Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Dreiundfünfzig

2018-10-16 Bierkruege

Beitragsbild/Bild: ©picture-alliance/dpa/S. Hoppe via Twitter

Inhalt: Nachhaltigkeit? – Nicht unser Bier?; Erkenntnis aus der Bayern-Wahl; Rechnungshöfe fordern Nachhaltigkeit ein; Zauberwort Nachhaltigkeit: Berater in Bedrängnis; Kontrastprogramm im Ausland; Bank of England mit Konsultationen zu den finanziellen Risiken aus dem Klimawandel; Rahmenwerk für Finanzen und Naturkapital; Schon in der Nummer Zweiundfünfzig, wird fortgeführt: „Häschtäck-o-nomie“ der europäischen Finanzwelt; In eigener Sache: Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

17. Oktober 2018, ergänzt 18.10.2018 (Präsidententreffen Rechnungshöfe)

Dr. Ralf Breuer

Nachhaltigkeit? – Nicht unser Bier?

Die Deutsche Welle hat in ihrem englischsprachigen Kanal einen interessanten Artikel veröffentlicht: Wie beeinflusst der Klimawandel die Gerstenernte und welche Folgen kann das für den Bierkonsumenten haben: Climate change could cause ’severe‘ global beer shortage. Der Artikel greift auf ernst zu nehmende Quellen zurück: Vermehrte Dürren verringen die Erntemengen für Gerste, was wiederum erhöhte Bierpreise nach sich ziehen könnte. Der vergangene heiße und trockene Sommer gibt den Überlegungen eine nachvollziehbare Plausibilität. Insofern: Nachhaltigkeit ist unser aller Bier! Das sahen die Wähler in Bayern offenbar ähnlich…

Erkenntnis aus der Bayern-Wahl

Spätestens nach den Reaktionen auf die beabsichtigte Rodung im Hambacher Forst und dem aufrüttelnden Weltklimareport sollte es nicht überraschen, dass Nachhaltigkeit bei den Wählern eine hohe Priorität hat. Gleich mehrer Aspekte standen bei den bayerischen Wählern ganz oben auf der Themenliste. Weniger bei den Politikern, was erheblich zur Erklärung des Wahlausgangs beiträgt.

Quelle: Twitter/Jörg Schönenborn, WDR, Daten: infratest Dimap

Rechnungshöfe fordern Nachhaltigkeit ein

Am 16. und 17.10.2018 erschienen in einigen Medien Artikel zur Konferenz der Präsidenten der deutschen Rechnungshöfe: „Rechnungshöfe fordern Nachhaltigkeit ein“. Grundlage ist der Prüfbericht zur Gestaltung der Energiewende in Deutschland: 2018 Sonderbericht – Koordination und Steuerung zur Umsetzung der Energiewende durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und die in diesem Zusammenhang gemachten Bemerkungen. U.a. kündigte BRH-Präsident Scheller die Prüfung der Umsetzung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie an.

2018-10-17 Nachhaltigkeit GA S. 5

Quelle: General-Anzeiger Bonn, 17.10.2018, S.5

Der Artikel als pdf: 2018-10-17 Nachhaltigkeit GA S. 5

Zwischenzeitlich ist auch ein Nachbericht zur Konferenz der Präsidenten der Rechnungshöfen von Bund und Ländern sowie Österreich und der Schweiz erschienen: Präsidentenkonferenz in Bonn (16./17. Oktober 2018) – Nachhaltigkeit rückt in den Fokus der Rechnungshöfe. Das Ergebnis mündete in einer gemeinsamen Erklärung der Präsidenten von Bund und Ländern, die Bonner Erklärung zur Nachhaltigkeit.

Zauberwort Nachhaltigkeit: Bankberater in Bedrängnis

Wieso gibt es nicht mehr nachhaltige Angebote für Privatkunden? Vieles heißt schon nachhaltig – laut Scope aktuell 641 in Deutschland zugelassene Fonds. Allerdings wird der Nachhaltigkeitsbegriff sehr unterschiedlich und weit gefasst interpretiert. Insofern ist es wenig verwunderlich, wenn sowohl Berater als auch Kunden ihre Schwierigkeiten sehen, dass jeweils verpackte Nachhaltigkeitsverständnis nachzuvollziehen.

Susanne Bergius hat diesem Thema im Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments Nr. 10 vom 12.10.2018 unter dem Titel „Zauberwort bring Berater in Bedrängnis“ auf S. 10ff. einigen Raum gewidmet. Vor allem die von der EU-Kommission geplante Beratungspflicht belebt die Diskussion. Vor allem in den großen Finanzgruppen zeigt man sich – diplomatisch formuliert – abwartend in Hinblick auf die Neufassung der Regulierung. Apropos: Für Regulierer ist Nachhaltigkeit bereits „wesentlich“, d.h. Regulierungsgegenstand geworden.

Der Status quo einer niedrigen Marktdurchdringung wird mit den verschiedensten Argumenten begründet: Fehlende Finanzbildung der Kunden, mangelnd Schulung der Berater. Problem sind aber wohl eher die Produkte, hinter die sich die Berater nicht stellen können. Der FairWorldFonds stützt diese These, da er auch vielfach auf eigene Initiative von Kundenberatern im Genossenschaftsverbund angeboten wird. Auf diese Weise hat der Fonds mittlerweile ein Volumen von € 1 Mrd. erreicht.

Zu dieser Einschätzung passen auch die Ausführungen des Finanzberaters André Gauter im letzten Absatz auf S. 13 bei Susanne Bergius mit der Überschrift „Gesunden Menschenverstand wecken“. Er schätzt den Beratungsbedarf auf 10 bis 20 Minuten. Auf die sind Berater leicht vorzubereiten, auch ohne langwierige Lehrgänge. Aus der Erfahrung von Investabel® ist das Thema leicht anzubringen, wenn man sich die Mühe macht. Die Logik ist leicht erklärt.

Kontrastprogramm im Ausland

Paris 28./29.9.2018

Kurz der erfreulichen Beinahe-Verdopplung der Teilnehmerzahl bei Sustainable Finance Gipfel Deutschland (Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Fünfzig – Sustainable Finance Gipfel Deutschland) fand in Paris eine Veranstaltung in ganz anderer Dimension statt: changeNOW konnte mehr als 6.000 Teilnehmer begrüßen. Unter den Sprechern war auch der CEO der Bankengruppe BNP Paribas.

Madrid 16.10.2018

Für weite Teile der deutschen Kreditwirtschaft stellt sich offenbar immer noch die Frage, ob Privatkunden nachhaltige Anlagemöglichkeiten angeboten werden sollen. Auf der Jahrestagung der spanischen Spainsif wurde dagegen am 17.10. in Madrid diskutiert, wie die Barrieren für Privatanleger überwunden werden können.

Großbritannien 15.-19.10.2018

Die Regierung veranstaltet in dieser Woche die erste Green Great Britain Week (Homepage) mit einer Vielzahl von Veranstaltungen, darunter auch: HSBC Financing the Low Carbon Economy am 17.10.2018.

Terminliste nachhaltige Geldanlagen für Deutschland

Der deutschsprachige Raum ist keineswegs ohne Termine. Erfreulich die große Anzahl von Veranstaltungen zu nachhaltigen Geldanlagen in der Terminübersicht FNG – Forum Nachhaltige Geldanlagen.

Aktuell findet in Hamburg die FINTECH Week statt. Zum Ende lädt comdirect zu einem Treffen von Finanzbloggern ein und ist Veranstalter des comdirect Finanzbarcamp mit Vergabe des finanzblog award. Investabel® wird teilnehmen und freut sich auf viele persönliche Kontakte.

Bank of England mit Konsultationen zu den finanziellen Risiken aus dem Klimawandel

Im Sinne einer vorsichtigen und vorsorglichen Finanzmarktregulierung wird die Bank of England finanzielle Risiken aus dem Klimawandel in der Regulierung verankern. Darüber hinaus verordnet sie eine Verantwortung auf Vorstandsebene. Am 15. Oktober 2018 hat sie die Konsultationen zu einem Entwurf für eine entsprechende aufsichtliche Anordung eingeleitet. Rückmeldungen der Finanzwirtschaft sind bis zum 15. Januar 2019 einzureichen.

Quelle: Twitter/Financial Times vom 15.10.2018

Quellen: Pressemitteilung (EN) vom 15.10.2018Consultation Paper 23/18

Rahmenwerk für Finanzen und Naturkapital

Die „Natural Capital Coalition (the Coalition)“, die „Natural Capital Finance Alliance (NCFA)“ und die niederländische „Vereinigung von Anlegern für nachhaltige Entwicklung (VBDO)“ haben ein Rahmenwerk erarbeitet und veröffentlicht: Connecting Finance and Natural Capital. Es soll Finanzinstitutionen unterstützen, die globalen Auswirkungen der Veränderungen der natürlichen Lebensräume auf ihre Portfolien zu ermessen.

Das Rahmenwerk soll ab November durch eine weltweite Hitzekarte (heat map) sowie eine Datenbank ergänzt werden, mit die Risiken nach Regionen und Branchen besser eingeschätzt werden können. Einen anschaulichen Bericht hierzu gibt es bei TriplePundit: Amy Brown, New Tool Aims to Unlock Natural Capital Integration for Financial Institutions, 15.10.2018.

Schon in der Nummer Zweiundfünfzig, wird fortgeführt:

„Häschtäck-o-nomie“ der europäischen Finanzwelt

Immer wieder neue Schlagwörter in sozialen Medien. Warum nicht einmal einige mit dem Doppelkreuz „#“ markierte Schlagworte zusammenstellen und erläutern? Hashtags bzw. eingedeutscht „Häschtäcks“ sollen grundsätzlich das thematische Auffinden von Botschaften in sozialen Netzwerken erleichtern. Manchmal haben sie aber auch nur einfach den Status eines Mottos oder eher gar keine Bedeutung.

Die Idee entstand zufällig durch eine Fernsehwerbung: Da warb eine Bank im deutschen Fernsehen mit #bankingforfood. Also mal bei Twitter geschaut und daraus wird vielleicht irgendwann mal so etwas wie eine „Häschtäck-o-nomie“ (in Anlehnung an die geplante „Taxonomie“ von Finanzinstrumenten in Hinblick auf Nachhaltigkeit) der europäischen Finanzwelt. Gerne werden weitere Anregungen aufgenommen (Bitte Mail an info@investabel.com).

#Nachhaltigkeit #Sustainability #Durabilité #Sostenibilidad

#nachhaltig #sustainable #durable #sostenible

#SustainableFinance #SustainableFinanceEU – Im März 2018 vorgestellter Aktionsplan der EU-Kommission auf Basis der @HLEG – High Level Expert Group

#h4SF – Hub for Sustainable Finance Germany (Deutsche Börse AG + Rat für Nachhaltige Entwicklung Deutschland), er organisierte am 25.9.2018 den zweiten Sustainable Finance Gipfel Deutschland

#SFGD17, #SFGD18 – Sustainable Finance Gipfel Deutschland, zuletzt 25.9.2018

#SDGs – Die 17 nachhaltigken Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Finance Goals, SDGs)

#ACT4SDGs #WeACT4SDGs (globale Kampagne für die SDGs am 25.9.2018)

#changenowsummit – Veranstaltung am 28.9.2018 mit 6.000 Teilnehmern in Paris und prominenter Beteiligung großer französischer Banken. Im Zuge der Veranstaltung wurde auch ein Schlagwort wiederbelebt:

#ActForImpact – Handeln für positive Nachhaltigkeitswirkungen (im Sinne der SDGs)

#bankingforfood – Initiative der niederländischen Rabobank. Einsatz des Bankgeschäftes um eine zuverlässige Versorgung der Weltbevölkerung sowie faire Bedingungen in den Erzeugerländern zu unterstützen. Mehr dazu auf der deutschen Seite von Rabodirect

#AllemGewachsen (Sparkassen, selten verwendet) – Wozu er wohl kreiert wurde…

#denngeldkannsovielmehr (Triodos Bank Deutschland) – Eher ein Motto…

#PositiverBeitrag #PositiveImpact (Deutsche Bank, aktuelle Kampagne) – Hat definitiv wenig bis nichts mit Nachhaltigkeit zu tun. Leicht zu verwechseln mit #ImpactInv oder #ImpInv für wirkungsorientierte Investments

#sharedichdrum (GLS Bank) – Auch kein schlechtes Motto…

 

In eigener Sache

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Zweiundfünfzig bis Eins

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Zweiundfünfzig

2018-10-10 IPCC Report

Beitragsbild/Bild: Titelseite des Weltklimaberichts 2018 www.ipcc.ch

Inhalt: Klimaschutz auf allen Kanälen – Vorsicht bei der Geldanlage; FairWorldFonds mit € 1 Mrd.; GLS Bank mit dem B.A.U.M. Fair Future Fonds; InsuResilience – Risikoprävention auch im Vorfeld; In eigener Sache: Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

10. Oktober 2018

Dr. Ralf Breuer

Klimaschutz auf allen Kanälen – Vorsicht bei der Geldanlage

Dieselfahrverbote, Sommerdürre, Hambacher Forst und nun noch der aufrüttelnde Weltklimabericht haben die Diskussionen um Klimaschutz, Klimawandel und Energiewende kräftig befeuert. Zudem wurden noch zwei Ökonomen mit dem Fokus Nachhaltigkeit mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet.

Interessant ist das öffentliche Meinungsbild, wonach beispielsweise die Erhaltung des  Hambacher Forstes nicht ein rein linkes/grünes Thema ist, sondern eine breite Zustimmung im Land Nordrhein-Westfalen hat:

In den sozialen Medien wird auch ein verstärktes Interesse in Geldanlagen mit dem Ziel Klimaschutz erkennbar. Leider ist der CO2-Fußabdruck aber nicht unbedingt eine gute Leitlinie für Anlagekonzepte. Ausführlich hierzu der immer noch aktuelle Beitrag: Klimaschutz ein guter Ansatz, aber…

 

FairWorldFonds mit € 1 Mrd. Volumen

Immer wieder werden fehlende Finanzbildung der Bevölkerung und mangelnde Beraterschulung als Gründe für den geringen Anteil nachhaltiger Geldanlagen in Deutschland angeführt. Immerhin sind hierzulande gemäß www.fondscheck.de derzeit 641 als „nachhaltig“ etikettierte Fonds mit einem Volumen von € 158 Mrd. zum Vertrieb zugelassen. Allerdings ist das Verständnis von Nachhaltigkeit sehr breit gestreut. Das ist evtl. auch Teil der Erklärung für den Erfolg des von „Brot für die Welt“ mitgetragenen Mischfonds:

Der von der GLS Bank mitinitiierte FairWorldFonds hat die Marke von € 1 Mrd. Fondsvolumen überschritten. Er wurde am 18.5.2018 nach 11 Monaten wieder für neue Anleger geöffnet und hatte rund € 940 Mio. verwaltete Mittel. Mit Renditen um die 3% und dem entwicklungspolitischen Anspruch trifft er offenbar den Geschmack vieler Anleger, offenbar auch außerhalb der Umwelt- und Kirchenbanken.

GLS Bank mit dem B.A.U.M. Fair Future Fonds

Die GLS Bank hat einen neuen Aktienfonds initiiert, der weltweit in Aktien kleiner und mittelständischer Unternehmen investiert. Aus der Produktbeschreibung auf der Internetseite der GLS Bank: „Der B.A.U.M. Fair Future Fonds ist ein Aktienfonds, der vorwiegend in kleine und mittelständische Unternehmen investiert. Es werden gezielt Aktien von Unternehmen ausgewäht, die Ressourcen so sorgsam und schonend einsetzen, dass die Ökosysteme der Erde nicht geschädigt werden und ihre Regenerationsfähigkeit erhalten bleibt. Ein wichtiger Aspekt des Nachhaltigkeitsverständnisses des Fonds ist eine Gesellschaft der sozialen Verantwortung und des respektvollen Miteinanders.

Initiator des Fonds ist der Gründer des B.A.U.M. e.V. Prof. Dr. Maximilian Gege. Er entwickelte insbesondere die umfangreiche Bewertungsmatrix für die Titel. Sein Ansporn: Anlegern*innen die Chance zu geben, an einer nachhaltigen Stärkung des Mittelstandes zu partizipieren.“

Interessant ist auch die Titelauswahl durch einen 14köpfigen Nachhaltigkeitsbeirat mit Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker als prominentesten Vertreter. U.a. engagieren sich auch die frühere niedersächsische Umweltministerin Monika Griefahn sowie Dr. Bachmann und Prof. Bassen vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (Produktpräsentation der GLS Bank S. 13.

InsuResilience – Risikoprävention der Versicherer auch im Vorfeld

„Positionen“, das Magazin der Deutschen Versicherer www,gdv.de berichtet im aktuellen Heft über Präventionsmaßnahmen für Starkregen. Unter InsuResilience ist eine Initiative zusammengefasst, die die Prävention und Bewältigung von Klima- und Katastrophenrisiken verbessern soll. Sie wurde auf der Klimakonferenz 2017 formell gegründet. Einzelheiten (engl.): InsuResilience Global Partnership.

Diese Entwicklung wird begleitet durch eine neue Kategorie von Finanzinstrumenten, die nicht nur Katastrophenrisiken abdecken, sondern durch die Finanzierung von Präventionsmaßnahmen Risiken mindern: Resilience Bonds (engl.) Resilience Bonds

„Häschtäck-o-nomie“ der europäischen Finanzwelt

Immer wieder neue Schlagwörter in sozialen Medien. Warum nicht einmal einige mit dem Doppelkreuz „#“ markierte Schlagworte zusammenstellen und erläutern? Hashtags bzw. eingedeutscht „Häschtäcks“ sollen grundsätzlich das thematische Auffinden von Botschaften in sozialen Netzwerken erleichtern. Manchmal haben sie aber auch nur einfach den Status eines Mottos oder eher gar keine Bedeutung.

Die Idee entstand zufällig durch eine Fernsehwerbung: Da warb eine Bank im deutschen Fernsehen mit #bankingforfood. Also mal bei Twitter geschaut und daraus wird vielleicht irgendwann mal so etwas wie eine „Häschtäck-o-nomie“ (in Anlehnung an die geplante „Taxonomie“ von Finanzinstrumenten in Hinblick auf Nachhaltigkeit) der europäischen Finanzwelt. Gerne werden weitere Anregungen aufgenommen (Bitte Mail an info@investabel.com).

#Nachhaltigkeit #Sustainability #Durabilité #Sostenibilidad

#nachhaltig #sustainable #durable #sostenible

#SustainableFinance #SustainableFinanceEU – Im März 2018 vorgestellter Aktionsplan der EU-Kommission auf Basis der @HLEG – High Level Expert Group

#h4SF – Hub for Sustainable Finance Germany (Deutsche Börse AG + Rat für Nachhaltige Entwicklung Deutschland), er organisierte am 25.9.2018 den zweiten Sustainable Finance Gipfel Deutschland

#SFGD17, #SFGD18 – Sustainable Finance Gipfel Deutschland, zuletzt 25.9.2018

#SDGs – Die 17 nachhaltigken Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Finance Goals, SDGs)

#ACT4SDGs #WeACT4SDGs (globale Kampagne für die SDGs am 25.9.2018)

#changenowsummit – Veranstaltung am 28.9.2018 mit 6.000 Teilnehmern in Paris und prominenter Beteiligung großer französischer Banken. Im Zuge der Veranstaltung wurde auch ein Schlagwort wiederbelebt:

#ActForImpact – Handeln für positive Nachhaltigkeitswirkungen (im Sinne der SDGs)

#bankingforfood – Initiative der niederländischen Rabobank. Einsatz des Bankgeschäftes um eine zuverlässige Versorgung der Weltbevölkerung sowie faire Bedingungen in den Erzeugerländern zu unterstützen. Mehr dazu auf der deutschen Seite von Rabodirect

#AllemGewachsen (Sparkassen, selten verwendet) – Wozu er wohl kreiert wurde…

#denngeldkannsovielmehr (Triodos Bank Deutschland) – Eher ein Motto…

#PositiverBeitrag #PositiveImpact (Deutsche Bank, aktuelle Kampagne) – Hat definitiv wenig bis nichts mit Nachhaltigkeit zu tun. Leicht zu verwechseln mit #ImpactInv oder #ImpInv für wirkungsorientierte Investments

#sharedichdrum (GLS Bank) – Auch kein schlechtes Motto…

 

In eigener Sache

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Einundfünfzig bis Eins

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Einundfünfzig

 

2018-10-04 Infografik-Mobility-Startups_JPEG

Beitragsbild/Bild: Übersicht über Zahlungsdienste für  Mobilitätskonzepte. Quelle: Payment & Banking 4.10.2018

Inhalt: Neue Mobilitätskonzepte und Zahlungsdienste; Nachlese Sustainable Finance Gipfel Deutschland am 25.9.2018; DZ Bank begibt „Green Bond“ über € 250 Mio.; Vermögensverwaltung online: Später Start, frühes Ende; „Fonds professionell“ mit „grünen Neuheiten“; In eigener Sache: Investabel® wieder unter den #Nachhaltige100; CSR Blogparade Raum Köln/Bonn; Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

4. Oktober 2018

Dr. Ralf Breuer

Neue Mobilitätskonzepte und Zahlungsdienste

Mit dem Beitrag Mobility Start ups – ein Überblick vom 4.10.2018 widmen sich Nicole Nitsche und Kilian Thalhammer im Blog von Payment & Banking den Zusammenhängen zwischen (neuen) Mobilitätskonzepten und (innovativen) Zahlungsdiensten.

Die Einleitung bringt es auf den Punkt: „Mobility steht für Mobilität und somit Beweglichkeit im sozialen Sinne. Staus und Ineffizienz führen in vielen europäischen Städten zu verschwendeter Zeit und damit verbundenen Kosten für Wirtschaft und Umwelt. Wer kennt es nicht, das ewig lange Warten im Stau? Werft doch mal einen Blick auf diese Startups, die wir in unser Infografik vorstellen. Alle von ihnen wurden in jüngerer Zeit gegründet und jeder von ihnen könnte in naher Zukunft erhebliche und positive Auswirkungen auf den öffentlichen Nah- und Güterverkehr haben.“

Auf wohltuende Art und Weise schildern die Autoren die Zusammenhänge und die bereits vollzogenen Entwicklungen. Schließlich sind Zahlungsdienste und innovative Dienstleistungen kein Selbstzweck, wie es leider vielfach den Anschein hat: Die FinTech-Welt ist (k)eine Scheibe!. Leider werden große Themen zu oft silomäßig gedacht und bearbeitet. Dabei gilt aber: Digitalisierung, Regulierung und Nachhaltigkeit mit engen Verbindungen.

Nachlese Nachhaltigkeitsgipfel am 25.9.2018

Der Hub for Sustainable Finance lud am 25. September zum „Zweiten Sustainable Finance Gipfel Germany“ ein. Auf diesem Gipfeltreffen der aktiven Netzwerkakteure mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft werden wichtige Aspekte zur Stärkung nachhaltiger Finanzwirtschaft, aktuelle Entwicklungen und nötige Weichenstellungen für die kommenden Monate diskutiert.

Gegenüber dem ersten Gipfel 2017 war der Rahmen mit 280 gegenüber 150 Teilnehmern deutlich größer. Die Stimmung deutlich verändert, eher ungeduldig auf konkretere Schritte wartend. Die lange Zeit der Regierungsbildung und die medial dominierenden Querelen in der Koalitition haben wohl einiges verzögert. Informationen zum Gipfel: Zweiter Sustainable Finance Gipfel Deutschland.

Deutschland wartet im Basislager auf den Aufbruch!

Deutschland im internationalen Vergleich bestenfalls in einem Basislager (vgl. Gastbeitrag in Finanz-Szene.de 25.9.2018, aber das wird immer besser gerüstet, u.a. mit der nun erfolgten Gründung des „Green and Sustainable Finance Cluster Germany“ Das GSFC ist ein Zusammenschluss der Accelerating Sustainable Finance Initiative der Deutschen Börse und dem Green Finance Cluster Frankfurt des Hessischen Wirtschaftsministeriums. Weitere Informationen: https://gsfc-germany.com/.

Vor diesem Hintergrund sollte die Finanzwirtschaft dringend bei der Aktualisierung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie einbezogen werden (vgl. Beitrag Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie. Kanzleramtsminister Helge Braun betonte folgerichtig, dass die Bundesregierung den EU-Aktionsplan unterstützt. Da das Bundeskanzleramt die Nachhaltigkeitstrategie als „Chefsache“ verantwortet, ist zu hoffen, das die Umsetzung des Plans im Sinne der Empfehlung des Deutschen Bundesrates zeitnah realisiert wird. Die Ausführungen von Levin Holle, Leiter der Finanzmarktabteilung im Bundesfinanzministerium, nähren diese Hoffnung.

 

Sofern die Bundesregierung bald die auf dem Gipfel avisierten Impulse geben sollte, sollten sich die Dinge auch in Deutschland erheblich beschleunigen lassen. Allerdings ist bedauerlich, dass die Veranstaltung nur sehr wenig Resonanz in den Medien fand. Offenbar waren den Berichterstattern Kanzleramtsminister Parlamentarischer Staatssekretär sowie hochrangige Beamte nicht hinreichend prominent.

DZ Bank begibt „Green Bond“ über € 250 Mio.

Die DZ Bank hat wie avisiert eine „grüne Anleihe“ mit einem Volumen von € 250 Mio. mit einer Laufzeit von fünf Jahren begeben. Der Festzins beträgt 0,5% p.a. Die Anleihe wird in Luxemburg notiert. Über die Luxembourg Green Exchange sind auch die relevanten Unterlagen und Handelsdaten zugänglich.

Es ist der erste „Green Bond“, den das genossenschaftliche Zentralinstitut auf den Weg bringt. Die Mittel der Investoren fließen ausschließlich in ein Projekt zum Klima- oder Umweltschutz, im Falle der DZ Bank in diverse Windparks auf dem deutschen Festland. Das Institut reicht bereits Kredite für nachhaltige Vorhaben aus und will nun ,,die Wertschöpfungskette auf der Passivseite der Bilanz abrunden‘‘ (Börsenzeitung vom 15.9.2018).

Gemäß der Pressemitteilung der Bank vom 26.9.2018 war die Anleihe im „Format Senior Preferred“  deutlich überzeichnet. Insbesondere bei genossenschaftlichen Banken und institutionellen Anlegern sei das Interesse an dem Green Bond groß gewesen. Die Ausgestaltung der Anleihe orientiert sich an den „Green Bond Principles“ der International Capital Markets Association (ICMA), einem anerkannten internationalen Standard für grüne Anleihen. Externer Gutachter war Standard & Poors.

Vermögensverwaltung online: Später Start, frühes Ende

Finanz-Szene.de berichtete am 4.10.2018, dass sich nach der Commerzbank und der Hamburger Sparkasse auch die deutsche Niederlassung von Santander wieder aus der Vermögensverwaltung online zurückzieht. Bereits in früheren Beiträgen wurde der Markt beleuchtet: 1. Die Angebote sind wenig innovativ, sondern zusätzliche Kanäle 2. Der deutsche Markt ist noch sehr klein, aber stark bevölkert. Insofern war eine zeitnahe Konsolidierung wahrscheinlich: Robo-Advice – Viel Bewegung im MarktRobo-Advice – Die Konsolidierung beginnt. Hier findet sich der Beitrag von Heinz-Roger Dohms vom 4.10.2018: Exklusiv: Immer mehr deutsche Banken begraben ihre Robo-Projekte.

„Fonds professionell“ mit „grünen Neuheiten“

Die aktuelle Ausgabe des Magazins für Anlageberater Fonds professionell 3/2018 widmet „grünen Neuheiten“ im Fondsbereich vier Seiten auf S. 166ff. etwas Raum. Dabei handelt es allerdings nahezu ausschliesslich um „ESG-Fonds“, die Nachhaltigkeitskriterien verstärkt berücksichtigen. Der Anteil dieser Fonds lag gemäß S. 168 bei 7,5% der aufgelegten Investmentvehikel. Immer hin waren 14 der 51 Fondsneuheiten im Zeitraum Mai bis August 2018 als „nachhaltig“ etikettiert.

In eigener Sache

Investabel® wieder unter den #Nachhaltige100

Nach Umstellung der Datenerhebung auf einen anderen Anbieter war der Blog in der monatlichen Übersicht #Nachhaltige100 der Triodos Bank auf die Plätze 102 (Juli 2018) bzw. 104 (August 2018) gerutscht. In der aktuellen Übersicht der Aktivitäten zu Nachhaltigkeit für September 2018 in den sozialen Medien wird der Blog nun wieder unter den ersten 100 auf Platz 97 geführt #Nachhaltige100.

CSR Blogparade Raum Köln/Bonn

2018-09-05 CSRBlogparade

Das CSR-Kompetenzzentrums Rheinland hat eine Blogparade zum Thema „Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen in Bonn und der Region“ #CSR2018 gestartet. Ziel ist es, über aktuelle gesellschaftliche Verantwortung in der Region (Aachen, Bonn, Köln) mehr zu erfahren. Alle Infos zur Teilnahme und die teilnehmenden Beiträge an der Blogparade finden sich hier: http://csr-kompetenzzentrum.de/csr-blogparade/. Investabel® hat mit Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Fünfzig – Sustainable Finance Gipfel Deutschland einen Beitrag beigesteuert.

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Fünfzig bis Eins

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Fünfzig – Sustainable Finance Gipfel Deutschland

2018-09-25 SFGD Sketchnote

Beitragsbild/Bild: Sketchnote uim Sustainable Finance Gipfel am 25.9.2018, Quelle: Twitter/@sozialbank

Inhalt: Sustainable Finance Gipfel Deutschland am 25.9.2018 in Frankfurt/M.;  HSBC Deutschland mit neuem Informationsangebot; Nachhaltigkeit auch regional von großem Interesse; CSR Blogparade Raum Köln/Bonn; In eigener Sache: Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

26. September 2018

Dr. Ralf Breuer

Nachhaltigkeitsgipfel am 25.9.2018 Frankfurt/M.

Der Hub for Sustainable Finance lud am 25. September zum „Zweiten Sustainable Finance Gipfel Germany“ ein. Auf diesem Gipfeltreffen der aktiven Netzwerkakteure mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft werden wichtige Aspekte zur Stärkung nachhaltiger Finanzwirtschaft, aktuelle Entwicklungen und nötige Weichenstellungen für die kommenden Monate diskutiert.

Gegenüber dem ersten Gipfel 2017 war der Rahmen mit 280 gegenüber 150 Teilnehmern deutlich größer. Die Stimmung deutlich verändert, eher ungeduldig auf konkretere Schritte wartend. Die lange Zeit der Regierungsbildung und die medial dominierenden Querelen in der Koalitition haben wohl einiges verzögert. Informationen zum Gipfel: Zweiter Sustainable Finance Gipfel Deutschland.

Deutschland wartet im Basislager auf den Aufbruch!

Deutschland im internationalen Vergleich bestenfalls in einem Basislager (vgl. Gastbeitrag in Finanz-Szene.de 25.9.2018, aber das wird immer besser gerüstet, u.a. mit der nun erfolgten Gründung des „Green and Sustainable Finance Cluster Germany“ Das GSFC ist ein Zusammenschluss der Accelerating Sustainable Finance Initiative der Deutschen Börse und dem Green Finance Cluster Frankfurt des Hessischen Wirtschaftsministeriums. Weitere Informationen: https://gsfc-germany.com/.

Im Vergleich zu vielen Nachbarländern hat Deutschland einen erheblichen Rückstand. Der gestrige Gipfel signalisierte allerdings die Ungeduld, mit der viele Teilnehmer auf einen konkreten „Aufbruch“, u.a. eine Umsetzung des Aktionsplans der EU-Kommission warten. Die gegenüber dem Vorjahr deutlich höhere Präsenz der Bundesministerien für Finanzen und Umwelt signalisieren verstärkte Aktivitäten. Dies war auch in den sozialen Medien der Fall. Klare Botschaft: Nachhaltigkeit muss Teil der Corporate Governance sein, nicht nur im Finanzsektor.

Klare Botschaften aus den Bundesministerien

Verschiedene Aussagen aus den Bundesministerien lassen hoffen, dass der anhaltende Stillstand um mehr Nachhaltigkeit in Deutschland einschließlich der Finanzwirtschaft beendet werden könnte. Hierzu geben einige klare Stellungnahmen Anlass:

Vor diesem Hintergrund sollte die Finanzwirtschaft dringend bei der Aktualisierung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie einbezogen werden (vgl. Beitrag Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie. Kanzleramtsminister Helge Braun betonte folgerichtig, dass die Bundesregierung den EU-Aktionsplan unterstützt. Da das Bundeskanzleramt die Nachhaltigkeitstrategie als „Chefsache“ verantwortet, ist zu hoffen, das die Umsetzung des Plans im Sinne der Empfehlung des Deutschen Bundesrates zeitnah realisiert wird. Die Ausführungen von Levin Holle, Leiter der Finanzmarktabteilung im Bundesfinanzministerium, nähren diese Hoffnung.

Die SDGs als Leitfaden zu mehr Nachhaltigkeit

Ebenfalls am 25.9. jährte sich die Vereinbarung auf die 17 globalen nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) zum dritten Mal. Die UN hatte zu einem globalen Aktionstag WE #ACT4SDGsaufgerufen, zu dem der Gipfel einen Beitrag leistete.

Gespräche mit Praktikern aus der Kreditwirtschaft bestätigten, dass Nachhaltigkeit anhand der SDGs deutlich transparenter vermittelt werden kann. Zudem sind sie gegenüber den gebräuchlicheren Kriterien (ESG, SRI) vorwärts- und nicht rückwärts gerichtet.

2018-03-23 id-17ziele_projekte_bierdeckel_gross

Bild: Von Studierenden des Studiengangs Kommunikationsdesign an der Rheinischen Fachhochschule Köln in Kooperation mit #17Ziele gestalteter Bierdeckel, von dem 85.000 Stück in Kölner Lokalen verteilt wurden

Roundtable Verbraucherinformation und -kommunikation

In dem gemeinsam mit dem Geschäftsführer des FNG-Siegel wurde deutlich, dass die privaten Anleger dringend belastbare Gütekriterien für nachhaltige Geldanlagen (Präsentation Anfangsmoderation Investabel). Da der Begriff Nachhaltigkeit sehr gedehnt verwendet wird, finden sich unter dem Etikett vielfältige Varianten. Die FNG-Nachhaltigkeitsprofile geben hierüber Aufschluss. Die von der EU-Kommission geplante Klassifizierung („Taxonomie“) wird für weitere Transparenz sorgen. Die Diskussionen deckten sich weitgehend mit dem Fazit, dass der Geschäftsführer der Deka-Investment zum Ende des Gipfels zog.

Fazit

Die Anforderungen an die Handelnden lassen sich kaum klarer zusammenfassen als dies Michael Schmidt, Geschäftsführer der Deka Investment getan hat:

Nachhaltigkeit als Produktangebot der Finanzwirtschaft setzt Transparenz und Konsistenz und damit Glaubwürdigkeit voraus. Und es gibt keine Gründe, nicht sofort für mehr Nachhaltigkeit zu handeln.

Sofern die Bundesregierung bald die auf dem Gipfel avisierten Impulse geben sollte, sollten sich die Dinge auch in Deutschland erheblich beschleunigen lassen. Allerdings ist bedauerlich, dass die Veranstaltung nur sehr wenig Resonanz in den Medien fand. Hier der Stand 26.9.2018 12:00h. Darunter allerdings auch der als Gastbeitrag erschienene Vorschauartikel bei Finanz-Szene.de (s.o.).

HSBC Deutschland: Informationsseite Nachhaltigkeit

Pünktlich zum Sustainable Finance Gipfel und dritten Jahrestag der globalen nachhaltigen Entwicklungsziele hat HSBC Deutschland eine Informationsseite zu nachhaltiger Finanzierung als „Advertorial“ bei der „Süddeutschen Zeitung“ platziert. Neben einem Glossar zum Thema Nachhaltigkeit bietet die Seite sehr informative Texte zu den Themen „Nachhaltige Finanzierung“, „Nachhaltige Investments“ und „Regulatorik“. Hier geht es zum sehr informativen „Advertorial“.

Nachhaltigkeit auch regional von großem Interesse

Unter dem Motto „Chancen Strategie Region“ lud das CSR-Kompetenzzentrum Rheinland am 13.9.2018 zur jährlichen CSR-Tagung in die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg nach Rheinbach in der Nähe von Bonn ein. Rund 120 Teilnehmer/-innen folgten der Podiumsdiskussion und nahmen an den vier angebotenen Workshops teil.

Einen Nachbericht finden Sie unter CSR bleibt wichtig für die Region – CSR-Tagung 2018

Während die Industrie- und Handelskammer Bonn auch nach Auslaufen der Projektmittel der Europäischen Union ihre CSR-Arbeit fortführt, zieht sich die Hochschule aus dem Kompetenzzentrum zurück. Sie verweist aber auf die Einrichtung des neuen Zentrums „Ethik und Verantwortung“.

CSR Blogparade Raum Köln/Bonn

2018-09-05 CSRBlogparade

Das CSR-Kompetenzzentrums Rheinland hat eine Blogparade zum Thema „Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen in Bonn und der Region“ #CSR2018 gestartet. Ziel ist es, über aktuelle gesellschaftliche Verantwortung in der Region (Aachen, Bonn, Köln) mehr zu erfahren. Alle online-Beiträge in den nächsten vier Wochen zum Thema CSR dürfen teilnehmen – gern auch bereits vergangene Beiträge, die nun im Nachgang verlinkt werden. Alle Infos zur Teilnahme an der Blogparade erhalten Sie hier: http://csr-kompetenzzentrum.de/csr-blogparade/. Investabel® wird natürlich einen Beitrag beisteuern.

In eigener Sache

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Fünfzig bis Eins

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Neunundvierzig

Logo des H4SF – Hub for Sustainable Finance Germany (https://www.h4sf.de/), zu dem Investabel® aktiv beiträgt (H4SF – Beiträge)

Inhalt: Triodos Bank und Bettervest kooperieren; Tomorrow Bank im Beta-Test; Nachhaltigkeitsgipfel am 25.9.2018 in Frankfurt/M.;  Pimco erwartet starkes Wachstum von SDG-Bonds; HSBC: Nachhaltigkeit drängt in den Finanz-Mainstream; Pimco erwartet starkes Wachstum von SDG-Bonds; CSR Blogparade Raum Köln/Bonn; In eigener Sache: Bundesregierung veröffentlicht Beiträge zur Nachhaltigkeitsstrategie; Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

18. September 2018

Dr. Ralf Breuer

Triodos Bank und Bettervest kooperieren

Die Triodos Bank und die Schwarmfinanzierungsplattform (Crowdfunding) Bettervest haben eine Kooperation angekündigt. Erneut wird ein Bankangebot durch ein soganntes FinTech ergänzt und auf nachhaltige Investments mit kleinen Einstiegsbeträgen erweitert. Gemäß gleichlautenden Pressemitteilungen vom 6.9.2019 hat die „Triodos Sustainable Finance Foundation“ auch Anteile an der auf Energieprojekte spezialisierten Crowdinvesting Plattform bettervest erworben.

Auch die GLS Bank kooperiert mit einem Anbieter, der GLS Crowd. Trotz des Namens und der ähnlichen Gestaltung des Internetauftritts ist die Bank weder Eigentümer noch Betreiber der Plattform. Sie berät lediglich bei der Auswahl der angebotenen Projekte. Im Gegensatz zu Bettervest haben die von der GLS Crowd angebotenen Projekte ein breiteres Spektrum von Nachhaltigkeitsaspekten, sind aber stärker auf Deutschland ausgerichtet.

Bettervest ist stärker auf den Energiesektor fokussiert und dabei stärker Richtung Entwicklungsländern ausgerichtet, z.B. mit Projekten zur netzfernen Erzeugung erneuerbarer Energien. Mehr zu der geplanten Zusammenarbeit findet sich auf der Seite Strategische Partnerschaft (gesponserter Link).

Tomorrow Bank im Beta-Test

Das Angebot der Tomorrow Bank aus Hamburg ist derzeit in der öffentlichen Testphase mit einer geschlossenen Nutzergruppe. Auf jeden Fall schon gelungen erscheint das (lindgrüne) Design von Grafiken und Texten, vielleicht mit Ausnahme des etwas hohen Anteils englischer Worte, für die es durchaus auch andere Möglichkeiten gäbe. Dennoch ist das optisch schon mal ein sehr gelungener Start:

Das wird auch durchgängig, z.B. in Stellenanzeigen gelebt:

2018-08-29 Tomorrow Stellenanzeige

Nachhaltigkeitsgipfel am 25.9.2018 Frankfurt/M.

Der Hub for Sustainable Finance lädt am 25. September zum „Zweiten Sustainable Finance Gipfel Germany“ ein. Auf diesem Gipfeltreffen der aktiven Netzwerkakteure mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft werden wichtige Aspekte zur Stärkung nachhaltiger Finanzwirtschaft, aktuelle Entwicklungen und nötige Weichenstellungen für die kommenden Monate diskutiert.

Einen Einblick in das „Ecosystem“ Sustainble Finance gibt eine vom VFU erstellte Übersicht:

2018-09-17 SusFin Ecosystem

Quelle: Twitter/VFU -Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V.

Gegenüber dem ersten Gipfel 2017 ist ein deutlich größerer Rahmen vorgesehen, so dass mindestens 100 weitere Teilnehmer zu erwarten sind. Informationen zum Gipfel: Zweiter Sustainable Finance Gipfel Deutschland.

Zwar befindet sich Deutschland im internationalen Vergleich bestenfalls im Basislager, aber das wird immer besser gerüstet, u.a. mit der nun erfolgten Gründung des „Green and Sustainable Finance Cluster Germany“ Das GSFC ist ein Zusammenschluss der Accelerating Sustainable Finance Initiative der Deutschen Börse und dem Green Finance Cluster Frankfurt des Hessischen Wirtschaftsministeriums. Die Zielsetzung des im April 2018 erfolgten Zusammenschlusses ist die Bündelung der Aktivitäten im Feld Sustainable Finance, um eine effizientere Nutzung der Finanzmarktexpertise im Bereich Nachhaltigkeit zu erreichen und vor allem die Formulierung und Umsetzung konkreter Handlungsansätze für die Zukunftsfähigkeit nationaler und internationaler Finanzmärkte. Weitere Informationen: https://gsfc-germany.com/.

Die Notwendigkeit einer intensiveren Arbeit auf dem Gebiet nachhaltiger Finanzinstrumente läßt sich anhand der dynamischen Markteintwicklung leicht nachvollziehen.

HSBC: Nachhaltigkeit drängt in den Finanz-Mainstream

Passend zur Aussage von HSBC Deutschland begrüßt die Eingangsseite der ING DiBa ihre Kunden mit Werbung für einen Ethikfonds. Auch die deutsche Internetseite für Firmenkunden ist stark von Nachhaltigkeit geprägt: ING Wholesale Banking – Lösungen für Großkunden.

Pimco erwartet starkes Wachstum von SDG-Bonds

CSR Blogparade Raum Köln/Bonn

2018-09-05 CSRBlogparade

Das CSR-Kompetenzzentrums Rheinland hat eine Blogparade zum Thema „Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen in Bonn und der Region“ #CSR2018 gestartet. Ziel ist es, über aktuelle gesellschaftliche Verantwortung in der Region (Aachen, Bonn, Köln) mehr zu erfahren. Alle online-Beiträge in den nächsten vier Wochen zum Thema CSR dürfen teilnehmen – gern auch bereits vergangene Beiträge, die nun im Nachgang verlinkt werden. Alle Infos zur Teilnahme an der Blogparade erhalten Sie hier: http://csr-kompetenzzentrum.de/csr-blogparade/. Investabel® wird natürlich einen Beitrag beisteuern.

In eigener Sache

Bundesregierung veröffentlicht Beiträge zur Nachhaltigkeitsstrategie

Die Bundesregierung (bzw. das Bundespresseamt) hat die bisher eingegangenen Beiträge zur Diskussion um die Aktualisierung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie zugänglich gemacht. Die bisher eingegangenen Beiträge sind in zwei Dokumenten als „Zuschriften zum Dialog“ nach „Privatpersonen“ bzw. „Unternehmen und Institutionen“ zusammengefasst. Alle relevanten Dokumente finden Sie auf der Seite NACHHALTIGE ENTWICKLUNG – Wir aktualisieren die Strategie: Machen Sie mit!. Mein Beitrag ist im Dokument Zuschriften zum Dialog – Privatpersonen. Der Beitrag hier auf dieser Seite lautet: Beitrag Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie.

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Achtundvierzig bis Eins

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Sechzehn

Grafik: BNP Paribas Asia Pacific

Inhalt: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

27. Oktober 2017

Dr. Ralf Breuer

Sustainable Finance Gipfel 23.10.2017 Frankfurt/Main

Der „Hub for Sustainable Finance Germany (H4SF)“ lud für den 23.10.2017 zum „Sustainable Finance Gipfel Deutschland“ in Frankfurt ein. Die Veranstaltung mit einem dichten Programm war mit mehr als 150 Anwesenden und weiteren 80 Beobachtern in einem Livestream sehr gut besucht. Ein Videomitschnitt ist über den obigen Link verfügbar. – Die Veranstaltung ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer Nachhaltige(re)n Finanzwirtschaft in Deutschland. Nachfolgend einige (subjektive) Eindrücke von der Veranstaltung. Nähere Eindrücke im Beitrag Sustainable Finance Gipfel Deutschland.

Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz

Der erste Artikel in diesem Blog war dem Thema Geld anlegen und Gutes tun? – Leichter gesagt als getan gewidmet. Spiegel Online berichtet am 27.10.2017 über eine Studie des Marktforschungsinstituts GfK im Auftrag des Institut für nachhaltige Kapitalanlagen (NKI)Instituts für nachhaltige Kapitalanlagen (NKI): Deutsche wollen ihr Geld nachhaltig anlegen – tun es aber nicht: „Das Interesse von deutschen Anlegern an nachhaltigen Geldanlagen ist nicht gerade gering: Immerhin 40 Prozent aller Privatanleger in Deutschland finden nachhaltige Kapitalanlagen so attraktiv, dass sie ihr Geld dort investieren würden. … Doch für ein solches Investment haben sich bislang nur mickrige 4,8 Prozent der Privatanleger entschieden.“

Die Anleger bemängeln vor allem fehlende Transparenz (40%) und unklare Wirkungen für eine nachhaltigere Entwicklung (35%) sowie höhere Risiken (31%) und unzureichende Beratung durch die Hausbank (22%, Mehrfachnennungen möglich). Leider ist diese Einschätzung sehr gut nachvollziehbar und weist den Weg zu einem größeren Markterfolg nachhaltiger Geldanlagen. Den Bericht bei Spiegel Online finden Sie hier: Deutsche wollen ihr Geld nachhaltig anlegen – tun es aber nicht. Auch die zwölfseitige Studie des NKI ist online verfügbar: Nachhaltige Kapitalanlagen bei Privatanlegern.

Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen

Am 26.10.2017 fanden u.a. in Singapur und Dublin Veranstaltungen zu einer Nachhaltigeren Finanzwirtschaft statt. Das von der französischen Großbank BNP Paribas veranstaltete Sustainable Finance Forum fand bereits zum zweiten Mal und prominenter Besetzung statt.

In Dublin referierte Niall Bohan von der EU-Kommission zu den bisherigen Ergebnissen der von der Kommission mandatierten High-Level Expert Group on Sustainable Finance (HLEG). Der Abschlussbericht der HLEG wird zum Jahresende 2017 vorgelegt. Auf dessen Grundlage wird die EU-Kommission dem EU-Parlament zum Jahresbeginn 2018 Empfehlungen für eine nachhaltigere Gestaltung des europäischen Finanzmarktes unterbreiten.

Börse Johannesburg mit Green Bonds

Am 25.10.2017 eröffnete die Börse Johannesburg (Johannesburg Stock Exchange, JSE) das Segment für Green Bonds. An der Börse ist bereits eine Anleihe Kapstadt mit einem Volumen von rund € 165 Mio. notiert. JSE hat sich auf die international geltenden Standards verpflichtet. In der Presseerklärung beziffert sie das aktuelle Marktvolumen mit USD 895 Mrd.

GAFA+ Alipay(cab) in den USA

Zusammen mit dem Partner Verifone ermöglicht Alipay chinesischen Reisenden zukünftig die Nutzung mobiler Zahlungsdienste bei Taxifahrten in Las Vegas (2.100) und New York (14.000). Der chinesische Zahlungsverkehrsdienstleister folgt somit weiter den Zahlungsströmen der Nutzer im Ausland, u.a. in europäische Geschäfte mit Luxusgütern (vgl. Nummer Dreizehn).

Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren

Das it-finanzmagazin.de berichtet über die Zusammenarbeit des auch in Deutschland tätigen Zahlungsdienst Revolut mit dem Onlineversicherungsdienst simpleinsurance. Revolut-Kunden können zukünftig online (innerhalb von 30 Sekunden) eine von der Allianz gedeckte weitreichende Versicherung ihrer Smartphones abschliessen. Revolut ist vor allem auf Vielreisende fokussiert und bietet den günstigen Transfer zwischen z.Zt. 25 Währungen an. Einzelheiten zum Angebot für € 1,– pro Woche auf der deutschen Angebotsseite von Revolut.

Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Roboadvisor trifft finanzielle Bildung: Stash ist ein Anbieter von Bank- und Anlagedienstleistungen ab USD 5,00 auf der Basis von Smartphones. Der Anleger kann nicht nur, er soll thematisch nach seinen Vorlieben und Überzeugungen investieren. Hierfür stehen 30 ETF zur Verfügung, die unter flotten Bezeichnungen wie z.B. „The Activist – Green and Clean“ oder „The Techie – American Innovators“ nach drei Risikoneigungen (konservativ/modarat/agressiv) investiert. Hierfür steht mit Auto Stash ein Programm zur Verfügung. Damit ist Stash auch Roboadvisor.

Besonders herausgehoben werden edukative Elemente. Stash richtet sich ausdrücklich an Kunden mit wenig oder ohne Wertpapiererfahrung, denen vielfältige Informationsmöglichkeiten und Ratschläge geboten werden. Leider sind einige Dinge nicht ganz transparent, z.B. der Mix in den Risikoklassen. Insgesamt aber sehr flott gemacht und mit aufwändigen Informationen didaktisch aufgebaut. Sicherlich ein gutes Beispiel für „Kundenerlebnis“ in der jungen Zielgruppe.

Übersicht Blogbeiträge

Aktuelles – Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Fünfzehn bis Eins

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe