Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Achtzig: 3. Sustainable Finance Gipfel

 

 

2019-09-30 Coral-Card_4-min

Titelbild/Bild: Kartenmaterial aus recycelten Kunststoffen aus dem Meer https://www.cpicardgroup.com/ocean-plastic/

Inhalt:  Vorneweg; 3. Sustainable Finance Gipfel; Börse London zum nachhaltigen Anleihemarkt; BlackRock: Fonds „Kreislaufwirtschaft“; Wald im Fokus von Investments; Stellungnahme zu Libra beim U.S. Repräsentantenhaus; Seminar-/Veranstaltungstermine: VÖB Webinar, Fintech Week Hamburg, comdirect Finanzbarcamp mit finanzblog award, VÖB BarCamp; Zertifikatslehrgang „Sustainable Finance Manager“ ab März 2020; In eigener Sache:  Angebote, Seminare, Vorträge, Workshops; Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

23. Oktober 2019

Dr. Ralf Breuer

Vorneweg

Als Titelbild sehen Sie eine Kreditkarte, deren Material aus Plastikabfällen aus dem Meer. Für die Karten werden aber immer noch Chips mit hochwertigen Rohstoffen und Magnetstreifen verwendet. M.E. aber besser als die Herstellung aus nachwachsenden Rohstoffen, die in Konkurrenz zu Nahrungsmitteln gewonnen werden. Wer sich intensiv mit Nachhaltigkeit beschäftigt, stößt immer wieder auf derartige Themen (z.B. Karte bio, alles gut? – Leider nicht…Nummer Neunundsiebzig).

Die Vermeidung fossiler Rohstoffe ist grundsätzlich zu begrüßen, oft geht es aber immer noch ein stückweit besser. So bei dem neuen Bioplastik EcoFLEXY des dänischen Herstellers Cellugy, das als Verpackungsmaterial komplett aus pflanzlichen Abfällen gewonnen wird. Ein aufschlussreicher Artikel findet sich auf reset.org.

3. Sustainable Finance Gipfel Deutschland

Am 16.10.2019 fand in Frankfurt/Main der dritte deutsche „Sustainable Finance Gipfel“ mit rund 350 Teilnehmern statt. Mit Ausnahme der Eingangsansprachen von Staatssekretär Dr. Kukies und dem hessischen Wirtschaftsminister Al-Wazir war die Veranstaltung arm an prominenten Vertretern von Politik und Finanzwirtschaft. Hervorzuheben sind allerdings die sehr klaren Worte von Frank Pierschel, Leiter des Referats Internationale Bankenaufsicht bei der BaFin: Der Finanzaufsicht ist es sehr ernst mit dem Blick auf Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitsrisiken, wie im derzeit konsultierten „Merkblatt Nachhaltigkeitsrisiken“ ausgeführt – vgl. Nummer Neunundsiebzig.

Der Gipfel hatte kaum Höhepunkte, aber eine sachliche, konstruktive Arbeitsatmosphäre.

  • Herr Kukies, Staatsekretär im BMF, unterstrich erneut die großen Ambitionen, die aber immer noch nicht mit großen Taten belegt sind
  • Der 38köpfige Beirat „SustainableFinance“ berichtete über seine Arbeit, die erfreulicherweise nicht in Ambitionen, sondern sich in konkreten, in Sache diskutierten Arbeitsansätzen bzw. Thesen mündete. Hierzu gab sich in thematisch fokussierten Veranstaltungen einen regen Austausch
  • Herr Pierschel, Chief Officer Sustainable Finance und Leiter des Referats Bankenaufsicht International der BaFin, referierte „kurz und knackig“ zum Merkblatt „Nachhaltigkeitsrisiken“ der BaFin. Er unterstrich, wie ernst es den Aufsehern nicht nur mit den Risiken, sondern auch mit einem Positivverständnis von Nachhaltigkeit ist

Leider erreichte die „Botschaft“ von Herrn Pierschel stellvertretend für die BaFin nur eine kleine Handvoll von Geschäftsleitern der deutschen Finanzwirtschaft. Das derzeit konsultierte Merkblatt ‚Nachhaltigkeitsrisiken‘ liegt zwischenzeitlich auch in englischer Fassung den verschiedenen europäischen Finanzaufsichtsbehörden vor.

Im Vorfeld des Gipfels wurden über die Börsenzeitung Beschwerden über eine mangelnde Einbeziehung der deutschen Kreditwirtschaft laut. In Anbetracht der breiten Besetzung des von der Bundesregierung eingesetzten Beirats „Sustainable Finance“ mit 38 Mitgliedern und allen Bankenverbänden als Beobachter kaum nachvollziehbar: Liste Beirat Sustainable Finance.

Börse London zum nachhaltigen Anleihemarkt

Am 11.10.2019 publizierte die London Stock Exchange Group ein Faktenpapier zum Markt für nachhaltige Anleihen. Darin werden die Zulassungskriterien für das Segment beschrieben. Neben der auf die Mittelverwendung bezogenen Zertifizierung werden auch emittentenorientierte Kriterien dargestellt. Diese orientieren sich an der „Green Economy Mark“ der LSE (50% „grüne“ Umsätze) bzw. dem Index „FTSE Russell Green Revenues“, der Unternehmen identifiziert, die zu einer „grüneren“ bzw. nachhaltigeren Entwicklung beitragen. Die fünf Textseiten bieten einen interessanten Überblick, wie ein nachhaltiges Börsensegment ausgestaltet werden kann: Factsheet Sustainable Bond Market (SBM)

BlackRock: Fonds „Kreislaufwirtschaft“

Gemeinsam mit der Ellen McArthur Foundation kreiert BlackRock einen Fonds zur Förderung der Kreislaufwirtschaft. Der Fonds will 80% seines Vermögens in Eigenkapitalanteile von Unternehmen weltweit investieren, die bei der Förderung der Kreislaufwirtschaft eine aktive Rolle spielen. Aktuell (23.10.2019) hat der Fonds Mittel in der Höhe von knapp USD 21 Mio. Details zum Fonds: BGF Circular Economy

Wald im Fokus von Investments

Nicht nur Regenwälder, sondern auch Wälder im allgemeinen stehen immer mehr im Fokus von Investoren. Der Working Forest Fund in den Vereinigten Staaten kombiniert öffentliche und private Mittel für den Ankauf gefährdeter heimischer Wälder. Der hinter dem Fonds stehende „Conservation Fund“ hat nunmehr einen „Green Bond“ über USD 150 Mio. platziert, um die Finanzierungsgrundlage des Fonds weiter zu verbreiten. Nach dem „Rhino-Bond“ über USD 50 Mio, eine weitere Anleihe zur Finanzierung von Maßnahmen für den Naturschutz: Conservation Fund Green BondBloomberg 4.10.2019

Bei Forest Finance (gesponserter Link) aus Bonn können private Anleger in mittelamerikanische Regenwälder investieren. Die Wälder selbst werden wiederum als Nutzwälder mit nachhaltig ausgerichteten Nutzungen betrieben. Mit Rest in Trees wird durch den Waldfriedhof Hümmel auch der Schutz eines heimischen Urwalds in der Eifel angeboten.

Stellungnahme zu Libra beim U.S. Repräsentantenhaus

Am 23.10.2019 nahm Mark Zuckerberg vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen zu Libra Stellung. Wichtig für das Verständnis des Projektes ist die Zielsetzung, mehr als einer Milliarde Menschen Zugang zu Finanzdienstleistungen zu verschaffen. Gleichzeitig sollen die Transaktionskosten für internationale Zahlungen gesenkt werden, für die aktuell exzessive Margen vor allem zu Lasten Ärmerer belastet werden. Die Senkung dieser Margen ist ein Ausdrückliches Ziel der Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Zielen: SDG 10.C

Zuckerberg thematisiert in seiner Stellungnahme die herrschenden Bedenken gegenüber dem Libra-Projekt. Und er stellt fest, das Projekt nur mit der Rückendeckung der U.S. Finanzaufsicht weiterzuführen (S. )

Mehr zu Libra: Nummer Siebenundsiebzig

Die vollständige Stellungnahme vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen am 23.10.2019: Testimony of Mark Zuckerberg Founder, Chairman and Chief Executive Officer, Facebook

Seminar-/Veranstaltungstermine

Webinar: #FinanceForFuture – Klimarisiken & Nachhaltigkeit: Neue Kernthemen für Regulierung, externe Berichterstattung und Geschäftspolitik

Neue Termin: 13.12.2019 und 6.3.2020 jeweils 10 – 11:30h

Weitere Informationen und Buchungen über VÖB-Service Academy of Finance

Fintech Week, 4.-9.11.2019 in Hamburg

Das Besondere an der Fintech Week: Die Woche wird nicht von einem Veranstalter ausgerichtet, sondern von mehr als zwei Dutzend Veranstaltern, darunter Banken, Startups, Kanzleien und Beratungen, die alle ganz unterschiedliche Blickwinkel auf die Branche mitbringen und vermitteln. Über den Tellerrand schauen, ist quasi Teil der DNA. Programm

Die Woche schließt mit dem comdirect Finanzbarcamp. U.a. treffen sich hier viele sonst eher virtuell vernetzte Menschen im Umfeld von Geldanlage und Digitalisierung. Insbesondere ist auch ein großer Teil der deutschen Finanzblogs vertreten, an deren Kreis zum Ende der Veranstaltung der comdirect Finanzblogaward 2019 vergeben wird. Auch Investabel® steht hier neben 71 anderen deutschsprachigen Blogs zur (Publikums-)Wahl: 72 Deutschsprachige Finanzblogs nominiert.

BarCamp Sustainable Finance, 11.12.2019 in Bonn

Zusammen mit dem Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) veranstaltet die Academy of Finance in Bonn am 11. Dezember 2019 ein BarCamp Sustainable Finance. Das BarCamp ist eine offene Tagung mit offenen Workshops – ohne Referenten und feststehender Agenda.

Investabel® ist bei dieser Veranstaltung Medien- und Programmpartner.

Weitere Informationen und Buchungen über VÖB-Service Academy of Finance

Zertifikatslehrgang „Sustainable Finance Manager“ ab März 2020

Die Academy of Finance der VöB-Service GmbH bietet ab März 2020 den Zertifikatslehrgang Sustainable Finance Manager als anerkannten Qualifizierungsnachweis an. In diesem Lehrgang sollen Kompetenzen in Sachen Nachhaltigkeit umfassend aufgebaut werden, um diese anschließend im eigenen Hause in der Praxis umsetzen zu können.

Der Lehrgang ist in der Form eines Blended-Learnings gestaltet und setzt sich aus einem Präsenz-Workshop, drei E-Learning-Modulen sowie einer Online-Abschlussprüfung zusammen.

Mehr Informationen und Buchungen: VÖB-Service GmbH Academy of Finance

In eigener Sache

Angebot Seminare, Vorträge, Workshops

Laut Scope sind in Deutschland 641 Fonds mit dem Etikett „nachhaltig“ zugelassen. Sie haben ein Gesamtvolumen von rund € 160 Mrd. 65 Fonds tragen das im November 2018 vergebene „FNG-Siegel 2019“ des Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG), für das sich 66 Fonds beworben hatten. Leider hat nahezu jeder Fonds seine eigene Interpretation von Nachhaltigkeit, was die Suche nach passenden Anlageangeboten erschwert. Trotzdem lässt sich der Markt grundsätzlich sehr schnell erschließen

In 1,5 bis 2 Stunden kann schon ein Überblick gewonnen werden, was Nachhaltigkeit ausmacht und wie „aus dem Bauch“ Geldanlagen auf ihre nachhaltige(re) Wirkung beurteilt werden können. Darüber hinaus Hinweise auf die sehr verbreiteten Irrtümer bei „grünen Illusionen“ – Nachhaltigkeit, die es auf den zweiten Blick doch nicht ist.

Ein weiteres Format ergab sich aus der Mitgestaltung der FridaysForFuture Demonstration am 12.4.2019. Das für den öffentlichen Raum gedachte Konzept läßt sich, z.B. mit spielerischen Elementen verbunden, sehr gut auch für jüngere und ältere Gruppen in der Zivilgesellschaft verwenden. –

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Mehr dazu: Angebote – Seminare, Vorträge, Workshops

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Achtzig bis Eins

 

 

 

Modern Banking – BankingForFuture?

PBA Transactions Banner

Titelbild/Bild: Banner für die Konferenz „Transactions 19“ – mehr Informationen gegen Ende des Beitrags (gesponserter Inhalt)

9. Oktober 2019, ergänzt (Tomorrow) 14.10.2019

Dr. Ralf Breuer

Vorneweg

Dieser Beitrag ist zweigeteilt: Im ersten Teil werden Formate für Finanzdienstleistungen betrachtet, die sich an jüngere Menschen richten (können). Der zweite Teil bewirbt hoffentlich unverkennbar eine Veranstaltung, die „Transactions 19“. Wo ist der Zusammenhang? Der heißt Payment & Banking! Einerseits wurde die Auseinandersetzung mit dem Thema junge Kunden wesentlich durch Beiträge in dem Blog der Kollegen inspiriert. Andererseits organisiert das Team auch Fachveranstaltungen im Bereich Banken/Digitalisierung/Zahlungsdienste in sehr dialogfreundlichen Formaten. Die Transactions 19 am 19.11.2019 in Frankfurt wird mit 500 Teilnehmern aber auch die letzte von drei Veranstaltungen sein. Mehr dazu weiter unten.

Modern Banking lalala…

Bei „Modern Banking“ klingt etwas in Ihrem Kopf? „Du bist mein Herz und Seele“ bzw. „You’re my heart, you’re my soul“ aus dem gleichnamigen Hit des Duos D. Bohlen/T. Anders „Modern Talking“ von 1985? Ja, genau. Es ist eher eine „Ansprache“: Während Bankslogans in der Regel eher „egozentriert“ mit Selbstbezug formuliert wirken, wählen viele neue Anbieter eine direkte und emotionale Ansprache: „Die Bank, die Du lieben wirst“ (N26) oder auch „Eine revolutionäre mobile Bank, gebaut aus einem sauberen Schiefer, die sich deinen Wünschen und Bedürfnissen widmet. Erlebe, was bunq noch heute für dich tun kann.

Legt die Frage nahe: Womit können jüngere Menschen der heutigen Zeit, also die „Generation Z“ bzw. weiter gefasst „FridaysForFuture“ erfolgreich für Finanzdienstleistungen angesprochen werden?

Banking für die Generation FridaysForFuture (oder Z)

Kaum eigenständige Angebote für jüngere Menschen

Die Menschen in Deutschland kennen bei den großen Finanzgruppen Kinderprogramme wie Knax, Primax & Co. als Angebote vornehmlich für Kinder. Bei genauerer Betrachtung finden sich sogar vielfältige Formate für die Ansprache unterschiedlicher Altersgruppen junger Menschen. Allerdings: Es sind in aller Regel kleinteilige „Extras“, vielfach in Printform, selten aber wirklich auf eine Altersgruppe exklusiv zugeschnittene Dienstleistungsangebote. In mancher Form oft so „genial daneben“, dass sie nach kurzer Zeit wieder zurückgezogen werden.

Der Podcast bei „Payment & Banking“ thematisierte im September 2019 in einem Interview mit Altersgenossen „Bankgeschäft für Kinder und Jugendliche“. Im Begleittext heisst es dazu: „Gefühlt ist die Zielgruppe der 10 – 17 jährigen immer noch unterversorgt – die FinTechs „ignorieren“ sie – die „Incumbents“ behandeln sie wie gehabt – oder? Das sollte doch ganz anders sein, denn unsere Kids sind doch die Kunden von morgen. Hier ist auf jeden Fall viel mehr Weitblick und zukunftsgerichtete Denke und Prozesse auf kindgerechte Weise gewünscht.“ Payment & Banking Podcast #224: Kinder und Finanzen.

Kein Bewusstsein für Sparen?

Am 8.10.2019 erschien im Blog der Kollegen noch ein Artikel Christina Cassala: Sparen ist bei jungen Menschen ein großes Thema. Dieser Beitrag kontrastiert angenehm einen am gleichen Tag im Blog der Consorsbank erschienenen Artikel Fünf Dinge, die wir unseren Kindern über Geld beibringen sollten mit dem Intro: „Kleine und viele größere Kinder sowie einige Erwachsene neigen in finanziellen Dingen zu magischem Denken: Sie erfüllen sich dringende Konsumwünsche auf Pump und hoffen, dass von irgendwoher dann schon das Geld kommen wird, um den Kredit zurückzuführen.“

Dagegen stellt die comdirect bank AG aufgrund Ihrer Jugendstudie vom Januar 2019 fest: „Durchschnittlich 121 Euro haben junge Menschen nach eigenen Angaben monatlich zum Sparen zur Verfügung. Das entspricht in etwa einem Drittel ihrer verfügbaren Einnahmen, sei es durch Taschengeld, Nebenjob oder Festanstellung„. Bezugsgröße sind € 362, die laut einer Befragung von 1.600 Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren zur Verfügung stehen. (comdirect Pressemitteilung vom 25.6.2019).

Entsprechend die aus der comdirect Jugendstudie 2019 gezogenen Schlüsse bei Payment & Banking: „Doch weit weniger als vielleicht gedacht, verballert diese Altersgruppe nicht einfach sinnfrei ihre Ersparnisse, sondern versucht – wenn auch auf geringem Niveau – für schlechte Zeiten Geld zurücklegen. Was sie auch eint: 40 Prozent der Befragten geben der schulischen Finanzbildung die Note 5 oder 6.“

Finanzielle Bildung ist aus Sicht junger Menschen ein wichtiges Thema

Wie in der Studie der comdirect AG wird von jungen Menschen selbst ein Mangel an „Finanzbildung“ festgestellt bzw. beklagt. „Jeder zweite Deutsche gesteht, von Finanzen nichts zu verstehen. Damit liegt Deutschland bei einer europaweit durchgeführten, repräsentativen Studie von der ING-DiBa unter Konsumenten in zwölf europäischen Ländern auf dem vorletzten Platz. Vor allem jüngere Befragte zwischen 18 und 34 Jahren sehen sich hierzulande als finanzielle Analphabeten.“ stellte eine Studie von ING-Diba 2017 fest: ING-DiBa-Studie: Hälfte der Deutschen sind finanzielle Analphabeten – Deutschland im europäischen Vergleich nur Vorletzter.

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Die in der Studie festgestellten Werte erschienen auch für jüngere Menschen im Alter von 18 bis 24 Jahren zutreffend, wobei sich das Bild im Vergleich zum Jahre 2013 etwas verbessert hatte:

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Quelle: ING-DiBa-Studie: Hälfte der Deutschen sind finanzielle Analphabeten – Deutschland im europäischen Vergleich nur Vorletzter

Und tatsächlich zeigt ein Blick in das benachbarte Ausland, dass Jugendliche (und ihr Taschengeld) von einigen neuen Anbietern im FinTech-Sektor als ein bisher nicht erschlossenes Potenzial angesehen werden. So auch der Hinweis im Text bei Payment & Banking: Mehrere hundert Euro Taschengeld und Geldgeschenke erhält jedes der über 7 Millionen Kinder im Alter von 4 bis 13 Jahren durchschnittlich. 

Ein Blick in die „Taschengeldtabelle“ als Richtschnur der Jugendämter zeigt, welche Beträge hier mindestens in Rede stehen Kindern und Jugendlichen von 10 bis 17 Jahren etwa rund € 160 Mio. an Taschengeld monatlich zur Verfügung. Mit Geldgeschenken und Selbstverdientem wird also schon ein sehr ansehnlicher Betrag bewegt.

Junge Kunden gewinnen einfacher als halten?

Gemäß Schätzungen für den französischen Markt (Culturebanque) haben rund 58% der jungen Kunden ihr erstes Konto beim Finanzdienstleister des Vertrauens ihrer Eltern, allerdings wechseln auch rund 50% ihre Bankverbindung vor dem dreißigsten Lebensjahr.

Bekanntermaßen ist die junge Generation derzeit stark vom Streben nach Klimaschutz geprägt. Aber auch andere Nachhaltigkeitsziele werden gerne angenommen.

Vielleicht Grund genug, die „Generation FridaysForFuture“ nicht nur gesellschaftlich, sondern auch als Kunden der Finanzdienstleistungsbranche ernster zu nehmen…

„Junge Angebote“ mit viel Nachhaltigkeit

Neuere Dienstleistungsangeboten werden sehr häufig auf spezifische „jüngere“ Bedürfnisse wie Teilen, Sammeln, Sparen sowie die Vermittlung ausgerichtet und haben auch die Vermittlung von Finanzbildung zum Ziel. Und dabei findet sich erstaunlich oft auch ein unmittelbarer Bezug auf Nachhaltigkeit, z.T. weit über das aktuelle Thema Klima-/Umweltschutz hinaus:

Ein Beispel ist die Verbindung von Zahlungsdiensten und „guten Taten“. Z.B. beim us-amerikanischen Anbieter „Aspiration“, der den Kauf bei „Unternehmen mit einer sozialen Mission“ mit Rabatten begünstigt…

2019-09-18 Aspiration Card

… oder auch Tomorrow aus Deutschland, wo Interbankgebühren für den Schutz von südamerikanischen Regenwaldgebieten fließen und Überschussliquidität ausschließlich in nachhaltige(re) Anlagen investiert wird.

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Tomorrow (Dein Geld. Dein Impact.) hat zwar eine ansprechende PR-Strategie entwickelt, verzichtet aber weitgehend auf teure, mengenorientierte Marketingmaßnahmen oder sogar Werbeprämien. Statt derer werden zusätzliche Regenwaldgebiete geschützt und eventuell gibt es noch ein T-Shirt oder einen Sweater extra. Trotzdem wurden seit dem Start im November 2018 Stand 9.10.2019 mehr als 13.500 Kunden gewonnen, die rund € 11,7 Mio. an Sichteinlagen halten. Täglich kommen etwa weitere 100 Nutzer hinzu, wie tagesaktuell auf der App abgelesen werden kann. Wer es probieren möchte: Gerne mit dem Code i7Nhv27n.

Interessanterweise konnte sich Tomorrow in der Publikumsabstimmung zum „FinTech des Jahres“ bei „Payment & Banking“ bereits gegen deutlich kundenstärkere und länger Etablierte Nominierte durchsetzen (Bericht: Der Publikums-Preis ging in diesem Jahr an Tomorrow und wurde somit Liebling der Leser und das „FinTech der Herzen“.) Und beim „Bankengipfel“ erhielten die Gründer den Handelsblatt Diamond Star Award – Digital Banking. (Sehr interessant: Mitgründer Michael Schweikart im Podcast # 227 bei Payment & Banking).

Der ursprünglich niederländische Anbieter Bunq („Bank of the Free„) versucht sehr stark junge Menschen gezielt anzusprechen: Ansprache mit persönlichen Werten (Freiheit, Selbstbestimmung) jugendtypischen Funktionen, nachhaltiger Mittelanlage und auch eine ansprechend gestaltete Zahlungskarte:

2019-10-07 Bunq Travel Card

Quelle: Bunq

Allgemein fällt auf, dass die Kundenansprache bei Bunq sehr stark von Versprechen an die (Entscheidungs-)Freiheit der Kunden geprägt ist wie in der folgenden Teilüberschrift: „Du hast immer das Sagen, 100% der Zeit“ – seit 1.10.2019 ist bunq in 31 europäischen Ländern aktiv.

Im Ausland entstehen gerade eine Reihe von jugendspezifischen Angeboten, die nicht nur funktional, sondern auch emotional direkt auf jüngere Generationen zielen. Vielleicht ist auch dies ein starker Trend, den die deutsche Finanzbranche nach „SustainableFinance“ erst mit großer Verspätung erkennt?

Dies könnte bei einigen Teilen der Veranstaltung am 19.11.2019 durchaus thematisiert werden, wenn es gleich zu Beginn mit Prof. Dr. Gunter Dueck um das Thema „Digitalisierung, Industrie 4.0, Arbeit 4.0 und Auswirkungen auf die Bank & Payment-Branche“ geht:

Gesponserter Inhalt

Transactions 19

Am 19. November 2019 findet in Frankfurt die „Transactions 19“ statt. Nach der Payment Exchange im Januar und der Banking Exchange im September ist dies bereits die dritte Veranstaltung des Teams von „Payment & Banking„.  Im Gegensatz zu vielen anderen Branchenveranstaltungen verspricht die Transactions 19 einen fachlichen Dialog auf Augenhöhe.

Bemerkungswert der Vergleich der letzten Veranstaltung am 19./20.9.2019: Obwohl die Banking Exchange gegenüber dem „Handelsblatt Bankengipfel“ am 4./5.9.2019 mit 170 gegenüber 500 deutlich weniger Teilnehmer hatte, war die Aufmerksamkeit in den sozialen Medien weitaus größer wie die „Nachlese“ der Veranstalter feststellt: Banking Exchange 2019 – Sonne, Star Wars und Banking. Und: Im Gegensatz zum „Bankengipfel“ nicht die Spitzen“funktionäre“, die vom hellen Podium in den abgedunkelten Saal sprechen bzw. diskutieren, sondern ein substantieller Austausch auf Augenhöhe ist das Ziel.

Die Veranstalter haben ihren erneut hohen Anspruch an die Transactions 19 folgendermaßen formuliert:

„Am 19. November 2019 starten wir mit der Transactions 19 ein völlig neues Konferenzformat. Wir präsentieren nationale und internationale Größen der Payment & Banking-Branche, aber auch die Hidden Champions der Szene. Das neue Format findet im alten Stahlbau, einer der beeindruckendsten Locations in Offenbach / Frankfurt statt.

Auf der Transactions 19 werden für einen Tag die zukunftsweisenden Trends der Payment- und Banking Branche diskutiert aber auch Einblicke in die aktuellen Entwicklungen und Konzepte der Branche gegeben. Im Fokus stehen nicht nur die Menschen auf der Bühne, sondern vor allem auch den Gästen wird Raum gegeben um sich untereinander und mit Experten und Impulsgebern der Branche auszutauschen

Wir bieten Raum für über 500 Gäste aus der gesamten Branche, aber auch darüber hinaus. Die Transactions 19 ist das Event, welche alle miteinander verbindet, egal welcher Titel auf der Visitenkarte steht. Mehr noch: die Transactions 19 bietet nicht nur traditionellen Marktteilnehmern oder Start-ups neue Einblicke in technologische Trends oder die heißen Innovationsthemen der Branche, sondern adressiert auch ganz bewusst branchenfremde Teilnehmer, die sich zum ersten Mal mit der Payment & Banking-Branche beschäftigen.

Ein weiteres Highlight der Transactions 19 ist die Vergabe des Fintech des Jahres 2019Awards. Zum sechsten mal werden wir unseren beliebten Branchenpreis “Fintech des Jahres” vergeben. Beim “Fintech des Jahres” handelt es sich um den ersten deutsche FinTech Preis, welcher ausschließlich verliehen wird und nicht über Sponsoring oder Teilnahmegebühren gekauft werden kann. Seit dem Jahr 2014 wird der Award an die interessanten und relevanten deutschen FinTech /Start-Ups von einer unabhängigen Jury vergeben.

Elementarer Bestandteil der Transactions 19 wird wie bei allen unseren Events der Austausch sein. Gäste und Teilnehmern bekommen ausgiebig Gelegenheit zur Vernetzung, während sie gleichzeitig einige der interessantesten Speaker live erleben können.“

Sprecher bzw. Diskussionsteilnehmer sind u.a. Dr. Danyal Bayaz – Bündnis 90 / Die Grüne, Marco Börries – enfore, Christoph Bornschein, TLGG, Sascha Dewald – DKB, Prof. Dr. Gunter Dueck, Christian von Hammel Bonten – Paydirekt, Dr. Michael Luhnen – PayPal, Stephan Schubert – STS Ventures, Sibylle Strack- Kontist, Sascha Lobo.

TRX19 Das ausführliche Programm

Tickets für die Transactions 19 finden Sie auf Eventbrite (gesponserter Link).

 

In eigener Sache: comdirect finanzblog award 2019

Publikumsabstimmung bis zum 11.10.2019 möglich!

Neben 71 weiteren deutschsprachigen Blogs steht Investabel® auf der Liste zur Abstimmung des Publikums beim diesjährigen „comdirect finanzblog award“. Trotz der mittlerweile unübersehbaren Trends zu Nachhaltigkeit bzw. mehr Klimaschutz hat nur ein sehr kleiner Teil der Portale diese Themen aufgegriffen. Natürlich treten einige der genannten Blogs mit einer großen Fangemeinde (z.B. finanz-szene.de) und/oder viel Autorenpower (z.B. www.paymentandbanking.de), aber da zählt zunächst einmal der „olymische Gedanke“ und die Perspektive fruchtbarer Kontakte und Gespräche beim comdirect Finanzbarcamp 2019, in dessen Anschluss die Awards vergeben werden.

In jedem Falle bietet die Nominierungsliste einen interessanten Überblick der aktuellen deutschsprachigen Finanzbloggerszene. Zu der Übersicht der benannten Blogs und der Abstimmungsmöglichkeit bis zum 11.10.2019 um 22:00h geht es hier.

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Neunundsiebzig

 

2019-09-24 BaFin Merkblatt Nachhaltigkeitsrisiken Titel

Titelbild/Bild: Titel Konsultationsfassung „Nachhaltigkeitsrisiken“ der BaFin

Inhalt:  Klimaschutzpaket – Annahme verweigert; BaFin Merkblatt Nachhaltigkeit;  EU Aktionsplan – Taxonomie verzögert + verwässert?; Die Rendite von Nachhaltigkeit Bloomberg Good Business; Reuse/repair/recycle – RETHINK; Seminar-/Veranstaltungstermine: VÖB Webinar, Fintech Week Hamburg, comdirect Finanzbarcamp mit finanzblog award, VÖB BarCamp; In eigener Sache: comdirect finanzblog award 2019; Angebote, Seminare, Vorträge, Workshops; Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

1. Oktober 2019

Dr. Ralf Breuer

Klimaschutzpaket – Annahme verweigert

Am 20.9.2019 veröffentlichte die Bundesregierung das sogenannte „Klimaschutzpaket“. Am gleichen Tag erschien die nachstehende Grafik im ARD Morgenmagazin nach der eine Mehrheit der Befragten dem Klimaschutz Vorrang vor Wirtschaftswachstum einräumen würde.

2019-09-20 ARD Deutschlandtrend Klimaschutz

Quelle: Twitter/Infratest dimap für ARD-Morgenmagazin 20.9.2019

Die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen fanden überwiegend keine wohlwollende Aufnahme. Vielmehr wurden sie überwiegend als „zu gering/zu langsam“ kritisiert. In den sozialen Medien wurden die Kommentare vielfach mit dem Stichwort „NotMyKlimaPaket“ gekennzeichnet. Symptomatisch und sehr bezeichnend war die Aussage von Prof. Edenhofer, der die Bundesregierung im Vorfeld der Beschlüsse beriet:

„Es mag sein, dass sich die Politik in der Kunst des Möglichen geübt hat. Aber sie hat es nicht verstanden, das Notwendige möglich zu machen“, sagt Ottmar Edenhofer

Entsprechend häufig werden die Maßnahmen in der Bevölkerung als nicht weitreichend genug angesehen, wie die nachfolgende Umfrage wiedergibt:

2019-09-30

Quelle: https://www.zdf.de/politik/politbarometer

BaFin Merkblatt Nachhaltigkeit

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) leitete am 24.9. bis zum 3.11.19 24h Konsultationen zu ihrem Merkblatt „Nachhaltigkeitsrisiken“ ein. Es wird keine eigene Risikokategorie gebildet, sondern umfassend auf die Auswirkungen von Klimawandel und anderen Nachhaltigkeitsfaktoren (ESG) auf die bestehenden Risikoarten abgezielt.

Aufgrund der Anlage des Merkblattes erscheint eine grundlegende Überarbeitung im Anschluss an den Konsultationsprozess eher unwahrscheinlich. Die BaFin orientiert sich an grundlegenden Fakten, die wenig aufgeweicht oder angezweifelt werden können.

Das „Merkblatt“ mit seinen 33 Seiten kann kaum zusammengefasst, sondern eher zur Gesamtlektüre empfohlen werden.

Zentrale Aussagen:

„Die BaFin erachtet eine strategische Befassung mit Nachhaltigkeitsrisiken und eine entsprechende Umsetzung in den von ihr beaufsichtigten Unternehmen für erforderlich. Dabei ist die Gesamtverantwortung der Geschäftsleitung für die Geschäfts- und Risikostrategie und deren Kommunikation und Umsetzung im Unternehmen sowie eine den Risiken angemessene Geschäftsorganisation mit Verantwortlichkeiten, Prozessen, Ressourcen und Funktionen herauszustellen.“

(S. 6)

„Die BaFin nimmt die aus dem Klimawandel resultierenden Risiken ernst, die daraus resultierenden Schäden könnten sich bei Fortschreibung der gegenwärtigen Entwicklung nach jüngeren Modellrechnungen auf weltweit bis zu US$ 550 Billionen summieren. Darum hält die BaFin insbesondere die von ihr beaufsichtigten Unternehmen dazu an, diese Risiken noch stärker in den Fokus zu nehmen. Nachhaltigkeit darf sich aber nicht in Klimafragen erschöpfen; auch andere ökologische und soziale Trends können gravierende Finanzrisiken für beaufsichtigte Unternehmen darstellen.“ (S. 9)

Vorbildfunktion der Geschäftsleitungen: „Die Geschäftsleitung sollte mit gutem Beispiel vorangehen und so möglichen Reputationsrisiken frühzeitig vorbeugen. Mögliche Leitfragen: Sind die vorhandenen Vergütungssysteme einem angemessenen Management der Nachhaltigkeitsrisiken zuträglich und stehen im Falle einer konkreten Nachhaltigkeitsstrategie mit dieser in Einklang? Wie kann der langfristige Erfolg des Unternehmens einschließlich der Akzeptanz bei Kunden und Mitarbeitern im Hinblick auf den gewissenhaften Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken und den etwaigen negativen Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit auf Nachhaltigkeitsfaktoren sichergestellt werden?“ (S. 18)

Das Merkblatt wiederholt damit die starken Aufforderungen des Direktoriums in den BaFin Perspektiven Ende April 2019 sowie bei der Tagung am 9.5.2019 in Berlin und formuliert Nachhaltigkeit als Richtschnur für die geschäftspolitische Ausrichtung des Finanzsektors.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Handhabung von Nachhaltigkeit(-sprozessen) in weiten Teilen der Finanzwirtschaft ist das Merkblatt eher als ein großes Pflichtenheft zur Überprüfung der eigenen Organisation und Prozesse zu verstehen. Hinzu kommt die deutliche Aufforderung, unternehmerisch auch geschäftspolitischen Chancen der Nachhaltigkeit zu prüfen.

Den Link zur Seite der BaFin und dem Original-Merkblatt finden Sie hier

Insbesondere Klimarisiken werden von den globalen Finanzaufsehern als starke Bedrohung der Finanzmarktstabilität angesehen. Neben der Deutschen Bundesbank werden auch die britische und die chinesische Zentralbank als starke Treiber weltweiter Initiativen angesehen (vgl. z.B. Jill Ward auf Bloomberg am 24.9.2019: Scared Central Banks Face Up to Threats From Climate Change).

EU Aktionsplan: Die „Taxonomie“ im Europäischen Rat

…verzögert!

Der EU Aktionsplan „Financing Sustainable Growth“ wurde im März 2018 mit einer geradezu atemberaubenden Geschwindigkeit vorangetrieben. Im Juni 2019 legte eine „Technische Expertengruppe“ (TEG) auf 414 Seiten einen Vorschlag für die Klassifizierung nachhaltiger Finanzinstrumente vor. Allerdings konzentrierte sich der Vorschlag (zunächst) ausschließlich auf ökologische Aspekte.

Nunmehr hat der „Europäische Rat“ als Gremium der Staats- und Regierungschefs eine Verschiebung der Anwendung der Taxonomie von Mitte 2020 auf Ende 2022 angeregt. Begründung hierfür ist die Notwendigkeit der Entwicklung von Methoden zur praktischen Messung bei den einzelnen Instrumenten.

Eine Verzögerung wird in Expertenkreisen sehr kontrovers diskutiert: Einerseits wird die Dringlichkeit der Bekämpfung des Klimawandels betont. Andererseits wird die Notwendigkeit einer technischen Umsetzung z.B. durch die Gewinnung und Aufbereitung von relevanten Daten als Motivation begrüßt.

…verwässert?

Die Ratsbeschlüsse legen nahe, das unter Umständen auch die nukleare und die fossile Energieerzeugung als grün(er) in die Taxonomie eingehen könnten. Beides hatten die Europäische Kommission und das Europäische Parlament kategorisch ausgeschlossen.

Originalquellen: Pressemitteilung Europäischer Rat 25.9.2019 (EN)

Die Rendite von Nachhaltigkeit

Einen sehr aufwühlenden Bericht legte die „Global Commission on Adaption“ https://gca.org/global-commission-on-adaptation/about-us vor, die am 18.10.2018 gebildet wurde. Dieses in Deutschland relativ wenig bekannte Gremium wird vom früheren UN-Generalsekretär Ban Ki-moon sowie Bill Gates und der World Bank CEO Kristalina Georgieva geführt. In der am 13.9.2019 erschienen Studie ADAPT NOW: A GLOBAL CALL FOR LEADERSHIP ON CLIMATE RESILIENCE.

Eine Kernaussage der Studie besteht darin, dass sie Investitionen von USD 1,8 Bio. im Zeitraum 2020 bis 2030 in die Bereiche Frühwarnsysteme, klimaresistente Infrastruktur, Verbesserungen der Getreideproduktion, Schutz von Mangrovenwäldern und eine Stabilisierung von Wasserreserven empfiehlt. Für diese Investitionen wird wiederum mit USD 7,1 Bio. Nutzen eine beträchtliche Rendite prognostieziert. Zusätzlich wird davon ausgegangen, dass ohne Maßnahmen jährliche Belastungen im dreistelligen USD-Mrd. Bereich entstehen können.

UN Prinzipien für verantwortungsvolles Bankgeschäft

2019-09-23 Signatories Principles of Responsible Banking

Quelle: https://www.unepfi.org/banking/bankingprinciples/signatories/

Im Rahmen der UN-Vollversammlung am 22. und 23.9.2019 haben 130 Banken aus 49 Staaten die „Principles of Responsible Banking“ unterzeichnet. Die sechs Prinzipien bilden eine Art „Ehrenkodex“ für den Umgang mit Anteilseignern, Mitarbeitern und der Gesellschaft. Ein Beitritt ist nur mit Unterschrift des Vorstandssprechers/-vorsitzenden bzw. CEO möglich, der die Führung und damit das Gesamtunternehmen auf die Prinzipien verpflichtet. Einzelheiten (EN): UNEP Finance Initiative.

Unter den 130 Unterzeichnern sind allerdings nur drei der 10 größten Banken weltweit. Aus Deutschland haben sich Commerzbank und Deutsche Bank auf die Prinzipien verpflichtet, leider fehlen die beiden großen Finanzverbünde.

 

Reuse/repair/recycle – RETHINK!

Manchmal währt die Faszination nicht lange. Sicherlich eine nette Verwendung benutzter Nespresso-Kapseln, wenn aus ihnen ein Fahrradrahmen gebaut wird:

2019-09-30 Nespresso Velosophy

Quelle: https://velosophy.cc/product/recycle/

Immerhin verwandelt sich damit Müll zusammen mit weiteren in ein € 1.250 teures Fahrrad. Allerdings was mache ich, wenn ich keine Kapseln nutze und lieber meinen verpackungslosen Kaffeesatz zu Kompost oder anderen naturnahen Dingen sehe?

Dann käme vielleicht noch eine Kreditkarte aus nachwachsenden Rohstoffen in Frage? Oder vielleicht dann doch lieber aus Plastikabfällen aus dem Ozean- leider nur für die Karte und noch nicht auch für die Chips verwendet:

2019-09-30 Coral-Card_4-min

https://www.cpicardgroup.com/ocean-plastic/

Eine Alternative wäre eventuell auch eine virtuelle Karte auf dem Smartphone (a la AppleCard), wenn das Gerät „eh da“ ist – ginge dann ganz ohne physische Produktion und vor allem auch ohne „seltene Erden“ für den Chip…

Jedenfalls sind diese Zeilen mit dem Gedanken verbunden, vor den Bekannten Dreiklang von „reuse/repair/recyle“ noch ein „RETHINK“ zu setzen, ob sich Dinge nicht auch vollkommen „dematerialisieren“ lassen

Seminar-/Veranstaltungstermine

Webinar: #FinanceForFuture – Klimarisiken & Nachhaltigkeit: Neue Kernthemen für Regulierung, externe Berichterstattung und Geschäftspolitik

Neue Termin: 13.12.2019 und 6.3.2020 jeweils 10 – 11:30h

Weitere Informationen und Buchungen über VÖB-Service Academy of Finance

Fintech Week, 4.-9.11.2019 in Hamburg

Das Besondere an der Fintech Week: Die Woche wird nicht von einem Veranstalter ausgerichtet, sondern von mehr als zwei Dutzend Veranstaltern, darunter Banken, Startups, Kanzleien und Beratungen, die alle ganz unterschiedliche Blickwinkel auf die Branche mitbringen und vermitteln. Über den Tellerrand schauen, ist quasi Teil der DNA. Programm

Die Woche schließt mit dem comdirect Finanzbarcamp. U.a. treffen sich hier viele sonst eher virtuell vernetzte Menschen im Umfeld von Geldanlage und Digitalisierung. Insbesondere ist auch ein großer Teil der deutschen Finanzblogs vertreten, an deren Kreis zum Ende der Veranstaltung der comdirect Finanzblogaward 2019 vergeben wird. Auch Investabel® steht hier neben 71 anderen deutschsprachigen Blogs zur (Publikums-)Wahl: 72 Deutschsprachige Finanzblogs nominiert.

BarCamp Sustainable Finance, 11.12.2019 in Bonn

Zusammen mit dem Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) veranstaltet die Academy of Finance in Bonn am 11. Dezember 2019 ein BarCamp Sustainable Finance. Das BarCamp ist eine offene Tagung mit offenen Workshops – ohne Referenten und feststehender Agenda.

Investabel® ist bei dieser Veranstaltung Medien- und Programmpartner.

Weitere Informationen und Buchungen über VÖB-Service Academy of Finance

In eigener Sache

comdirect finanzblog award 2019

Neben 71 weiteren deutschsprachigen Blogs steht Investabel® auf der Liste zur Abstimmung des Publikums beim diesjährigen „comdirect finanzblog award“. Trotz der mittlerweile unübersehbaren Trends zu Nachhaltigkeit bzw. mehr Klimaschutz hat nur ein sehr kleiner Teil der Portale diese Themen aufgegriffen. Natürlich treten einige der genannten Blogs mit einer großen Fangemeinde (z.B. finanz-szene.de) und/oder viel Autorenpower (z.B. www.paymentandbanking.de), aber da zählt zunächst einmal der „olymische Gedanke“ und die Perspektive fruchtbarer Kontakte und Gespräche beim comdirect Finanzbarcamp 2019, in dessen Anschluss die Awards vergeben werden.

In jedem Falle bietet die Nominierungsliste einen interessanten Überblick der aktuellen deutschsprachigen Finanzbloggerszene. Zu der Übersicht der benannten Blogs und der Abstimmungsmöglichkeit geht es hier.

Angebot Seminare, Vorträge, Workshops

Laut Scope sind in Deutschland 641 Fonds mit dem Etikett „nachhaltig“ zugelassen. Sie haben ein Gesamtvolumen von rund € 160 Mrd. 65 Fonds tragen das im November 2018 vergebene „FNG-Siegel 2019“ des Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG), für das sich 66 Fonds beworben hatten. Leider hat nahezu jeder Fonds seine eigene Interpretation von Nachhaltigkeit, was die Suche nach passenden Anlageangeboten erschwert. Trotzdem lässt sich der Markt grundsätzlich sehr schnell erschließen

In 1,5 bis 2 Stunden kann schon ein Überblick gewonnen werden, was Nachhaltigkeit ausmacht und wie „aus dem Bauch“ Geldanlagen auf ihre nachhaltige(re) Wirkung beurteilt werden können. Darüber hinaus Hinweise auf die sehr verbreiteten Irrtümer bei „grünen Illusionen“ – Nachhaltigkeit, die es auf den zweiten Blick doch nicht ist.

Ein weiteres Format ergab sich aus der Mitgestaltung der FridaysForFuture Demonstration am 12.4.2019. Das für den öffentlichen Raum gedachte Konzept läßt sich, z.B. mit spielerischen Elementen verbunden, sehr gut auch für jüngere und ältere Gruppen in der Zivilgesellschaft verwenden. –

2019-04-12_FFF BN1

 

Mehr dazu: Angebote – Seminare, Vorträge, Workshops

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Neunundsiebzig bis Eins

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Achtundsiebzig

2019-07-30 SDG Segel Malizia II

Titelbild/Bild: Malizia II via Twitter

Inhalt:  Vorneweg: Eine Seefahrt… EU-Aktionsplan – Zu eng, zu strikt? SNCF Reseau – für 100 Jahre „grün“ verschuldet; Neuer Standard für „grüne Pfandbriefe“; Business Roundtable: Unternehmensziel neu formuliert; Ein Vorschlag für die Berichterstattung zu den SDGs; Seminar-/Veranstaltungstermine: VÖB Webinar, Fintech Week Hamburg, comdirect Finanzbarcamp mit finanzblog award, VÖB BarCamp In eigener Sache: comdirect finanzblog award 2019; Angebote, Seminare, Vorträge, Workshops; Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

27. August 2019, ergänzt 2.9.2019 (Termine)

Dr. Ralf Breuer

Vorneweg: Eine Seefahrt…

Wohl selten hat eine Reise für so viel Aufsehen gesorgt wie die von Greta Thunberg an Bord der „Malizia II“. Sie wird spätestens im Verlauf des 28.8. in New York City eintreffen und im Herzen von Manhattan unterhalb des „World Trade Center“ festmachen. Der mediale Aufmerksamkeitswert war extrem hoch und hatte zumindest den Effekt, dass sich noch einmal mehr Menschen mit dem Thema Klimawandel beschäftigt haben.

EU-Aktionsplan – Zu eng, zu strikt?

Im Blog wurden bereits einige Kritikpunkte am EU-Aktionsplan „Sustainable Finance“ formuliert. Besonders die enge ökologische Ausrichtung der sogenannten „Taxonomie“ als Versuch einer Klassifizierung nachhaltiger Finanzinstrumente irritiert (vgl. z.B. What goes wrong with #SustainableFinanceEU?). Natürlich sind Klimarisiken eine neues Fokusthema, auch für die Finanzaufsicht (Klimarisiken + Nachhaltigkeit – Neue Fokusthemen in der Finanzwirtschaft), aber eben nur ein Thema der Agenda 2030 der Vereinten Nationen, an deren 17 Zielen/Problemfeldern sich Nachhaltigkeit m.E. ausrichten sollten.

Wie stringent die Vorschläge der EU-Expertengruppe gefasst sind, zeigt sich auch anhand einer Auswertung von MSCI, wonach nur 17% der im Barclays MSCI Green Bond Index enthaltenen Anleihen den vorgeschlagenen „EU Green Bond Standard“ erfüllen (Leider keine Originalquelle sonder via environmental-finance.com/HSBC Deutschland per Mail). Zwar ist der EU-Standard freiwillig, es stellt sich aber die Frage, ob eine derart starke Abweichung vom etablierten „Green Bond Standard“ wünschenswert ist. Für eine Gegenüberstellung vgl. Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Vierundsiebzig.

SNCF Reseau – für 100 Jahre „grün“ verschuldet

SNCF Reseau (EN) ist die Infrastrukturgesellschaft der französischen Eisenbahn. Sie ist für die technische Infrastruktur, u.a. Schienennetz und Bahnhöfe verantwortlich. Insgesamt hat sie bereits € 5,4 Mrd. ihrer Schulden mit ökologischen Konzepten als „Green Bonds“ zertifizieren lassen. Allein im laufenden Jahr 2019 platzierte sie € 2,8 Mrd. in diesem Rahmen.

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Foto: SNCF Reseau/Cartes Postales France

Mit einer Privatplatzierung über € 100 Mio bei 1,425% p.a. erschloss die Gesellschaft nunmehr einen ungewohnten Laufzeitrahmen von 100 Jahren. Bisher lagen die Rekordwerte bei 60 Jahren für Verbindlichkeiten jeweils eines deutschen (EnBW) und portugiesischen (EdP) Energieunternehmens: SNCF Réseau launches world’s first 100-year green bond.

Neuer Standard für „grüne Pfandbriefe“

Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) veröffentlichte am 21.8.2019 einen Mindeststandard für „grüne Hypothekenpfandbriefe“. Er soll „…dem Markt für Grüne Pfandbriefe weiteren Schub verleihen und eine sinnvolle Orientierungshilfe für aktive wie potenzielle Emittenten sowie interessierte Investoren bieten.“ Die beteiligten „Banken verpflichten sich zu hohem Maß an Transparenz und Nachweis über Beitrag zum Klimaschutz“.

Der Standard wird vor allem institutionellen Investoren den Übergang auf nachhaltige(re) Anlagestrategien erleichtern. Der Standard wurde mit dem europäischen Projekt der „Energy Efficient Mortgage Initiative“ des Europäischen Hypothekenverbandes/ECBC“ verknüpft, so dass keine Widersprüche auftreten sollten. Mehr Informationen und Download des Standards auf der Internetseite des vdp.

Business Roundtable: Unternehmensziel neu formuliert

Selten waren so viele Missverständnisse zu einem einseitigen (!) Papier zu lesen. 181 us-amerikanische Unternehmensvorstände haben den „Zweck eines Unternehmens“ neu gefasst: Statement on the Purpose of a Corporation. Faktisch hat die Erklärung den „Unternehmenszweck“ wieder von der kurzfristigen Aktionärssicht wieder auf die langfristige Sicht, d.h. die Sicherstellung der langfristigen Existenz erweitert. Keineswegs handelt es sich um eine Abkehr von Aktionärsinteressen, sondern deren Arrondierung um die umgebenden Interessen, der sogenannten „Stakeholder“ bei Kunden, Arbeitnehmern, Gemeinschaften und der Gesellschaft.

Kernaussage:

Generating long-term value for shareholders, who provide the capital that allows companies to invest, grow and innovate. We are committed to transparency and effective engagement with shareholders.“

Ein Vorschlag für die Berichterstattung zu den SDGs

Eine Gruppe von angelsächsischen Vereinigungen hat ein Diskussionspapier für eine Unternehmensberichterstattung über die SDGs, die nachhaltigen Entwicklungsziele der UN vorgelegt. Das Diskussionspapier orientiert sich in einer wohltuenden Knappheit (26 Seiten) und Klarheit am Grundsatz der Wesentlichkeit für berichtenden Unternehmen. Und hier treffen die Autoren einen sehr wichtigen Punkt: Die Reflexion von Unternehmen ihrer eigenen aktuellen und zukünftigen Relevanz in ihrem jeweiligen Kontext. Wie schon an anderer Stelle formuliert: Die SDGs helfen gerade kleineren und regionalen Unternehmen auch die eigene Strategie zukunftsweisend weiter zu entwickeln. „Recommendations for SDG disclosures: A consultation paper
Have your say on SDG Disclosures, August 2019“: Download (EN).

Seminar-/Veranstaltungstermine

Webinar: #FinanceForFuture – Klimarisiken & Nachhaltigkeit: Neue Kernthemen für Regulierung, externe Berichterstattung und Geschäftspolitik

Neue Termin: 13.12.2019 und 6.3.2020 jeweils 10 – 11:30h

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Fintech Week, 4.-9.11.2019 in Hamburg

Das Besondere an der Fintech Week: Die Woche wird nicht von einem Veranstalter ausgerichtet, sondern von mehr als zwei Dutzend Veranstaltern, darunter Banken, Startups, Kanzleien und Beratungen, die alle ganz unterschiedliche Blickwinkel auf die Branche mitbringen und vermitteln. Über den Tellerrand schauen, ist quasi Teil der DNA. Programm

Die Woche schließt mit dem comdirect Finanzbarcamp. U.a. treffen sich hier viele sonst eher virtuell vernetzte Menschen im Umfeld von Geldanlage und Digitalisierung. Insbesondere ist auch ein großer Teil der deutschen Finanzblogs vertreten, an deren Kreis zum Ende der Veranstaltung der comdirect Finanzblogaward 2019 vergeben wird.

BarCamp Sustainable Finance, 11.12.2019 in Bonn

Zusammen mit dem Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) veranstaltet die Academy of Finance in Bonn am 11. Dezember 2019 ein BarCamp Sustainable Finance. Das BarCamp ist eine offene Tagung mit offenen Workshops – ohne Referenten und feststehender Agenda.

Investabel® ist bei dieser Veranstaltung Medien- und Programmpartner.

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In eigener Sache

comdirect finanzblog award 2019

Neben 71 weiteren deutschsprachigen Blogs steht Investabel® auf der Liste zur Abstimmung des Publikums beim diesjährigen „comdirect finanzblog award“. Trotz der mittlerweile unübersehbaren Trends zu Nachhaltigkeit bzw. mehr Klimaschutz hat nur ein sehr kleiner Teil der Portale diese Themen aufgegriffen. Natürlich treten einige der genannten Blogs mit einer großen Fangemeinde (z.B. finanz-szene.de) und/oder viel Autorenpower (z.B. www.paymentandbanking.de), aber da zählt zunächst einmal der „olymische Gedanke“ und die Perspektive fruchtbarer Kontakte und Gespräche beim comdirect Finanzbarcamp 2019, in dessen Anschluss die Awards vergeben werden.

In jedem Falle bietet die Nominierungsliste einen interessanten Überblick der aktuellen deutschsprachigen Finanzbloggerszene. Zu der Übersicht der benannten Blogs und der Abstimmungsmöglichkeit geht es hier.

Angebot Seminare, Vorträge, Workshops

Laut Scope sind in Deutschland 641 Fonds mit dem Etikett „nachhaltig“ zugelassen. Sie haben ein Gesamtvolumen von rund € 160 Mrd. 65 Fonds tragen das im November 2018 vergebene „FNG-Siegel 2019“ des Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG), für das sich 66 Fonds beworben hatten. Leider hat nahezu jeder Fonds seine eigene Interpretation von Nachhaltigkeit, was die Suche nach passenden Anlageangeboten erschwert. Trotzdem lässt sich der Markt grundsätzlich sehr schnell erschließen

In 1,5 bis 2 Stunden kann schon ein Überblick gewonnen werden, was Nachhaltigkeit ausmacht und wie „aus dem Bauch“ Geldanlagen auf ihre nachhaltige(re) Wirkung beurteilt werden können. Darüber hinaus Hinweise auf die sehr verbreiteten Irrtümer bei „grünen Illusionen“ – Nachhaltigkeit, die es auf den zweiten Blick doch nicht ist.

Ein weiteres Format ergab sich aus der Mitgestaltung der FridaysForFuture Demonstration am 12.4.2019. Das für den öffentlichen Raum gedachte Konzept läßt sich, z.B. mit spielerischen Elementen verbunden, sehr gut auch für jüngere und ältere Gruppen in der Zivilgesellschaft verwenden. –

2019-04-12_FFF BN1

 

Mehr dazu: Angebote – Seminare, Vorträge, Workshops

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Achtundsiebzig bis Eins

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Siebenundsiebzig

 

2019-08-13 Porsche

Titelbild/Bild: Porsche AG

Inhalt:  Vorneweg; #SustainableFinance in D wird realer – Porsche AG mit € 1 Mrd. „grünem Schuldschein“/DZ Bank mit neuem Antritt; Moody’s rüstet bei Klimarisiken auf; Sind FinTech Fabelwesen für Investoren ?; Alles, nur nicht Libra?; Seminar-/Veranstaltungstermine: VÖB Webinar, Fintech Week Hamburg, comdirect Finanzbarcamp mit finanzblog award, VÖB BarCamp In eigener Sache: #nachhaltige100; Angebote, Seminare, Vorträge, Workshops; Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

14. August 2019

Dr. Ralf Breuer

Vorneweg

Beschleunigte Rodung von Regenwäldern, Artensterben, Konflikte und und und … Was soll denn mehr „grün“ bei Porsche? – Ein Schritt vor und zwei zurück könnte der Befund lauten, der hier ganz bewusst offen und selbst überlassen bleibt. Deutlich stehen einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit Schritte in die wohl falsche Richtung gegenüber.

Vor diesem Hintergrund verstehen sich die nachfolgenden Zeilen als Informationen weitgehend ohne Bewertung. Sie sollen aber das eigene Urteil erleichtern, z.B. auch über die „Facebook-Währung“ Libra. Ausnahmen bilden die Nachrichten zu Moody’s, die erkennen lassen, dass Klimarisiken systemischen Charakter erreicht haben, und die Verbindung von FinTech zu Fabelwesen der Mythologie: Vielleicht haben nicht alle  erfolgreichen Finanzierungsrunden mit Bewertungen jenseits einer Milliarde Euro auch einen realistischen strategischen Anspruch.

#SustainableFinance in D wird realer

Porsche AG mit € 1 Mrd. „grünem Schuldschein“

Die Porsche AG hat einen Schuldschein mit Tranchen über fünf, sieben und zehn Jahren begeben. Das Volumen wurde aufgrund der starken Nachfrage um € 300 Mio. erhöht. Insgesamt hat das Unternehmen € 2,75 Mrd. als „grünes Projektportfolio“ (55 Prozent Kosten für energieeffiziente(re), ressourcenschonende(re) Produktionsanlagen, 45 Prozent Entwicklungskosten) identifiziert: Pressemitteilung Porsche AG 12.8.2019.

Die Platzierung des Schuldscheins erfolgte über ein Konsortium mit BayernLB, ING Groep und LBBW. Er wurde mit einer Expertise von ISS ESG versehen und als Climate Bond zertifiziert. Laut der von den Konsortialbanken gezeichneten Pressemitteilung vom 12.8.2019 waren an der Emission 100 in- und ausländische Investoren interessiert, so dass auch das erhöhte Volumen deutlich überzeichnet war.

DZ Bank mit neuem Antritt

Am 9.8.2019 kündigte die DZ Bank einen neuen Antritt bei nachhaltigen Finanzierungen an:

Neben einem deutschsprachigen Bulletin in un(?)regelmäßigen Abständen lud die Bank auch zu einer halbtägigen Konferenz am 28.8.2019 in Frankfurt ein. Programm und weitere Informationen auf der englischsprachigen Veranstaltungsseite der DZ Bank.

Moody’s rüstet bei Klimarisiken auf

Im April gab Moody’s den Erwerb einer Mehrheitsbeteilung am ESG-Spezialisten Eigis Vireo bekann (Moody’s Acquires Majority Stake in Vigeo Eiris, a Global Leader in ESG Assessments, 15.4.2019). Interessant ist, dass Eigis Vireo bei einer Umorientierung Richtung vorausschauender SDGs als Maßstab bereits relativ fortgeschritten ist.

Am 24.7.2019 gab Moody’s eine weitere Mehrheitsbeteiligung bekannt: Moody’s Acquires Majority Stake in Four Twenty Seven, Inc., a Leader in Climate Data and Risk Analysis. Das Unternehmen ist auf die Erhebung von klimabezogenen Daten und Risikoanalysen spezialisiert. Klimarisiken stehen nicht nur im Fokus der Finanzaufsichtsbehörden (Klimarisiken + Nachhaltigkeit – Neue Fokusthemen in der Finanzwirtschaft), sondern werden auch in der Branche mittlerweile als „systemisch“ und damit für die Stabilität des Finanzsystems eingestuft: ISS 1.8.2019: Building a Climate Change Voting Policy

Sind FinTech Fabelwesen für Investoren ?

…die einen Goldschatz am Ende des Regenbogens versprechen? Diese Frage legt jedenfalls der bekannte britische Autor, Berater und Redner Chris Skinner nahe: Are these FinTech Unicorns worth it? FinTech mit einer (aus Finanzierungsrunden abgeleiteten) Investorenbewertung jenseits von USD 1 Mrd. werden in der Branche als Einhörner (Unicorns) bezeichnet und haben damit schon einen Fabelcharakter. Der Artikel geht allerdings weiter und fragt, ob es sich nicht eher um „Leprechaune“, Kobolde aus der irischen Mythologie handeln könnte (Wikipedia Leprechaun). Diese Fabelwesen versprechen einen „Goldschatz am Ende des Regenbogens“ und damit in unerreichbarer Entfernung.

Die Überlegungen von Chris Skinner orientieren sich stark an der deutschen Unternehmen N26, das mit USD 3,5 Mrd. bewertet wird und bereits einige erfolgreiche Finanzierungsrunden abschließen konnte. Der Artikel bezieht sich auf ein Interview eines der Gründer mit der Financial Times. Danach sei „Gewinnerzielung“ gar kein Fokus, sondern „der Aufbau einer globalen Unternehmens“. Man wolle gar keine Profitabilität erreichen, habe aber hinreichend Investoren, die die Vision von N26 teilen.

Tatsächlich wächst N26 sehr stark (aktuell ca. 3,5 Mio. Kunden vs. 2 Mio. November 2018), allerdings ist das Unternehmen damit immer noch weit von seinem „Ziel“ von 100 Mio. Kunden weltweit“ entfernt. Zwar werden laufend neue Märkte erschlossen, die wie Brasilien zwar viel Potenzial, aber auch schon eine Reihe gut positionierter Wettbewerber aufweisen. Und zudem ist das aktuelle Leistungsangebot gar nicht für einen globalen Auftritt qualifiziert, wie in einem früheren Beitrag dargelegt: Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Dreiundsechzig.

Alles, nur nicht Libra?

Haben Sie auch schon etliche Artikel zur sogenannten „Facebook-Währung“ Libra gelesen und dabei viel Analyse vermisst, dafür aber Ängste vor der „Datenkrake“ gefunden? So liest sich jeweils die Mehrheit der Beiträge. Und in der Mehrheit der Beiträge wird schlicht ignoriert, wo Libra ansetzt: 1. Menschen ohne Bankverbindung 2. Rund USD 530 Mrd., die z.B. lt. Weltbank 2018 zu üppigen Gebühren in Länder mit niedrigem bis mittleren Wohlstandsniveau transferiert werden. Die durchschnittlichen Provisionen lagen gemäß Weltbank bei 7%, in afrikanische Länder oft weit über 10%. Die Senkung der Transaktionskosten ist Teil der Agenda 2030 der Vereinten Nationen, SDG 10.7. Kein Heiligenschein, aber auch Fakt

Ein Blick in die Konditionentabelle einer deutschen Bank, die den Geldtransfer Western Union als Dienstleister übertragen hat, ist da schon aufschlussreich: Postbank.

Einige wichtige, oft übersehene Fakten im Kurzformat:

  1. Libra ist keine Währung wie Bitcoin & Co, sondern eher ein Geldmarktfonds mit festgelegten internationalen Korbwährungen
  2. Libra basiert auch nicht auf einer Blockchain mit exzessivem Stromverbrauch durch Mining
  3. Primäres Ziel der beteiligten Zahlungsdienstleister ist die Erfassung neuer Zahlungsströme, z.B. von 1,7 Mrd. Menschen ohne Bankverbindung. Vodafone hat dies mit MPesa in Kenia sehr erfolgreich und margenstark getan. Finanzdienstleistungen tragen rund 30% zu den Erträgen des lokalen Anbieters Safaricom bei
  4. Die Margen bei internationalen Transfers sind exzessiv hoch und gehen primär zu Lasten ärmerer Menschen, z.B. bei Überträge zur Unterstützung von Familien in der Heimat
  5. Aufgrund der Konstruktion erscheint eine Regulierung angemessen und wahrscheinlich

Die Dokumente zu Libra wurden am 18.6.2019 veröffentlicht (Pressemitteilung DE), trotzdem haben gute, d.h. nüchterne und differenzierte Artikel selten geblieben. Genau drei sind in besonders guter Erinnerung:

Bankenverband, Siegfried Utzig 18.7.2019: Facebook – ein neuer Wettbewerber im Finanzmarkt?

Payment & Banking, Gastbeitrag Fabian Meyer 1.8.2019: Globale, digitale Währung – Utopie, Dystopie oder Liberation

DZ Bank Innovationsblog, Dirk Elsner 24.7.2019: Was will Libra werden?

Seminar-/Veranstaltungstermine

Webinar: #FinanceForFuture – Klimarisiken & Nachhaltigkeit: Neue Kernthemen für Regulierung, externe Berichterstattung und Geschäftspolitik, 28.8.2019

Weitere Informationen und Buchungen über VÖB-Service Academy of Finance

Fintech Week, 4.-9.11.2019 in Hamburg

Das Besondere an der Fintech Week: Die Woche wird nicht von einem Veranstalter ausgerichtet, sondern von mehr als zwei Dutzend Veranstaltern, darunter Banken, Startups, Kanzleien und Beratungen, die alle ganz unterschiedliche Blickwinkel auf die Branche mitbringen und vermitteln. Über den Tellerrand schauen, ist quasi Teil der DNA. Programm

Die Woche schließt mit dem comdirect Finanzbarcamp. U.a. treffen sich hier viele sonst eher virtuell vernetzte Menschen im Umfeld von Geldanlage und Digitalisierung. Insbesondere ist auch ein großer Teil der deutschen Finanzblogs vertreten, an deren Kreis zum Ende der Veranstaltung der comdirect Finanzblogaward 2019 vergeben wird.

BarCamp Sustainable Finance, 11.12.2019 in Bonn

Zusammen mit dem Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) veranstaltet die Academy of Finance in Bonn am 11. Dezember 2019 ein BarCamp Sustainable Finance. Das BarCamp ist eine offene Tagung mit offenen Workshops – ohne Referenten und feststehender Agenda.

Investabel® ist bei dieser Veranstaltung Medien- und Programmpartner.

Weitere Informationen und Buchungen über VÖB-Service Academy of Finance

In eigener Sache

#nachhaltige100

Die von der Triodos Bank Deutschland geführte Liste #nachhaltige100 umfasst 100 Auftritte in sozialen Medien mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit. Investabel® rückte bei insgesamt wenig Bewegung in der Rangfolge im Juli um einen weiteren Rang von 56 auf 55, eine stetige Entwicklung nach der großen Bewegung 72 auf 57 im Mai.

Angebot Seminare, Vorträge, Workshops

Laut Scope sind in Deutschland 641 Fonds mit dem Etikett „nachhaltig“ zugelassen. Sie haben ein Gesamtvolumen von rund € 160 Mrd. 65 Fonds tragen das im November 2018 vergebene „FNG-Siegel 2019“ des Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG), für das sich 66 Fonds beworben hatten. Leider hat nahezu jeder Fonds seine eigene Interpretation von Nachhaltigkeit, was die Suche nach passenden Anlageangeboten erschwert. Trotzdem lässt sich der Markt grundsätzlich sehr schnell erschließen.

In 1,5 bis 2 Stunden kann schon ein Überblick gewonnen werden, was Nachhaltigkeit ausmacht und wie „aus dem Bauch“ Geldanlagen auf ihre nachhaltige(re) Wirkung beurteilt werden können. Darüber hinaus Hinweise auf die sehr verbreiteten Irrtümer bei „grünen Illusionen“ – Nachhaltigkeit, die es auf den zweiten Blick doch nicht ist.

Ein weiteres Format ergab sich aus der Mitgestaltung der FridaysForFuture Demonstration am 12.4.2019. Das für den öffentlichen Raum gedachte Konzept läßt sich, z.B. mit spielerischen Elementen verbunden, sehr gut auch für jüngere und ältere Gruppen in der Zivilgesellschaft verwenden. –

 

 

 

 

 

Mehr dazu: Angebote – Seminare, Vorträge, Workshops

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

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Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Siebenundsiebzig bis Eins

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Vierundfünfzig

2018-10-20 Finanzbarcamp A-D

Beitragsbild/Bild: Themenvielfalt auf dem Raumplan A-D beim comdirect Finanzbarcamp am 20.10.2018 in Hamburg, Quelle: Twitter

Inhalt: BlackRock zu Nachhaltigkeit in Anlageprodukten: Wenn nicht jetzt, wann dann?; Nachhaltigkeit gehört ins Grundgesetz; Prof. Bachmann, RNE: Perspektiven für Nachhaltigkeit; Schulkinowochen #17Ziele; Bloß Werbung oder?; Nachtrag Bayernwahl; Veranstaltungsrückblicke: Bankennetzwerk am 24.10.2018 in Köln; comdirect Finanzbarcamp mit Finanzblog Award; Schon in der Nummer Zweiundfünfzig, wird fortgeführt: „Häschtäck-o-nomie“ der europäischen Finanzwelt; In eigener Sache: Gastbeitrag im Blog der Triodos Bank Deutschland; Neues Angebot – Finanzinstitute in sozialen Medien; Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

26. Oktober 2018

Dr. Ralf Breuer

BlackRock zu Nachhaltigkeit bei Anlageprodukten: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Der Vermögensverwalter und ETF-Anbieter BlackRock legt eine neue Serie von Exchange-traded-funds (ETF) auf die sich an ökologischen, sozialen und Kriterien der Unternehmensführung aus richten (ESG – Ecological, Social, Governance). In der „iShares Sustainable Core Range“ wird eine Palette von sieben „ESG ETF“ angeboten, die Aktien sowie Staats- und Unternehmensanleihen einschließt. Einzelheiten finden sich auf der Internetseite von iShares.

Zum 30.9.2018 verwaltete BlackRock USD 6,44 Bio., davon USD 1,8 Bio. in mehr als 800 ETFs.

BlackRock erwartet für Produkte mit Fokus „ESG ETF“ massive Zuwächse in den kommenden zehn Jahren: Von aktuell USD 25 Mrd. auf USD 400 Mrd. in 2028, was einer Steigerung des Anteils von 3 auf 21% und einer jährlichen Wachstumsrate des Volumens von durchschnittlich 32% entsprechen würde. Auf der Grundlage dieser Erwartung heißt es in der  Pressemitteilung vom 23.10.2018: „For many the question now about sustainable ETFs is ‘why not.’“ Damit ist nicht das deutsche – eher schulterzuckende-  „Warum nicht“ gemeint. In Anlehnung an das Lied zur Handball-WM 2007 heißt das vielmehr: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Nachhaltigkeit gehört in das Grundgesetz

Nachhaltigkeit ist im Grundgesetz nicht wirklich verankert. Allein der 1994 (natürliche Lebensgrundlagen) eingefügte, 2002 (Tiere) modifizierte Artikel 20a verpflichtet die Verfassungsorgane in Hinblick auf zukünftige Generationen: „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.“ Quelle: www.bundestag.de

Aus der Situation der Verfassungsväter von 1948 verständlich, dass vor allem die Lösung (und Vermeidung) von Fehlern der Vergangenheit im Nachkriegsdeutschland beschäftigten, weniger eine ferne Zukunft. Heute gilt es dagegen die drängenden Probleme der Zukunft anzugehen. Vor diesem Hintergrund ist die Forderung des ehemaligen Präsidenten ds Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, mehr als plausibel, Nachhaltigkeit im Grundgesetz zu verankern.

Prof. Bachmann, RNE: Perspektiven für Nachhaltigkeit

Prof. Dr. Günther Bachmann, Generalsekretär der Geschäftsstelle des Rat für Nachhaltige Entwicklung, hat in einem Beitrag zu „Der Bank Blog“ die Perspektiven für ein nachhaltiges Finanzsystem in Deutschland aufgezeichnet. Zu Recht wirft er der Bundesregierung mangelnde Aktivitäten vor und fordert mit der gleichen Berechtigung die Verbindung wichtiger Themen mit gleicher Priorität: „Digitaler und effizienter zu werden, ist kein Selbstzweck. Die Ordnung der Wirtschaft muss an Werte und Sinn des Wirtschaftens rückgebunden werden, mit anderen Worten an den Megatrend Nachhaltigkeit.“ Wann wird ein nachhaltiges Finanzsystem Realität in Deutschland? Perspektiven für eine Nachhaltigkeitsstrategie für Banken von Prof. Dr. Günther Bachmann.

Schulkinowochen #17Ziele

Die nachhaltigen Entwicklungsziele sind in Deutschland noch nicht hinreichend bekannt. Vision Kino und Engagement Global haben deshalb die Aktion „Schulkinowochen #17Ziele“ gestartet.

Einzelheiten zu der Gemeinschaftsaktion von Vision Kino und Engagement Global, die aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert wird, finden sich hier. Pädagogisches Begleitmaterial wird ebenfalls zur Verfügung gestellt.

Bloß Werbung oder?

Stolz berichtet der Twitterkanal der Sparkassen Finanzgruppe von ihren Aktivitäten in der Wissenschaftsförderung.

Wirklich nachhaltige Produktangebote sind im Angebot der Finanzgruppe allerdings rar. Und die Verbraucherzentrale in Bremen zeichnet noch ein etwas anderes Bild als Kontrast zu dem obigen Tweet: Sparkassen investieren in Kohle und Rüstung.

Nachtrag zur Bayernwahl

Nummer Dreiundfünfzig kolportierte ein Stimmungsbild der Wähler in Bayern aus der Wahlberichterstattung der ARD: Bildung, bezahlbares Wohnen sowie Umwelt/Klima an der Spitze des Wählerinteresses. So berichtet es auch die HypoVereinsbank UniCredit Deutschlandauf Twitter bzw. im Münchner Merkur für ihre Privatkunden – zwar in etwas anderer Ordnung bzw. Formulierung, aber stimmig dazu.

Veranstaltungsrückblicke

comdirect Finanzbarcamp und Finanzblog Award

2018-10-20 Finanzbarcamp E-G

Bild: Raumplan E-G beim comdirect Finanzbarcamp am 20.10.2018 in Hamburg, Quelle: Twitter

Am 20.10.2018 fand in Hamburg das vierte comdirect Finanzbarcamp statt. In insgesamt 22 Runden tauschten sich die Teilnehmer über vielfältige Finanzthemen aus. Gemeinsam mit Phillip Assenmacher führte ich 14 Besucher durch das Thema Nachhaltigkeit bei der Geldanlage. Bereits bei der Vorstellungsrunde wurde deutlich, daß die vielfältige Interpretation des Begriffs in der aktuellen Produktlandschaft verunsichert und auf mögliche Anlageentscheidungen eher abschreckend wirkt.

Erneut zeigte sich, wie wenig bekannt die Agenda 2030 mit ihren 17 nachhaltigen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) ist. Interessiert nahmen die Teilnehmer die mitgebrachten kölschen Bierdeckel zum Thema in die Hand und anschließend mit nach Hause.

2018-03-23 id-17ziele_projekte_bierdeckel_gross

Bild: Von Studierenden des Studiengangs Kommunikationsdesign an der Rheinischen Fachhochschule Köln in Kooperation mit #17Ziele gestalteter Bierdeckel, von dem 85.000 Stück in Kölner Lokalen verteilt wurden

Bankennetzwerk am 24.10.2018 in Köln

Das Bankennetzwerk unter dem Dach der Academy of Finance Bonn hatte zu einer interessanten Veranstaltung in den Räumlichkeiten der DEG in Köln – die freundlicherweise als Gastgeber fungierte – eingeladen: 41 Teilnehmer wurden von insgesamt acht Referenten durch verschiedene Aspekte von Sustainable Finance – Nachhaltigkeit in der Finanzwelt geführt.

Schon der Auftaktvortrag von Julian Frede, DEG, wäre die Fahrt wert gewesen: Das Thema „Impact Messung in Zeiten der Sustainable Development Goals“ entpuppte sich als die Präsentation eines umfassenden Ratingansatzes für die Finanzierung von Entwicklungsprojekten einschließlich der hieraus resultierenden Portfolien nach sachlichen und/oder regionalen Kriterien. Wer sich je mit Nachhaltigkeitsratings beschäftigt hat, kennt die Problematik, der die DEG mit ihrem Ansatz begegnet ist. Eine Darstellung des Ansatzes findet sich hier: DEG: Wir messen Wirksamkeit.

Jan Köpper von der GLS Bank führte anschließend durch den Ansatz der Bank, Wirkungstransparenz und Nachhaltigkeit bei der Bank zu erheben. Auch sie orientiert sich bereits an den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen, den sogenannten „SDGs“ (Sustainable Development Goals). Diese spielen auch zunehmend im Anlagemanagement eine Rolle. Anton Bonnländer von der Bank für Sozialwirtschaft stellte die aktuelle Praxis im Hause einschließlich der verfügbaren Produktpalette vor.

Die Veranstaltung wurde dankenswerterweise von der much-net AG aus Bonn unterstützt. Zur Abrundung der Vorträge stellte der Gründer und Aufsichtsratsvorsitzende gemeinsam mit einem Berater ein umfangreiches Softwarepaket für die Integration von ESG-Ansätzen in das Portfoliomanagement vor. Und natürlich hatte bei einer Veranstaltung des Bankennetzwerk auch der Austausch zwischen Teilnehmern und Referenten einen hohen Stellenwert!

Schon in der Nummer Zweiundfünfzig, wird fortgeführt:

„Häschtäck-o-nomie“ der europäischen Finanzwelt

Immer wieder neue Schlagwörter in sozialen Medien. Warum nicht einmal einige mit dem Doppelkreuz „#“ markierte Schlagworte zusammenstellen und erläutern? Hashtags bzw. eingedeutscht „Häschtäcks“ sollen grundsätzlich das thematische Auffinden von Botschaften in sozialen Netzwerken erleichtern. Manchmal haben sie aber auch nur einfach den Status eines Mottos oder eher gar keine Bedeutung.

Die Idee entstand zufällig durch eine Fernsehwerbung: Da warb eine Bank im deutschen Fernsehen mit #bankingforfood. Also mal bei Twitter geschaut und daraus wird vielleicht irgendwann mal so etwas wie eine „Häschtäck-o-nomie“ (in Anlehnung an die geplante „Taxonomie“ von Finanzinstrumenten in Hinblick auf Nachhaltigkeit) der europäischen Finanzwelt. Gerne werden weitere Anregungen aufgenommen (Bitte Mail an info@investabel.com).

#Nachhaltigkeit #Sustainability #Durabilité #Sostenibilidad

#nachhaltig #sustainable #durable #sostenible

#SustainableFinance #SustainableFinanceEU – Im März 2018 vorgestellter Aktionsplan der EU-Kommission auf Basis der @HLEG – High Level Expert Group

#h4SF – Hub for Sustainable Finance Germany (Deutsche Börse AG + Rat für Nachhaltige Entwicklung Deutschland), er organisierte am 25.9.2018 den zweiten Sustainable Finance Gipfel Deutschland

#SFGD17, #SFGD18 – Sustainable Finance Gipfel Deutschland, zuletzt 25.9.2018

#SDGs – Die 17 nachhaltigken Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Finance Goals, SDGs)

#ACT4SDGs #WeACT4SDGs (globale Kampagne für die SDGs am 25.9.2018)

#changenowsummit – Veranstaltung am 28.9.2018 mit 6.000 Teilnehmern in Paris und prominenter Beteiligung großer französischer Banken. Im Zuge der Veranstaltung wurde auch ein Schlagwort wiederbelebt:

#ActForImpact – Handeln für positive Nachhaltigkeitswirkungen (im Sinne der SDGs)

#bankingforfood – Initiative der niederländischen Rabobank. Einsatz des Bankgeschäftes um eine zuverlässige Versorgung der Weltbevölkerung sowie faire Bedingungen in den Erzeugerländern zu unterstützen. Mehr dazu auf der deutschen Seite von Rabodirect

#AllemGewachsen (Sparkassen, selten verwendet) – Wozu er wohl kreiert wurde…

#denngeldkannsovielmehr (Triodos Bank Deutschland) – Eher ein Motto…

#PositiverBeitrag #PositiveImpact (Deutsche Bank, aktuelle Kampagne) – Hat definitiv wenig bis nichts mit Nachhaltigkeit zu tun. Leicht zu verwechseln mit #ImpactInv oder #ImpInv für wirkungsorientierte Investments

#sharedichdrum (GLS Bank) – Auch kein schlechtes Motto…

In eigener Sache

Gastbeitrag im Blog der Triodos Bank Deutschland

Am 25.10. erschien im Blog der Triodos Bank Deutschland ein Gastbeitrag: Deutsche Banken hinken beim Thema Nachhaltigkeit hinterher. Die Einleitung der Redaktion ordnet den Beitrag ein: Nachhaltigkeitsbanken wie die Triodos Bank, deren DNA nachhaltiges Banking ist, haben in Deutschland einen Marktanteil, der einstellig ist und eher als „homöopathisch“ beschrieben werden kann. Zwar wachsen die nachhaltigen Banken in einem stagnierenden Gesamtmarkt überdurchschnittlich stark – doch um einen wirklich nachhaltigen Wandel des Finanzsystems zu bewirken, müssen sich die Großen, muss sich der Mainstream bewegen. Der Finanzexperte und Finanzblogger Dr. Ralf Breuer, der den Blog Investabel betreibt, blickt im Gastbeitrag auf eben diesen Mainstream und ordnet ein, was sich dort mit Blick auf die Nachhaltigkeit tut.

Den ganzen Beitrag lesen Sie im Blog Die Farbe des Geldes

Neues Angebot: Finanzinstitute in sozialen Medien

Seit neun Jahren bei Twitter, 500.000 private Girokonten, 5.400 Follower und nur 2 (!) „gefällt mir“? Genau das zeigt eine Auswertung vom Auftritt von Finanzinstituten in sozialen Medien. Viele Kreditinstitute betreiben ihren Auftritt in sozialen Medien eher „kostengünstig“ und nach näherer Anschauung kontraproduktiv. So haben 12 von 19 der ausgewerteten Kanäle von Banken, die alle seit mindestens sechs Jahren aktiv sind, deutlich weniger „gefällt mir“ als der @Investabel bei Twitter. Den gibt es allerdings erst seit Mai 2017. Da bei wäre bei vielen Betreibern Abschalten die bessere Lösung. Falls Sie in sozialen Medien oder bei Nachhaltigkeit lieber an- als abschalten möchten: Angebote.

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Dreiundfünfzig bis Eins

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Dreiundfünfzig

2018-10-16 Bierkruege

Beitragsbild/Bild: ©picture-alliance/dpa/S. Hoppe via Twitter

Inhalt: Nachhaltigkeit? – Nicht unser Bier?; Erkenntnis aus der Bayern-Wahl; Rechnungshöfe fordern Nachhaltigkeit ein; Zauberwort Nachhaltigkeit: Berater in Bedrängnis; Kontrastprogramm im Ausland; Bank of England mit Konsultationen zu den finanziellen Risiken aus dem Klimawandel; Rahmenwerk für Finanzen und Naturkapital; Schon in der Nummer Zweiundfünfzig, wird fortgeführt: „Häschtäck-o-nomie“ der europäischen Finanzwelt; In eigener Sache: Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

17. Oktober 2018, ergänzt 18.10.2018 (Präsidententreffen Rechnungshöfe)

Dr. Ralf Breuer

Nachhaltigkeit? – Nicht unser Bier?

Die Deutsche Welle hat in ihrem englischsprachigen Kanal einen interessanten Artikel veröffentlicht: Wie beeinflusst der Klimawandel die Gerstenernte und welche Folgen kann das für den Bierkonsumenten haben: Climate change could cause ’severe‘ global beer shortage. Der Artikel greift auf ernst zu nehmende Quellen zurück: Vermehrte Dürren verringen die Erntemengen für Gerste, was wiederum erhöhte Bierpreise nach sich ziehen könnte. Der vergangene heiße und trockene Sommer gibt den Überlegungen eine nachvollziehbare Plausibilität. Insofern: Nachhaltigkeit ist unser aller Bier! Das sahen die Wähler in Bayern offenbar ähnlich…

Erkenntnis aus der Bayern-Wahl

Spätestens nach den Reaktionen auf die beabsichtigte Rodung im Hambacher Forst und dem aufrüttelnden Weltklimareport sollte es nicht überraschen, dass Nachhaltigkeit bei den Wählern eine hohe Priorität hat. Gleich mehrer Aspekte standen bei den bayerischen Wählern ganz oben auf der Themenliste. Weniger bei den Politikern, was erheblich zur Erklärung des Wahlausgangs beiträgt.

Quelle: Twitter/Jörg Schönenborn, WDR, Daten: infratest Dimap

Rechnungshöfe fordern Nachhaltigkeit ein

Am 16. und 17.10.2018 erschienen in einigen Medien Artikel zur Konferenz der Präsidenten der deutschen Rechnungshöfe: „Rechnungshöfe fordern Nachhaltigkeit ein“. Grundlage ist der Prüfbericht zur Gestaltung der Energiewende in Deutschland: 2018 Sonderbericht – Koordination und Steuerung zur Umsetzung der Energiewende durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und die in diesem Zusammenhang gemachten Bemerkungen. U.a. kündigte BRH-Präsident Scheller die Prüfung der Umsetzung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie an.

2018-10-17 Nachhaltigkeit GA S. 5

Quelle: General-Anzeiger Bonn, 17.10.2018, S.5

Der Artikel als pdf: 2018-10-17 Nachhaltigkeit GA S. 5

Zwischenzeitlich ist auch ein Nachbericht zur Konferenz der Präsidenten der Rechnungshöfen von Bund und Ländern sowie Österreich und der Schweiz erschienen: Präsidentenkonferenz in Bonn (16./17. Oktober 2018) – Nachhaltigkeit rückt in den Fokus der Rechnungshöfe. Das Ergebnis mündete in einer gemeinsamen Erklärung der Präsidenten von Bund und Ländern, die Bonner Erklärung zur Nachhaltigkeit.

Zauberwort Nachhaltigkeit: Bankberater in Bedrängnis

Wieso gibt es nicht mehr nachhaltige Angebote für Privatkunden? Vieles heißt schon nachhaltig – laut Scope aktuell 641 in Deutschland zugelassene Fonds. Allerdings wird der Nachhaltigkeitsbegriff sehr unterschiedlich und weit gefasst interpretiert. Insofern ist es wenig verwunderlich, wenn sowohl Berater als auch Kunden ihre Schwierigkeiten sehen, dass jeweils verpackte Nachhaltigkeitsverständnis nachzuvollziehen.

Susanne Bergius hat diesem Thema im Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments Nr. 10 vom 12.10.2018 unter dem Titel „Zauberwort bring Berater in Bedrängnis“ auf S. 10ff. einigen Raum gewidmet. Vor allem die von der EU-Kommission geplante Beratungspflicht belebt die Diskussion. Vor allem in den großen Finanzgruppen zeigt man sich – diplomatisch formuliert – abwartend in Hinblick auf die Neufassung der Regulierung. Apropos: Für Regulierer ist Nachhaltigkeit bereits „wesentlich“, d.h. Regulierungsgegenstand geworden.

Der Status quo einer niedrigen Marktdurchdringung wird mit den verschiedensten Argumenten begründet: Fehlende Finanzbildung der Kunden, mangelnd Schulung der Berater. Problem sind aber wohl eher die Produkte, hinter die sich die Berater nicht stellen können. Der FairWorldFonds stützt diese These, da er auch vielfach auf eigene Initiative von Kundenberatern im Genossenschaftsverbund angeboten wird. Auf diese Weise hat der Fonds mittlerweile ein Volumen von € 1 Mrd. erreicht.

Zu dieser Einschätzung passen auch die Ausführungen des Finanzberaters André Gauter im letzten Absatz auf S. 13 bei Susanne Bergius mit der Überschrift „Gesunden Menschenverstand wecken“. Er schätzt den Beratungsbedarf auf 10 bis 20 Minuten. Auf die sind Berater leicht vorzubereiten, auch ohne langwierige Lehrgänge. Aus der Erfahrung von Investabel® ist das Thema leicht anzubringen, wenn man sich die Mühe macht. Die Logik ist leicht erklärt.

Kontrastprogramm im Ausland

Paris 28./29.9.2018

Kurz der erfreulichen Beinahe-Verdopplung der Teilnehmerzahl bei Sustainable Finance Gipfel Deutschland (Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Fünfzig – Sustainable Finance Gipfel Deutschland) fand in Paris eine Veranstaltung in ganz anderer Dimension statt: changeNOW konnte mehr als 6.000 Teilnehmer begrüßen. Unter den Sprechern war auch der CEO der Bankengruppe BNP Paribas.

Madrid 16.10.2018

Für weite Teile der deutschen Kreditwirtschaft stellt sich offenbar immer noch die Frage, ob Privatkunden nachhaltige Anlagemöglichkeiten angeboten werden sollen. Auf der Jahrestagung der spanischen Spainsif wurde dagegen am 17.10. in Madrid diskutiert, wie die Barrieren für Privatanleger überwunden werden können.

Großbritannien 15.-19.10.2018

Die Regierung veranstaltet in dieser Woche die erste Green Great Britain Week (Homepage) mit einer Vielzahl von Veranstaltungen, darunter auch: HSBC Financing the Low Carbon Economy am 17.10.2018.

Terminliste nachhaltige Geldanlagen für Deutschland

Der deutschsprachige Raum ist keineswegs ohne Termine. Erfreulich die große Anzahl von Veranstaltungen zu nachhaltigen Geldanlagen in der Terminübersicht FNG – Forum Nachhaltige Geldanlagen.

Aktuell findet in Hamburg die FINTECH Week statt. Zum Ende lädt comdirect zu einem Treffen von Finanzbloggern ein und ist Veranstalter des comdirect Finanzbarcamp mit Vergabe des finanzblog award. Investabel® wird teilnehmen und freut sich auf viele persönliche Kontakte.

Bank of England mit Konsultationen zu den finanziellen Risiken aus dem Klimawandel

Im Sinne einer vorsichtigen und vorsorglichen Finanzmarktregulierung wird die Bank of England finanzielle Risiken aus dem Klimawandel in der Regulierung verankern. Darüber hinaus verordnet sie eine Verantwortung auf Vorstandsebene. Am 15. Oktober 2018 hat sie die Konsultationen zu einem Entwurf für eine entsprechende aufsichtliche Anordung eingeleitet. Rückmeldungen der Finanzwirtschaft sind bis zum 15. Januar 2019 einzureichen.

Quelle: Twitter/Financial Times vom 15.10.2018

Quellen: Pressemitteilung (EN) vom 15.10.2018Consultation Paper 23/18

Rahmenwerk für Finanzen und Naturkapital

Die „Natural Capital Coalition (the Coalition)“, die „Natural Capital Finance Alliance (NCFA)“ und die niederländische „Vereinigung von Anlegern für nachhaltige Entwicklung (VBDO)“ haben ein Rahmenwerk erarbeitet und veröffentlicht: Connecting Finance and Natural Capital. Es soll Finanzinstitutionen unterstützen, die globalen Auswirkungen der Veränderungen der natürlichen Lebensräume auf ihre Portfolien zu ermessen.

Das Rahmenwerk soll ab November durch eine weltweite Hitzekarte (heat map) sowie eine Datenbank ergänzt werden, mit die Risiken nach Regionen und Branchen besser eingeschätzt werden können. Einen anschaulichen Bericht hierzu gibt es bei TriplePundit: Amy Brown, New Tool Aims to Unlock Natural Capital Integration for Financial Institutions, 15.10.2018.

Schon in der Nummer Zweiundfünfzig, wird fortgeführt:

„Häschtäck-o-nomie“ der europäischen Finanzwelt

Immer wieder neue Schlagwörter in sozialen Medien. Warum nicht einmal einige mit dem Doppelkreuz „#“ markierte Schlagworte zusammenstellen und erläutern? Hashtags bzw. eingedeutscht „Häschtäcks“ sollen grundsätzlich das thematische Auffinden von Botschaften in sozialen Netzwerken erleichtern. Manchmal haben sie aber auch nur einfach den Status eines Mottos oder eher gar keine Bedeutung.

Die Idee entstand zufällig durch eine Fernsehwerbung: Da warb eine Bank im deutschen Fernsehen mit #bankingforfood. Also mal bei Twitter geschaut und daraus wird vielleicht irgendwann mal so etwas wie eine „Häschtäck-o-nomie“ (in Anlehnung an die geplante „Taxonomie“ von Finanzinstrumenten in Hinblick auf Nachhaltigkeit) der europäischen Finanzwelt. Gerne werden weitere Anregungen aufgenommen (Bitte Mail an info@investabel.com).

#Nachhaltigkeit #Sustainability #Durabilité #Sostenibilidad

#nachhaltig #sustainable #durable #sostenible

#SustainableFinance #SustainableFinanceEU – Im März 2018 vorgestellter Aktionsplan der EU-Kommission auf Basis der @HLEG – High Level Expert Group

#h4SF – Hub for Sustainable Finance Germany (Deutsche Börse AG + Rat für Nachhaltige Entwicklung Deutschland), er organisierte am 25.9.2018 den zweiten Sustainable Finance Gipfel Deutschland

#SFGD17, #SFGD18 – Sustainable Finance Gipfel Deutschland, zuletzt 25.9.2018

#SDGs – Die 17 nachhaltigken Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Finance Goals, SDGs)

#ACT4SDGs #WeACT4SDGs (globale Kampagne für die SDGs am 25.9.2018)

#changenowsummit – Veranstaltung am 28.9.2018 mit 6.000 Teilnehmern in Paris und prominenter Beteiligung großer französischer Banken. Im Zuge der Veranstaltung wurde auch ein Schlagwort wiederbelebt:

#ActForImpact – Handeln für positive Nachhaltigkeitswirkungen (im Sinne der SDGs)

#bankingforfood – Initiative der niederländischen Rabobank. Einsatz des Bankgeschäftes um eine zuverlässige Versorgung der Weltbevölkerung sowie faire Bedingungen in den Erzeugerländern zu unterstützen. Mehr dazu auf der deutschen Seite von Rabodirect

#AllemGewachsen (Sparkassen, selten verwendet) – Wozu er wohl kreiert wurde…

#denngeldkannsovielmehr (Triodos Bank Deutschland) – Eher ein Motto…

#PositiverBeitrag #PositiveImpact (Deutsche Bank, aktuelle Kampagne) – Hat definitiv wenig bis nichts mit Nachhaltigkeit zu tun. Leicht zu verwechseln mit #ImpactInv oder #ImpInv für wirkungsorientierte Investments

#sharedichdrum (GLS Bank) – Auch kein schlechtes Motto…

 

In eigener Sache

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Zweiundfünfzig bis Eins

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Sechsundvierzig

Beitragsbild: comdirect

Inhalt:  Hitzewelle rückt den Klimawandel in das Bewusstsein; Weltweiter Aktionstag für die SDGs; Zweiter Sustainable Finance Gipfel Deutschland; BaFin zu Nachhaltigkeit in der Versicherungswirtschaft; Warum sagen Banken eigentlich nicht, was ihre Kunden hören wollen?; Kreditinstitute in sozialen Medien; In eigener Sache: comdirect finanzblog award; Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

16. August 2018

Dr. Ralf Breuer

Hitzewelle rückt den Klimawandel in das Bewußtsein

Die Hitzewelle des Sommers und die damit verbundenen Auswirkungen haben den Klimawandel stärker in das Bewußtsein gerückt. In Schweden ist er vor den Parlamentswahlen am 5. September sogar das Topthema – noch vor der Zuwanderung (Quelle: Bloomberg). Besonders die mit den außergewöhnlich hohen Temperaturen einhergehenden und mit Hilfe aus dem Ausland bekämpften großen Waldbrände haben das Land aufgerüttelt. In Göteborg weisen einige Restaurants auf die klimatischen Auswirkungen der angebotenen Speisen hin.

Grundsätzlich ist Klimaschutz auch ein gutes Thema für die Geldanlage. Allerdings hat der alleinige Bezug auf den Ausstoß von Klimagasen Tücken bei der Produktkonzeption und kann sogar vollkommen in die Irre führen. Mehr dazu im Beitrag Klimaschutz ein guter Ansatz, aber….

Weltweiter Aktionstag für die Entwicklungsziele (SDGs)

Die Vereinten Nationen haben für den 25.9.2018 zu einem weltweiten Aktionstag für die 17 globalen nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs/17Ziele) aufgerufen. Die deutsche Landkarte erscheint dabei auch sehr dünn besiedelt. Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten an „We #ACT4SDGs“ (We act for SDGs) gibt es auf der hierfür eingerichteten Internetseite http://act4sdgs.org/.

Diese Kampagne ist für die Entwicklung eines breiten Nachhaltigkeitsverständnisses sehr wichtig. Die frühere Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul, hat die „SDGs“ bei mehreren Gelegenheiten als eines der bestgehüteten Geheimnisse in Deutschland bezeichnet. Dies ist umso bedauerlicher, als sie gegenüber den verbreiteteren Ansätzen (namentlich „ESG“) und den hierauf basierenden Einschätzungen (bzw. Ratings) einen zukunftsgerichteten Orientierungsrahmen für nachhaltig(er)es Handeln bieten. Mit ihnen lösen sich viele Probleme der bisher gängigen Konzepte auf, die bestenfalls über die Zeit und relative Orientierung bieten konnten.

Zweiter Sustainable Finance Gipfel Deutschland

2017-10-24 H4SF

Passend zu diesem Aufruf findet in Frankfurt am Main auf Einladung des H4SF – Hub for Sustainable Finance Germany der Zweite Sustainable Finance Gipfel statt. Informationen und Teilnahmemöglichkeiten an der Veranstaltung finden Sie hier.

BaFin zu Nachhaltigkeit in der Versicherungswirtschaft

Cover BaFinJournal 07/2018

Das BaFin Journal im Juli ging u.a. der Frage nach, welche Rolle Nachhaltigkeit bei der Mittelanlage in der Versicherungswirtschaft spielt. Danach werden zwar mehrheitlich Nachhaltigkeitskriterien angewendet, allerdings eher in abgeschwächten Versionen, z.B. durch Verwendungsausschlüsse (BaFinJournal Juli 2018, S. 17ff.).

Offenbar ist die italienische Versicherungsbranche da schon etwas flotter unterwegs.

Warum sagen Banken eigentlich nicht, was ihre Kunden hören wollen?

Einen wuchtigen und sehr bedenkenswerten Beitrag unter diesem Titel hat der Kommunikationsberater Jörg Forthmann bei „Der Bank Blog“ veröffentlicht. Während alle Welt über Digitalisierung, Regulierung, Niedrigzins etc. stöhnt, mahnt er Ideen, Konzepte und Mut an, Banken für ihre Kunden sympathischer zu machen. Zwar verwendet Herr Forthmann in seinem Beitrag Warum sagen Banken eigentlich nicht, was ihre Kunden hören wollen? ganz andere Worte, grundsätzlich trifft er aber ganz tief in die gleiche Kerbe wie die hier präsentierten Themen: Nachhaltigkeit als Überlebensstrategie der Finanzwirtschaft 2.0.

Kreditinstitute in sozialen Medien

SpringerProfessional hat eine Bewertung der Aktivitäten deutscher Kreditinstitute in sozialen Medien publiziert. Ergebnis: Große Diskrepanzen und überwiegend schlecht. Dies deckt sich voll und ganz mit den eigenen Eindrücken. Offenbar macht sich kaum jemand Gedanken, wieso die Kanäle mancher lokalen Institute mehr Anhänger haben als bundesweit tätige Anbieter…

In eigener Sache

comdirect finanzblog award

Investabel® stellt sich auch in diesem Jahr der Jury und der Publikumsabstimmung beim comdirect finanzblog award. Insgesamt 65 Finanzblogs stehen zur Wahl. Die Sieger werden beim „comdirect Finanzbarcamp 2018“ am 20.10.2018 in Hamburg bekannt gegeben.

comdirect hat angeregt, die Blogs im Forum der Bank, der „comdirect community“ vorzustellen. Dafür wurde am 14.8. der Beitrag comdirect finanzblog award – angenommen, ich gewinne… mit Überlegungen zur Anlage bzw. Verwendung des Siegerpreisgeldes von € 3.000 veröffentlicht. Verwendung deshalb, weil auch die Anschaffung von Bierdeckeln mit den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen der UN enthalten ist – ein hervorragendes didaktisches Mittel für Veranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit.

2018-03-23 id-17ziele_projekte_bierdeckel_gross

Ansonsten enthält der Beitrag Überlegungen, wie sich aus dem heutigen Marktangebot auch mit einem vergleichsweise kleinen Anlagebetrag eine nachhaltige Geldanlage konzipieren lässt.

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

 

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