000 Stück in Kölner Lokalen verteilt wurden

Inhalt: Bundesregierung – Bei Nachhaltigkeit Vorbild sein; Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie wird überarbeitet; Elektromobilität birgt Klimarisiken; …was die Kreditwirtschaft beschäftigt; Kreditzinsen und Nachhaltigkeit; Investoren schauen verstärkt auf Klimarisiken, SDG-Atlas der Weltbankgruppe erschienen; Blockchain – Wo sinnvoll, wo nicht?; Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

7. Juni 2018

Dr. Ralf Breuer

Bundesregierung – Bei Nachhaltigkeit Vorbild sein

Der Auftritt und die Rede der Bundeskanzlerin bei der Jahrestagung des Rates für Nachhaltige Entwicklung wird auf einer Internetseite der Bundesregierung thematisiert.

Der Seite Bei Nachhaltigkeit Vorbild sein ist der nachfolgende Text vorangestellt:

Die Nachhaltigkeit habe ihren Weg in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gefunden, so Kanzlerin Merkel auf der Jahrestagung des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Sie warb für internationale Partnerschaften, die Gestaltung der Globalisierung und eine Vorreiterrolle der EU bei der Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele.

Auch wenn der Aktionsplan der EU-Kommission nicht ausdrücklich erwähnt wird, beinhaltet die Rede von Bundeskanzlerin Merkel am 4.6.2018 Rede ein erstes öffentliches und starkes Bekenntnis zum verstärkten Angang von Nachhaltigkeitsthemen. Die zeitnahe Ankündigung der Überarbeitung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ist ein erfreulicher nächster Schritt.

Dabei könnte dann auch die von Sigmar Gabriel geäußerte Kritik berücksichtigt werden, die er in seiner Rede auf der Nachhaltigkeitskonferenz der Union Investment am 6.6.2018 zum Ausdruck brachte: „Sigmar Gabriel ist bekannt als ein Mann offener Worte. Dafür wird er manchmal gescholten, manch einer findet genau das aber auch bereichernd. Wie auch immer: In seiner Rede kritisiert Gabriel, dass die Nachhaltigkeitsstrategie Deutschlands nicht zwangsläufig an verpflichtende konkrete Ziele für die einzelnen Ressorts der Bundesregierung gekoppelt ist.“

Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie wird überarbeitet

Die Bundesregierung hat sehr schnell auf den am 4. Juni 2018 offiziell übergebenen „Peer Review“ reagiert (vgl. Nummer Vierzig). Bereits am 6. Juni 2018 hat sie ein Konsultationspapier zur Überarbeitung der erst im Januar 2017 neu gefassten Nachhaltigkeitsstrategie veröffentlicht: Konsultationspapier zur Überarbeitung der Strategie 2018. Das Papier wurde vom „Staatssekretärsausschuß für nachhaltige Entwicklung“ verfasst.

Die wichtigsten Informationen sowie die Kontaktdaten für die Einreichung von Diskussionsbeiträgen bis zum 26.6.2018 finden sich auf der Seite: Nachhaltige Entwicklung – Wir aktualisieren die Strategie, machen Sie mit!. Dort findet sich auch ein Zugang zu der informativen Seite der Bundesregierung zur aktuellen Nachhaltigkeitspolitik.

Elektromobilität birgt Klimarisiken

Bereits im Jahr 2016 berichtete das Bundesfinanzministerium in einem Monatsbericht über die möglichen Auswirkungen von Klimawandel und Energiewende auf die Finanzmärkte (BMF Monatsbericht August 2016). Dabei wurde auch der Begriff „Stranded Assets“ erläutert:

„Als „Stranded Assets“ werden Anlagen bezeichnet, die aufgrund der unvorhergesehenen Änderung von Regulierungen, der physischen Umwelt, sozialen Normen oder Technologie eine nicht erwartete Abwertung erfahren. Ein Beispiel für ein „Stranded Asset“ wäre ein Kohlekraftwerk, das aufgrund höherer Energie- und Emissionseffizienzkriterien nicht mehr betrieben werden darf.“

Fossile Kraftwerke sind sicherlich ein Paradebeispiel, aber eher die Spitze eines gigantischen Eisbergs. Nach und nach wird die mögliche Dimension deutlich, mit der Klimawandel und Energiewende auf die Werthaltigkeit von Investitionsgütern und das operative Geschäft wirken werden. So hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die Belastungen der Wirtschaft aus der Diskussion von Dieselfahrverboten mit € 500 Mio. beziffert. Diese Schätzung erscheint weniger konservativ als weitaus zu niedrig.

Dies zeigt ein Bericht bei Spiegel Online am 5. Juni 2018: Umstellung auf Elektroantriebe könnte Zehntausende Jobs kosten. Der Bericht basiert auf einer Studie der Fraunhofer-Gesellschaft, nach der rund 75.000 an fossile Antriebe gebundene Arbeitsplätze entfallen könnten, während 25.000 neue rund um Elektroantriebe entstehen. Grund ist die deutlich geringere Komplexität von Elektromotoren und das Elektrofahrzeuge kein herkömmliches Getriebe benötigen.

Die Schätzungen basieren auf Angaben der Automobilindustrie und großer Zulieferer und setzen eine anhaltende Skepsis mit einem Anteil von 25% elektrisch betriebener Fahrzeuge im Jahr 2030. Besonders stark betroffen wären kleinere Zulieferer in strukturschwachen Gebieten.

Bei Dieselfahrzeugen war schon 2017 ein deutlicher Rückgang der Wiederverkaufspreise bzw. Restwerte zu verzeichnen. Damit und den erwartbaren Veränderungen im produzierende Gewerbe ist bereits jetzt die gesamte Kreditwirtschaft betroffen.

…und was die Kreditwirtschaft beschäftigt

Ein interessantes Kontrastprogramm bot der „Innovation Day“ im Sparkassen Innovation Hub. Interessant ist vor allem, welche Themen nahezu komplett fehlen: Regulatorische Anwendungen zur Bewältigung der Flut von Anforderungen.

Der Informationsdienst MEDICI schätzte in einer neueren Studie die regulatorischen Ausgaben weltweit auf USD 270 Mrd. und die Personalbindung auf ca. 10 bis 15% (Elena Mesropyan: RegTech – The greatest Opportunity in FinTech. Vor diesem Hintergrund also verwunderlich, dass dies nicht zu den Kernthemen gehören sollte. Stattdessen drängt sich der Eindruck auf, Digitalisierung sei in Hauptsache die Kreation von Applikationen für bestehende und neue Produkte wie die in Hamburg vorgestellte elektronischen Geldbörse für Kryptowährungen „Skrypto“.

Kreditzinsen und Nachhaltigkeit

Laut Bloomberg hat die ING Groep N.V. bereits bei 16 Krediten die Verzinsung in Abhängigkeit von Nachhaltigkeitskriterien vereinbart. Die Kreditnehmer können durch entsprechende Fortschritte bei den vereinbarten Indikatoren ihre Zinslast um 10 bis 15 Basispunkte reduzieren. Der erste Kredit dieser Art wurde mit dem Elektronikkonzern Philips mit einem Volumen von € 1 Mrd. vereinbart (Anna Hirtenstein: Going Green Can Get You Cheaper Loans At This Dutch Bank, Bloomberg 4.6.2018). Bereits in Nummer Neunundzwanzig wurde über dieses Konstrukt einmal berichtet.

Investoren schauen verstärkt auf Klimarisiken

Die französische Vermögensverwaltungsgesellschaft Amundi SA stellt nach einem Bericht bei Bloomberg fest, dass grosse Unternehmen zunehmend Klimarisiken in die Bewertung von Wertpapieren einbeziehen. Dabei wird die gespannte Spannbreite von physischen Risiken durch den Klimawandel bis hin zur Entwertung von Vermögenspositionen durch Energiewende (Stranded Assets) berücksichtigt. (Vgl. Anna Hirtenstein: Europe’s Largest Asset Manager Sees ‘Tipping Point’ on Climate, Bloomberg 31.5.2018.

SDG-Atlas der Weltbankgruppe erschienen

Die Weltbankgruppe hat ihren „Atlas of Sustainable Development Goals 2018 „veröffentlicht. Er zeigt die Entwicklung wichtiger Indikatoren für mehr als 220 Volkswirtschaften auf. Zu allen 17 Zielen werden online mehr als 180 Grafiken präsentiert, die Fortschritte und Handlungsbedarf aufzeigen. Neben dem Atlas selbst wird auch ein Zugriff auf die zugrundeliegenden Daten ermöglicht: The 2018 Atlas of Sustainable Development Goals: an all-new visual guide to data and development.

Blockchain – Wo sinnvoll, wo nicht?

Einen sehr anschaulichen Artikel veröffentlichte Ingo Dahm: Blockchain – Wo sinnvoll, wo nicht?, Linkedin 5.6.2018. Grundsätzlich ist die Blockchain bei Anwendungen sinnvoll, bei denen Geschwindigkeit nicht erheblich ist, aber ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet werden soll.

Neben der Werbung für sein Buch gefällt auch die Eigenwerbung des Autors so gut, dass sie plagiatgefährdet erscheint:

„Als Ratgeber, Keynote-Speaker oder Coach helfe ich Ihnen gern, jede Herausforderung zu meistern. Melden Sie sich gern per E-Mail, Telefon oder Chat! Guter Rat ist nicht teuer. Schlechter Rat schon.“

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Vierzig bis Eins

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Vierzig

Beitragsbild: Von Studierenden des Studiengangs Kommunikationsdesign an der Rheinischen Fachhochschule Köln in Kooperation mit #17Ziele gestalteter Bierdeckel, von dem 85.000 Stück in Kölner Lokalen verteilt wurden

Inhalt: Bundeskanzlerin mit Plädoyer für Nachhaltigkeit; Nachhaltigkeit in Deutschland: Handeln hinter Ambitionen; Nachhaltige Geldanlagen wachsen weiter; Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

5. Juni 2018

Dr. Ralf Breuer

 

Bundeskanzlerin mit Plädoyer für Nachhaltigkeit

Bisher waren Bekenntnisse der neuen Bundesregierung zu einem Mehr an Nachhaltigkeit Mangelware, insbesondere auch in Hinblick auf den Finanzsektor. Zum Der Aktionsplan der EU-Kommission gab es bisher nur in den Antworten zu einer kleinen Anfrage der FDP-Fraktion offiziell zu nennende Aussagen. Dies hat sich mit dem Auftritt der Bundeskanzlerin auf der Jahrestagung des Rat für Nachhaltige Entwicklung am 4. Juni 2018 in Berlin geändert:

Allerdings war der Bundeskanzlerin auch bewusst, dass sie bei Nachhaltigkeitsthemen auf Widerstände bei den Regierungsparteien stoßen wird. In jedem Fall: Klimarisiken sind evident und der EU-Aktionsplan hat auch im Europaparlament einen großen Rückhaltgefunden (Vgl. Der Aktionsplan der EU-Kommission geht in die Umsetzung).

Insgesamt dürfte die öffentliche Diskussion weitere Dynamik aufnehmen. So versprach auch der Intendendant des ZDF den mehr als 1.500 Teilnehmern, die Berichterstattung zum Thema Nachhaltigkeit zu verstärken.

In der ARD schaffte es die Jahrestagung des RNE sogar an den prominenten Platz hinter die Nominierungen für die Fußball-Weltmeisterschaft in der Tagesschau:

Nachhaltigkeit in Deutschland: Handeln hinter Ambitionen

Am 4. Juni 2018 wurde ebenfalls der internationale „Peer-Review“ für Deutschland mit den Empfehlungen der von der ehemaligen neuseeländischen Regierungschefin Helen Clark geleiteten Expertengruppe übergeben.

Nach 2009 und 2013 wurde der Bericht auf Einladung der deutschen Bundesregierung zum dritten Mal erstellt. Informationen zur Expertengruppe und dem Untersuchungsprozess finden sich sehr anschaulich auf der Seite www.nachhaltigkeitsrat.de, ebenso der Link zum vollständigen Bericht in englischer Sprache: The 2018 Peer Review on the German Sustainability Strategy

Zusammenfassend lobt die Kommission die ambitionierte deutsche Nachhaltigkeitsstrategie (GSDS) vom Januar 2017, stellt aber fest, dass das Handeln deutlich zurückbleibt und damit starker Änderungsbedarf besteht.

Still, there remains a lot to be done to build a fully effective German pathway towards sustainability. This ambitious agenda must stretch well beyond the GSDS targets currently set for 2030. Yet, reaching those targets is already a challenge as, to date, the impact on transforming consumption, production, ethics, and behaviour in line with achieving sustainability has been too limited. Further substantial change is needed (S. 12).

Nachhaltige Geldanlagen wachsen weiter

FNG – Forum nachhaltige Geldanlagen e.V. veröffentlichte am 5. Juni 2018 den diesjährigen Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Gemäß den Erhebungen ist der nachhaltige Anlagemarkt in Deutschland um weitere neun Prozent gewachsen, nachhaltige Investmentfonds verzeichneten sogar ein Plus von 30%. Damit stieg der Bestand der nachhaltigen Geldanlagen auf € 171 Mrd., allerdings immer noch ein Anteil von lediglich 3 % des Gesamtbestands. Immerhin können € 1,4 Bio. aber schon als „verantwortliches Investieren“ klassifiziert werden. Das FNG wendet „nachhaltig“ in einer weiteren Abgrenzung an, so dass bereits die mit Ausschlüssen operierenden Investmentfonds und Mandate mit € 83,3 Mrd. in die Berechnung einfliessen.

Für das laufende Jahr 2018 erwarten die Experten Zuwächse von bis zu 30 %, was u.a. auf den EU-Aktionsplan zurückgeführt wird. Zusätzliche Impulse dürften auch von den Aufsichtsbehörden kommen, die zunehmend Klimarisiken wie Klimawandel und Energiewende im Fokus haben (vgl. Nummer Neununddreissig).

Der vollständige Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen 2018 steht zum Download zur Verfügung.

 

 

Datenschutz/DSGVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Neununddreissig bis Eins

Nummer Neununddreissig am 24. Mai 2018: BaFin mit Nachhaltigkeit als Titelthema; Diskussionen um Dieselfahrverbote belasten; DWS integriert Nachhaltigkeitsziele; Sparkasse KölnBonn – 0 Punkte; Datenschutz/DSGVO

Nummer Achtunddreissig am 15. Mai 2018: Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums; insha – islamkonformes FinTech; Bonner SDG-Tage – 17 Tage für 17 Ziele; Wird alles (außer der Finanzwirtschaft) nachhaltig?

Nummer Siebenunddreissig am 2. Mai 2018: Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums im Bundesrat begrüßt; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100; 2. Hub for Sustainable Finance Germany; 3. Ringvorlesung Social Banking am 8.5.2018 an der Alanus Hochschule, 53347 Alfter: Geldanlagen der Zukunft – Die Finanzwelt im Spannungsfeld von Digitalisierung, Regulierung und Nachhaltigkeit

Nummer Sechsunddreissig am 24. April 2018, ergänzt 25. April 2018: Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums; Klimarisiken belasten die deutsche Wirtschaft…; …und die Kommunen; Deutsche Bank kommuniziert mit Nachhaltigkeit

Nummer Fünfunddreissig am 16. April 2018/ergänzt 17. April 2018: Offener Brief an Brüssel und Berlin; Top-Adressen der Investmentbranche für den EU-Aktionsplan; Allianz mit Nachhaltigkeitsbericht in neuer Dimension; EU-Aktionsplan im Bundesrat, Minister in Brüssel; Klimarisiken sind evident; Nachhaltigkeit emotionalisiert Bankprodukte; ToMoRRoW ab Juni 2018 mit 100% Nachhaltigkeit mobil

Nummer Vierunddreissig am 9. April 2018: FDP bezweifelt Sinnhaftigkeit des EU-Aktionsplans; Axel Weber – Nachhaltigkeit ist zukunftsfähig…; Barclays mit grüner Hypothek und mehr

Nummer Dreiunddreissig am 3. April 2018: EU-Aktionsplan an sich unbestritten; Britische Vorschläge für Green Finance enger gefasst; Kredite mit Nachhaltigkeitsanreizen; Die SDGs: Orientierung für Politik und Wirtschaft; SDG Investments überschreitet € 100 Mio.; Leitfaden nachhaltige Immobilieninvestments; Wie wird ein FinTech zur Bank ?

Nummer Zweiunddreissig am 26. März 2018: EU-Aktionsplan mit kraftvollem Antritt; Bierdeckel für mehr Bewusstsein über die „SDGs“; Starke Investorenüberzeugung – starke Worte; Danone begibt als erstes Privatunternehmen eine „Sozialanleihe“; Getränkekonzern AB Inbev – Nachhaltigkeitsziele 2025

Nummer Einunddreissig am 20. März 2018: EU-Aktionsplan mit wuchtiger Vorstellung; Greenbonds in neuen Dimensionen; Nach Green Finance kommt Blue Finance; Neuseeland erkennt Klimawandel als Asylgrund an; Union Investment: Nachhaltigkeit erhält mehr Gewicht

Nummer Dreissig am 8. März 2018: EU-Kommission legt Aktionsplan vor; Möglichkeiten und Grenzen der Blockchain; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100, 2. GLS Bank Nachhaltigkeits Blog Award 2018, 3. Gesponserte (affiliate) Links

Nummer Neunundzwanzig am 19. Februar 2018: Dynamische Entwicklung bei Nachhaltigkeitsanleihen; Fortschritte bestimmen den Kreditzins;  Die Schweiz reguliert den Kryptomarkt (ICOs); BaFin nimmt Stellung; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Achtundzwanzig am 6. Februar 2018, ergänzt 7. Februar 2018: Schlussbericht der EU-Experten; WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen; Orientierung bei Crowdfunding tut not; Triodos UK mit neuem Crowdfunding; Gebrutstagsgruß an die Dekabank; Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Siebenundzwanzig am 25.1.2018: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Alltagsfotos Nachhaltigkeit

Beitragsbild: Google-Suche „nachhaltig“ Option Bilder. Quellenangabe Google = transco-logistik-berlin.com

Die nachfolgende Sammlung resultierte aus dem Aufräumen der Dateien auf dem Smartphone. Es handelt sich um zufällige „Alltagsbegegnungen“ mit dem Thema. Überwiegend in chronologischer Reihenfolge.

Gerne kann die Sammlung auch um Ihre Schnappschüsse erweitert werden. Bitte senden Sie die Fotos dann mit Datum und der gewünschten Quellenangabe an info@investabel.com.

F-30000 Nimes, 3.5.2018

In Südfrankreich wird augenfällig, dass die Römer bereits sehr dauerhaft bauen konnten. Die zwischen 90 und 120 n. Chr. erbaute Arena ist auch nach 1898 Jahren noch ein Veranstaltungsort mit 24.000 Zuschauerplätzen.

Die verkarstete Landschaft im Mittelmeerraum macht aber auch augenfällig, dass Nachhaltigkeit nicht mit Dauerhaftigkeit verwechselt werden sollte! Dauerhaft konnten die Römer bereits, nachhaltig leider nicht.


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Einige Ecken weiter befindet sich eine Filiale der zweitgrößten französischen Bankengruppe, Crédit Agricole mit dem Slogan „Die Bank der nachhaltigen Entwicklung“.

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Fünf der sieben größten französischen Banken haben Nachhaltigkeit bereits stark im Fokus und sind teilweise sehr stark engagiert. So z.B. BNP Paribas „Die Bank für eine Welt im Wandel“.

50667 Köln, 4.4.2018

Mineralwasserflasche im Café. Hersteller www.57wasser.com

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53123 Bonn-Duisdorf, 28.4.2017

Werbung am Verkaufsständer für Grußkarten der Verlagshaus Gutekunst aus 53115 Bonn.

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27.9.2018

Werbebroschüre Edeka

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Baumarkt, 31.3.2018

Verkaufsständer für Sämereien der Marke „Kiepenkerl“ der Firma Nebelung 48351 Everswinkel.

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Amtsblatt der Gemeinde 53347 Alfter

Wir in Alfter, 13. Jahrgang Nr. 6 17.3.2018, S. 2. Werbeanzeige der Firma Hautnah Wäsche und Bademode · Christiane Pohl e.K. aus 53332 Bornheim.

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Wir in Alfter, 13. Jahrgang Nr. 9 28.4.2018, S. 10/11. Werbeanzeige der Firma Engels Bedachungen GmbH aus 53332 Bornheim.

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Prospekt Netto Marken-Discount, 10.4.2018

2018-04-10 Prospekt Netto Marken-Discount

Titelbild BaFinJournal Mai 2018, 15.5.2018

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Edeka Getränkemarkt, 28.5.2018

Werbekampagne der Firma Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG aus 54567 Gerolstein.

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Edeka Wochenprospekt 17.7. – 22.7.2018

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Wochenprospekt Aldi Süd 17.7. – 22.7.2018

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Der Aktionsplan der EU-Kommission geht in die Umsetzung

Die EU-Kommission legte am 8.3.2018 im Rahmen einer Pressekonferenz einen Aktionsplan vor: „Financing Sustainable Growth“. Dieser Plan soll die europäische Finanzwirtschaft stärker auf die Finanzierung eines längerfristigen, nachhaltigen Wachstums ausrichten. Dies erfordert weitgehende, auch gesetzgeberische Maßnahmen in Bezug auf Berichterstattung, Bilanzierung, Regulierung und Unternehmensführung. Dies bezieht sich insbesondere auf einen längerfristigen Zeithorizont unter Berücksichtigung von Klimawandel, Energiewende und anderen  Faktoren. Am 24. Mai 2018 wurden weitere Schritte zur Umsetzung kommuniziert. Der Plan fand im europäischen Parlament (Sitzung am 29.5.2018) mit 455 zu 87 Stimmen bei 92 Enthaltungen eine starke Unterstützung. Im nächsten Schritt wird der Plan im europäischen Rat diskutiert.

25. Mai 2018, aktualisiert ergänzt 30. Mai 2018

Dr. Ralf Breuer

Schnelle Umsetzung

Der Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums wird in einem eigenständigen Beitrag ausführlich vorgestellt: Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Aktionsplan der EU-Kommission. Nur zwei Monate nach der öffentlichen Vorstellung und Diskussion hat die EU-Kommission nunmehr die nächsten Schritte formuliert und wird in die Gespräche mit dem europäischen Parlament und dem europäischen Rat eintreten.

Klimaschutz im Vordergrund, aber nicht exklusiv

Die öffentliche Kommunikation ist stark auf die Einbindung der Finanzwirtschaft in den Klimaschutz fokussiert, dies stösst bei einigen Beobachtern auf Kritik (vgl. die von der Triodos Bank Deutschland und WWF Deutschland konzertierte Medieninformation vom 24.5.2018). Grundsätzlich ist der Aktionsplan aber für alle nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDGs) offen.

Eine Betonung des Klimaschutzes ist insofern naheliegend, als die europäischen Aufsichtsbehörden und weite Teile der Finanzindustrie Klimarisiken als wesentlich erkannt haben. Es besteht dringender Handlungsbedarf, z.B. die Konsequenzen aus Klimawandel und Energiewende zu erfassen und steuern (vgl. Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Neununddreissig).

Kernpunkte der Maßnahmen

Einheitliches EU-Klassifikationssystem („Taxonomie“)

Anhand der im entsprechenden Vorschlag vorgesehenen harmonisierten Kriterien lässt sich bestimmen, ob eine wirtschaftliche Tätigkeit ökologisch nachhaltig ist. Die Kommission wird Schritt für Schritt festlegen, welche Tätigkeiten als „nachhaltig“ zu betrachten sind. Dabei wird sie bestehenden Marktpraktiken und Initiativen Rechnung tragen und sich von einer Sachverständigengruppe beraten lassen, die derzeit eingerichtet wird. Auf diese Weise sollen Wirtschaftsakteure und Investoren Gewissheit darüber erlangen, welche Tätigkeiten als nachhaltig gelten, sodass sie fundiertere Investitionsentscheidungen treffen können. Die entsprechenden Arbeiten können als Grundlage für die künftige Einführung von Normen und Kennzeichen für nachhaltige Finanzprodukte dienen, wie sie im Aktionsplan der Kommission für ein nachhaltiges Finanzwesen angekündigt wurden.

Investorenpflichten

Die vorgeschlagene Verordnung wird für Kohärenz und für Klarheit darüber sorgen, wie institutionelle Anleger, etwa Vermögensverwalter, Versicherungsunternehmen, Pensionsfonds oder Anlageberater, die Faktoren Umwelt, Soziales und Governance (ESG-Faktoren) in ihren Investitionsentscheidungen berücksichtigen sollten. Die Vorschriften sollen im Wege delegierter Rechtsakte präzisiert werden, die die Kommission zu einem späteren Zeitpunkt erlassen wird. Im Übrigen müssten Vermögensverwalter und institutionelle Anleger künftig nachweisen, inwieweit ihre Investitionen an ESG-Zielen ausgerichtet sind, und offen legen, in welcher Weise sie ihren Pflichten nachkommen.

Referenzwerte für geringe CO2-Emissionen

Mit den vorgeschlagenen Vorschriften wird eine neue Kategorie von Referenzwerten eingeführt, die einen Referenzwert für geringe CO2-Emissionen („Dekarbonisierungsvariante“ von Standardindizes) sowie einen Referenzwert für positive CO2-Effekte umfasst. Dieser neue Marktstandard soll den CO2-Fußabdruck von Unternehmen widerspiegeln und für eine bessere Information von Anlegern über den CO2-Fußabdruck eines Investitionsportfolios sorgen. Der Referenzwert für geringe CO2-Emissionen würde auf einem Standard-Referenzwert für „Dekarbonisierung“ beruhen. Der Referenzwert für positive CO2-Effekte würde es ermöglichen, ein Investitionsportfolio besser an dem im Übereinkommen von Paris festgelegten Ziel der Begrenzung der Erderwärmung auf weniger als 2°C auszurichten.

Bessere Kundenberatung in Sachen Nachhaltigkeit

Die Kommission hat eine Konsultation eingeleitet, um zu eruieren, wie sich ESG-Aspekte am besten in die Beratung von Privatkunden durch Wertpapierfirmen und den Versicherungsvertrieb integrieren lassen. Ziel der Konsultation ist die Änderung delegierter Rechtsakte zur Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II) und zur Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD). Bei der Beurteilung, ob ein Anlageprodukt den Kundenbedürfnissen entspricht, sollten die betreffenden Unternehmen nach den vorgeschlagenen Vorschriften außerdem die Nachhaltigkeitspräferenzen der jeweiligen Kunden berücksichtigen. Auf diese Weise dürfte ein breiteres Spektrum von Anlegern Zugang zu nachhaltigen Anlagen erhalten.

Große Mehrheit im europäischen Parlament

Der europäische Ausschuß für Wirtschaft und Währung (Committee for economic and monetary affairs, ECON) legte dem Parlament eine Resolution zur Unterstützung des Plans vor (Report on sustainable finance (2018/2007(INI)), die am 29. Mai 2018 mit einer grossen Mehrheit von 455 zu 87 Stimmen bei 92 Enthaltungen verabschiedet wurde Pressemitteilung Europäisches Parlament vom 29.5.2018: MEPs back resolution on Sustainable Finance. Damit hat der Aktionsplan eine starke parlamentarische Basis auf der europäischen Ebene.

Reaktionen aus der deutschen Kreditwirtschaft

In den bisher vorliegenden Reaktionen aus Deutschland wird der Aktionsplan grundsätzlich begrüßt.

Der Gruppe von Banken und Nicht-Regierungsorganisationen der von Triodos Bank und WWF Deutschland konzertierten Stellungnahme ist der Aktionsplan zu eng auf den Klimaschutz fokussiert. Es wird insbesondere eine Ausweitung auf weitere SDGs gefordert: Medieninformation vom 24.5.2018

Der Bundesverband deutscher Banken (Bankenverband, BdB) hat den Aktionsplan in seiner Presseinformation vom 24.5.2018 ebenfalls (erneut) begrüßt und hat die starke Marktdynamik erkannt. Der Verband sieht vor allem eine weitere Anpassung der Beratungsdirektive für Banken (MiFIDII) als problematisch an. Hintergrund dürfte nicht zuletzt die fehlende Qualifizierung von Kundenberatern in weiten Teilen der deutschen Kreditbranche sein.

Auch die bei Nachhaltigkeit in der Geldanlage sehr engagierte Verbraucherzentrale Bremen begrüßt den Plan. Insbesondere in Hinblick auf die Beseitigung der derzeit bestehenden Intransparenz über den Nachhaltigkeitscharakter von Produkten.

Auch der BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. bewertet das Gesetzpaket „überwiegend positiv“. Eine Beratungspflicht auf der Grundlage von MiFIDII bzw. IDD hält der Verband aber erst nach der Formulierung von Standards für angemessen. Diese sind frühestens für das Jahr 2020 zu erwarten BVI Pressemitteilung vom 24.5.2018 – Nachhaltigkeit: EU-Kommission stellt wichtige Weichen.

Eher „interessant“ ist die Pressemitteilung der gemeinsamen Interessenvertretung der fünf kreditwirtschaftlichen Spitzenverbände „Die Deutsche Kreditwirtschaft“ vom 25. Mai 2018. Unter der Überschrift EU-Bankenpaket: EU-Rat beschließt allgemeine Ausrichtung wird der Plan trotz seiner erheblichen Tragweite für die gesamte Kreditwirtschaft mit keinem Wort erwähnt.

 

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Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Neunddreissig bis Eins

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Neununddreissig

Beitragsbild: Von Studierenden des Studiengangs Kommunikationsdesign an der Rheinischen Fachhochschule Köln in Kooperation mit #17Ziele gestalteter Bierdeckel, von dem 85.000 Stück in Kölner Lokalen verteilt wurden

Inhalt: BaFin mit Nachhaltigkeit als Titelthema; Diskussionen um Dieselfahrverbote belasten; DWS integriert Nachhaltigkeitsziele; Sparkasse KölnBonn – 0 Punkte; Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

24. Mai 2018

Dr. Ralf Breuer

BaFin mit Nachhaltigkeit als Titelthema

Das monatliche Journal der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat im Mai 2018 „Nachhaltige Finanzwirtschaft“ als Titel- und Schwerpunktthema.

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Die europäischen Bankaufsichtsbehörden haben Nachhaltigkeitsrisiken als aufsichtsrelevant erkannt. Dabei stehen insbesondere die Umwelt- und Klimarisiken durch Klimawandel und Energiewende im Mittelpunkt der direkten und indirekten Risikoerfassung. Diese sind für die gesamte Finanz- und Realwirtschaft relevant, z.B. durch die Preisentwicklung fossiler und erneuerbarer Energien sowie Dieselfahrverbote und den steigenden Anteil von Elektromobilität.

Auch die BaFin spricht sich im Gegensatz zur EU-Kommission gegen eine pauschale, nicht risikogerechte Begünstigung „grüner“ Investments, z.B. durch verringerte Kapitalanforderungen aus. Dies erscheint sachgerecht. Die Probleme liegen eher bei den Risiken in Abhängigkeit fossiler Energieträger, die erst längerfristig wirken.

BaFinJournal Mai 2018

Diskussionen um Dieselfahrverbote belasten

Hamburg hat die ersten Durchfahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge ab dem 31. Mai 2018 angekündigt (vgl. z.B. www.spiegel.de). In der Ausgabe Nummer Sechsunddreissig vom 24. April 2018 war bereits der nachfolgende Kommentar zur Diskussion um Dieselfahrverbote enthalten:

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) bezifferte am 19.4.2018 gegenüber der Nachrichtenagentur dpa die Belastungen der deutschen Wirtschaft aus drohenden Dieselfahrverboten: € 500 Mio., davon € 100 Mio. im Automobilhandel. (DIHK: Unsicherheit über Fahrverbote belastet die Wirtschaft).

Die DIHK-Schätzung erscheint sehr konservativ, da Volkswagen Financial Services bereits auf sinkende Restwerte bei Leasingverträgen hingewiesen hatte. Der Leasinganbieter Leaseplan dürfte gerade aus diesem Grunde seinen geplanten Börsengang verschoben haben (vgl. Nummer Fünfunddreissig). Auch die deutsche Kreditwirtschaft ist hiervon in der Breite betroffen, da z.B. Leasingverträge angeboten werden und Fahrzeuge als Kreditsicherheiten dienen.

DWS integriert Nachhaltigkeitsziele

Die DWS hat ein neues Rating-System eingeführt, das auf die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals; SDGs) zurückgreift. Das neue „SDG Rating System“ soll Fähigkeiten der DWS als großem Vermögensverwalter verbessern, Emittenten von Aktien und Anleihen auf ihre Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung der Welt zu prüfen. Die DWS ist damit eine der ersten Fondsgesellschaften, die in ihrer Analyse über die Berücksichtigung der sogenannten ESG-Kriterien (Ökologie/Soziales/Unternehmensführung) hinausgeht. (Medieninformation der DWS vom 10.4.2018

Sparkasse KölnBonn – 0 Punkte

Die Sparkasse KölnBonn wurde erstmals in den diesjährigen „Bankencheck 3.0 – Der Fair Finance Guide vergleicht zum dritten Mal Nachhaltigkeitsrichtlinien deutscher Geldhäuser“ einbezogen (Pressemitteilung FACING FINANCE vom 23.5.2018).

Dies steht nicht nur leicht im Gegensatz zu dem Anspruch, den die Sparkasse auf ihrer Internetseite dokumentiert:

Gut für Köln und Bonn. Als gemeinwohlorientiertes Unternehmen gehört gesellschaftliches Engagement seit jeher zu unserem Selbstverständnis. Von unserem Geschäftserfolg profitieren alle Menschen in unserer Region. Das nennen wir „Bürgerdividende“. (www.sparkasse-koelnbonn.de/meine Sparkasse/Engagement).

Dieser Kontrast ist auch deshalb bemerkenswert, weil die Städte Köln und Bonn jeweils eigene kommunale Nachhaltigkeitsstrategien formuliert und die Menschen zudem einen relativ hohen Grad an Sympathie für „grün“ haben.

Datenschutz/DSGVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Achtunddreissig bis Eins

Nummer Achtunddreissig am 15. Mai 2018: Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums; insha – islamkonformes FinTech; Bonner SDG-Tage – 17 Tage für 17 Ziele; Wird alles (außer der Finanzwirtschaft) nachhaltig?

Nummer Siebenunddreissig am 2. Mai 2018: Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums im Bundesrat begrüßt; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100; 2. Hub for Sustainable Finance Germany; 3. Ringvorlesung Social Banking am 8.5.2018 an der Alanus Hochschule, 53347 Alfter: Geldanlagen der Zukunft – Die Finanzwelt im Spannungsfeld von Digitalisierung, Regulierung und Nachhaltigkeit

Nummer Sechsunddreissig am 24. April 2018, ergänzt 25. April 2018: Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums; Klimarisiken belasten die deutsche Wirtschaft…; …und die Kommunen; Deutsche Bank kommuniziert mit Nachhaltigkeit

Nummer Fünfunddreissig am 16. April 2018/ergänzt 17. April 2018: Offener Brief an Brüssel und Berlin; Top-Adressen der Investmentbranche für den EU-Aktionsplan; Allianz mit Nachhaltigkeitsbericht in neuer Dimension; EU-Aktionsplan im Bundesrat, Minister in Brüssel; Klimarisiken sind evident; Nachhaltigkeit emotionalisiert Bankprodukte; ToMoRRoW ab Juni 2018 mit 100% Nachhaltigkeit mobil

Nummer Vierunddreissig am 9. April 2018: FDP bezweifelt Sinnhaftigkeit des EU-Aktionsplans; Axel Weber – Nachhaltigkeit ist zukunftsfähig…; Barclays mit grüner Hypothek und mehr

Nummer Dreiunddreissig am 3. April 2018: EU-Aktionsplan an sich unbestritten; Britische Vorschläge für Green Finance enger gefasst; Kredite mit Nachhaltigkeitsanreizen; Die SDGs: Orientierung für Politik und Wirtschaft; SDG Investments überschreitet € 100 Mio.; Leitfaden nachhaltige Immobilieninvestments; Wie wird ein FinTech zur Bank ?

Nummer Zweiunddreissig am 26. März 2018: EU-Aktionsplan mit kraftvollem Antritt; Bierdeckel für mehr Bewusstsein über die „SDGs“; Starke Investorenüberzeugung – starke Worte; Danone begibt als erstes Privatunternehmen eine „Sozialanleihe“; Getränkekonzern AB Inbev – Nachhaltigkeitsziele 2025

Nummer Einunddreissig am 20. März 2018: EU-Aktionsplan mit wuchtiger Vorstellung; Greenbonds in neuen Dimensionen; Nach Green Finance kommt Blue Finance; Neuseeland erkennt Klimawandel als Asylgrund an; Union Investment: Nachhaltigkeit erhält mehr Gewicht

Nummer Dreissig am 8. März 2018: EU-Kommission legt Aktionsplan vor; Möglichkeiten und Grenzen der Blockchain; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100, 2. GLS Bank Nachhaltigkeits Blog Award 2018, 3. Gesponserte (affiliate) Links

Nummer Neunundzwanzig am 19. Februar 2018: Dynamische Entwicklung bei Nachhaltigkeitsanleihen; Fortschritte bestimmen den Kreditzins;  Die Schweiz reguliert den Kryptomarkt (ICOs); BaFin nimmt Stellung; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Achtundzwanzig am 6. Februar 2018, ergänzt 7. Februar 2018: Schlussbericht der EU-Experten; WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen; Orientierung bei Crowdfunding tut not; Triodos UK mit neuem Crowdfunding; Gebrutstagsgruß an die Dekabank; Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Siebenundzwanzig am 25.1.2018: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

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Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Achtunddreissig

Bildquelle: 27.4.2018, 967. Plenarsitzung ©Bundesrat | Frank Bräuer

Inhalt: Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums; insha – islamkonformes FinTech; Bonner SDG-Tage – 17 Tage für 17 Ziele; Wird alles (außer der Finanzwirtschaft) nachhaltig?

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

15. Mai 2018

Dr. Ralf Breuer

Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums im Bundesrat begrüßt

Europa auf dem Weg

Richtigerweise arbeiten sowohl die EU-Kommission als auch das Europäische Parlament aktuell an verschiedenen Gesetzgebungsinitiativen (wie dem „Action Plan: Financing Sustainable Growth“ vgl. Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Aktionsplan der EU-Kommission), die konkrete und weitreichende Vorschläge beinhalten, wie die Finanzwirtschaft ihren notwendigen und wichtigen Beitrag leisten und gleichzeitig zu Stabilität beitragen kann. Mehr: Offener Brief zum Thema Sustainable Finance an Brüssel und Berlin.

Der Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments hat den Plan am 24.4.2018 mit 42 zu 9 Stimmen bei 3 Enthaltungen gebilligt Pressemitteilung (Englisch). Hier die Kommentierung durch den wirtschafts- und finanzpolitischen Sprechers der Grünen/EFA-Fraktion im Europaparlament Sven Giegold. Die Beratung und Abstimmung im Plenum des Parlaments wurde für den 28.5.2018 avisiert (vgl. Europaparlament).

Deutschland bald am Start?

Das „offizielle“ Deutschland hatte auf diesen Aktionsplan bis zum 27.4.2018 nicht reagiert. Dann ist der Deutsche Bundesrat den Ausschussempfehlungen vom 14.4.2018 weitgehend gefolgt. Der Beschluss des Bundesrates vom 27.4.2018 hat sich zudem (aus Sicht des Autors) erfreulicherweise gegen die optional von den Ausschüssen unter Ziffer 6. vorgeschlagene Ablehnung des „Green Support Factors“ und die pauschale Vermeidung von Klimarisiken in der Regulierung entschieden.

Die klare Befürwortung des Green Support Factors mit verringerten Eigenkapitalanforderungen für „grüne Finanzierungen durch die EU-Kommission erscheint politisch, durch die französische Postion motiviert. Sie folgt weitgehend dem Vorschlag des französischen Bankenverbands. Vgl. Nummer Siebzehn.

Die Ausklammerung von Klimarisiken wäre in Anbetracht der realen Umstände sachlich auch nicht haltbar gewesen. Sie sind bereits im Fokus der Bankaufsichtsbehörden. Wertverluste durch die Diskussion von Dieselfahrverboten sind bereits spürbar und in den Büchern der gesamten deutschen Wirtschaft und damit auch aller Kreditinsitute. Der DIHK bezifferte die Belastungen mit € 500 Mio., was eher als sehr konservativ erscheinen muss. Vgl. Nummer Sechsunddreissig.

Bundesregierung nun ebenfalls positioniert

Mit der Drucksache Nummer 19/2019 vom 7.5.2018 hat die Bundesregierung die „kleine Anfrage“ zum „Aktionsplan nachhaltiges Finanzsystem“ der FDP-Fraktion (Drucksache 19/1487 vom 29.3.2018) beantwortet und sich wohlwollend positiv zum EU-Aktionsplan positioniert:

„Der Aktionsplan ist aus Sicht der Bundesregierung sehr ambitioniert hinsichtlich Inhalt, Umfang und Zeitplan. Der Aktionsplan ist weitgehend zu unterstützen. Wichtig ist die genaue Ausgestaltung der Maßnahmen. Insofern sind die konkreten Vorschläge abzuwarten“ (S. 2, Antwort Teilfragen 1 und 2, letzter Absatz).

Die Bundesregierung betont grundsätzlich die Relevanz von Klima- und Umweltrisiken einschließlich der mit ihnen verbundenen transitorischen Risiken. Insgesamt stellt sie ihre Antworten zu technischen Einzelheiten unter den Vorbehalt der Vorlage konkreter Vorschläge der EU-Kommission. Einzig die pauschale Begünstigung „grüner Investitionen“ bei der Kapitalunterlegung (Green Supporting Factor) bewertet die Bundesregierung kritisch (Antwort Frage 42, S. 12; siehe auch Antworten Fragen 14 und 15, S. 6). Dies erscheint in der Sache auch richtig und wird letztlich von den Aufsichtsbehörden bestimmt werden (s.o.).

Die in Teilfrage 59 gestellte Frage, ob ohne konkrete/einheitliche Definition von Nachhaltigkeit überhaupt Handlungsmöglichkeiten bestehen, beantwortet die Bundesregierung sehr bestimmt:

„Auch ohne eine „klare“ staatliche Definition von Nachhaltigkeit müssen bereits jetzt wesentliche Risiken (also ggf. auch aus Umwelt- und Klimawandel und der Transition der Wirtschaft hin zu einer emissionsarmen Wirtschaft) von Finanzmarktteilnehmern gemanagt werden“ (Antwort Frage 59 erster Absatz, S. 16).

Starke Befürwortung in Frankreich

Informationen darüber, ob der Plan Gegenstand der Gespräche zwischen der Bundeskanzlerin und dem französischen Staatspräsidenten am 19.4.2018 in Berlin war, liegen nicht vor. Allerdings hatte sich Emmanuel Macron am 22.3.2018 in Brüssel persönlich stark für die Umsetzung des Plans eingesetzt (vgl. Nummer Zweiunddreissig). Zudem wurde in der gemeinsamen Erklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron anlässlich des 55. Jahrestages der Unterzeichnung des Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit vom 22. Januar 1963 („Élysée-Vertrag“) Pressemitteilung vom 21.1.2018 bereits eine relativ weitreichende Formulierung im Schlussabsatz vereinbart:

– Wir wollen die Herausforderungen der globalisierten Welt angehen –

Der rasche technologische Fortschritt der heutigen Welt und die Herausforderungen, die sich in der Agenda 2030 und im Pariser Abkommen widerspiegeln, sind ein weiterer Grund, den Élysée-Vertrag – die Grundlage unserer bilateralen Zusammenarbeit – für die kommenden Jahrzehnte zu modernisieren und auszubauen. Gemeinsam streben wir nach Nachhaltigkeit und dem Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft in unseren Ländern, der Europäischen Union und weltweit. Wir werden gemeinsam wirksame Strategien und neue technologische Ansätze erarbeiten und unterstützen, z.B. in den Bereichen Klimaschutz, Energie, Mobilität, Biotechnologie und künstliche Intelligenz.

Handeln ist zudem und nicht zuletzt durch die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie – Neuauflage 2016 nicht nur weitgehend gedeckt, sondern vielmehr dringend geboten.

insha – Islamkonformes FinTech

Mit „insha“ (www.getinsha.com/de) startet die türkische Tochter der in 16 Ländern tätigen Bank alBaraka (www.albaraka.com/) mit Sitz in Bahrein ein islamkonformes mobiles Finanzdienstleistungsangebot. Sie nutzt dabei die Plattform und die Bankenlizenz der solarisBank AG. Im wohl vorläufigen Internetauftritt werden ein mobiles Girokonto mit einer Mastercard beworben. Einzelheiten zu den Angeboten und insbesondere Konditionen finden sich nicht.

Die Bankengruppe hatte zum Jahresende 2017 ein Bilanzvolumen von USD 25 Mrd. und einen Gewinn nach Steuern von USD 207 Mio. Das Eigenkapital betrug USD 2,5 Mrd.

Die Bankengruppe betrachtet Nachhaltigkeit als wesentliches Element ihrer Strategie und verfolgt aktiv Nachhaltigkeitsziele, die an die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) der Vereinten Nationen anknüpfen. Für die Jahre 2016 bis 2020 wurden jeweils konkrete Zwischenziele auf Jahresbasis formuliert. (Pressemitteilung vom 20.2.2018, englisch).

Bonner SDG-Tage – 17 Tage für die 17 Ziele

Vom 27.5. bis 13.6. finden die Bonner SDG-Tage statt, bei denen jeder Tag einem anderen nachhaltigen Entwicklungsziel der Vereinten Nationen (SDG) mit einer Aktion gewidmet ist. Unter dem Motto „Für ein besseres Bonn. Für die Zukunft, die wir wollen. Bonn macht sich stark für die 17 Sustainable Development Goals (SDGs), die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen“ wollen sie „ausgewählte Bonner Nachhaltigkeitsansätze im Kontext der SDGs sichtbar machen und zu weiterem Engagement inspirieren. Zum vollständigen Programm und weiteren Informationen: Hier

Wird (außer der Finanzwirtschaft) alles nachhaltig?

Interessant, womit sich lokale Handwerker positionieren: Nachhaltigkeit ist oberstes Gebot – und das in einer Anzeige in einem Amtsblatt der Gemeinde:

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Quelle: Wir in Alfter 13. Jg. Nr. 9 vom 28.4.2018 S. 10, Anzeige Fa. Engels  Bedachungen GmbH, 53332 Bornheim

 

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Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Siebenunddreissig bis Eins

Nummer Siebenunddreissig am 2. Mai 2018: Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums im Bundesrat begrüßt; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100; 2. Hub for Sustainable Finance Germany; 3. Ringvorlesung Social Banking am 8.5.2018 an der Alanus Hochschule, 53347 Alfter: Geldanlagen der Zukunft – Die Finanzwelt im Spannungsfeld von Digitalisierung, Regulierung und Nachhaltigkeit

Nummer Sechsunddreissig am 24. April 2018, ergänzt 25. April 2018: Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums; Klimarisiken belasten die deutsche Wirtschaft…; …und die Kommunen; Deutsche Bank kommuniziert mit Nachhaltigkeit

Nummer Fünfunddreissig am 16. April 2018/ergänzt 17. April 2018: Offener Brief an Brüssel und Berlin; Top-Adressen der Investmentbranche für den EU-Aktionsplan; Allianz mit Nachhaltigkeitsbericht in neuer Dimension; EU-Aktionsplan im Bundesrat, Minister in Brüssel; Klimarisiken sind evident; Nachhaltigkeit emotionalisiert Bankprodukte; ToMoRRoW ab Juni 2018 mit 100% Nachhaltigkeit mobil

Nummer Vierunddreissig am 9. April 2018: FDP bezweifelt Sinnhaftigkeit des EU-Aktionsplans; Axel Weber – Nachhaltigkeit ist zukunftsfähig…; Barclays mit grüner Hypothek und mehr

Nummer Dreiunddreissig am 3. April 2018: EU-Aktionsplan an sich unbestritten; Britische Vorschläge für Green Finance enger gefasst; Kredite mit Nachhaltigkeitsanreizen; Die SDGs: Orientierung für Politik und Wirtschaft; SDG Investments überschreitet € 100 Mio.; Leitfaden nachhaltige Immobilieninvestments; Wie wird ein FinTech zur Bank ?

Nummer Zweiunddreissig am 26. März 2018: EU-Aktionsplan mit kraftvollem Antritt; Bierdeckel für mehr Bewusstsein über die „SDGs“; Starke Investorenüberzeugung – starke Worte; Danone begibt als erstes Privatunternehmen eine „Sozialanleihe“; Getränkekonzern AB Inbev – Nachhaltigkeitsziele 2025

Nummer Einunddreissig am 20. März 2018: EU-Aktionsplan mit wuchtiger Vorstellung; Greenbonds in neuen Dimensionen; Nach Green Finance kommt Blue Finance; Neuseeland erkennt Klimawandel als Asylgrund an; Union Investment: Nachhaltigkeit erhält mehr Gewicht

Nummer Dreissig am 8. März 2018: EU-Kommission legt Aktionsplan vor; Möglichkeiten und Grenzen der Blockchain; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100, 2. GLS Bank Nachhaltigkeits Blog Award 2018, 3. Gesponserte (affiliate) Links

Nummer Neunundzwanzig am 19. Februar 2018: Dynamische Entwicklung bei Nachhaltigkeitsanleihen; Fortschritte bestimmen den Kreditzins;  Die Schweiz reguliert den Kryptomarkt (ICOs); BaFin nimmt Stellung; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Achtundzwanzig am 6. Februar 2018, ergänzt 7. Februar 2018: Schlussbericht der EU-Experten; WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen; Orientierung bei Crowdfunding tut not; Triodos UK mit neuem Crowdfunding; Gebrutstagsgruß an die Dekabank; Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Siebenundzwanzig am 25.1.2018: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Siebenunddreissig

Bildquelle: 27.4.2018, 967. Plenarsitzung ©Bundesrat | Frank Bräuer

Inhalt: Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums im Bundesrat begrüßt; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100; 2. Hub for Sustainable Finance Germany; 3. Ringvorlesung Social Banking am 8.5.2018 an der Alanus Hochschule, 53347 Alfter: Geldanlagen der Zukunft – Die Finanzwelt im Spannungsfeld von Digitalisierung, Regulierung und Nachhaltigkeit

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

2.Mai 2018

Dr. Ralf Breuer

Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums im Bundesrat begrüßt

Europa auf dem Weg

Richtigerweise arbeiten sowohl die EU-Kommission als auch das Europäische Parlament aktuell an verschiedenen Gesetzgebungsinitiativen (wie dem „Action Plan: Financing Sustainable Growth“ vgl. Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Aktionsplan der EU-Kommission), die konkrete und weitreichende Vorschläge beinhalten, wie die Finanzwirtschaft ihren notwendigen und wichtigen Beitrag leisten und gleichzeitig zu Stabilität beitragen kann. Mehr: Offener Brief zum Thema Sustainable Finance an Brüssel und Berlin.

Der Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments hat den Plan am 24.4.2018 mit 42 zu 9 Stimmen bei 3 Enthaltungen gebilligt Pressemitteilung (Englisch). Hier die Kommentierung durch den wirtschafts- und finanzpolitischen Sprechers der Grünen/EFA-Fraktion im Europaparlament Sven Giegold. Die Beratung und Abstimmung im Plenum des Parlaments wurde für den 28.5.2018 avisiert (vgl. Europaparlament).

Deutschland bald am Start?

Das „offizielle“ Deutschland hatte auf diesen Aktionsplan bis zum 27.4.2018 nicht reagiert. Nunmehr ist der Deutsche Bundesrat den Ausschussempfehlungen vom 14.4.2018 weitgehend gefolgt. Der Beschluss des Bundesrates vom 27.4.2018 hat sich zudem (aus Sicht des Autors) erfreulicherweise gegen die optional von den Ausschüssen unter Ziffer 6. vorgeschlagene Ablehnung des „Green Support Factors“ und die pauschale Vermeidung von Klimarisiken in der Regulierung entschieden.

Die klare Befürwortung des Green Support Factors mit verringerten Eigenkapitalanforderungen für „grüne Finanzierungen durch die EU-Kommission erscheint politisch, durch die französische Postion motiviert. Sie folgt weitgehend dem Vorschlag des französischen Bankenverbands. Vgl. Nummer Siebzehn.

Die Ausklammerung von Klimarisiken wäre in Anbetracht der realen Umstände sachlich auch nicht haltbar gewesen. Sie sind bereits im Fokus der Bankaufsichtsbehörden. Wertverluste durch die Diskussion von Dieselfahrverboten sind bereits spürbar und in den Büchern der gesamten deutschen Wirtschaft und damit auch aller Kreditinsitute. Der DIHK bezifferte die Belastungen mit € 500 Mio., was eher als sehr konservativ erscheinen muss. Vgl. Nummer Sechsunddreissig.

Bundesregierung noch nicht positioniert

Informationen darüber, ob der Plan Gegenstand der Gespräche zwischen der Bundeskanzlerin und dem französischen Staatspräsidenten am 19.4.2018 in Berlin war, liegen nicht vor. Allerdings hatte sich Emmanuel Macron am 22.3.2018 in Brüssel persönlich stark für die Umsetzung des Plans eingesetzt (vgl. Nummer Zweiunddreissig). Zudem wurde in der gemeinsamen Erklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron anlässlich des 55. Jahrestages der Unterzeichnung des Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit vom 22. Januar 1963 („Élysée-Vertrag“) Pressemitteilung vom 21.1.2018 bereits eine relativ weitreichende Formulierung im Schlussabsatz vereinbart:

– Wir wollen die Herausforderungen der globalisierten Welt angehen –

Der rasche technologische Fortschritt der heutigen Welt und die Herausforderungen, die sich in der Agenda 2030 und im Pariser Abkommen widerspiegeln, sind ein weiterer Grund, den Élysée-Vertrag – die Grundlage unserer bilateralen Zusammenarbeit – für die kommenden Jahrzehnte zu modernisieren und auszubauen. Gemeinsam streben wir nach Nachhaltigkeit und dem Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft in unseren Ländern, der Europäischen Union und weltweit. Wir werden gemeinsam wirksame Strategien und neue technologische Ansätze erarbeiten und unterstützen, z.B. in den Bereichen Klimaschutz, Energie, Mobilität, Biotechnologie und künstliche Intelligenz.

Handeln ist zudem und nicht zuletzt durch die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie – Neuauflage 2016 nicht nur weitgehend gedeckt, sondern vielmehr dringend geboten.

In eigener Sache

1. #nachhaltige100

Investabel® wurde im Februar erstmals auf Platz 79 der von der Triodos Bank N.V. Deutschland initiierten Liste „#nachhaltige100“ geführt. Nach Platz 57 im März rückte der Blog auf 55 im April 2018. Die aktuelle Übersicht: #nachhaltige100.

2. Hub for Sustainable Finance Germany

Der Blog Investabel® wurde als Beitrag zum Hub for Sustainable Finance Germany, angenommen. Der Hub ist eine gemeinsame Initiative von Deutsche Börse Group und dem Rat für Nachhaltige Entwicklung. Hier die Übersicht: Beiträge zum Hub for Sustainable Finance.

3. Ringvorlesung Social Banking: Geldanlagen der Zukunft – Die Finanzwelt im Spannungsfeld von Digitalisierung, Regulierung und Nachhaltigkeit

Am 8. Mai ab 18:00h findet eine öffentliche Vortragsveranstaltung mit Diskussion an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in 53347 Alfter statt. Dabei sollen vor allem die wechselseitigen Beziehungen der Themenfelder Digitalisierung, Regulierung und Nachhaltigkeit beleuchtet werden. Veranstaltungsinformation

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Sechsunddreissig bis Eins

Nummer Sechsunddreissig am 24. April 2018, ergänzt 25. April 2018: Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums; Klimarisiken belasten die deutsche Wirtschaft…; …und die Kommunen; Deutsche Bank kommuniziert mit Nachhaltigkeit

Nummer Fünfunddreissig am 16. April 2018/ergänzt 17. April 2018: Offener Brief an Brüssel und Berlin; Top-Adressen der Investmentbranche für den EU-Aktionsplan; Allianz mit Nachhaltigkeitsbericht in neuer Dimension; EU-Aktionsplan im Bundesrat, Minister in Brüssel; Klimarisiken sind evident; Nachhaltigkeit emotionalisiert Bankprodukte; ToMoRRoW ab Juni 2018 mit 100% Nachhaltigkeit mobil

Nummer Vierunddreissig am 9. April 2018: FDP bezweifelt Sinnhaftigkeit des EU-Aktionsplans; Axel Weber – Nachhaltigkeit ist zukunftsfähig…; Barclays mit grüner Hypothek und mehr

Nummer Dreiunddreissig am 3. April 2018: EU-Aktionsplan an sich unbestritten; Britische Vorschläge für Green Finance enger gefasst; Kredite mit Nachhaltigkeitsanreizen; Die SDGs: Orientierung für Politik und Wirtschaft; SDG Investments überschreitet € 100 Mio.; Leitfaden nachhaltige Immobilieninvestments; Wie wird ein FinTech zur Bank ?

Nummer Zweiunddreissig am 26. März 2018: EU-Aktionsplan mit kraftvollem Antritt; Bierdeckel für mehr Bewusstsein über die „SDGs“; Starke Investorenüberzeugung – starke Worte; Danone begibt als erstes Privatunternehmen eine „Sozialanleihe“; Getränkekonzern AB Inbev – Nachhaltigkeitsziele 2025

Nummer Einunddreissig am 20. März 2018: EU-Aktionsplan mit wuchtiger Vorstellung; Greenbonds in neuen Dimensionen; Nach Green Finance kommt Blue Finance; Neuseeland erkennt Klimawandel als Asylgrund an; Union Investment: Nachhaltigkeit erhält mehr Gewicht

Nummer Dreissig am 8. März 2018: EU-Kommission legt Aktionsplan vor; Möglichkeiten und Grenzen der Blockchain; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100, 2. GLS Bank Nachhaltigkeits Blog Award 2018, 3. Gesponserte (affiliate) Links

Nummer Neunundzwanzig am 19. Februar 2018: Dynamische Entwicklung bei Nachhaltigkeitsanleihen; Fortschritte bestimmen den Kreditzins;  Die Schweiz reguliert den Kryptomarkt (ICOs); BaFin nimmt Stellung; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Achtundzwanzig am 6. Februar 2018, ergänzt 7. Februar 2018: Schlussbericht der EU-Experten; WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen; Orientierung bei Crowdfunding tut not; Triodos UK mit neuem Crowdfunding; Gebrutstagsgruß an die Dekabank; Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Siebenundzwanzig am 25.1.2018: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe