Der Aktionsplan der EU-Kommission geht in die Umsetzung

Die EU-Kommission legte am 8.3.2018 im Rahmen einer Pressekonferenz einen Aktionsplan vor: „Financing Sustainable Growth“. Dieser Plan soll die europäische Finanzwirtschaft stärker auf die Finanzierung eines längerfristigen, nachhaltigen Wachstums ausrichten. Dies erfordert weitgehende, auch gesetzgeberische Maßnahmen in Bezug auf Berichterstattung, Bilanzierung, Regulierung und Unternehmensführung. Dies bezieht sich insbesondere auf einen längerfristigen Zeithorizont unter Berücksichtigung von Klimawandel, Energiewende und anderen  Faktoren. Am 24. Mai 2018 wurden weitere Schritte zur Umsetzung kommuniziert. Der Plan fand im europäischen Parlament (Sitzung am 29.5.2018) mit 455 zu 87 Stimmen bei 92 Enthaltungen eine starke Unterstützung. Im nächsten Schritt wird der Plan im europäischen Rat diskutiert.

25. Mai 2018, aktualisiert ergänzt 30. Mai 2018

Dr. Ralf Breuer

Schnelle Umsetzung

Der Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums wird in einem eigenständigen Beitrag ausführlich vorgestellt: Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Aktionsplan der EU-Kommission. Nur zwei Monate nach der öffentlichen Vorstellung und Diskussion hat die EU-Kommission nunmehr die nächsten Schritte formuliert und wird in die Gespräche mit dem europäischen Parlament und dem europäischen Rat eintreten.

Klimaschutz im Vordergrund, aber nicht exklusiv

Die öffentliche Kommunikation ist stark auf die Einbindung der Finanzwirtschaft in den Klimaschutz fokussiert, dies stösst bei einigen Beobachtern auf Kritik (vgl. die von der Triodos Bank Deutschland und WWF Deutschland konzertierte Medieninformation vom 24.5.2018). Grundsätzlich ist der Aktionsplan aber für alle nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDGs) offen.

Eine Betonung des Klimaschutzes ist insofern naheliegend, als die europäischen Aufsichtsbehörden und weite Teile der Finanzindustrie Klimarisiken als wesentlich erkannt haben. Es besteht dringender Handlungsbedarf, z.B. die Konsequenzen aus Klimawandel und Energiewende zu erfassen und steuern (vgl. Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Neununddreissig).

Kernpunkte der Maßnahmen

Einheitliches EU-Klassifikationssystem („Taxonomie“)

Anhand der im entsprechenden Vorschlag vorgesehenen harmonisierten Kriterien lässt sich bestimmen, ob eine wirtschaftliche Tätigkeit ökologisch nachhaltig ist. Die Kommission wird Schritt für Schritt festlegen, welche Tätigkeiten als „nachhaltig“ zu betrachten sind. Dabei wird sie bestehenden Marktpraktiken und Initiativen Rechnung tragen und sich von einer Sachverständigengruppe beraten lassen, die derzeit eingerichtet wird. Auf diese Weise sollen Wirtschaftsakteure und Investoren Gewissheit darüber erlangen, welche Tätigkeiten als nachhaltig gelten, sodass sie fundiertere Investitionsentscheidungen treffen können. Die entsprechenden Arbeiten können als Grundlage für die künftige Einführung von Normen und Kennzeichen für nachhaltige Finanzprodukte dienen, wie sie im Aktionsplan der Kommission für ein nachhaltiges Finanzwesen angekündigt wurden.

Investorenpflichten

Die vorgeschlagene Verordnung wird für Kohärenz und für Klarheit darüber sorgen, wie institutionelle Anleger, etwa Vermögensverwalter, Versicherungsunternehmen, Pensionsfonds oder Anlageberater, die Faktoren Umwelt, Soziales und Governance (ESG-Faktoren) in ihren Investitionsentscheidungen berücksichtigen sollten. Die Vorschriften sollen im Wege delegierter Rechtsakte präzisiert werden, die die Kommission zu einem späteren Zeitpunkt erlassen wird. Im Übrigen müssten Vermögensverwalter und institutionelle Anleger künftig nachweisen, inwieweit ihre Investitionen an ESG-Zielen ausgerichtet sind, und offen legen, in welcher Weise sie ihren Pflichten nachkommen.

Referenzwerte für geringe CO2-Emissionen

Mit den vorgeschlagenen Vorschriften wird eine neue Kategorie von Referenzwerten eingeführt, die einen Referenzwert für geringe CO2-Emissionen („Dekarbonisierungsvariante“ von Standardindizes) sowie einen Referenzwert für positive CO2-Effekte umfasst. Dieser neue Marktstandard soll den CO2-Fußabdruck von Unternehmen widerspiegeln und für eine bessere Information von Anlegern über den CO2-Fußabdruck eines Investitionsportfolios sorgen. Der Referenzwert für geringe CO2-Emissionen würde auf einem Standard-Referenzwert für „Dekarbonisierung“ beruhen. Der Referenzwert für positive CO2-Effekte würde es ermöglichen, ein Investitionsportfolio besser an dem im Übereinkommen von Paris festgelegten Ziel der Begrenzung der Erderwärmung auf weniger als 2°C auszurichten.

Bessere Kundenberatung in Sachen Nachhaltigkeit

Die Kommission hat eine Konsultation eingeleitet, um zu eruieren, wie sich ESG-Aspekte am besten in die Beratung von Privatkunden durch Wertpapierfirmen und den Versicherungsvertrieb integrieren lassen. Ziel der Konsultation ist die Änderung delegierter Rechtsakte zur Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II) und zur Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD). Bei der Beurteilung, ob ein Anlageprodukt den Kundenbedürfnissen entspricht, sollten die betreffenden Unternehmen nach den vorgeschlagenen Vorschriften außerdem die Nachhaltigkeitspräferenzen der jeweiligen Kunden berücksichtigen. Auf diese Weise dürfte ein breiteres Spektrum von Anlegern Zugang zu nachhaltigen Anlagen erhalten.

Große Mehrheit im europäischen Parlament

Der europäische Ausschuß für Wirtschaft und Währung (Committee for economic and monetary affairs, ECON) legte dem Parlament eine Resolution zur Unterstützung des Plans vor (Report on sustainable finance (2018/2007(INI)), die am 29. Mai 2018 mit einer grossen Mehrheit von 455 zu 87 Stimmen bei 92 Enthaltungen verabschiedet wurde Pressemitteilung Europäisches Parlament vom 29.5.2018: MEPs back resolution on Sustainable Finance. Damit hat der Aktionsplan eine starke parlamentarische Basis auf der europäischen Ebene.

Reaktionen aus der deutschen Kreditwirtschaft

In den bisher vorliegenden Reaktionen aus Deutschland wird der Aktionsplan grundsätzlich begrüßt.

Der Gruppe von Banken und Nicht-Regierungsorganisationen der von Triodos Bank und WWF Deutschland konzertierten Stellungnahme ist der Aktionsplan zu eng auf den Klimaschutz fokussiert. Es wird insbesondere eine Ausweitung auf weitere SDGs gefordert: Medieninformation vom 24.5.2018

Der Bundesverband deutscher Banken (Bankenverband, BdB) hat den Aktionsplan in seiner Presseinformation vom 24.5.2018 ebenfalls (erneut) begrüßt und hat die starke Marktdynamik erkannt. Der Verband sieht vor allem eine weitere Anpassung der Beratungsdirektive für Banken (MiFIDII) als problematisch an. Hintergrund dürfte nicht zuletzt die fehlende Qualifizierung von Kundenberatern in weiten Teilen der deutschen Kreditbranche sein.

Auch die bei Nachhaltigkeit in der Geldanlage sehr engagierte Verbraucherzentrale Bremen begrüßt den Plan. Insbesondere in Hinblick auf die Beseitigung der derzeit bestehenden Intransparenz über den Nachhaltigkeitscharakter von Produkten.

Auch der BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. bewertet das Gesetzpaket „überwiegend positiv“. Eine Beratungspflicht auf der Grundlage von MiFIDII bzw. IDD hält der Verband aber erst nach der Formulierung von Standards für angemessen. Diese sind frühestens für das Jahr 2020 zu erwarten BVI Pressemitteilung vom 24.5.2018 – Nachhaltigkeit: EU-Kommission stellt wichtige Weichen.

Eher „interessant“ ist die Pressemitteilung der gemeinsamen Interessenvertretung der fünf kreditwirtschaftlichen Spitzenverbände „Die Deutsche Kreditwirtschaft“ vom 25. Mai 2018. Unter der Überschrift EU-Bankenpaket: EU-Rat beschließt allgemeine Ausrichtung wird der Plan trotz seiner erheblichen Tragweite für die gesamte Kreditwirtschaft mit keinem Wort erwähnt.

 

Eine Registrierung für Informationen über neue Beiträge und weitere interessante Aspekte von Nachhaltigkeit per Mail können Sie hier vornehmen: Datenschutz

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Neunddreissig bis Eins

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Siebenunddreissig

Bildquelle: 27.4.2018, 967. Plenarsitzung ©Bundesrat | Frank Bräuer

Inhalt: Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums im Bundesrat begrüßt; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100; 2. Hub for Sustainable Finance Germany; 3. Ringvorlesung Social Banking am 8.5.2018 an der Alanus Hochschule, 53347 Alfter: Geldanlagen der Zukunft – Die Finanzwelt im Spannungsfeld von Digitalisierung, Regulierung und Nachhaltigkeit

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

2.Mai 2018

Dr. Ralf Breuer

Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums im Bundesrat begrüßt

Europa auf dem Weg

Richtigerweise arbeiten sowohl die EU-Kommission als auch das Europäische Parlament aktuell an verschiedenen Gesetzgebungsinitiativen (wie dem „Action Plan: Financing Sustainable Growth“ vgl. Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Aktionsplan der EU-Kommission), die konkrete und weitreichende Vorschläge beinhalten, wie die Finanzwirtschaft ihren notwendigen und wichtigen Beitrag leisten und gleichzeitig zu Stabilität beitragen kann. Mehr: Offener Brief zum Thema Sustainable Finance an Brüssel und Berlin.

Der Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments hat den Plan am 24.4.2018 mit 42 zu 9 Stimmen bei 3 Enthaltungen gebilligt Pressemitteilung (Englisch). Hier die Kommentierung durch den wirtschafts- und finanzpolitischen Sprechers der Grünen/EFA-Fraktion im Europaparlament Sven Giegold. Die Beratung und Abstimmung im Plenum des Parlaments wurde für den 28.5.2018 avisiert (vgl. Europaparlament).

Deutschland bald am Start?

Das „offizielle“ Deutschland hatte auf diesen Aktionsplan bis zum 27.4.2018 nicht reagiert. Nunmehr ist der Deutsche Bundesrat den Ausschussempfehlungen vom 14.4.2018 weitgehend gefolgt. Der Beschluss des Bundesrates vom 27.4.2018 hat sich zudem (aus Sicht des Autors) erfreulicherweise gegen die optional von den Ausschüssen unter Ziffer 6. vorgeschlagene Ablehnung des „Green Support Factors“ und die pauschale Vermeidung von Klimarisiken in der Regulierung entschieden.

Die klare Befürwortung des Green Support Factors mit verringerten Eigenkapitalanforderungen für „grüne Finanzierungen durch die EU-Kommission erscheint politisch, durch die französische Postion motiviert. Sie folgt weitgehend dem Vorschlag des französischen Bankenverbands. Vgl. Nummer Siebzehn.

Die Ausklammerung von Klimarisiken wäre in Anbetracht der realen Umstände sachlich auch nicht haltbar gewesen. Sie sind bereits im Fokus der Bankaufsichtsbehörden. Wertverluste durch die Diskussion von Dieselfahrverboten sind bereits spürbar und in den Büchern der gesamten deutschen Wirtschaft und damit auch aller Kreditinsitute. Der DIHK bezifferte die Belastungen mit € 500 Mio., was eher als sehr konservativ erscheinen muss. Vgl. Nummer Sechsunddreissig.

Bundesregierung noch nicht positioniert

Informationen darüber, ob der Plan Gegenstand der Gespräche zwischen der Bundeskanzlerin und dem französischen Staatspräsidenten am 19.4.2018 in Berlin war, liegen nicht vor. Allerdings hatte sich Emmanuel Macron am 22.3.2018 in Brüssel persönlich stark für die Umsetzung des Plans eingesetzt (vgl. Nummer Zweiunddreissig). Zudem wurde in der gemeinsamen Erklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron anlässlich des 55. Jahrestages der Unterzeichnung des Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit vom 22. Januar 1963 („Élysée-Vertrag“) Pressemitteilung vom 21.1.2018 bereits eine relativ weitreichende Formulierung im Schlussabsatz vereinbart:

– Wir wollen die Herausforderungen der globalisierten Welt angehen –

Der rasche technologische Fortschritt der heutigen Welt und die Herausforderungen, die sich in der Agenda 2030 und im Pariser Abkommen widerspiegeln, sind ein weiterer Grund, den Élysée-Vertrag – die Grundlage unserer bilateralen Zusammenarbeit – für die kommenden Jahrzehnte zu modernisieren und auszubauen. Gemeinsam streben wir nach Nachhaltigkeit und dem Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft in unseren Ländern, der Europäischen Union und weltweit. Wir werden gemeinsam wirksame Strategien und neue technologische Ansätze erarbeiten und unterstützen, z.B. in den Bereichen Klimaschutz, Energie, Mobilität, Biotechnologie und künstliche Intelligenz.

Handeln ist zudem und nicht zuletzt durch die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie – Neuauflage 2016 nicht nur weitgehend gedeckt, sondern vielmehr dringend geboten.

In eigener Sache

1. #nachhaltige100

Investabel® wurde im Februar erstmals auf Platz 79 der von der Triodos Bank N.V. Deutschland initiierten Liste „#nachhaltige100“ geführt. Nach Platz 57 im März rückte der Blog auf 55 im April 2018. Die aktuelle Übersicht: #nachhaltige100.

2. Hub for Sustainable Finance Germany

Der Blog Investabel® wurde als Beitrag zum Hub for Sustainable Finance Germany, angenommen. Der Hub ist eine gemeinsame Initiative von Deutsche Börse Group und dem Rat für Nachhaltige Entwicklung. Hier die Übersicht: Beiträge zum Hub for Sustainable Finance.

3. Ringvorlesung Social Banking: Geldanlagen der Zukunft – Die Finanzwelt im Spannungsfeld von Digitalisierung, Regulierung und Nachhaltigkeit

Am 8. Mai ab 18:00h findet eine öffentliche Vortragsveranstaltung mit Diskussion an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in 53347 Alfter statt. Dabei sollen vor allem die wechselseitigen Beziehungen der Themenfelder Digitalisierung, Regulierung und Nachhaltigkeit beleuchtet werden. Veranstaltungsinformation

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Sechsunddreissig bis Eins

Nummer Sechsunddreissig am 24. April 2018, ergänzt 25. April 2018: Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums; Klimarisiken belasten die deutsche Wirtschaft…; …und die Kommunen; Deutsche Bank kommuniziert mit Nachhaltigkeit

Nummer Fünfunddreissig am 16. April 2018/ergänzt 17. April 2018: Offener Brief an Brüssel und Berlin; Top-Adressen der Investmentbranche für den EU-Aktionsplan; Allianz mit Nachhaltigkeitsbericht in neuer Dimension; EU-Aktionsplan im Bundesrat, Minister in Brüssel; Klimarisiken sind evident; Nachhaltigkeit emotionalisiert Bankprodukte; ToMoRRoW ab Juni 2018 mit 100% Nachhaltigkeit mobil

Nummer Vierunddreissig am 9. April 2018: FDP bezweifelt Sinnhaftigkeit des EU-Aktionsplans; Axel Weber – Nachhaltigkeit ist zukunftsfähig…; Barclays mit grüner Hypothek und mehr

Nummer Dreiunddreissig am 3. April 2018: EU-Aktionsplan an sich unbestritten; Britische Vorschläge für Green Finance enger gefasst; Kredite mit Nachhaltigkeitsanreizen; Die SDGs: Orientierung für Politik und Wirtschaft; SDG Investments überschreitet € 100 Mio.; Leitfaden nachhaltige Immobilieninvestments; Wie wird ein FinTech zur Bank ?

Nummer Zweiunddreissig am 26. März 2018: EU-Aktionsplan mit kraftvollem Antritt; Bierdeckel für mehr Bewusstsein über die „SDGs“; Starke Investorenüberzeugung – starke Worte; Danone begibt als erstes Privatunternehmen eine „Sozialanleihe“; Getränkekonzern AB Inbev – Nachhaltigkeitsziele 2025

Nummer Einunddreissig am 20. März 2018: EU-Aktionsplan mit wuchtiger Vorstellung; Greenbonds in neuen Dimensionen; Nach Green Finance kommt Blue Finance; Neuseeland erkennt Klimawandel als Asylgrund an; Union Investment: Nachhaltigkeit erhält mehr Gewicht

Nummer Dreissig am 8. März 2018: EU-Kommission legt Aktionsplan vor; Möglichkeiten und Grenzen der Blockchain; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100, 2. GLS Bank Nachhaltigkeits Blog Award 2018, 3. Gesponserte (affiliate) Links

Nummer Neunundzwanzig am 19. Februar 2018: Dynamische Entwicklung bei Nachhaltigkeitsanleihen; Fortschritte bestimmen den Kreditzins;  Die Schweiz reguliert den Kryptomarkt (ICOs); BaFin nimmt Stellung; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Achtundzwanzig am 6. Februar 2018, ergänzt 7. Februar 2018: Schlussbericht der EU-Experten; WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen; Orientierung bei Crowdfunding tut not; Triodos UK mit neuem Crowdfunding; Gebrutstagsgruß an die Dekabank; Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Siebenundzwanzig am 25.1.2018: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Sechsunddreissig

Inhalt: Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums; Klimarisiken belasten die deutsche Wirtschaft…; …und die Kommunen; Deutsche Bank kommuniziert mit Nachhaltigkeit

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

24. April 2018, ergänzt 25. April 2018

Dr. Ralf Breuer

Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums

Richtigerweise arbeiten sowohl die EU-Kommission als auch das Europäische Parlament aktuell an verschiedenen Gesetzgebungsinitiativen (wie dem „Action Plan: Financing Sustainable Growth“ vgl. Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Aktionsplan der EU-Kommission), die konkrete und weitreichende Vorschläge beinhalten, wie die Finanzwirtschaft ihren notwendigen und wichtigen Beitrag leisten und gleichzeitig zu Stabilität beitragen kann. Mehr: Offener Brief zum Thema Sustainable Finance an Brüssel und Berlin.

Der Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments hat den Plan am 24.4.2018 mit 42 zu 9 Stimmen bei 3 Enthaltungen gebilligt Pressemitteilung (Englisch). Hier die Kommentierung durch den wirtschafts- und finanzpolitischen Sprechers der Grünen/EFA-Fraktion im Europaparlament Sven Giegold. Die Beratung und Abstimmung im Plenum des Parlaments wurde für den 28.5.2018 avisiert (vgl. Europaparlament).

Das „offizielle“ Deutschland hat auf diesen Aktionsplan nicht reagiert. Informationen darüber, ob der Plan Gegenstand der Gespräche zwischen der Bundeskanzlerin und dem französischen Staatspräsidenten am 19.4.2018 in Berlin war, liegen nicht vor. Allerdings hatte sich Emmanuel Macron am 22.3.2018 in Brüssel persönlich stark für die Umsetzung des Plans eingesetzt (vgl. Nummer Zweiunddreissig).

Die „kleine“ Anfrage der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag mit 60 Teilfragen (Nummer Vierunddreissig) wurde bisher noch nicht beantwortet. Die Anfrage und der aktuelle Sachstand lassen sich über das Dokumentations- und Informationssystem (DIP) des Deutschen Bundestags abrufen: Deutscher Bundestag – DIP.

Als Mitunterzeichner des offenen Briefes hat die GLS Bank in ihrem Blog den Aktionsplan gewürdigt. Inhaltlich ist die Bewertung deutlich positiver als der Titel vermuten lässt: Schöner Schein: Wie die EU grüne Geldanlage versteht.

Dem Autor Julian Mertens missfällt vor allem die enge Ausrichtung des Plans an Klimarisiken. Allerdings erscheint der Plan für andere nachhaltige Entwicklungsziele offen, was beispielsweise bei den britischen Empfehlungen nicht der Fall ist (vgl. Nummer Dreiunddreissig).

Risiken aus Klimawandel und Energiewende sind auch in Deutschland zu verspüren und werden bereits von den europäischen Bankaufsichtsbehörden mit hoher Priorität analysiert. Insofern sind sie ein probater Ansatzpunkt, der von der Kreditwirtschaft nicht in Frage gestellt werden kann.

Der Aktionsplan hat damit einen deutlich pragmatischen Ansatz. Dennoch erscheint die Überschrift für den Artikel der taz am 23.4.2018 erwähnenswert: Finanzmärkte und Klimawandel – Perestroika in Kapitalistan.

Klimarisiken belasten die deutsche Wirtschaft…

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) bezifferte am 19.4.2018 gegenüber der Nachrichtenagentur dpa die Belastungen der deutschen Wirtschaft aus drohenden Dieselfahrverboten: € 500 Mio., davon € 100 Mio. im Automobilhandel. (DIHK: Unsicherheit über Fahrverbote belastet die Wirtschaft).

Die DIHK-Schätzung erscheint sehr konservativ, da Volkswagen Financial Services bereits auf sinkende Restwerte bei Leasingverträgen hingewiesen hatte. Der Leasinganbieter Leaseplan dürfte gerade aus diesem Grunde seinen geplanten Börsengang verschoben haben (vgl. Nummer Fünfunddreissig). Auch die deutsche Kreditwirtschaft ist hiervon in der Breite betroffen, da z.B. Leasingverträge angeboten werden und Fahrzeuge als Kreditsicherheiten dienen.

Die Auswirkungen gehen allerdings deutlich weiter: Nicht nur fossile Kraftwerke können zu „stranded assets“ entwertet werden, sondern beispielsweise auch Handwerkerfahrzeuge ohne grüne (oder blaue) Umweltplakette oder Produktionseinrichtungen für Komponenten von Verbrennungsmotoren. Zu den speziellen Investitionsrisiken kommen auch allgemeine betriebswirtschaftliche Risiken hinzu.

…und die Kommunen

Am 23.4.2018 fand in Düsseldorf ein Kongress mit 150 Kommunalvertretern/-innen statt: Klima-Kongress in Düsseldorf: Zehn Kommunen für Klimaanpassung ausgezeichnet.

Über den Link gelangen Sie auf die Seite des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums. Dort sind die Herausforderungen auf kommunaler Ebene skizziert: „Der Bereich der Klimaanpassung beschäftigt sich mit der klimagerechten Gestaltung unseres Lebens- und Wirtschaftsraumes, um eine hohe Lebensqualität und funktionale Infrastrukturen in Städten und im ländlichen Raum auch in Zukunft zu gewährleisten. Aufgrund regionsspezifischer Klimaentwicklungen sind individuelle Maßnahmen in den Städten von Nöten. Sie zu entwickeln und umzusetzen stellt eine besondere Herausforderung für die Kommunen dar.“

Vor dem Hintergrund der starken Evidenz von Klimarisiken erscheint der schweigsame Umgang von weiten Teilen der deutschen Kreditwirtschaft mit dem Aktionsplan der EU-Kommission kaum verständlich. Fairerweise muss aber gewürdigt werden, dass der o.g. Kongress in den Räumen der Stadtsparkasse Düsseldorf stattfand und die Deutsche Bank das Thema zumindest zeitweilig im Fokus hatte als sie ihre Seite „www.wozubanken.de“ vorstellte.

Deutsche Bank kommuniziert mit Nachhaltigkeit

Die Deutsche Bank hat ihre Kommunikation auf Twitter am 17.4.2018 stark auf Nachhaltigkeit/Klimaschutz ausgerichtet. Zwar werden verschiedene Stufen von Nachhaltigkeit einschliesslich ESG munter vermischt, aber grundsätzlich hätte der Konzern mit dem gewählten Tenor auch den o.g. offenen Brief unterzeichnen können.

Dieser Eindruck ergibt sich auch auf der Grundlage einer Internetseite zum Thema „Wozu Banken?/Warum Banken zählen…“. Hier wird „…für den Planeten“ gleichrangig neben „…für die Wirtschaft“ und „…für die Plattform-Revolution“ gestellt. Allerdings zeugen die Kommentare in den sozialen Medien – erwartungsgemäß – von einem Problem der Glaubwürdigkeit. Trotzdem bemerkenswert und einen Blick wert: https://wozubanken.de/de/index.html#start.

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Fünfunddreissig bis Eins

Nummer Fünfunddreissig am 16. April 2018/ergänzt 17. April 2018: Offener Brief an Brüssel und Berlin; Top-Adressen der Investmentbranche für den EU-Aktionsplan; Allianz mit Nachhaltigkeitsbericht in neuer Dimension; EU-Aktionsplan im Bundesrat, Minister in Brüssel; Klimarisiken sind evident; Nachhaltigkeit emotionalisiert Bankprodukte; ToMoRRoW ab Juni 2018 mit 100% Nachhaltigkeit mobil

Nummer Vierunddreissig am 9. April 2018: FDP bezweifelt Sinnhaftigkeit des EU-Aktionsplans; Axel Weber – Nachhaltigkeit ist zukunftsfähig…; Barclays mit grüner Hypothek und mehr

Nummer Dreiunddreissig am 3. April 2018: EU-Aktionsplan an sich unbestritten; Britische Vorschläge für Green Finance enger gefasst; Kredite mit Nachhaltigkeitsanreizen; Die SDGs: Orientierung für Politik und Wirtschaft; SDG Investments überschreitet € 100 Mio.; Leitfaden nachhaltige Immobilieninvestments; Wie wird ein FinTech zur Bank ?

Nummer Zweiunddreissig am 26. März 2018: EU-Aktionsplan mit kraftvollem Antritt; Bierdeckel für mehr Bewusstsein über die „SDGs“; Starke Investorenüberzeugung – starke Worte; Danone begibt als erstes Privatunternehmen eine „Sozialanleihe“; Getränkekonzern AB Inbev – Nachhaltigkeitsziele 2025

Nummer Einunddreissig am 20. März 2018: EU-Aktionsplan mit wuchtiger Vorstellung; Greenbonds in neuen Dimensionen; Nach Green Finance kommt Blue Finance; Neuseeland erkennt Klimawandel als Asylgrund an; Union Investment: Nachhaltigkeit erhält mehr Gewicht

Nummer Dreissig am 8. März 2018: EU-Kommission legt Aktionsplan vor; Möglichkeiten und Grenzen der Blockchain; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100, 2. GLS Bank Nachhaltigkeits Blog Award 2018, 3. Gesponserte (affiliate) Links

Nummer Neunundzwanzig am 19. Februar 2018: Dynamische Entwicklung bei Nachhaltigkeitsanleihen; Fortschritte bestimmen den Kreditzins;  Die Schweiz reguliert den Kryptomarkt (ICOs); BaFin nimmt Stellung; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Achtundzwanzig am 6. Februar 2018, ergänzt 7. Februar 2018: Schlussbericht der EU-Experten; WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen; Orientierung bei Crowdfunding tut not; Triodos UK mit neuem Crowdfunding; Gebrutstagsgruß an die Dekabank; Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Siebenundzwanzig am 25.1.2018: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Fünfunddreissig

Inhalt: Offener Brief an Brüssel und Berlin; Top-Adressen der Investmentbranche für den EU-Aktionsplan; Allianz mit Nachhaltigkeitsbericht in neuer Dimension; EU-Aktionsplan im Bundesrat, Minister in Brüssel; Klimarisiken sind evident; Nachhaltigkeit emotionalisiert Bankprodukte; ToMoRRoW ab Juni 2018 mit 100% Nachhaltigkeit mobil

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

16. April 2018, ergänzt 17. April 2018

Dr. Ralf Breuer

Offener Brief an Brüssel und Berlin

Ein breites Bündnis von Finanzakteuren, Wissenschaftlern sowie Organisationen der Zivilgesellschaft und der Kirche formuliert konkrete Forderungen an die handelnden politischen Akteure auf europäischer und deutscher Ebene. Mit der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens und den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs) hat die Weltgemeinschaft wichtige und dringend notwendige Entscheidungen für eine nachhaltigere Entwicklung für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft getroffen. Es ist höchste Zeit, die notwendigen Schritte zur Erreichung dieser Vereinbarungen nun auch in die Tat umzusetzen. Der Finanzindustrie kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, denn Banken und Investoren haben mit der bewussten Steuerung von Geldströmen einen enormen Einfluss auf die nachhaltige Transformation der Gesamtwirtschaft und vieler gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.

Richtigerweise arbeiten sowohl die EU-Kommission als auch das Europäische Parlament aktuell an verschiedenen Gesetzgebungsinitiativen (wie dem „Action Plan: Financing Sustainable Growth“ Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Aktionsplan der EU-Kommission), die konkrete und weitreichende Vorschläge beinhalten, wie die Finanzwirtschaft ihren notwendigen und wichtigen Beitrag leisten und gleichzeitig zu Stabilität beitragen kann. Mehr: Offener Brief zum Thema Sustainable Finance an Brüssel und Berlin.

Top-Adressen der Investmentbranche für den EU-Aktionsplan

The Investment Leadership Group (ILG) ist ein Netzwerk von Spitzenvertretern der globalen Investmentbranche. Es wird vom Cambridge Institute for Sustainable Leadership betreut. Die Mitgliederliste liest sich wie ein Who-is-who der Branche: Aegon Asset Management, Aon Hewitt, First State Investments, HSBC Bank Pension Trust (UK), HSBC Global Asset Management, Natixis Global Asset Management, Nordea, Nuveen, PIMCO, UBP und Zurich.

Im Gespräch mit dem Vizepräsidenten der EU-Kommission Valdis Dombrovskis sagten die Vertreter der ILG der Kommission ihre Unterstützung für den Plan zu: Top investment executives commit to sustainable finance Action Plan in high-level meeting with European Commission. Eine weitere Bestätigung, dass sich Nachhaltigkeit zwischenzeitlich von einer geschäftspolitischen Option zur Branchenlogik entwickelt hat.

Die Gruppe erarbeitet einen methodischen Rahmen für eine Ausrichtung ihrer Tätigkeit an den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen (SDGs). Vor allem die deutlich verlängerte Perspektive hin zum längerfristigen (finanziellen) Erfolg kommt der Investmentbranche insbesondere im Pensionsgeschäft sehr entgegen.

Allianz mit Nachhaltigkeitsbericht in neuer Dimension

Mit Allianz Global Investors gehört der Konzern zu diesen Branchenführern. Der Nachhaltigkeitsbericht 2017 bringt die Berichterstattung in eine neue Dimension. Üblicherweise wird rückblickend über Kriterien von Ökologie, Soziales und Unternehmensführung und erzielte Fortschritte berichtet. Im Nachhaltigkeitsbericht der Allianz orientiert sich an den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen (SDGs) und den Beiträgen des Konzerns.

Mit dem Bericht wechselt die Perspektive bildlich vom Rückspiegel zur Windschutzscheibe. Der (strategische) Blick nach vorne wird mit der Leserschaft geteilt. Entsprechend ist der Nachhaltigkeitsbericht in englischer Sprache auch betitelt: Responding to tomorrow’s Challenges. Schon die Medienmitteilung vom 12.4.2018 setzt im Titel einen hohen Anspruch: „Allianz im Kerngeschäft ökologisch und sozial noch verantwortungsbewusster – Nachhaltigkeitsbericht 2017 dokumentiert Leistungen der unternehmerischen Verantwortung der Allianz Gruppe, Klimaschutz und soziale Inklusion im Fokus“.

EU-Aktionsplan im Bundesrat, Minister in Brüssel

Für Freitag 13.4.2018 stand der Aktionsplan der EU-Kommission auf der Tagesordnung des Ausschusses für Fragen der Europäischen Union beim Bundesrat. Begleitend zu diesen Beratungen ist auch eine vollständige deutsche Übersetzung des Aktionsplans zugängiglich Drucksache 67/18. Eine kurze kommentierte Version finden Sie im Beitrag Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Aktionsplan der EU-Kommission.

Ebenfalls am Freitag führten Finanzminister Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Peter Altmaier Gespräche mit dem EU Finanzkommissar Valdis Dombrovskis. Ergebnisse wurden nicht verlautbart. Allerdings wäre es überraschend, wenn der Aktionsplan bei dieser Gelegenheit nicht angesprochen worden wäre.

Am Dienstag, 10.4. hatte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Klausurtagung der Bundesregierung besucht. Auch hier wurden keine Inhalte kolportiert.

Klimarisiken sind evident

Unter „Klimarisiken“ werden vornehmlich die Auswirkungen von Klimawandel (Erderwärmung) und Energiewende zusammengefasst. Sie sind dafür verantwortlich, dass bestimmte Vermögenspositionen an Wert verlieren. Für absehbar wertlose Positionen hat sich der Begriff „stranded assets“ gebildet, z.B. fossile Kraftwerke.

Klimarisiken gehen allerdings weit über Großinvestitionen hinaus. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass bis 2050 150 Mio. Menschen aufgrund der Erderwärmung und insbesondere durch den Anstieg der Meeresspiegel ihre Heimat verlassen müssen.

Die Energiewende hat aber auch die Bilanzen deutscher Finanzinstitute erreicht: Volkswagen Financial Services berichtete von rückläufigen Restwerten in Leasingverträgen für Dieselfahrzeugen. Dies trifft unmittelbar auch auf die Bewertung von Sicherheiten zu.

Auf die Energiewende und sinkende Restwerte dürfte auch die Verschiebung des Börsengangs bei Automobildienstleister Leaseplan sein, der mit 1,7 Mio. in 30 Ländern tätig ist. Der Basisprospekt für Wertpapieremissionen beschreibt sinkende Restwerte (bzw. Wiederverkaufswerte) als zentrales Risiko des Unternehmens.

Ein weiteres Beispiel sind Handwerksbetriebe, die sowohl operativ (Dieselfahrverbote) als auch investitionsseitig (Fuhrpark) von der Energiewende betroffen sein können. Betroffen ist auch das produzierende Gewerbe, da z.B. für elektrisch betriebene Fahrzeuge ganz andere und deutlich weniger bewegliche Komponenten benötigt werden.

Klimarisiken beschäftigen auch die Bankaufsichtsbehörden in Europa. Das aktuelle Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments vom 13.4.2018 gibt auf den Seiten 3ff. und 11 Einblicke in die Sicht bei der Deutschen Bundesbank (S. 3ff.) und der Niederländischen Zentralbank.

Nachhaltigkeit emotionalisiert Bankprodukte

In seinem Beitrag Können Banken glücklich machen? beschreibt Jörg Forthmann (Faktenkontor) wie mit Nachhaltigkeit emotionale Mehrwerte geschaffen werden können. „Das Erzeugen von Glücksgefühl bei Bankkunden ist somit keine wachsweiche Idee von Spinnern, sondern eine kluge Marketingstrategie, die allerdings herausfordernd in der Umsetzung ist. Das Ändern der inneren Einstellung, was der wahre Mehrwert eines Kreditinstituts gegenüber Kunden ist, verlangt den Mitarbeitern viel ab.“

Insgesamt ist Nachhaltigkeit aber ein geradliniger und am Ende kostengünstiger Weg der Emotionalisierung. Am Ende wohl auch weniger gefährdet, von Veränderungen in Zeitgeist und Technik wieder vernichtet zu werden.

Die Geschäftszahlen der von Herrn Forthmann beschriebenen Banken bestätigt die These mit einem überdurchschnittlichen Wachstum seit 2008. Die Bilanzsumme der GLS Bank ist in dieser Zeit z.B. um 400% gestiegen.

ToMoRRoW ab Juni 2018 mit 100% Nachhaltigkeit mobil

Das Handelsblatt berichtete am 12.4.2018 über den für Juni geplanten Marktstart von ToMoRRoW (vormals Goodfolio). Das mobile Produktangebot soll unter dem Motto „Dein Geld. Dein Impact“ ganz auf Nachhaltigkeit ausgerichtet werden. Anfangsangebote sind ein Girokonto eine Kreditkarte und Geldtransfers in Echtzeit. Tomorrow arbeitet auf der Plattform der Solarisbank und damit unter deren Banklizenz sowie Einlagensicherung.

Die ansprechend gestaltete Mastercard hat das Motto „Die inneren Werte zahlen“ und ist aus organischem Kunststoff (PLA, Maisstärke). Leider bleibt aber der Chip mit hochwertigen Rohstoffen. Aus den Umsätzen mit den Karten soll ein Wiederaufforstungsprojekt bzw. ökologische und soziale Projektarbeit finanziert werden.

Die Verbindung von Zahlungsvorgängen mit guten Zwecken ist nicht ganz neu und es stellt sich immer die Frage nach Kosten und Nutzen. Die Durchgängigkeit ist aber konsequent. Eine Verbindung von Zahlungsvorgängen mit nachhaltigem Verhalten und der Wiederaufforstung einer Landschaft wird bei einem chinesischen Anbieter in einen ganz grossen Stil betrieben: Green Digital Finance.

Die Kommentierungen in journalistischen Beiträgen lasen sich eher nach „ach wie putzig“, schönes Kartendesign. Tatsächlich versucht Tomorrow, den Nerv eines starken gesellschaftlichen Trends zu treffen und die oben beschriebene Emotionalisierung von Bankprodukten zu nutzen.

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Vierunddreissig bis Eins

Nummer Vierunddreissig am 9. April 2018: FDP bezweifelt Sinnhaftigkeit des EU-Aktionsplans; Axel Weber – Nachhaltigkeit ist zukunftsfähig…; Barclays mit grüner Hypothek und mehr

Nummer Dreiunddreissig am 3. April 2018: EU-Aktionsplan an sich unbestritten; Britische Vorschläge für Green Finance enger gefasst; Kredite mit Nachhaltigkeitsanreizen; Die SDGs: Orientierung für Politik und Wirtschaft; SDG Investments überschreitet € 100 Mio.; Leitfaden nachhaltige Immobilieninvestments; Wie wird ein FinTech zur Bank ?

Nummer Zweiunddreissig am 26. März 2018: EU-Aktionsplan mit kraftvollem Antritt; Bierdeckel für mehr Bewusstsein über die „SDGs“; Starke Investorenüberzeugung – starke Worte; Danone begibt als erstes Privatunternehmen eine „Sozialanleihe“; Getränkekonzern AB Inbev – Nachhaltigkeitsziele 2025

Nummer Einunddreissig am 20. März 2018: EU-Aktionsplan mit wuchtiger Vorstellung; Greenbonds in neuen Dimensionen; Nach Green Finance kommt Blue Finance; Neuseeland erkennt Klimawandel als Asylgrund an; Union Investment: Nachhaltigkeit erhält mehr Gewicht

Nummer Dreissig am 8. März 2018: EU-Kommission legt Aktionsplan vor; Möglichkeiten und Grenzen der Blockchain; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100, 2. GLS Bank Nachhaltigkeits Blog Award 2018, 3. Gesponserte (affiliate) Links

Nummer Neunundzwanzig am 19. Februar 2018: Dynamische Entwicklung bei Nachhaltigkeitsanleihen; Fortschritte bestimmen den Kreditzins;  Die Schweiz reguliert den Kryptomarkt (ICOs); BaFin nimmt Stellung; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Achtundzwanzig am 6. Februar 2018, ergänzt 7. Februar 2018: Schlussbericht der EU-Experten; WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen; Orientierung bei Crowdfunding tut not; Triodos UK mit neuem Crowdfunding; Gebrutstagsgruß an die Dekabank; Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Siebenundzwanzig am 25.1.2018: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Vierunddreissig

Inhalt: FDP bezweifelt Sinnhaftigkeit des EU-Aktionsplans; Axel Weber – Nachhaltigkeit ist zukunftsfähig…; Barclays mit grüner Hypothek und mehr;

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

9. April 2018

Dr. Ralf Breuer

Beitragsbild: Von Studierenden des Studiengangs Kommunikationsdesign an der Rheinischen Fachhochschule Köln in Kooperation mit #17Ziele gestalteter Bierdeckel, von dem 85.000 Stück in Kölner Lokalen verteilt wurden

FDP bezweifelt Sinnhaftigkeit des EU-Aktionsplans

Mit der Drucksache 19/1487 richtet die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag eine „kleine Anfrage“ mit „lediglich“ 60 Teilfragen an die Bundesregierung. Frage 2 erscheint nur natürlich und dringend zu beantworten:  Wird sich die Bundesregierung für die Umsetzung der Pläne einsetzen? Die Anfrage ist eine echte Premiere, da seit der Veröffentlichung des Plans Fragen am „wie“ auftraten, das „ob“ aber noch nicht bezweifelt wurde. Es gab nur so etwas wie trotzig-stilles Schweigen der grossen deutschen Finanzgruppen.

Der Großteil der Fragen ließe sich in weniger als 20 Minuten beantworten. Ein wesentliches Argument: #ClimateChangeIsReal.

Erkenntnisrückschritt seit der Wahl?

Zum Ende wird es der Anfrage richtig interessant: 59. Ergibt es aus Sicht der Bundesregierung Sinn, den kompletten Finanzmarkt auf Nachhaltigkeit umzubauen, wenn eine konkrete Definition, was überhaupt nachhaltig ist, derzeit fehlt und die Definitionen sich immer wieder ändern werden? 

Offenbar wurde das eigene Wahlprogramm nicht hinzugezogen oder es gab zwischenzeitlich einen massiven Erkenntnisrückschritt, denn da kam Nachhaltigkeit im Finanzsektor vor: Das Angebot an Finanzprodukten ist vielfältig und schließt bereits heute zahlreiche Produkte ein, die auch ökologische und soziale Ziele in ihre Geschäftsmodelle integrieren. Damit besteht für Kleinanleger und Investoren die Wahl etwa in so genannte nachhaltige Fonds zu investieren. Darüber hinaus sehen wir Freie Demokraten die Primärmaßnahmen (Verbot von Streumunition, Kinderarbeit, Pariser Klimaschutz-abkommen etc.) als wirksamere Maßnahmen an, um die in den Fragen genannten, ungewünschten Missstände zu korrigieren. (vgl. Südwind e.V.: Parteiencheck zur Finanzmarktregulierung, Frage 7a S. 20).

Nicht immer so penibel in der Sache

Eine genauere Lektüre der einzelnen Punkte lässt gelinde Zweifel an der Sachkenntnis und Auseinandersetzung mit der Materie aufkommen. 34. Z.B.: Sollten Investitionen in stranded assets, z. B. in nicht-nachwachsende Rohstoffe, ganz unterbunden werden?

Interessierte Leser mit Englischkenntnissen sei der Eintrag bei Wikipedia empfohlen. So können auch Handwerkerfahrzeuge ohne grüne Plakette bereits jetzt „stranded“ sein. Es geht eben nicht nur um neue, sondern vor allem vorhandene Investitionen. Und das geht sehr weit über fossil betriebene Kraftwerke hinaus. Da erscheint die Fragestellung schon irreführend oder böses Foul.

Klimarisiken und Energiewende sind für die Bankaufsichtsbehörden anerkannte Risikotreiber in der Finanzbranche. Es geht nicht nur um mehr als 100 Mio. Menschen in fernen Ländern oder den Niederlanden und Kraftwerksbetreibern. Drohende Dieselfahrverbote, Elektromobilität und wettbewerbsfähige Preise für erneuerbare Energien betreffen die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft. Damit auch die Kreditwirtschaft unabhängig von Größe und geografischer Reichweite.

Die Definition von Nachhaltigkeit ist schärfer geworden

Im vergangenen Halbjahr und damit nach der Bundestagswahl hat sich ein breiter Konsensus über die Definition von Nachhaltigkeit gebildet. Rahmen für die Abgrenzung sind die 17 globalen nachhaltigen Entwicklungsziele der UN (Sustainable Development Goals, SDGs). Was da nicht hineinpasst, ist nicht nachhaltig und bereits für einige grosse Finanzmarktakteure keine erwägenswerte Investition.

Heidemarie Wieczorek-Zeul, die ehemalige Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, bemerkte auf einer Veranstaltung am 23.3.2018 in Bonn, dass die SDGs in Deutschland eines der bestgehüteten Geheimnisse seien (vgl. Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Zweiunddreissig). Studenten der Rheinischen Fachhochschule Köln wollen das mit den im Beitragsbild abgebildeten Bierdeckeln gerne ändern. 85.000 Stück wurden in Kölner Lokalen verteilt. Sponsoren für einen Nachdruck und lokale oder auch fraktionsorientierte Versionen sind hochwillkommen.

Zum Schluss noch eine Leseempfehlung (nicht nur an die FDP-Fraktion), die Presseerklärung des Bundesverbands Deutscher Banken vom 8.3.2018: Banken begrüßen EU-Aktionsplan zu Sustainable Finance. Eine Zusammenfassung des Aktionsplans und weitere Reaktionen finden Sie im Beitrag Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Aktionsplan der EU-Kommission.

 

Axel Weber – Nachhaltigkeit ist zukunftsfähig…

 

In den sozialen Medien kursierte am 5. und 6.4.2018 folgendes Zitat aus einem Beitrag im Magazin http://www.energieportal24.de0 „Nachhaltigkeit ist zukunftsfähig und ertragsorientiert“, sagt dazu Axel Weber, ehemaliger Präsident der Bundesbank und heute Verwaltungsrat der schweizerischen Bank UBS.

Derartige Aussagen hört man aus der Kreditwirtschaft eher nur von dem guten Dutzend wertegetriebener Banken. Wie stark sich durch den Aktionsplan der EU-Kommission die Prioritäten verschieben (müssen) belegen ein paar Zahlen: In der größten deutschen Finanzgruppe wird der „Newsroom“ für die „gebündelte Aussenkommunikation“ demnächst mit 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besetzt, während im zentralen Verband sich nur ein Mitarbeiter konzentriert mit Nachhaltigkeit beschäftigt, dabei aber noch weitere Aufgaben wahrnimmt. Die Gesamtzahl in der gesamten Gruppe dürfte im unteren dreistelligen Bereich liegen, während sich jeweils Zehntausende mit den Themen Digitalisierung und Regulierung befassen (Belege gerne auf Anfrage).

Barclays mit grüner Hypothek und mehr

Die britische Großbank Barclays bietet für die Bauherren/Käufer energieeffizienter neugebauter Häuser moderat günstigere Finanzierungen an. Erfüllt das Gebäude die Standards A oder B des nach unten bis G reichenden „Energy Peformance Certificate (EPC)“ vergünstigt sich der zwei- oder fünfjährige Festzins um 0,1 Prozentpunkte. (Angebotsseite der Bank: https://www.barclays.co.uk/mortgages/green-home-mortgage/).

Da nach Medienberichten 80% aller neugebauten Eigenheime diesen Standard erfüllen, ist das Angebot wohl eher als Marketingmaßnahme denn als echte Förderung zu verstehen. Die vom Beitrag im Magazin www.financialreporter.co.uk Verbindung zu den britischen Überlegungen zu „Green Finance“ (vgl. Nummer Dreiunddreissig) erscheinen da etwas hochtrabend.

Interessanter erscheint da das Angebot zweckgebundener Unternehmenskredite für Nachhaltigkeitsprojekte: Barclays Green Loans in einer Größenordnung von GBP 3 Mio. oder höher. Auf der Seite der Bank findet sich auch ein Verweis auf die Rahmenbedingungen für nachhaltige Finanzierung bei der Bank, das Barclays Green Product Framework.

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Dreiunddreissig bis Eins

Nummer Dreiunddreissig am 3. April 2018: EU-Aktionsplan an sich unbestritten; Britische Vorschläge für Green Finance enger gefasst; Kredite mit Nachhaltigkeitsanreizen; Die SDGs: Orientierung für Politik und Wirtschaft; SDG Investments überschreitet € 100 Mio.; Leitfaden nachhaltige Immobilieninvestments; Wie wird ein FinTech zur Bank ?

Nummer Zweiunddreissig am 26. März 2018: EU-Aktionsplan mit kraftvollem Antritt; Bierdeckel für mehr Bewusstsein über die „SDGs“; Starke Investorenüberzeugung – starke Worte; Danone begibt als erstes Privatunternehmen eine „Sozialanleihe“; Getränkekonzern AB Inbev – Nachhaltigkeitsziele 2025

Nummer Einunddreissig am 20. März 2018: EU-Aktionsplan mit wuchtiger Vorstellung; Greenbonds in neuen Dimensionen; Nach Green Finance kommt Blue Finance; Neuseeland erkennt Klimawandel als Asylgrund an; Union Investment: Nachhaltigkeit erhält mehr Gewicht

Nummer Dreissig am 8. März 2018: EU-Kommission legt Aktionsplan vor; Möglichkeiten und Grenzen der Blockchain; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100, 2. GLS Bank Nachhaltigkeits Blog Award 2018, 3. Gesponserte (affiliate) Links

Nummer Neunundzwanzig am 19. Februar 2018: Dynamische Entwicklung bei Nachhaltigkeitsanleihen; Fortschritte bestimmen den Kreditzins;  Die Schweiz reguliert den Kryptomarkt (ICOs); BaFin nimmt Stellung; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Achtundzwanzig am 6. Februar 2018, ergänzt 7. Februar 2018: Schlussbericht der EU-Experten; WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen; Orientierung bei Crowdfunding tut not; Triodos UK mit neuem Crowdfunding; Gebrutstagsgruß an die Dekabank; Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Siebenundzwanzig am 25.1.2018: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Dreiunddreissig

Inhalt: EU-Aktionsplan an sich unbestritten; Britische Vorschläge für Green Finance enger gefasst; Kredite mit Nachhaltigkeitsanreizen; Die SDGs: Orientierung für Politik und Wirtschaft; SDG Investments überschreitet € 100 Mio.; Leitfaden nachhaltige Immobilieninvestments; Wie wird ein FinTech zur Bank ?

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

3. April 2018

Dr. Ralf Breuer

Beitragsbild: Von Studierenden des Studiengangs Kommunikationsdesign an der Rheinischen Fachhochschule Köln in Kooperation mit #17Ziele gestalteter Bierdeckel, von dem 85.000 Stück in Kölner Lokalen verteilt wurden

EU-Aktionsplan an sich unbestritten

Die EU-Kommission stellte am 22.3.2018 ihren Aktionsplan vor, mit dem die Finanzwirtschaft verstärkt für eine nachhaltige(re) Entwicklung in die Pflicht genommen werden soll. Dies betrifft zunächst die Risiken, die sich durch Klimawandel und Energiewende nicht nur auf Kraftwerksbetreiber, sondern unmittelbar z.B. auch auf Handwerksbetriebe auswirken. So können drohende Dieselfahrverbote erhebliche negative Einflüsse auf den Betrieb und die betrieblichen Investitionen haben, wodurch auch kleine, lokale Kreditinstitute betroffen sind. Volkswagen Financial Services hat u.a. bereits auf verminderte Restwerte in Leasingverträgen von Dieselfahrzeugen hingewiesen.

Keine der durchgesehenen Kommentierungen zum Aktionsplan bezweifelt seine Berechtigung. Ein zentraler Diskussionspunkt ist dagegen der von der EU-Kommission vorgeschlagene „Green Supporting Factor“ mit reduzierten Kapitalanforderungen für „grüne“ Investments. Alternativ wird ein Anreiz durch zusätzliche Anforderungen für „braune“ Anlagen, also insbesondere von fossilen Energieträgern abhängige Technologien diskutiert.

Letztlich ist dieser Punkt von den Aufsichtsbehörden zu klären, da die Risikoprofile im Zeitverlauf deutlich abweichen: „Braun“ beinhaltet mittel- und längerfristige Risiken durch die Entwertung aufgrund von Klimawandel und Energiewende (stranded assets). „Grün“ dagegen eher kurz- bis mittelfristige Risiken, z.B. bei der Forschung und Entwicklung bis zu einer erfolgreichen Markteinführung. Vor diesem Hintergrund wäre eher eine Belastung zu erwägen, da die „braunen“ Risiken jenseits der üblichen Zeithorizonte anwachsen.

Verschiedene Kommentare fordern eine Ausweitung des Plans auf weitere nachhaltigere Entwicklungsziele (SDGs). Nach unserer Lesart lässt dieser Plan dies Möglichkeit und ist eher als Türöffner für neue Instrumente in Richtung der anderen SDGs zu sehen. Die starke Betonung von Klimawandel und Energiewende ist aber eine gute Basis, unmittelbar die Eigeninteressen der Kreditwirtschaft anzusprechen. Die Risiken lassen sich nun einmal nicht wegdiskutieren.

Britische Vorschläge für Green Finance enger gefasst

Eine 2016 gegründete Arbeitsgruppe (Green Finance Task Force) legte in der vergangenen Woche ihre Empfehlungen vor. Diese richten sich vor allem an die britische Regierung. Die Vorschläge sind thematisch sehr eng an Klimathemen orientiert und stark auf die institutionellen Rahmenbedingungen ausgerichtet. Sie bleiben damit weit hinter den Kernpunkten des Aktionsplans der EU-Kommission zurück. Die 10 Kernempfehlungen werden in einem hundertseitigen Bericht vorgestellt: Accelerating Green Finance.

Kredite mit Nachhaltigkeitsanreizen

Der Instrumentenkasten für die Berücksichtigung von Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft füllt sich stetig weiter. Im Magazin „Verantwortung“ (Fachmagazin für Nachhaltigkeits- und CSR-Manager) wird über eine aktuelle Entwicklung im Kreditmarkt berichtet: Insbesondere bei einigen Großunternehmen wird die Höhe des Kreditzinssatzes an die Entwicklung von Nachhaltigkeitskennziffern über die Kreditlaufzeit gekoppelt. Genannt werden u.a. Engagements bei Danone (€ 2 Mrd.) und Philips (€ 1 Mrd.). Damit werden Nachhaltigkeitsanstrengungen unmittelbar in finanzielle Anreize um gesetzt. Quelle: Antonia Kögler – Grüne Kredite: Positive Anreize für Unternehmen.

Die SDGs: Orientierung für Politik und Wirtschaft

Ein sehr bemerkenswerter Beitrag ist im Blog der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC erschienen: Alan McGill: How well are businesses reporting on the SDGs?. Der Autor (Partner, Sustainability and Climate Change) liefert eindringlich die Argumente, wieso die SDGs der Orientierungsrahmen für zukünftige Strategien und Handeln sind. Eigentlich schon im ersten Absatz auf dem Punkt:

„The 17 UN Sustainable Development Goals have been described as the closest thing the world has to a strategy for future success. Simply put they will drive policy and regulation of every government, and, in turn, influence the business strategy and planning of every major company.“

Damit wird noch einmal eindringlich bestätigt, was die Erfolgswahrscheinlichkeit neuer Geschäftsmodelle bestimmt: Erfolgsgrundlagen für FinTech.

SDG Investments überschreitet € 100 Mio.

Die SDG Investments, eine Plattform für institutionelle Anleger, berichtet in einer Mitteilung vom 7. März 2018 und damit fünf Monate nach ihrer Gründung über die Überschreitung von € 100 Mio. bei den angebotenen Investitionen:

„Die Matching-Plattform SDG INVESTMENTS hat ihre ersten großen Meilensteine erreicht. Schon fünf Monate nach der offiziellen Gründung der SDG INVESTMENTS GmbH im September 2017 kann das Unternehmen ein Projektvolumen von 124 Mio. Euro ausweisen. Die Investmentnachfrage liegt bereits bei über 300 Mio. Euro. Das Potential wird allerdings bei signifikant über einer Milliarde Euro gesehen.“

Die Plattform führt Angebot und Nachfrage für die Finanzierung von Nachhaltigkeitsprojekten zusammen. Die SDGs sind dabei der Orientierungsrahmen und dienen unmittelbar dem Wirkungsnachweis, z.B. durch eine externe Ratingagentur.

Leitfaden für nachhaltige Immobilieninvestitionen

CRIC e.V. (Verein zur Förderung von Ethik und Nachhaltigkeit in der Geldanlage e.V.) und die KlimaGut Immobilien AG haben einen Leitfaden für Immobilieninvestoren herausgegeben: Leitfaden für ethisch-nachhaltige Immobilieninvestments – Ein Überblick zu Kriterien und Bewertungsinstrumenten für Deutschland. Auf gut 40 Seiten bietet der Leitfaden einen Eindruck, was Investoren beachten müssen, wenn ihre Immobilieninvestitionen als nachhaltig gelten sollen.

Wie wird ein FinTech zur Bank ?

Die Europäische Zentralbank hat einen Leitfaden für den Erwerb einer Banklizenz durch FinTech publiziert. Auf (lediglich) 17 Seiten sind die Voraussetzungen in knapper Fassung dargestellt: Guide to assessments of fintech credit institution licence applications.

 

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Zweiunddreissig bis Eins

Nummer Zweiunddreissig am 26. März 2018: EU-Aktionsplan mit kraftvollem Antritt; Bierdeckel für mehr Bewusstsein über die „SDGs“; Starke Investorenüberzeugung – starke Worte; Danone begibt als erstes Privatunternehmen eine „Sozialanleihe“; Getränkekonzern AB Inbev – Nachhaltigkeitsziele 2025

Nummer Einunddreissig am 20. März 2018: EU-Aktionsplan mit wuchtiger Vorstellung; Greenbonds in neuen Dimensionen; Nach Green Finance kommt Blue Finance; Neuseeland erkennt Klimawandel als Asylgrund an; Union Investment: Nachhaltigkeit erhält mehr Gewicht

Nummer Dreissig am 8. März 2018: EU-Kommission legt Aktionsplan vor; Möglichkeiten und Grenzen der Blockchain; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100, 2. GLS Bank Nachhaltigkeits Blog Award 2018, 3. Gesponserte (affiliate) Links

Nummer Neunundzwanzig am 19. Februar 2018: Dynamische Entwicklung bei Nachhaltigkeitsanleihen; Fortschritte bestimmen den Kreditzins;  Die Schweiz reguliert den Kryptomarkt (ICOs); BaFin nimmt Stellung; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Achtundzwanzig am 6. Februar 2018, ergänzt 7. Februar 2018: Schlussbericht der EU-Experten; WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen; Orientierung bei Crowdfunding tut not; Triodos UK mit neuem Crowdfunding; Gebrutstagsgruß an die Dekabank; Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Siebenundzwanzig am 25.1.2018: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Zweiunddreissig

Inhalt: EU-Aktionsplan mit kraftvollem Antritt; Bierdeckel für mehr Bewusstsein über die „SDGs“; Starke Investorenüberzeugung – starke Worte; Danone begibt als erstes Privatunternehmen eine „Sozialanleihe“; Getränkekonzern AB Inbev – Nachhaltigkeitsziele 2025

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

26. März 2018

Dr. Ralf Breuer

Beitragsbild: Von Studierenden des Studiengangs Kommunikationsdesign an der Rheinischen Fachhochschule Köln in Kooperation mit #17Ziele gestalteter Bierdeckel

EU-Aktionsplan mit kraftvollem Antritt

Die EU-Kommission stellte am 22.3.2018 ihren Aktionsplan vor, mit dem die Finanzwirtschaft verstärkt für eine nachhaltige(re) Entwicklung in die Pflicht genommen werden soll. Grundlage ist der im Januar vorgelegte Schlussbericht einer hochrangigen Expertenkommission, der „High-Level Expert Group on Sustainable Finance“ (HLEG). Mehr im Beitrag Schlussbericht der EU-Experten.

Bei der Veranstaltung sprachen neben Kommissionspräsident Juncker auch Michael Bloomberg als UN-Sonderbotschafter und der französische Staatspräsident Emmanuel Macron. Beide hielten starke Plädoyers. (Programm der Veranstaltung am 22.3.2018 in Brüssel hier).

Die großen deutschen Finanzgruppen haben sich bisher nur zurückhaltend zu den Absichten der EU-Kommission geäußert. Die privaten und öffentlichen Banken haben dagegen den Plan begrüßt. Sicherlich sind noch einige Diskussionen zur Umsetzung notwendig, allerdings ist die Relevanz von Nachhaltigkeit für die gesamte Kreditwirtschaft unbestreitbar.

Dies betrifft ganz besonders die Risiken, da sich durch Klimawandel und Energiewende nicht nur auf Kraftwerksbetreiber, sondern unmittelbar z.B. auch auf Handwerksbetriebe auswirken. So können drohende Dieselfahrverbote erhebliche negative Einflüsse auf den Betrieb und die betrieblichen Investitionen haben, wodurch auch kleine, lokale Kreditinstitute betroffen sind. Volkswagen Financial Services u.a. hat bereits auf verminderte Restwerte im Leasing von Dieselfahrzeugen hingewiesen.

Die anwesenden Vertreter aus der Finanzwirtschaft betonten stärker die geschäftspolitischen Chancen als die aus dem Aktionsplan resultierenden (Arbeits-)Belastungen, wie zwei exemplarische Aussagen belegen:

Die Veranstaltung schloss mit starken Imperativen zur zukünftigen Rolle des Finanzsektors:

Sustainable Finance is not an option, it’s a must – All finance has to be sustainable

Der Aktionsplan und die ersten Reaktionen aus der deutschen Kreditwirtschaft sind in folgendem Beitrag zusammengefasst: Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Aktionsplan der EU-Kommission. In der deutschen Presse fand die Veranstaltung nur wenig Resonanz. Am Freitag fiel nur ein Bericht in der Börsenzeitung ins Auge (Paywall): Mehr Investitionen für Klimaziele.

Begleitend zum Aktionsplan hat die EU-Kommission am 21.3.2018 ein Konsultationsverfahren zur externen Unternehmensberichterstattung eingeleitet: Public consultation: Fitness check on the EU framework for public reporting by companies. Diese Konsultation nimmt ausdrücklich auf den Plan Bezug und sollte in längerfristigen Zeithorizonten in der Berichterstattung sowie einer deutlichen Erweiterung der Berichtspflichten, z.B. in Bezug auf Klimarisiken und Nachhaltigkeitsbeiträgen münden. Erste Ergebnisse wurden für das Jahr 2019 avisiert.

 

Bierdeckel für mehr Bewusstsein über die „SDGs“

Bei einer Veranstaltung zu nachhaltiger Entwicklung in Bonn bemerkte die frühere Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Heidemarie Wiczorek-Zeul: „Die SDGs sind in Deutschland eines der bestgehüteten Geheimnisse“.

Umso erfreulicher ist die von Studenten der Rheinischen Fachhochschule Köln in Kooperation mit dem Projekt #17Ziele umgesetzten Idee, die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele auf Bierdeckeln wiederzugeben. Mit der Verteilung der 85.000 Exemplare in Kölner Lokalen ist die Aufforderung verbunden, das jeweils bevorzugte Ziel in Mundart auf den Deckel zu fassen und als Bild auf Instagram zu veröffentlichen. Link zur Kampagne.

Die Initiatoren würden die Aktion gerne fortsetzen, benötigen hierfür allerdings finanzielle Unterstützung. Eigentlich sollten sich rund € 4.000 für weitere 50.000 Exemplare doch auftreiben lassen. Da es sich um 17 verschiedene Drucke handelt, gilt leider nicht der Großserienpreis (€ 1.600 für 50.000).

2018-03-23 id-17ziele_projekte_bierdeckel_gross

Starke Inv.estorenüberzeugung, starke Worte

Bemerkenswerte Aussagen wurden von der Vereinigung der Private Equity Investoren aus Luxemburg berichtet (LPEA – Luxembourg Private Equity and Venture Capital Association, lpea.lu). Die Vereinigung ist der Auffassung, dass eine Hinwendung zu wirkungsbezogenen Investments zwingend ist. Andernfalls würde sie von seiten der Aufsicht zwingend gemacht.

Danone begibt als erstes Privatunternehmen eine „Sozialanleihe“

Dazu passend ein (Nach-)Satz aus der Pressemitteilung von Danone, in der das Unternehmen die Emission einer „Sozialanleihe“ (Social Bond) mit einem Volumen von € 300 Mio. kommuniziert: „Creating positive impact on our ecosystem is a key enabler to drive sustainable value.“ (Press release – Paris, March 19, 2018).

Danone ist damit das erste private Unternehmen, dass soziale Belange seiner „Stakeholder“ mit einer Anleihe finanziert und fördert.

Getränkekonzern AB Inbev – Nachhaltigkeitsziele 2025

Auch passend zu bewußtseinsbildenden Bierdeckeln: Außerhalb der (deutschen) Finanzwirtschaft haben Nachhaltigkeitskriterien teilweise schon einen bemerkenswerten Stellenwert. So hat der globale Getränkekonzern AB Inbev (u.a. Beck’s, Franziskaner, Corona) ein Zielsystem für das Jahr 2025:

2018-03-26 AB Inbev.jpg

Quelle: www.presseportal.de

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Einunddreissig bis Eins

Nummer Einunddreissig am 20. März 2018: EU-Aktionsplan mit wuchtiger Vorstellung; Greenbonds in neuen Dimensionen; Nach Green Finance kommt Blue Finance; Neuseeland erkennt Klimawandel als Asylgrund an; Union Investment: Nachhaltigkeit erhält mehr Gewicht

Nummer Dreissig am 8. März 2018: EU-Kommission legt Aktionsplan vor; Möglichkeiten und Grenzen der Blockchain; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100, 2. GLS Bank Nachhaltigkeits Blog Award 2018, 3. Gesponserte (affiliate) Links

Nummer Neunundzwanzig am 19. Februar 2018: Dynamische Entwicklung bei Nachhaltigkeitsanleihen; Fortschritte bestimmen den Kreditzins;  Die Schweiz reguliert den Kryptomarkt (ICOs); BaFin nimmt Stellung; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Achtundzwanzig am 6. Februar 2018, ergänzt 7. Februar 2018: Schlussbericht der EU-Experten; WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen; Orientierung bei Crowdfunding tut not; Triodos UK mit neuem Crowdfunding; Gebrutstagsgruß an die Dekabank; Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Siebenundzwanzig am 25.1.2018: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Einunddreissig

Inhalt: EU-Aktionsplan mit wuchtiger Vorstellung; Greenbonds in neuen Dimensionen; Nach Green Finance kommt Blue Finance; Neuseeland erkennt Klimawandel als Asylgrund an; Union Investment: Nachhaltigkeit erhält mehr Gewicht

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

20. März 2018

Dr. Ralf Breuer

EU-Aktionsplan mit wuchtiger Vorstellung

Die EU-Kommission wird am 22.3.2018 Aktionsplan für das Europäische Parlament vorstellenn, mit dem die Finanzwirtschaft verstärkt für eine nachhaltige(re) Entwicklung in die Pflicht genommen werden soll. Grundlage ist der im Januar vorgelegte Schlussbericht einer hochrangigen Expertenkommission, der „High-Level Expert Group on Sustainable Finance“ (HLEG). Mehr im Beitrag Schlussbericht der EU-Experten.

Die EU-Kommission hat prominente Teilnehmer bei der Veranstaltung avisiert. Neben Kommissionspräsident Juncker wurd auch die Teilnahme von Michael Bloomberg und dem französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron angekündigt, wodurch die Präsentation und die Wichtigkeit des Plans zusätzliches Gewicht erhält.

Ankündigung der Veranstaltung am 22.3.2018 in Brüssel Hier.

Die großen deutschen Finanzgruppen haben sich bisher nur zurückhaltend zu den Absichten der EU-Kommission geäußert. Die privaten und öffentlichen Banken haben dagegen den Plan begrüßt. Sicherlich sind noch einige Diskussionen zur Umsetzung notwendig, allerdings ist die Relevanz von Nachhaltigkeit für die gesamte Kreditwirtschaft unbestreitbar.

Dies betrifft ganz besonders die Risiken, da sich durch Klimawandel und Energiewende nicht nur auf Kraftwerksbetreiber, sondern unmittelbar z.B. auch auf Handwerksbetriebe auswirken. So können drohende Dieselfahrverbote erhebliche negative Einflüsse auf den Betrieb und die betrieblichen Investitionen haben, wodurch auch kleine, lokale Kreditinstitute betroffen sind. Volkswagen Financial Services u.a. hat bereits auf verminderte Restwerte im Leasing von Dieselfahrzeugen hingewiesen.

Der Aktionsplan und die ersten Reaktionen aus der deutschen Kreditwirtschaft sind in folgendem Beitrag zusammengefasst: Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Aktionsplan der EU-Kommission

Greenbonds in neuen Dimensionen

Die Fondsgesellschaft Amundi und die Weltbankgruppe haben einen Fonds auf Klimaanleihen (Green Bonds) aus Schwellenländern platziert: Der „Amundi Planet Emerging Green One“ wurde mit einem Volumen von USD 1,42 Mrd. erfolgreich platziert. USD 256 stellte die Weltbankgruppe über die IFC (International Finance Corporation) bereit.

Ziel des Fonds ist es, die Refinanzierung von Investitionen für den Klimaschutz in Schwellenländern zu fördern. Die Initiatoren erwarten, einschließlich der reinvestierten Rückflüsse insgesamt USD 2 Mrd. bereitstellen zu können. Weitere Einzelheiten auf der Internetseite von Amundi Asset Management.

Nach Green Finance kommt Blue Finance

Neben dem Klimaschutz (Ziel 13) ist auch das Leben unter Wasser (Ziel 14) unter den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs, Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen. Die EU-Kommission hat einen Rahmen für die Finanzierung von Projekten zum Meeresschutz vorgestellt: Sustainable Blue Economy Finance Principles.

Diese Prinzipien wurden von der EU-Kommission 2017 in Zusammenarbeit mit WWF, the Prince of Wales’s International Sustainability Unit und der European Investment Bank (EIB) entwickelt.

Neuseeland erkennt Klimawandel als Asylgrund an

Neuseeland hat den Klimawandel als offiziellen Asylgrund anerkannt. Dieser ist nicht in der Genfer Konvention verankert. Bereits im Jahr 2014 waren Flüchtlinge einer kleinen Pazifikinsel anerkannt worden.

Gemäß einer Studie (United Nations University) könnten bis 2050 bis zu 200 Mio. Menschen gezwungen sein, aufgrund des Klimawandels ihre Heimat zu verlassen.

Union Investment: „Nachhaltigkeit erhält mehr Gewicht“

In einem Gespräch mit dem Magazin ECOreporter nannte Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender der Union Investment, Nachhaltigkeit als eines der fünf großen Trendthemen in der Vermögensverwaltung. Selten, das Thema gleichwertig neben den anderen genannten Themen zu sehen: Niedrigzins, Demografie, Digitalisierung und die Suche nach Substanzwerten. Den gesamten Beitrag mit den Aussagen von Herrn Reinke finden Sie hier.

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Neunundzwanzig bis Eins

Nummer Dreissig am 8. März 2018: EU-Kommission legt Aktionsplan vor; Möglichkeiten und Grenzen der Blockchain; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100, 2. GLS Bank Nachhaltigkeits Blog Award 2018, 3. Gesponserte (affiliate) Links

Nummer Neunundzwanzig am 19. Februar 2018: Dynamische Entwicklung bei Nachhaltigkeitsanleihen; Fortschritte bestimmen den Kreditzins;  Die Schweiz reguliert den Kryptomarkt (ICOs); BaFin nimmt Stellung; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Achtundzwanzig am 6. Februar 2018, ergänzt 7. Februar 2018: Schlussbericht der EU-Experten; WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen; Orientierung bei Crowdfunding tut not; Triodos UK mit neuem Crowdfunding; Gebrutstagsgruß an die Dekabank; Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Siebenundzwanzig am 25.1.2018: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Aktionsplan der EU-Kommission

Die EU-Kommission legte am 8.3.2018 im Rahmen einer Pressekonferenz einen Aktionsplan vor: „Financing Sustainable Growth“. Dieser Plan soll die europäische Finanzwirtschaft stärker auf die Finanzierung eines längerfristigen, nachhaltigen Wachstums ausrichten. Dies erfordert weitgehende, auch gesetzgeberische Maßnahmen in Bezug auf Berichterstattung, Bilanzierung, Regulierung und Unternehmensführung. Dies bezieht sich insbesondere auf einen längerfristigen Zeithorizont unter Berücksichtigung von Klimawandel, Energiewende und anderen  Faktoren.

8. März 2018, aktualisiert 9. März 2018, ergänzt 12./14. März 2018

Dr. Ralf Breuer

Vorschläge der Expertengruppe übernommen

Grundlage des in einer Pressekonferenz vorgestellten Aktionsplans (Presseerklärung, englisch)ist der im Januar vorgelegte Schlussbericht einer hochrangigen Expertenkommission, der „High-Level Expert Group on Sustainable Finance“ (HLEG), deren Empfehlungen weitgehend übernommen wurden. Bei der Vorstellung des Berichts am 22.2.2018 in Berlin war bei 200 Teilnehmern ein gegenüber dem Zwischenbericht im Juli 2017 deutlich gestiegenes Interesse zu verzeichnen. Mehr im Beitrag Schlussbericht der EU-Experten.

Zur Umsetzung der Vorschläge sind weitreichende, auch gesetzgeberische Maßnahmen notwendig, die Bilanzierung, Corporate Governance, Risikomanagement und regulatorische Schritte beinhalten. Insbesondere muss der Zeithorizont bei der Bilanzierung und der Erfassung von Risiken deutlich ausgedehnt werden, um beispielsweise die Auswirkungen von Klimawandel und Energiewende angemessen abzubilden.

Auf einer Veranstaltung am 22.3.2018 in Brüssel werden die Einzelheiten in einem größeren Rahmen präsentiert. Details zur Veranstaltung finden Sie Hier.

Der Aktionsplan in Kürze

Im folgenden der Versuch, den auf zwanzig Seiten skizzierten Plan der EU-Kommission in Kürze und in Hinblick auf seine praktischen Auswirkungen für die Kreditwirtschaft zusammenzufassen:

1. Klassifizierung von wirtschaftlichen Aktivitäten bezüglich ihres Beitrags zu einer nachhaltigen Entwicklung („Taxonomie“)

Dabei sollen vor allem die Kriterien Klimawandel, Umweltwirkungen und soziale Wirkungen angewendet werden. Zunächst werden der Klimawandel und die Energiewende im Fokus einer technischen Expertengruppe stehen

2. Standards/Gütesiegel für „grüne“ Finanzprodukte

Zunächst zielt die Kommission auf die Standardisierung „grüner“ Anleihen, sogenannten Greenbonds. Später sollen andere Produkte auf der Grundlage der Taxonomie geprüft werden

3. Förderung von Investitionen in nachhaltige Projekte

Aufbau von Beratungskapazitäten für nachhaltige Infrastrukturprojekte in der EU und den Nachbarländern

4. Aufnahme von Nachhaltigkeit in die Finanzberatung

Modifikation der Vertriebsrichtlinien für Banken (MiFID II) und Versicherungen (IDD, Insurance Distribution Delegated Acts). Anm.: Diese Punkte waren in der Expertenempfehlung nicht so deutlich enthalten

5. Qualitätsmaßstäbe für Nachhaltigkeit

Schaffung von mehr Transparenz und Vergleichbarkeit von Nachhaltigkeitskriterien

6. Bessere Integration von Nachhaltigkeit in Ratings und Marktresearch

Relevanz für Kreditwürdigkeit (Credit Rating) und Methodik von Nachhaltigkeitsratings

7. Klärung der Pflichten von Investoren und Vermögensverwaltern

Im Expertenbericht wurde klar eine „treuhänderische Pflicht“ von Investoren für zukünftige Generation gefordert. Verfassungsrechtlich ist diese aber kaum verankert, z.B. fehlen entsprechende Nachhaltigkeitsanforderungen im deutschen Grundgesetz

8. Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien bei Risikomanagement und Regulierung

Im ersten Schritt werden vor allem Klimarisiken und die Energiewende im Fokus stehen. Konkret ist dies die Umsetzung der Vorschläge der vom Financial Stability Board eingesetzten Taskforce TCFD (Task force for climate-related financial disclosures). Einige Aufsichtsbehörden wie die Deutsche Bundesbank haben dies ausdrücklich gefordert, die niederländische Zentralbank hat bereits einen Stresstest für Klimarisiken bei Banken avisiert

9. Ausweitung der Berichterstattungs- und Bilanzierungspflichten

Hier sind weitreichende Anpassungen in Hinblick auf die Wesentlichkeit in der Berichterstattung und vor allem auch auf den Zeithorizont bzw. Zukunftsbezug erforderlich.

10. Verstärkung von Nachhaltigkeitsaspekten in der Unternehmensführung und Kapitalmarktkommunikation

Die Unternehmensleitungen sollen auf die Formulierung und Veröffentlichung von Nachhaltigkeitsstrategien verpflichtet werden. Der Druck der Kapitalmärkte zu kurzfristigem Handeln in den Unternehmen könnte nach den Vorstellungen des Aktionsplans u.a. durch Halteperioden und Umschlagsbegrenzungen für Vermögensverwalter reduziert werden.

Einige Reaktionen aus der deutschen Kreditwirtschaft

Dagegen wirkt die gemeinsame Erklärung der Interessensverbände der deutschen Kreditwirtschaft sehr verhalten Deutsche Kreditwirtschaft zum EU-Aktionsplan „Finanzierung nachhaltigen Wachstums“:

„…Einen kurzfristigen Ausbau von Berichtspflichten sieht die DK jedoch kritisch und plädiert dafür, zunächst die Wirkung der CSR-Richtlinie zur nichtfinanziellen Information abzuwarten.

Weitergehende Anforderungen an das Risikomanagement sowie eventuell erleichterte Eigenkapitalanforderungen für „grüne“ Finanzierungen müssen erst sorgfältig geprüft und gegen den tatsächlichen Nutzen abgewogen werden. Regulatorische und aufsichtliche Eingriffe müssen auf das notwendige Mindestmaß beschränkt bleiben.“

Diese zurückhaltende Aufnahme motiviert unmittelbar den Kommentar von Frau Dr. Oelmann, die die Freiwilligkeit in einigen Bereichen der deutschen Kreditwirtschaft wohl zu Recht bezweifelt:

Bankenaufsicht: Nicht „ob?“, sondern „wie?“

Die europäischen Bankaufsichtsbehörden erscheinen in der Frage, ob Nachhaltigkeit für die Kreditwirtschaft relevant ist und relevanter werden muss, nahezu absolut einig. Klimarisiken und Energiewende sind als Risikotreiber erkannt und müssen in Berichterstattung, Bilanzierung und Regulierung erfasst werden. Die Vorschläge der vom Financial Stability Board eingesetzten Task Force (Task Force on climate-related financial disclosures, TCFD) wurden vom Großteil der Banken begrüßt.

Für alle Investoren und Kreditgeber besteht das Risiko einer teilweisen oder vollständigen Entwertung von Vermögenspositionen (engl.: „stranded assets). Bei fossil betriebenen Kraftwerken ist dieser Gedanke bei dem verstärkten Übergang auf mittlerweile wirtschaftlich wettbewerbsfähige erneuerbare Energien besonders naheliegend.

Diese Faktoren betreffen aber auch kleine, nur lokal tätige Kreditinstitute, da beispielsweise Handwerksbetriebe durch Dieselfahrverbote und einem Übergang auf Elektromobilität erheblichen Betriebs- und Investitionsrisiken ausgesetzt sind.

Einige Diskussionen werden um Anreizmechanismen für „grüne“ versus „braune“ Finanzierungen geführt werden. Hier sind die Meinungen durchaus – und zu Recht – gespalten, wie die Meldung zur Deutschen Bundesbank vom 14.3.2018 zeigt:

Zwar hat sich die EU-Kommission klar für eine Förderung grüner Investitionsvorhaben, z.B. durch Entlastungen bei der Eigenkapitalunterlegung ausgesprochen, jedoch könnte auch eine zusätzliche Belastung nicht-grüner Positionen erwogen werden. Dies hat beispielsweise der Geschäftsführer der Triodos Bank Deutschland vorgeschlagen. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Risikoprofile beider Vermögensklassen erscheint eine sorgfältige Abwägung sehr berechtigt: Während „braune“ Risiken eher langfristig wirken, ist bei „grünen“ Finanzierungen eher von einer kurzfristigen Wirkung bis zur Inbetriebnahme bzw. Markteinführung auszugehen.

Vorläufiges Fazit

Die Vorschläge der EU-Kommission sind sehr weitreichend und erfordern vielfältige Eingriffe in Rechtsvorschriften und die Wirtschaftspraxis, weshalb die geplante weitgehende Umsetzung bis zum Herbst 2019 sehr ambitioniert erscheint. Unter der Voraussetzung, dass das europäische Parlament dem Aktionsplan folgt, werden die Maßnahmen ggf. bereits innerhalb weniger Monate wirksam, z.B. durch Anpassungen von MiFID II (Banken) und IDD (Versicherungsvertrieb).

Es war zu erwarten, dass die EU-Kommission in diese Richtung tätig wird, allerdings werden wohl Teile der deutschen Kreditwirtschaft überrascht sein, wie schnell und weitreichend die Eingriffe sein können. Dies zeichnete sich allerdings bereits auf der Grundlage des Zwischenberichts der Expertengruppe im Juli 2017 ab. Der fand allerdings in Deutschland kaum Beachtung: Nachhaltigkeit auf dem Weg in Rechnungslegung und Regulierung?

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Dreissig bis Eins

Nummer Dreissig am 1. März 2018: EU-Kommission legt am 22.3.2018 einen Aktionsplan vor; Nachhaltigkeit wirkt auf den Unternehmenswert; Möglichkeiten und Grenzen der Blockchain; Crowdfundings mit 12 Energieprojekten; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100, 2. GLS Bank Nachhaltigkeits Blog Award 2018, 3. Gesponserte (affiliate) Links

Nummer Neunundzwanzig am 19. Februar 2018: Dynamische Entwicklung bei Nachhaltigkeitsanleihen; Fortschritte bestimmen den Kreditzins;  Die Schweiz reguliert den Kryptomarkt (ICOs); BaFin nimmt Stellung; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Achtundzwanzig am 6. Februar 2018, ergänzt 7. Februar 2018: Schlussbericht der EU-Experten; WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen; Orientierung bei Crowdfunding tut not; Triodos UK mit neuem Crowdfunding; Gebrutstagsgruß an die Dekabank; Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Siebenundzwanzig am 25.1.2018: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Dreissig

Inhalt: EU-Kommission legt am 22.3.2018 einen Aktionsplan vor; Nachhaltigkeit wirkt auf den Unternehmenswert; Möglichkeiten und Grenzen der Blockchain; Crowdfundings mit 12 Energieprojekten; In eigener Sache: 1. #nachhaltige100, 2. GLS Bank Nachhaltigkeits Blog Award 2018, 3. Gesponserte (affiliate) Links

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

1. März 2018

Dr. Ralf Breuer

EU-Kommission legt am 22.3.2018 einen Aktionsplan vor

Die EU-Kommission wird am 22.3.2018 einen Aktionsplan für das Europäische Parlament vorlegen, mit dem die Finanzwirtschaft verstärkt für eine nachhaltige(re) Entwicklung in die Pflicht genommen werden soll. Grundlage ist der im Januar vorgelegte Schlussbericht einer hochrangigen Expertenkommission, der „High-Level Expert Group on Sustainable Finance“ (HLEG). Bei der Vorstellung des Berichts am 22.2.2018 in Berlin war bei 200 Teilnehmern ein gegenüber dem Zwischenbericht im Juli 2017 ein deutlich gestiegenes Interesse zu verzeichnen. Mehr im Beitrag Schlussbericht der EU-Experten.

Zur Umsetzung der Vorschläge sind weitreichende, auch gesetzgeberische Maßnahmen notwendig, die Bilanzierung, Corporate Governance, Risikomanagement und regulatorische Schritte beinhalten. Insbesondere muss der Zeithorizont bei der Bilanzierung und der Erfassung von Risiken deutlich ausgedehnt werden, um beispielsweise die Auswirkungen von Klimawandel und Energiewende angemessen abzubilden.

Insgesamt wird eine Standardisierung von Vermögensklassen angestrebt, um z.B. „grüne“ (sprich: positiv nachhaltige) von „braunen“ (Nachhaltigkeit schädigenden) Finanzinstrumente bzw. Investitionen zu unterschieden. Interessant werden die Diskussionen um eine Sanktionierung der verschiedenen Klassifikationen: Die Vorschläge reichen von einer Begünstigung „grüner“ Aktivpositionen geringere Eigenkapitalunterlegung bis zu zusätzlichen (Eigenkapital-)Belastungen bei „braunen“ Positionen.

Ankündigung der Veranstaltung am 22.3.2018 in Brüssel Hier.

 

Nachhaltigkeit wirkt auf den Unternehmenswert

Die ING Group hat einen interessanten Stimmungsbericht zu den Zusammenhängen zwischen Nachhaltigkeit und Unternehmenswert vorgelegt. Es wurden 210 Finanzverantwortliche verschiedener Branchen in den U.S.A. befragt. Im Ergebnis betonten 29% einen starken Einfluß und 19% einen Einfluß, womit knapp 50% die Beziehung der beiden Faktoren mindestens anerkennen. Gerade in den Vereinigten Staaten ist ein verstärkter Aktivismus der Finanzinvestoren festzustellen, die Unternehmen und ihre Leitungen auf ein höheres Maß an Nachhaltigkeit zu verpflichten. Vgl. hierzu den Kurzbericht in Nummer ZweiNachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger.

Möglichkeiten und Grenzen der Blockchain

Die Blockchain-Technologie hatte in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung, allerdings ist sie in Bezug auf ihre Anwendungsmöglichkeiten auch kritisch zu hinterfragen, z.B. in Hinblick auf (Transaktions-)Geschwindigkeit und Energieeffizienz.

Positiv ist sicherlich der grundsätzliche Sicherheitsaspekt, der bestimmte Tatbestände wie mangelnde physische und instutionelle Infrastruktur – z.B. in Schwellenländern – sowie Korruption und Sicherheitsmängel überbrücken kann. Keinesfalls ist die Blockchain aber ein Allheilmittel, weshalb gemäß einer Studie von Deloitte 9 von 10 Projekten zu keinem positiven Ergebnis geführt haben. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse und Zugang zur Originalstudie findet sich im Blog von Chris Skinner: 9 out of 10 blockchain trials go nowhere. Eine hervorragende deutschsprachige Darstellung der Blockchain sowie ihrer Möglichkeiten und Grenzen hat Kilian Thalhammer vorgelegt. Erschienen am 1.3.2018 im Blog von PAYMENTANDBANKINGDer Blockchain Kompass.

 

 

Crowdfundings mit 12 Energieprojekten

Aktuell werden Privatanlegern 12 Energieprojekte bei 6 Anbietern angeboten. Nicht mitgerechnet sind Immobilienprojekte, die (auch) Energieeffizienz fördern können/wollen. Die Zinssätze für die überwiegend nachrangigen Darlehen liegen aktuell in der Bandbreite von 5,3% bis 9,3% bei Mindestanlagen von € 50 bis € 500. Damit ist gegenüber den herkömmlichen Direktanlagen eine deutlich stärkere Streuungsmöglichkeit gegeben. Allerdings fehlen Erfahrungswerte in Bezug auf pünktliche Verzinsung und Rückzahlung, weshalb die jeweiligen Risikohinweise gut bedacht werden sollten.

Einen Zugang zu mehr Informationen und weiteren Links zu Crowdfundings mit der Möglichkeit einer gestreuten Anlage findet sich auf  der Seite SDG – S(innvoll) D(eponiertes) G(eld).

 

In eigener Sache

1. #nachhaltige100

Investabel® wurde im Februar erstmals auf Platz 79 der von der Triodos Bank N.V. Deutschland initiierten Liste „#nachhaltige100“ geführt. Nachstehend die Beschreibung der Liste im Blog der Bank:

„Mit der Liste #nachhaltige100 wollen wir diese Gemeinschaft in den sozialen Medien sichtbar machen. Wer sind die Akteurinnen und Akteure, die sich dort äußern, um unsere Welt nachhaltiger zu gestalten?

Aus einer Auswahl von über 1.500 Influencern haben wir mit Hilfe von Rise ein Ranking erstellt. Es basiert auf Klout-Scores. Klout wertet Social-Media-Aktivitäten aus und generiert daraus eine Punktzahl. Je höher der Wert, desto einflussreicher ist die Person in den sozialen Netzwerken.

Für alle, die am Thema Nachhaltigkeit interessiert sind, ist unser Ranking als Inspiration gedacht. Darüber hinaus ist es unser Ziel, die Gemeinschaft noch besser zu vernetzen. #nachhaltige100 umfasst nur private Twitter-Accounts, Unternehmen und NGOs listen wir nicht.“

Mehr zur Berechnung des (rein quantitativen) Klout-Scores bei Wikipedia – Klout.

 

2. GLS Bank Nachhaltigkeits Blog Award 2018

Investabel® hat sich für eine Teilnahme am „GLS Bank Nachhaltigkeits Blog Award 2018“ in der Kategorie „Nachhaltiges Leben & Ernährung“ beworben. Nominierungen für andere Kategorien würden natürlich sehr begrüßt, insbesondere natürlich „Nachhaltigster Blogger*in des Jahres“.

Nominiert werden kann ab sofort, bis zum 10. April 2018. Die Nominierungen zum Award werden am 1. Mai 2018 bekanntgegeben. Ab Bekanntgabe kannst Du online abstimmen, die Reihenfolge der Nominierten ist zufällig. Die Abstimmung wird bis zum 31. Mai 2018, 23:59 Uhr möglich sein. Die Preise werden am 9. Juni 2018 verliehen.

Einzelheiten zum Wettbewerb: GLS Bank Nachhaltigkeits Blog Award 2018

 

3. Gesponserte (affiliate) Links

In einigen Beiträgen auf investabel.wordpress.com sowie in Beiträgen @investabel in sozialen Medien finden sich Links mit dem Zusatz „gesponserter Link“. Es handelt sich hierbei um Hyperlinks, die mit Hinweisen auf ihre Herkunft in den Beiträgen gekennzeichnet sind und zu einer erfolgsabhängigen Vergütung im Falle eines hierauf zurückgehenden Vertragsabschlusses zwischen dem Nutzer und den jeweiligen Anbietern führen können. Die Nutzung der Links ist kostenfrei.

„Gesponsert“ bedeutet ausdrücklich nicht, dass eine Vergütung für die Setzung und Nutzung der Links selbst und damit bezahlte Werbung erfolgt. Vielmehr bleiben Setzung, Häufigkeit und Platzierung der Links im völlig freien Ermessen des Autors.

Vereinbarungen über gesponserte Links bestehen derzeit mit zwei Anbietern von Investments in Energieprojekte (Crowdfunding): bettervest (gesponserter Link) und ecoligo investments (gesponserter Link).

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Neunundzwanzig bis Eins

Nummer Neunundzwanzig am 19. Februar 2018: Dynamische Entwicklung bei Nachhaltigkeitsanleihen; Fortschritte bestimmen den Kreditzins;  Die Schweiz reguliert den Kryptomarkt (ICOs); BaFin nimmt Stellung; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Achtundzwanzig am 6. Februar 2018, ergänzt 7. Februar 2018: Schlussbericht der EU-Experten; WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen; Orientierung bei Crowdfunding tut not; Triodos UK mit neuem Crowdfunding; Gebrutstagsgruß an die Dekabank; Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Siebenundzwanzig am 25.1.2018: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Neunundzwanzig

Inhalt: Dynamische Entwicklung bei Nachhaltigkeitsanleihen; Fortschritte bestimmen den Kreditzins;  Die Schweiz reguliert den Kryptomarkt (ICOs); BaFin nimmt Stellung; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

19. Februar 2018, ergänzt 21.2.2018

Dr. Ralf Breuer

Dynamische Entwicklung für Nachhaltigkeitsanleihen

In der vergangenen Woche war eine dynamische Entwicklung im (institutionellen) Markt für Anleihen zu verzeichnen, bei denen die Mittel als Beiträge zu den nachhaltigen Entwicklungszielen der UN eingesetzt werden sollen:

Die Weltbank platziert eine „SDG-Anleihe“ über USD 350 Mio. mit einer Laufzeit von sieben Jahren, die nicht nur den Klimaschutz, sonder vier der siebzehn nachhaltigen Entwicklungsziele adressiert. Dies dürfte einen Trend markieren, eine breitere Palette von Nachhaltigkeitszielen zu verfolgen.

Dies ist auch bei der Anleihe der Stadt Madrid über € 1 Mrd. mit einer Laufzeit von zehn Jahren der Fall. Die internationale Nachfrage lag bei € 2 Mrd. und dokumentiert das große Investoreninteresse an solchen Emissionen. Mit der Anleihe sollen Projekte in den Bereichen  bezahlbarer Wohnraum, Bildung, Gesundheit, soziale Inklusion, kleine und mittlere Unternehmen sowie Klimaschutz finanziert werden.

J.P.Morgan schätzt das in der Vorbereitung befindliche Volumen für die Emission von Greenbonds aktuell auf USD 600 Mrd. – eine beeindruckende Zahl nach Platzierungen von USD 130 Mrd. im Vorjahr (2016: USD 92 Mrd.). Auf dieser Grundlage könnte sich die Marktentwicklung noch einmal deutlich beschleunigen (Quelle: Bloomberg, Weekly Brief Sustainable Finance, Ausgabe vom 14. Februar 2018). Die Climate Bonds Initiative erwartet aktuell ein Neuvolumen von USD 300 Mrd. für das Jahr 2018.

Fortschritte bestimmen den Kreditzins

Eine neue Form der Finanzierung von einem Mehr an Nachhaltigkeit haben BNP Paribas und der Lebensmittelkonzern Danone vereinbart: Der Kreditzins ist an die (Nicht-)Erreichung von Fortschritten bestimmter Nachhaltigkeitsziele beim Kreditnehmer gebunden. Auf der Grundlage der Ziele des Konzerns werden durch externe Agenturen Fortschritte bei verschiedenen Nachhaltigkeitskriterien festgestellt. Der Kreditzins bestimmt sich aus dem Grad der Zielerreichung: Werden die Ziele verfehlt, erhöht sich der Zins. Werden sie übertroffen erfolgt ein Abschlag. (Quelle: The next frontier in Sustainable Finance: Linking loan pricing to ESG performance).

Die Vertragspartner folgen damit einem von der OECD propagierten Ansatz, herkömmliche Finanzierungsziele und Nachhaltigkeitsziele zu verbinden. Hierzu erschien am 29. Januar 2018 ein Bericht der Organisation: Making Blended Finance Work for the Sustainable Development Goals. Die OECD empfiehlt gleichzeitig die Verwendung gemeinsamer Definitionen. Dies erscheint vor dem Hintergrund der immer wieder auftretenden Zweifel über die zweckbestimmte Mittelverwendung („Grünfärbung“/Greenwashing) sehr wünschenswert. Eine Standardisierung wird auch von der Expertenkommission der Europäischen Union angestrebt (vgl. Schlussbericht der EU-Experten).

Wie tückisch scheinbar klare Ziele sein können, beleuchtet der unten noch einmal beschriebene Beitrag zum Anlagethema Klimaschutz.

Mehr Angebote für Privatanleger

Aktuell gibt es acht Angebote zur Finanzierung von Nachhaltigkeit bei drei Anbietern von Crowdfunding. Bei Zinssätzen von 4,25 bis 9,25% p.a. sollten die Risikohinweise allerdings sehr genau beachtet und abgewogen werden. Leider hat noch kein Anbieter fundierte Erfahrungswerte zur Bedienung der im Regelfall nachhaltigen Darlehen. Insofern kann nur ein hoher Maß an Diversifikation über verschiedene Projekte etwas Schutz bieten. Allgemeine Informationen und weiterführende Links auf der Seite: SDG – S(innvoll) D(eponiertes) G(eld).

Die Schweiz reguliert den Kryptomarkt (ICOs)

Die Finanzmarktaufsicht der Schweiz FINMA hat eine Stellungnahme veröffentlicht, wie sie auf Basis des bestehenden Finanzmarktrechts mit Unterstellungsanfragen zu Initial Coin Offerings (ICOs) umgehen wird. Dabei unterscheidet sie drei verschiedene Formen von Emissionen, sogenannte „Token“:

  • Zahlungs-Token sind mit reinen „Kryptowährungen“ gleichzusetzen, ohne mit weiteren Funktionalitäten oder Projekten verknüpft zu sein. Token können in gewissen Fällen erst mit der Zeit die notwendige Funktionalität und Akzeptanz als Zahlungsmittel entwickeln.
  • Nutzungs-Token sind Token, die Zugang zu einer digitalen Nutzung oder Dienstleistung vermitteln sollen.
  • Anlage-Token repräsentieren Vermögenswerte wie Anteile an Realwerten, Unternehmen, Erträgen oder Anspruch auf Dividenden oder Zinszahlungen. Der Token ist damit hinsichtlich seiner wirtschaftlichen Funktion wie eine Aktie, Obligation oder ein derivatives Finanzinstrument zu werten.

Die FINMA betont, dass auch Überschneidungen zwischen den unterschiedenen Arten von Token auftreten können.

Im Fokus der FINMA stehen dabei vor allem Berührungspunkte zur Geldwäsche und zum Effektenhandel, weniger zu den Banken- und Kollektivanlagegesetzen (FINMA publiziert Wegleitung zu ICOs). Vor dem Hintergrund der oft sehr diffusen Beschreibung der Ziele von ICOs in Bezug auf Mittelverwendung sowie Anlegernutzen aus den Token, erscheint eine klare Unterscheidung sehr wünschenswert.

Auch die BaFin nimmt Stellung

Weitaus weniger elegant, sondern eher in sperrigem Juristendeutsch ist die Stellungnahme der deutschen Aufsichtsbehörde gefasst. Tenor: Im Prinzip die gleiche Unterscheidung, aber diffuser Hinweis auf die wohl in jedem Fall notwendige Einzelfallprüfung. Schwarz auf weiß: Aufsichtsrechtliche Einordnung von sog. Initial Coin Offerings (ICOs) zugrunde liegenden Token bzw. Kryptowährungen als Finanzinstrumente im Bereich der Wertpapieraufsicht.

Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Newsletter bettervest vom 24. Januar 2017:

„Über die soziale und ökologische Wirkung ihrer Geldanlagen machen sich immer mehr Menschen Gedanken. Laut Umfragen erhalten nachhaltige Kapitalanlagen viel Zuspruch. Dennoch legten bisher nur 4,8 % der Privatanleger ihr Kapital nachhaltig an. 

Der Grund, erklärt Dr. Ralf Breuer, Autor und Berater zum Thema Nachhaltigkeit im Finanzsektor, sind mangelnde Transparenz und unklare Wirkungen. Auch die vielen Stichworte wie „Klima-Fußabdruck“ oder „CO2″ und die unzähligen Unterschiede einzelner Fondskategorien führen meist in die Irre. In seinem Gastbeitrag im bettervest-Magazin schildert Dr. Breuer die Lage und gibt Kleinanlegern Orientierung mit auf den Weg.“

Zum Gastbeitrag geht es hier (gesponserter Link)

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Achtundzwanzig bis Eins

Nummer Achtundzwanzig am 6. Februar 2018, ergänzt 7. Februar 2018: Schlussbericht der EU-Experten; WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen; Orientierung bei Crowdfunding tut not; Triodos UK mit neuem Crowdfunding; Gebrutstagsgruß an die Dekabank; Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Siebenundzwanzig am 25.1.2018: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Achtundzwanzig

Inhalt: Schlussbericht der EU-Experten; WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen; Orientierung bei Crowdfunding tut not; Triodos UK mit neuem Crowdfunding; Gebrutstagsgruß an die Dekabank; Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

6. Februar 2018, ergänzt 7. Februar 2018

Dr. Ralf Breuer

Schlussbericht der EU-Experten

Die von der EU-Kommission eingesetzte hochrangige Experten zu Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft (High-Level Expert Group on Sustainable Finance, HLEG) legte heute den Schlussbericht mit ihren Empfehlungen vor (Download). Dabei bekräftigte sie noch einmal die grundsätzlichen Punkte im Zwischenbericht vom Juli 2017. Die EU-Kommission beabsichtigt, im März 2018 dem EU-Parlament konkrete Vorschläge für die Umsetzung zu unterbreiten. Während der Zwischenbericht im Juli kaum Beachtung in der deutschen Öffentlichkeit fand, hat der Schlussbericht einen deutlich höheren Aufmerksamkeitswert wie die beachtliche Zahl zeitnaher Reaktionen aus der Kreditwirtschaft und Interessenvertretern zeigt.

Allerdings: Die gemeinsame Erklärung der Branchenvereinigung Die Interessenvertretung der Spitzenverbände in der deutschen Kreditwirtschaft lässt nicht auf eine besonders aufgeschlossene Aufnahme schliessen. Der Text legt nahe, dass erst politischer Druck notwendig werden wird, um die Mehrheit der Kreditinstitute für eine nachhaltigere Finanzwirtschaft zu gewinnen. Ganz anders die Stellungnahme des Bundesverbands deutscher Banken (bankenverband):

Mehr dazu im Beitrag Schlussbericht der EU-Experten vom 31.1.2018.

WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen

Der WWF hat in einem fünfzehnseitigen Thesenpapier Denkanstöße für die Koalitionsverhandlungen vorgelegt: „Greened Finance“ Roadmap – Die Kraft des Finanzsystems für ein zukunftsfähiges Deutschland nutzen. Bedenkenswert ist hierbei die Unterscheidung zwischen „green“ und „greened“ Finance. Während Nachhaltigkeit oft mit Klimaschutz gleichgesetzt wird (Green Finance), empfiehlt der WWF einen holistischen Blick: Die grundsätzliche Klima- und Umweltverträglichkeit von Investitionen und Finanzierungen („greened Finance“), statt um einen abgrenzbaren Teilbereich oder einer Nische („Green Finance“).

Allerdings beschränkt sich diese Sicht immer noch zu stark auf ökologische Kriterien. Umfassender und zielführend wäre ein Bezug zu den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen, den sogenannten SDGs (siehe Beitragsbild).

Orientierung bei Crowdfunding tut not

Mittlerweile ist da die Zahl der Plattformen für Schwarmfinanzierungen im deutschsprachigen Raum kaum noch überschaubar. Da hilft der Überblick von crowdfunding.de. Die Übersicht über die Plattformen verzeichnet an die 100 Anbieter mit unterschiedlichen Schwerpunkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sehr hilfreich ist die Projektübersicht. Grundsätzlich bieten Crowdfundings eine zusätzliche Möglichkeit für Privatanleger, besser diversifiziert in Nachhaltigkeit zu investieren. Allerdings ist eine genauere Information angebracht: Ist die Zwischenfinanzierung eines Immobilienprojekts (trotz ansehlicher Verzinsung) bereits der gewünschte Beitrag? Mehr zu diesem Thema auf der Seite SDG – S(innvoll) D(eponiertes) G(eld).

Triodos UK mit neuem Crowdfunding

Die britische Triodos Bank hat eine neue Plattform für nachhaltige Projekte gestartet: https://www.triodoscrowdfunding.co.uk/. Sie soll die Möglichkeit bieten, in Organisationen mit positiven Wirkungen auf einen nachhaltigen Wandel zu bieten. Dabei werden Fremd- und Eigenkapitalbeiträge gesucht. Aktuell werden zwei Projekte für erneuerbare Energien angeboten. In beiden Fällen handelt es sich um Anleihen im unteren einstelligen Mio.-GBP Bereich. Avisiert wird ein weiteres Projekt zur Förderung von Menschen mit Lernbehinderung.

Geburtstagsgruß an die Dekabank

Der Bundestagsabgeordnete und seit 2007 a finanzpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, MdB Dr. Gerhard Schick (http://gerhardschick.net/) hat der Dekabank zum Hundertjährigen einen bemerkenswerten Geburtstagsgruß gesandt und auf Twitter veröffentlicht:

Schöner Schlusssatz: Ich finde es übrigens gut, dass du dich des Themas Nachhaltigkeit annimmst, auch wenn davon noch zu wenig bei den Kunden wirklich ankommt. Vielleicht auch das etwas, worüber du mal mit den Sparkassen sprechen solltest, um der Gemeinwohlorientierung in der Praxis gerecht zu werden.

Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell

Die Digitalisierung bringt zunehmend neue Geschäftsmodelle mit inklusiver Wirkung hervor: Insbesondere in Afrika und Lateinamerika ist eine große Zahl von neuen Angeboten aus der Finanztechnologie (FinTech) am Start, die bisher unversorgten Menschen Bank- und Versicherungslösungen anbieten. So ist MyBucks aktuell in 11 südostafrikanischen Ländern, Polen und Australien tätig. Gemäß Firmenprofil wurden bereits Kredite im Volumen von € 230 Mio. mit einem Durchschnitt von € 200 je Kredit ausgezahlt (Stand: 31.12.2016).

Das Unternehmen mit Sitz in Luxemburg ist in Frankfurt/Main börsennotiert.

Bereits in der vergangenen Ausgabe war der nachfolgend Textbeitrag. Da Klima(wandel) bei Nachhaltigkeit stark im Fokus steht, noch einmal der Hinweis auf die Probleme bei der Anlageentscheidung:

Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Newsletter bettervest vom 24. Januar 2017:

„Über die soziale und ökologische Wirkung ihrer Geldanlagen machen sich immer mehr Menschen Gedanken. Laut Umfragen erhalten nachhaltige Kapitalanlagen viel Zuspruch. Dennoch legten bisher nur 4,8 % der Privatanleger ihr Kapital nachhaltig an. 

Der Grund, erklärt Dr. Ralf Breuer, Autor und Berater zum Thema Nachhaltigkeit im Finanzsektor, sind mangelnde Transparenz und unklare Wirkungen. Auch die vielen Stichworte wie „Klima-Fußabdruck“ oder „CO2″ und die unzähligen Unterschiede einzelner Fondskategorien führen meist in die Irre. In seinem Gastbeitrag im bettervest-Magazin schildert Dr. Breuer die Lage und gibt Kleinanlegern Orientierung mit auf den Weg.“

Zum Gastbeitrag geht es hier (gesponserter Link)

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Siebenundzwanzig bis Eins

Nummer Siebenundzwanzig am 25.1.2018: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Schlussbericht der EU-Experten

Die von der EU-Kommission eingesetzte hochrangige Experten zu Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft (High-Level Expert Group on Sustainable Finance, HLEG) legte heute den Schlussbericht mit ihren Empfehlungen vor (Download). Dabei bekräftigte sie noch einmal die grundsätzlichen Punkte im Zwischenbericht vom Juli 2017. Die EU-Kommission beabsichtigt, im März 2018 dem EU-Parlament konkrete Vorschläge für die Umsetzung zu unterbreiten. Während der Zwischenbericht im Juli kaum Beachtung in der deutschen Öffentlichkeit fand, hat der Schlussbericht einen deutlich höheren Aufmerksamkeitswert wie die beachtliche Zahl zeitnaher Reaktionen aus der Kreditwirtschaft und Interessenvertretern zeigt.

31. Januar 2018, ergänzt 7. Februar 2018

Dr. Ralf Breuer

Banken: Juli lasch, heute rasch

Bei der öffentlichen Präsentation der Zwischenergebnisse in Brüssel (500 Teilnehmer) und London (über 100) waren nur vereinzelt Vertreter der deutschen Kreditwirtschaft. In einer gemeinsamen Stellungnahme wurden die Ergebnisse eher lasch zur Kenntnis genommen. Mehr hierzu im Beitrag vom Juli 2017: Nachhaltigkeit auf dem Weg in Rechnungslegung und Regulierung? Umso erfreulicher ist die zeitnahe Aufnahme der Ergebnisse, z.B. durch den Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands auf Twitter:

Auch die Aussage auf der Internetseite des Verbands stellt eine bemerkenswerte Änderung gegenüber den Stellungnahmen zum Zwischenbericht dar:

Banken für mehr Nachhaltigkeit auf den Finanzmärkten

31. Januar 2018

Die von der EU-Kommission eingesetzte High Level Expert Group on Sustainable Finance (HLEG) hat heute ihren Abschlussbericht vorgelegt. Ziel ist es, nachhaltige Investments zu stärken und das Thema Nachhaltigkeit in den regulatorischen und finanzpolitischen Rahmen der Europäischen Union zu integrieren. Christian Ossig, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, erklärt dazu: „Die Banken bekennen sich zum Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung. Viele Banken haben ökologische Belange in ihr operatives Geschäft bereits integriert. Der nun vorgelegte Bericht der Expertenkommission hat eine enorme Signalwirkung. Nachhaltigkeit ist längst kein Randthema mehr. Alle Unternehmen der Finanzwirtschaft müssen heute Sustainable Finance in ihrer DNA verankern. Damit dies Erfolg hat, müssen insbesondere klare Begrifflichkeiten vorgegeben werden und transparente Verhaltensregeln für alle Beteiligten existieren. Auch die Risikoaspekte von nachhaltigen Finanzierungen dürfen nicht außen vorgelassen werden.“

Quelle: Bankenverband

Ganz anders die gemeinsame Stellungnahme der Spitzenverbände Deutsche Kreditwirtschaft: Anreize für langfristige Finanzierungen sind sinnvoll, zusätzliche Regulierung vermeiden. Auf der Grundlage der oben wiedergegebenen eigenen Erklärung hätte sich der Bundesverband deutscher Banken dieser gemeinsamen Fassung nicht anschliessen dürfen. Offenbar bedarf es einer neuen Bundesregierung, die in der Nachhaltigkeitsstrategie zur Chefsache erklärten Thematik Nachdruck verleiht.

Erwartungsgemäß geht einigen Interessierten der Bericht in seinen Empfehlungen (noch) nicht weit genug, was sich auch in ersten Stellungnahmen und Kommentaren, z.B. auf Twitter äußerte:

Grundsätzlich in die richtige Richtung

Die Unternehmensverantworlichen, Investoren und auch die Aufsichtsbehörden sollen für Nachhaltigkeit und eine längerfristige Sichtweise in die Pflicht genommen werden. Insbesondere die Risiken aus dem Klimawandel und der Energiewende können und dürfen von der Kreditwirtschaft schon aus Eigeninteresse nicht ignoriert werden.  Insofern bilden die Erfassung und der Bericht von Nachhaltigkeitsrisiken einen Kernpunkt der Empfehlungen.

Die beträchtlichen Risiken aus der Nicht-Berücksichtigung längerfristiger Faktoren korrespondieren unmittelbar mit den geschäftspolitischen Chancen durch die Berücksichtigung nachhaltiger Entwicklungsziele bei Investititionsentscheidungen. Die (17) globalen Entwicklungsziele (SDG) haben sich über die zweite Jahreshälfte 2017 als gemeinsamer Denkrahmen für Investoren und alle beteiligten interessierten Parteien entwickelt, da sie vorwärtsgerichtet sind und ein gleichgerichtetes Verständnis für die weitere Entwicklung sind. Die Vorschläge der HLEG zielen deshalb auch auf die Förderung der Finanzierung einer nachhaltigen Infrastruktur in der Europäischen Union.

Wieviel Politik ist nötig?

Nachhaltigkeit ist in Deutschland offiziell „Chefsache“ des Bundeskanzleramtes. Durch die verzögerte Regierungsbildung nach der Bundestagswahl im September 2017 blieben aber wichtige Impulse in Richtung Wirtschaft und vor allem Richtung Kreditwirtschaft aus. Es ist zu hoffen, dass die Empfehlungen der Expertengruppe noch zeitnah in die laufenden Koalitionsverhandlungen einfliessen und so weitere Impulse gegeben werden.

Der oben zitierte Kommentar des Bankenverbands und die anhaltend guten Geschäftszahlen nachhaltig orientierter Banken (z.B. Geschäftszahlen 2017 der GLS Bank vom 30.1.2018) sowie anlaufende Kampagnen für nachhaltige Anlageprodukte signalisieren ein deutlich gestiegenes Eigeninteresse der deutschen Kreditwirtschaft. Das ist eigentlich ohnehin gegeben, aber bedauerlicherweise noch nicht voll erkannt: Nachhaltigkeit im Bankgeschäft als Überlebensstrategie.

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Siebenundzwanzig

Inhalt: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

25. Januar 2018

Dr. Ralf Breuer

Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Newsletter bettervest vom 24. Januar 2017:

„Über die soziale und ökologische Wirkung ihrer Geldanlagen machen sich immer mehr Menschen Gedanken. Laut Umfragen erhalten nachhaltige Kapitalanlagen viel Zuspruch. Dennoch legten bisher nur 4,8 % der Privatanleger ihr Kapital nachhaltig an. 

Der Grund, erklärt Dr. Ralf Breuer, Autor und Berater zum Thema Nachhaltigkeit im Finanzsektor, sind mangelnde Transparenz und unklare Wirkungen. Auch die vielen Stichworte wie „Klima-Fußabdruck“ oder „CO2″ und die unzähligen Unterschiede einzelner Fondskategorien führen meist in die Irre. In seinem Gastbeitrag im bettervest-Magazin schildert Dr. Breuer die Lage und gibt Kleinanlegern Orientierung mit auf den Weg.“

Zum Gastbeitrag geht es hier (gesponserter Link)

Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne

Die Union Investment hat über die Primärbanken eine breite Vertriebskampagne für nachhaltige Investmentfonds gestartet. Dabei folgt sie allerdings einem weiteren Nachhaltigkeitsbegriff im Sinne der Berücksichtigung ökologischer und sozialer Kriterien und der Unternehmensführun (ESG – Environment, Social Governance) und keinem wirkungsorientierten Ansatz. Auf der Grundlage von ESG kann ein erhebliches Mittelvolumen als „nachhaltig“ angesehen werden und die Gesellschaft sich als Marktführer sehen. Immerhin: Nachhaltigkeit rückt damit bei einer der größten deutschen Finanzgruppen stärker in den Fokus. Einzelheiten zu den Angeboten finden sich bei www.union-investment.de.

Preissenkung bei RoboAdvice quirion

quirion, die Onlinevermögensverwaltung der Quirin Privatbank, kündigte am 23.1.2018 die Senkung der Gesamtkosten von 0,88 % auf 0,73 % p.a. an. Begründung gemäß Presseerklärung vom 23.1.2018: „Durch den Austausch einzelner Produkte konnten die Fondskosten (TER) von ursprünglich 0,40 Prozent auf durchschnittlich 0,25 Prozent p. a. gesenkt werden, ohne dabei Änderungen an der Ausrichtung der Portfolios vorzunehmen. Zusammen mit der jährlichen Verwaltungsgebühr von 0,48 Prozent liegt die neue Gesamtkostenquote bei 0,73 Prozent p.a.“.

Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

ecosense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft hatte für den 22.1.2018 zu einem Workshop eingeladen: „Sustainable Finance: Aktuelle Trends & Chancen für Unternehmen“ am 22. Januar in Frankfurt/Main – Der Finanzwirtschaft kommt durch die Allokation von Eigen- und Fremdkapital eine zentrale Rolle bei globalwirtschaftlichen Entwicklungen und deren Wirkungen auf Umwelt und Gesellschaft zu. Wie können sich Unternehmen intern aufstellen, um die zugrunde liegenden Chancen betrieblich zu nutzen? Diese und weitere Fragen möchten wir gerne mit Ihnen am 22. Januar 2018 bei der Deutschen Börse in Frankfurt im Rahmen des Workshops „Sustainable Finance: Aktuelle Trends & Chancen für Unternehmen“ diskutieren.

Leider waren die Teilnehmerplätze aufgrund des knapp geplanten Raumangebotes mit nur etwas über 50 Plätzen bereits sehr frühzeitig vergeben, so dass die Chance auf ein breiteres Publikum nicht genutzt werden konnte.

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Sechsundzwanzig bis Eins

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Sechsundzwanzig

Inhalt: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

 

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

12. Januar 2018

Dr. Ralf Breuer

Und noch mehr „RoboAdvice“ – Werthstein, savemate…

Werthstein

Mit Werthstein startete am 11. Januar 2018 ein weiteres Onlineangebot für Vermögensverwaltung in Deutschland. Bei einer Anlagesumme von mindestens € 35.000 wird eine Pauschalgebühr von € 57 monatlich erhoben. Zusätzlich fallen bei der depotführenden Baader Bank 0,25% p.a. als Bankpauschale an.

Werthstein kombiniert eine globale Basisanlage mit sogenannten „Zeitgeists“, derzeit 15 thematische Anlagen auf einer grossen Bandbreite von Gold über Zinswende bis zu technologischen Themen. Leider erschliesst sich aus der Internetseite nicht, mit welchen Instrumenten die Anlagen dargestellt werden. Auf Nachfrage gab es eine schnelle Auskunft per Onlinechat: ETFs bzw. auch Einzeltitel bei Themeninvestments.

Das Thema Nachhaltigkeit ist bei den „Zeitgeists“ ebenfalls im Angebot: „Grüne Rendite“ bzw. „Grüne Pioniere“. In beiden Fällen leider „nur“ als ESG-Ansatz mit Auswahl nach „best-in-class“.

Es ist schon bemerkenswert, dass ein flotter Internetauftritt noch deutlich an Transparenz zu wünschen übrig lässt. Detailliertere Informationen sind entweder auf Nachfrage oder über die Anmeldung für ein virtuelles Testportfolio (Thoughts) zu erhalten.

savemate

Besonders transparent stellt sich dagegen das ebenfalls neue Angebot von savemate dar, dass per App Anlagemöglichkeiten ab € 10 bietet: Tagesgeld, je ein konservatives, ausgewogenes oder dynamisches ETF-Portfolio sowie ein nachhaltiges Portfolio. Das Konto kostet € 0,99 p.m. Ab € 1.500 0,79 % des Depotwerts p.a., ab € 20.000 0,49% p.a. Die Gebühren für den Kauf der Geldanlagen 0,1 % – 0,3 %, Managementgebühren 0,2 % (0,3 % nachhaltigen Anlagen) des Depotwerts. Partnerbank ist die Sutor Bank, über die auch die Einlagensicherung greift.

Bei savemate wird die nachhaltige Variante mit einem ESG-Ansatz und in Aktien(-ETF) dargestellt: „100% Aktien von Unternehmen aus der ganzen Welt , die besonders auf Umweltschutz, soziale Verantwortung und Unternehmensführung achten.

Diese Strategie eignet sich für dich, wenn du offensiv mit ethischer und sozialer Verantwortung investieren möchtest und mögliche Kursrisiken akzeptierst.“ (https://savemate.de/)

ToMoRRow (früher: Goodfolio)

Mit https://www.tomorrow.one/ (früher: Goodfolio) ist ein weiteres, komplett auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Finanzdienstleistungsangebot in der Marktvorbereitung. Der aktuelle Internetauftritt lässt zwar viele Fragen zum „Wie“ offen, richtet sich aber deutlich auf Wirkungsbezug und nicht rückwirkende Kriterien wie im ESG-Ansatz.

Wirkung soll u.a. über die Förderung eines Aufforstungsprojektes aus Kartenzahlungen erzielt werden. Also eine Erscheinungsform von Green Digital Finance in Deutschland. Zusätzlich werden auf der Website Wirkungen von Anlagen und Zahlungen in Form von CO2-Ersparnis bzw. gepflanzten Bäumen aufgezeigt. Der Marktstart ist für das Frühjahr 2018 geplant.

Mehr zum deutschen Markt für Vermögensverwaltung online in den Beiträgen Robo-Advisor – (K)eine InnovationRobo-Advice – Die Konsolidierung beginnt und Robo-Advice – Die Konsolidierung beginnt.

Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Die Climate Bonds INITIATIVE (CBI) hat einen ersten Überblick über die Marktentwicklung bei Anleihen mit Klimabezug veröffentlicht. Das Emissionsvolumen stieg 2017 gegenüber dem Vorjahr um 56 % auf USD 155,5 Mrd. und übertraf damit noch die ursprünglichen Markterwartungen von USD 150 Mrd., die im Jahresverlauf auf USD 130 Mrd. revidiert worden waren.

Für 2018 erwartet die CBI weiteres Wachstum mit einem Volumen in der Bandbreite von USD 250 bis 300 Mrd. Dies stützt sich unter anderem auf eine breitere geografische Streuung der Emissionen. Weitere neue Schuldnerländer sollten 2018 hinzu kommen. Bemerkenswert für die CBI ist u.a. eine stärkere Verbindung zu den nachhaltigen Entwicklungszielen SDG. Damit wird das Spektrum von „grün“ auf breitere Zielsetzungen erweitert. Details im sechsseitigen englischsprachigen Überblick Green Bond Highlights 2017

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Fünfundzwanzig bis Eins

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Fünfundzwanzig

Inhalt: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

9. Januar 2018, aktualisiert und ergänzt 10. Januar 2018

Dr. Ralf Breuer

Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse – Nachhaltigkeit wird Thema der Bankenregulierer

Kaum ist der relativ verhaltene Ausblick von gestern formuliert (s.u.), schon macht die Börsenzeitung mit dem Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft auf. Auch die Tatsache, dass die Thematik Eingang in die Bankenregulierung finden wird, findet damit prominent Aufmerksamkeit (vgl. den Blogbeitrag vom Juli 2017: Nachhaltigkeit auf dem Weg in Rechnungslegung und Regulierung?).

Nachhaltigkeit bei der Geldanlage ist bisher noch ein Nischenthema, dass die breite Masse von Kreditinstituten und ihre Beraterschaft mangels Interesse und geeigneter Produkte nur bedingt abdecken kann. Hier gibt es einen aktuellen Marktüberblick mit weiteren Quellenhinweisen: SDG – S(innvoll) D(eponiertes) G(eld).

Rückblick 2017

Im zweiten Halbjahr 2017 haben sich die Nachrichten und Initiativen zum Thema „nachhaltigere Finanzwirtschaft“ deutlich verdichtet. Nachdem die Expertengruppe der EU-Kommission in Deutschland zunächst kaum eine öffentliche Resonanz fand (vgl. Nachhaltigkeit auf dem Weg in Rechnungslegung und Regulierung?), wurden die Bemühungen nach dem Sustainable Finance Gipfel Deutschland im Oktober deutlich stärker.

Der Rückstand zum europäischen Ausland ist unbestreitbar, die globalen Notwendigkeiten der im Zuge des Klimagipfels 2015 formulierten nachhaltigen Entwicklungsziele (kurz SDGs) ebenso. Gerade die 17 SDGs sich zunehmend zum Denk- und Handlungsrahmen für längerfristig orientierte Investoren entwickelt, wie in verschiedenen Beiträgen deutlich wurde, u.a. Nummer Elf.

Aus der Sicht der Investoren haben sich Nachhaltigkeitskriterien bereits in 2017 gerechnet. Dies zeigt insbesondere die Wertentwicklung der Aktien mit CO2-armen Technologien. Erfreulich ist aber auch das Momentum der Anleihen zur Finanzierung von CO2-Reduktion, der GreenBonds. Während das weltweite Emissionsvolumen erneut deutlich um rund 50% auf über USD 120 Mrd. stieg, war auch die Wertentwicklung erfreulich und selbst gemessen an den Aktienkursen beeindruckend.

2018-01-05 MSCI ESG Indices

Für 2018 wurden bereits eine Reihe von Emissionen avisiert, so dass von einem weiteren dynamischen Marktwachstum ausgegangen werden kann.

Ausblick 2018

Bereits in den ersten Tagen des Jahres wurde eine ganze Reihe von einschlägigen Veranstaltungen angekündigt. Darunter auch die Präsentation der Schlussergebnisse der hochrangigen EU-Expertenkommission am 22. Februar 2018 in Berlin. Es ist wenig gewagt, eine weitere Bewegung von Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft in den breiten Konsensus zu prognostizieren wie der folgende Artikel aus dem Fachmagazin Verantwortung zusammenfasst: WAS BEWEGT DIE CSR- UND NACHHALTIGKEITSCOMMUNITY 2018? / TRENDS AUS THEORIE UND PRAXIS.

Die Bildung einer handlungsfähigen Bundesregierung sollte diese Entwicklung weiter verstärken und insbesondere auch die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie gerade auch für die deutsche Finanzwirtschaft als verbindlichen Handlungsrahmen vorgeben. In jedem Falle wird wohl die EU-Kommission bereits im März 2018 dem EU-Parlament einen Vorschlag auf der Grundlage des Schlussgutachtens der o.g. Expertenkommission vorlegen (vgl. Nummer Zwölf).

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Vierundzwanzig bis Eins

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Vierundzwanzig

Inhalt: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

14. Dezember 2017

Dr. Ralf Breuer

Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale

Am 14.12.2017 hat die Verbraucherzentrale ein neues Informationsangebot gestartet: Banken- und Produktcheck. Insgesamt 14 Banken in Deutschland sind stark an Nachhaltigkeitsstandards orientiert. Auf der Seite werden Bankenporträts und die Schwerpunkte sie bei der Mittelverwendung vorgestellt. Für Girokonten und Sparprodukte werden die Angebote aller Banken in sieben verschiedenen Produktkategorien verglichen.

Leider erfasst der Produktcheck nur Kontenprodukte, die im aktuellen Zinsumfeld keine attraktive Verzinsung bieten könne. Informationen zu Investmentfonds und anderen Alternativen finden Sie auf SDG – S(innvoll) D(eponiertes) G(eld).

EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte

Der auf Nachbarländer und Afrika gerichtete Investitionsplan hat ein Volumen von € 44 Mrd. bis zum Jahr 2020. Davon fliesen mehr als 20% in den Klimaschutz: EU investiert € 9 Mrd. in klimarelevante Projekte (EN). Dies sollte auch private Investoren weiter motivieren und z.B. zu einem weiteren Wachtum bei „Green Bonds“ beitragen.

 

 

EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018

Anlässlich der Konferenz „OnePlanet“ in Paris avisierte die EU-Kommission am 12.12.2017 für den März 2018 einen Aktionsplan für eine nachhaltigere Finanzwirtschaft. Damit wird eine frühere Ankündigung noch einmal bestätigt: Putting the Financial Sector at the Service of the Climate. Der Plan soll auf Basis des Schlussberichtes der hochrangigen Expertenkommission erstellt werden: High-Level Expert Group on Sustainable Finance. Zu den Ergebnissen des im Juli 2017 vorgelegten Zwischenberichtes: Nachhaltigkeit auf dem Weg in Rechnungslegung und Regulierung?.

 

Studie Deutsche FinTech

Ernst & Young hat eine neue Studie mit Einblicken in die deutsche FinTech-Landschaft veröffentlicht. Die Zahl der Unternehmen ist 2016 um 47 auf 280 gestiegen und es wurden insgesamt fast € 400 Mio. an Wagniskapital investiert. Im ersten Halbjahr 2017 lag die Summe bereits bei € 307 Mio., so dass die Verfasser über € 600 Mio. für das Gesamtjahr erwarten.

Gemäß Studie verschieben sich die Aktivitäten in Richtung Immobilienwirtschaft (PropTech), Regulatorik (RegTech) und Versicherungen (InsurTech). Die vollständige Studie in englischer Sprache findet sich hier zum Herunterladen.

 

Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Das Buch „Smarte Grüne Welt“ will Zusammenhänge zwischen Digitalisierung und Nachhaltigkeit offenlegen. Die Vorankündigung: „Steffen Lange und Tilman Santarius analysieren, wie sich die Digitalisierung sozial und ökologisch auswirkt – auf Energie- und Ressourcenverbräuche, Konsum, Arbeitsplätze, Ungleichheit und Wirtschaftswachstum. Und sie zeigen, wie wir die Digitalisierung anders gestalten können – damit sie die Welt auch wirklich sozialer und grüner macht.“

Bisher kann das Buch nur vorbestellt werden: Beschreibung und Vorbestellung.

 

Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Techfluence hat die Übersicht zum Angebot von Roboadvice in Deutschland aktualisiert. Demnach sind nun 41 Anbieter für Anlageberatung und Vermögensverwaltung im Markt, die etwa € 1,2 Mrd. Kundenmittel betreuen. Es ist damit zu rechnen, dass weitere Anbieter folgen, um ihre bestehenden stationären Angebote zu hebeln, wie dies beispielsweise bei Prospery. Besonders die Zahl der Anbieter wächst rasant: Anfang August lag sie noch bei 31 geschätzten € 850 Mio. verwalteten Vermögen.

2017-12-13 aum-robo-germany-30112017_orig

Die meisten Anbieter berichten noch Mittelbestände von unter € 100 Mio. Die großen Bankengruppen sind bisher noch nicht voll im Markt aktiv. Weitere Einblicke in dieses Segment in den Beiträgen Robo-Advice – Viel Bewegung im Markt und Robo-Advice – Die Konsolidierung beginnt.

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Dreiundzwanzig bis Eins

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Dreiundzwanzig

Inhalt: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

12. Dezember 2017

Dr. Ralf Breuer

Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen

Es ist nicht leicht, sich einen Überblick über die Angebote nachhaltiger Geldanlagen in Deutschland zu verschaffen. Neben gelegentlichen Beiträgen in den einschlägigen Finanzzeitschriften und Internetseiten ist vor allem das von der das von der Verbraucherzentrale Bremen betriebene Portal www.geld-bewegt.de eine gute Quelle. Hier finden sich die seit geraumer Zeit gesammelten Informationen zum Thema gebündelt. Hier finden sich auch Angebote lokaler Genossenschaftsbanken und Sparkassen, die teilweise zweckgebundene Sparbriefe anbieten.

Auf der neuen Seite hier wird versucht, in möglichst kompakter Form einen Überblick zu gewähren und so eventuell schneller zu einem passenden Produkt bzw. Anbieter zu finden: SDG – S(innvoll) D(eponiertes) G(eld).

Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung

Eine Gruppe von 12 niederländischen Finanzunternehmen (Banken, Versicherungen, Investmentgesellschaften und Pensionsfonds) hat eine gemeinsame Methodik zur Messung des „Klima-Fußabdrucks“ in ihrer Aktiva entwickelt: Die „Platform Carbon Accounting Financials – PCAF“. PCAF ist Teil der von der niederländischen Zentralbank DNB geführten „Dutch Sustainable Finance Platform“. Eine kurze Beschreibung beider Plattformen findet sich in der Presseerklärung vom 12.12.2017.

Die Einzelheiten für die verschiedenen Aktivpositionen das weitere Vorgehen werden in einer ausführlichen Studie präsentiert: Paving the way towards a harmonized Carbon Accounting Approach for the Financial Sector. Der CO2-Fussabdruck bzw. seine ist zwar kein geradliniges Anlagekonzept, aber ein notwendiger Ansatz. Auf die Probleme bei einer entsprechenden Ausrichtung von Investmentfonds weist der Beitrag Mehr Transparenz bei Investmentfonds hin.

Die niederländische Zentralbank hat vor einigen Wochen avisiert, dass sie Klimarisiken im Aufsichtsprozess der Banken berücksichtigen wird. Hierzu mehr in Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Zwölf.

Europäische Großbanken und Klimawandel

ShareAction hat in einer Studie das Verhalten der 15 größten europäischen Banken gegenüber dem Klimawandel bewertet. Grundlage waren die Themen Klimarisiken, Produkte und Dienstleistungen zur CO2-Verringerung, Mitwirkung in öffentlichen Initiativen sowie die unternehmerische Umsetzung eigener CO2-mindernder Strategien.

Nicht zuletzt aufgrund der Gesetzeslage (Artikel 173) finden sich die französischen Banken in der Spitzengruppe. Besonders heterogen ist das Bild in Großbritannien: Während HSBC den dritten Platz einnimmt (vgl. HSBC Sustainable Finance Briefings 2017) rangieren zwei Wettbewerber mit weniger als 50% der Punkte auf den letzten Plätzen. Methodik und Ergebnisse sind in einer einundvierzigseitigen Studie dargestellt: Banking on a Low-Carbon Future.

Eine treffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

André M. Bajorat (u.a. CEO bei figo) hat in einem Blogbeitrag auf paymentandbanking.com sehr pointiert das Verhalten der deutschen Kreditwirtschaft bei der Digitalisierung beschrieben. Er zeichnet dabei ein sehr prägnantes Bild von der Weiterentwicklung des Sektors und legt dabei schonungslos einige Schwächen bloß: Studie: Knut zahlt bar. Prädikat „sehr lesenswert“!

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Zweiundzwanzig bis Eins

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Zweiundzwanzig

Inhalt: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

Grafik: www.paymentandbanking.com

6. Dezember 2017

Dr. Ralf Breuer

Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum

www.paymentbanking.com hat am 3.12.2017 seine Übersicht über die FinTech im deutschsprachigen Raum aktualisiert. Stellt sich die Frage, wann die Übersicht über die Anbieter von Anlagemöglichkeiten in eine eigene Grafik ausgelagert werden muss.

2017-12-03 GER FinTech

Im Bereich der Vermögensberatung und -verwaltung online verschwimmen die Grenzen zwischen „innovativ“ und „demokratisierend“ immer mehr. Die Anbieter werden zunehmend versuchen, ihre bestehenden Angebote für weitere Kunden zu öffnen und damit ihre Kapazitäten „hebeln“. Innovativ erscheinen hierbei eher die flankierenden Angebote, die die Kernleistungen attraktiver erscheinen lassen sollen. Die aktuellen Entwicklungen zusammengefasst: Robo-Advice – Viel Bewegung im Markt.

Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online

Am 5. Dezember 2017 startete mit Prospery ein weiteres Angebot. Prospery bietet Zugang zu Beratung und Vermögensverwaltung der ABN AMRO Investment Solutions und richtet sich „normalerweise“ an Kunden mit einer Anlagesumme ab € 100.000. Dieser Betrag wird allerdings nicht als ausdrückliche Mindestsumme festgesetzt, ergibt sich lediglich aus der Preisgestaltung mit monatlichen Pauschalpreisen von € 179 (nur Nutzung eines Coach) bzw. € 239 (inkl. Vermögensverwaltung). Neben einer Vermögensverwaltung mit „optimiertem Verhältnis Risiko/Rendite“ in 100 möglichen Portfolios nennt Prospery vor allem die Transparenz über alle Konten und Depots als herausragendes Merkmal. Investiert wird nach Aussagen der Internetseite überwiegend in Fonds. Thematische Varianten sind nicht offensichtlich.

Bei Prospery wird sehr deutlich, wie die Grenzen zwischen den bekannten stationären Angeboten und den Onlineangeboten verschwimmen. Dieses Angebot stellt mehr einen neuen Kanal in der Betreuung vermögenderer privater Kunden als wirklich neue Leistungen bereit. Mit Zusatzkomponenten werden bestehende Plattformen genutzt bzw. mit zusätzlichen verwalteten Vermögen „gehebelt“. Mehr zu dieser Einschätzung in Robo-Advisor – (K)eine Innovation.

Asset Management – von Verantwortung zu Wirkung

In einer aktuellen Studie sieht die französische Großbank Société Générale die Finanzindustrie auf dem Weg von verantwortungsbewußtem zum wirkungsorientierten Investieren: ESG MAGAZINE Special Edition 2017: When Responsible Investment takes Root in the Heart of Business. Bereits in der Einleitung auf S. 4 wird festgestellt: „THE NEXT STAGE – Impact investment and green investment are more recent developments which are increasingly popular. Impact investors expect a financial return on their capital, but also want to be able to measure a positive social impact of their investment.“ Auf S. 18 folgt dann die Frage „Impact Investing: Mainstream tomorrow?“. Mit dem „Standard Life Global Equity Impact Fund“ (Globale Aktien, S. 16f.) und Blue Orchard (Mikrofinanz, S. 18f.) werden zwei Beispiele aus der Finanzindustrie präsentiert.

N26 – Ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Bank- und Kreditkarten: Während Triodos hat eine Kreditkarte teilweise aus nachwachsenden Rohstoffen eingeführt hat, kündigt N26 die Kreditkarte mit 18g Metallkern aus Wolfram. Wieso braucht eine Kreditkarte Metall ? Von unbegrenzter Gültigkeitsdauer findet sich jedenfalls nichts in der Pressemitteilung vom 5.12.2017. Die Karte ist wohl eher eine Reaktion auf den Markterfolg von Revolut mit subjektiv empfundenen Anmutungen von Curve.

Mobile, smartphonebasierte Modelle auf der optischen (QR-)Grundlage erscheinen da deutlich nachhaltiger: Z.B. SEQR boon. Diese Grundlage verbreitet sich in Europa u.a. durch den chinesischen Anbieter AliPay. Einige Informationen auch in Nummer Dreizehn.

Allerdings sind mit virtuellen Karte (noch) keine Abhebungen am Geldautomaten möglich. Aber wenn schon viele ein Smartphone nutzen, kann auf Material für Karte, Magnetstreifen und besonders den Chip (seltene Erden) verzichtet werden: Weniger Karten in die Brieftasche und Karte bio, alles gut? – Leider nicht….

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Einundzwanzig bis Eins

Nummer Einundzwanzig am 5.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe