Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Neunundzwanzig

Inhalt: Dynamische Entwicklung bei Nachhaltigkeitsanleihen; Fortschritte bestimmen den Kreditzins;  Die Schweiz reguliert den Kryptomarkt (ICOs); BaFin nimmt Stellung; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

19. Februar 2018, ergänzt 21.2.2018

Dr. Ralf Breuer

Dynamische Entwicklung für Nachhaltigkeitsanleihen

In der vergangenen Woche war eine dynamische Entwicklung im (institutionellen) Markt für Anleihen zu verzeichnen, bei denen die Mittel als Beiträge zu den nachhaltigen Entwicklungszielen der UN eingesetzt werden sollen:

Die Weltbank platziert eine „SDG-Anleihe“ über USD 350 Mio. mit einer Laufzeit von sieben Jahren, die nicht nur den Klimaschutz, sonder vier der siebzehn nachhaltigen Entwicklungsziele adressiert. Dies dürfte einen Trend markieren, eine breitere Palette von Nachhaltigkeitszielen zu verfolgen.

Dies ist auch bei der Anleihe der Stadt Madrid über € 1 Mrd. mit einer Laufzeit von zehn Jahren der Fall. Die internationale Nachfrage lag bei € 2 Mrd. und dokumentiert das große Investoreninteresse an solchen Emissionen. Mit der Anleihe sollen Projekte in den Bereichen  bezahlbarer Wohnraum, Bildung, Gesundheit, soziale Inklusion, kleine und mittlere Unternehmen sowie Klimaschutz finanziert werden.

J.P.Morgan schätzt das in der Vorbereitung befindliche Volumen für die Emission von Greenbonds aktuell auf USD 600 Mrd. – eine beeindruckende Zahl nach Platzierungen von USD 130 Mrd. im Vorjahr (2016: USD 92 Mrd.). Auf dieser Grundlage könnte sich die Marktentwicklung noch einmal deutlich beschleunigen (Quelle: Bloomberg, Weekly Brief Sustainable Finance, Ausgabe vom 14. Februar 2018). Die Climate Bonds Initiative erwartet aktuell ein Neuvolumen von USD 300 Mrd. für das Jahr 2018.

Fortschritte bestimmen den Kreditzins

Eine neue Form der Finanzierung von einem Mehr an Nachhaltigkeit haben BNP Paribas und der Lebensmittelkonzern Danone vereinbart: Der Kreditzins ist an die (Nicht-)Erreichung von Fortschritten bestimmter Nachhaltigkeitsziele beim Kreditnehmer gebunden. Auf der Grundlage der Ziele des Konzerns werden durch externe Agenturen Fortschritte bei verschiedenen Nachhaltigkeitskriterien festgestellt. Der Kreditzins bestimmt sich aus dem Grad der Zielerreichung: Werden die Ziele verfehlt, erhöht sich der Zins. Werden sie übertroffen erfolgt ein Abschlag. (Quelle: The next frontier in Sustainable Finance: Linking loan pricing to ESG performance).

Die Vertragspartner folgen damit einem von der OECD propagierten Ansatz, herkömmliche Finanzierungsziele und Nachhaltigkeitsziele zu verbinden. Hierzu erschien am 29. Januar 2018 ein Bericht der Organisation: Making Blended Finance Work for the Sustainable Development Goals. Die OECD empfiehlt gleichzeitig die Verwendung gemeinsamer Definitionen. Dies erscheint vor dem Hintergrund der immer wieder auftretenden Zweifel über die zweckbestimmte Mittelverwendung („Grünfärbung“/Greenwashing) sehr wünschenswert. Eine Standardisierung wird auch von der Expertenkommission der Europäischen Union angestrebt (vgl. Schlussbericht der EU-Experten).

Wie tückisch scheinbar klare Ziele sein können, beleuchtet der unten noch einmal beschriebene Beitrag zum Anlagethema Klimaschutz.

Mehr Angebote für Privatanleger

Aktuell gibt es acht Angebote zur Finanzierung von Nachhaltigkeit bei drei Anbietern von Crowdfunding. Bei Zinssätzen von 4,25 bis 9,25% p.a. sollten die Risikohinweise allerdings sehr genau beachtet und abgewogen werden. Leider hat noch kein Anbieter fundierte Erfahrungswerte zur Bedienung der im Regelfall nachhaltigen Darlehen. Insofern kann nur ein hoher Maß an Diversifikation über verschiedene Projekte etwas Schutz bieten. Allgemeine Informationen und weiterführende Links auf der Seite: SDG – S(innvoll) D(eponiertes) G(eld).

Die Schweiz reguliert den Kryptomarkt (ICOs)

Die Finanzmarktaufsicht der Schweiz FINMA hat eine Stellungnahme veröffentlicht, wie sie auf Basis des bestehenden Finanzmarktrechts mit Unterstellungsanfragen zu Initial Coin Offerings (ICOs) umgehen wird. Dabei unterscheidet sie drei verschiedene Formen von Emissionen, sogenannte „Token“:

  • Zahlungs-Token sind mit reinen „Kryptowährungen“ gleichzusetzen, ohne mit weiteren Funktionalitäten oder Projekten verknüpft zu sein. Token können in gewissen Fällen erst mit der Zeit die notwendige Funktionalität und Akzeptanz als Zahlungsmittel entwickeln.
  • Nutzungs-Token sind Token, die Zugang zu einer digitalen Nutzung oder Dienstleistung vermitteln sollen.
  • Anlage-Token repräsentieren Vermögenswerte wie Anteile an Realwerten, Unternehmen, Erträgen oder Anspruch auf Dividenden oder Zinszahlungen. Der Token ist damit hinsichtlich seiner wirtschaftlichen Funktion wie eine Aktie, Obligation oder ein derivatives Finanzinstrument zu werten.

Die FINMA betont, dass auch Überschneidungen zwischen den unterschiedenen Arten von Token auftreten können.

Im Fokus der FINMA stehen dabei vor allem Berührungspunkte zur Geldwäsche und zum Effektenhandel, weniger zu den Banken- und Kollektivanlagegesetzen (FINMA publiziert Wegleitung zu ICOs). Vor dem Hintergrund der oft sehr diffusen Beschreibung der Ziele von ICOs in Bezug auf Mittelverwendung sowie Anlegernutzen aus den Token, erscheint eine klare Unterscheidung sehr wünschenswert.

Auch die BaFin nimmt Stellung

Weitaus weniger elegant, sondern eher in sperrigem Juristendeutsch ist die Stellungnahme der deutschen Aufsichtsbehörde gefasst. Tenor: Im Prinzip die gleiche Unterscheidung, aber diffuser Hinweis auf die wohl in jedem Fall notwendige Einzelfallprüfung. Schwarz auf weiß: Aufsichtsrechtliche Einordnung von sog. Initial Coin Offerings (ICOs) zugrunde liegenden Token bzw. Kryptowährungen als Finanzinstrumente im Bereich der Wertpapieraufsicht.

Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Newsletter bettervest vom 24. Januar 2017:

„Über die soziale und ökologische Wirkung ihrer Geldanlagen machen sich immer mehr Menschen Gedanken. Laut Umfragen erhalten nachhaltige Kapitalanlagen viel Zuspruch. Dennoch legten bisher nur 4,8 % der Privatanleger ihr Kapital nachhaltig an. 

Der Grund, erklärt Dr. Ralf Breuer, Autor und Berater zum Thema Nachhaltigkeit im Finanzsektor, sind mangelnde Transparenz und unklare Wirkungen. Auch die vielen Stichworte wie „Klima-Fußabdruck“ oder „CO2″ und die unzähligen Unterschiede einzelner Fondskategorien führen meist in die Irre. In seinem Gastbeitrag im bettervest-Magazin schildert Dr. Breuer die Lage und gibt Kleinanlegern Orientierung mit auf den Weg.“

Zum Gastbeitrag geht es hier (gesponserter Link)

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Achtundzwanzig bis Eins

Nummer Achtundzwanzig am 6. Februar 2018, ergänzt 7. Februar 2018: Schlussbericht der EU-Experten; WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen; Orientierung bei Crowdfunding tut not; Triodos UK mit neuem Crowdfunding; Gebrutstagsgruß an die Dekabank; Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Nummer Siebenundzwanzig am 25.1.2018: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Achtundzwanzig

Inhalt: Schlussbericht der EU-Experten; WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen; Orientierung bei Crowdfunding tut not; Triodos UK mit neuem Crowdfunding; Gebrutstagsgruß an die Dekabank; Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell; Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

6. Februar 2018, ergänzt 7. Februar 2018

Dr. Ralf Breuer

Schlussbericht der EU-Experten

Die von der EU-Kommission eingesetzte hochrangige Experten zu Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft (High-Level Expert Group on Sustainable Finance, HLEG) legte heute den Schlussbericht mit ihren Empfehlungen vor (Download). Dabei bekräftigte sie noch einmal die grundsätzlichen Punkte im Zwischenbericht vom Juli 2017. Die EU-Kommission beabsichtigt, im März 2018 dem EU-Parlament konkrete Vorschläge für die Umsetzung zu unterbreiten. Während der Zwischenbericht im Juli kaum Beachtung in der deutschen Öffentlichkeit fand, hat der Schlussbericht einen deutlich höheren Aufmerksamkeitswert wie die beachtliche Zahl zeitnaher Reaktionen aus der Kreditwirtschaft und Interessenvertretern zeigt.

Allerdings: Die gemeinsame Erklärung der Branchenvereinigung Die Interessenvertretung der Spitzenverbände in der deutschen Kreditwirtschaft lässt nicht auf eine besonders aufgeschlossene Aufnahme schliessen. Der Text legt nahe, dass erst politischer Druck notwendig werden wird, um die Mehrheit der Kreditinstitute für eine nachhaltigere Finanzwirtschaft zu gewinnen. Ganz anders die Stellungnahme des Bundesverbands deutscher Banken (bankenverband):

Mehr dazu im Beitrag Schlussbericht der EU-Experten vom 31.1.2018.

WWF mit Anregungen zu den Koalitionsverhandlungen

Der WWF hat in einem fünfzehnseitigen Thesenpapier Denkanstöße für die Koalitionsverhandlungen vorgelegt: „Greened Finance“ Roadmap – Die Kraft des Finanzsystems für ein zukunftsfähiges Deutschland nutzen. Bedenkenswert ist hierbei die Unterscheidung zwischen „green“ und „greened“ Finance. Während Nachhaltigkeit oft mit Klimaschutz gleichgesetzt wird (Green Finance), empfiehlt der WWF einen holistischen Blick: Die grundsätzliche Klima- und Umweltverträglichkeit von Investitionen und Finanzierungen („greened Finance“), statt um einen abgrenzbaren Teilbereich oder einer Nische („Green Finance“).

Allerdings beschränkt sich diese Sicht immer noch zu stark auf ökologische Kriterien. Umfassender und zielführend wäre ein Bezug zu den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen, den sogenannten SDGs (siehe Beitragsbild).

Orientierung bei Crowdfunding tut not

Mittlerweile ist da die Zahl der Plattformen für Schwarmfinanzierungen im deutschsprachigen Raum kaum noch überschaubar. Da hilft der Überblick von crowdfunding.de. Die Übersicht über die Plattformen verzeichnet an die 100 Anbieter mit unterschiedlichen Schwerpunkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sehr hilfreich ist die Projektübersicht. Grundsätzlich bieten Crowdfundings eine zusätzliche Möglichkeit für Privatanleger, besser diversifiziert in Nachhaltigkeit zu investieren. Allerdings ist eine genauere Information angebracht: Ist die Zwischenfinanzierung eines Immobilienprojekts (trotz ansehlicher Verzinsung) bereits der gewünschte Beitrag? Mehr zu diesem Thema auf der Seite SDG – S(innvoll) D(eponiertes) G(eld).

Triodos UK mit neuem Crowdfunding

Die britische Triodos Bank hat eine neue Plattform für nachhaltige Projekte gestartet: https://www.triodoscrowdfunding.co.uk/. Sie soll die Möglichkeit bieten, in Organisationen mit positiven Wirkungen auf einen nachhaltigen Wandel zu bieten. Dabei werden Fremd- und Eigenkapitalbeiträge gesucht. Aktuell werden zwei Projekte für erneuerbare Energien angeboten. In beiden Fällen handelt es sich um Anleihen im unteren einstelligen Mio.-GBP Bereich. Avisiert wird ein weiteres Projekt zur Förderung von Menschen mit Lernbehinderung.

Geburtstagsgruß an die Dekabank

Der Bundestagsabgeordnete und seit 2007 a finanzpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, MdB Dr. Gerhard Schick (http://gerhardschick.net/) hat der Dekabank zum Hundertjährigen einen bemerkenswerten Geburtstagsgruß gesandt und auf Twitter veröffentlicht:

Schöner Schlusssatz: Ich finde es übrigens gut, dass du dich des Themas Nachhaltigkeit annimmst, auch wenn davon noch zu wenig bei den Kunden wirklich ankommt. Vielleicht auch das etwas, worüber du mal mit den Sparkassen sprechen solltest, um der Gemeinwohlorientierung in der Praxis gerecht zu werden.

Finanzielle Inklusion wird zum Geschäftsmodell

Die Digitalisierung bringt zunehmend neue Geschäftsmodelle mit inklusiver Wirkung hervor: Insbesondere in Afrika und Lateinamerika ist eine große Zahl von neuen Angeboten aus der Finanztechnologie (FinTech) am Start, die bisher unversorgten Menschen Bank- und Versicherungslösungen anbieten. So ist MyBucks aktuell in 11 südostafrikanischen Ländern, Polen und Australien tätig. Gemäß Firmenprofil wurden bereits Kredite im Volumen von € 230 Mio. mit einem Durchschnitt von € 200 je Kredit ausgezahlt (Stand: 31.12.2016).

Das Unternehmen mit Sitz in Luxemburg ist in Frankfurt/Main börsennotiert.

Bereits in der vergangenen Ausgabe war der nachfolgend Textbeitrag. Da Klima(wandel) bei Nachhaltigkeit stark im Fokus steht, noch einmal der Hinweis auf die Probleme bei der Anlageentscheidung:

Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Newsletter bettervest vom 24. Januar 2017:

„Über die soziale und ökologische Wirkung ihrer Geldanlagen machen sich immer mehr Menschen Gedanken. Laut Umfragen erhalten nachhaltige Kapitalanlagen viel Zuspruch. Dennoch legten bisher nur 4,8 % der Privatanleger ihr Kapital nachhaltig an. 

Der Grund, erklärt Dr. Ralf Breuer, Autor und Berater zum Thema Nachhaltigkeit im Finanzsektor, sind mangelnde Transparenz und unklare Wirkungen. Auch die vielen Stichworte wie „Klima-Fußabdruck“ oder „CO2″ und die unzähligen Unterschiede einzelner Fondskategorien führen meist in die Irre. In seinem Gastbeitrag im bettervest-Magazin schildert Dr. Breuer die Lage und gibt Kleinanlegern Orientierung mit auf den Weg.“

Zum Gastbeitrag geht es hier (gesponserter Link)

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Siebenundzwanzig bis Eins

Nummer Siebenundzwanzig am 25.1.2018: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Siebenundzwanzig

Inhalt: Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken; Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne; Preissenkung bei RoboAdvice quirion; Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

25. Januar 2018

Dr. Ralf Breuer

Klimawandel – Ein Anlagethema mit Tücken

Newsletter bettervest vom 24. Januar 2017:

„Über die soziale und ökologische Wirkung ihrer Geldanlagen machen sich immer mehr Menschen Gedanken. Laut Umfragen erhalten nachhaltige Kapitalanlagen viel Zuspruch. Dennoch legten bisher nur 4,8 % der Privatanleger ihr Kapital nachhaltig an. 

Der Grund, erklärt Dr. Ralf Breuer, Autor und Berater zum Thema Nachhaltigkeit im Finanzsektor, sind mangelnde Transparenz und unklare Wirkungen. Auch die vielen Stichworte wie „Klima-Fußabdruck“ oder „CO2″ und die unzähligen Unterschiede einzelner Fondskategorien führen meist in die Irre. In seinem Gastbeitrag im bettervest-Magazin schildert Dr. Breuer die Lage und gibt Kleinanlegern Orientierung mit auf den Weg.“

Zum Gastbeitrag geht es hier (gesponserter Link)

Genossenschaftsbanken mit Nachhaltigkeitskampagne

Die Union Investment hat über die Primärbanken eine breite Vertriebskampagne für nachhaltige Investmentfonds gestartet. Dabei folgt sie allerdings einem weiteren Nachhaltigkeitsbegriff im Sinne der Berücksichtigung ökologischer und sozialer Kriterien und der Unternehmensführun (ESG – Environment, Social Governance) und keinem wirkungsorientierten Ansatz. Auf der Grundlage von ESG kann ein erhebliches Mittelvolumen als „nachhaltig“ angesehen werden und die Gesellschaft sich als Marktführer sehen. Immerhin: Nachhaltigkeit rückt damit bei einer der größten deutschen Finanzgruppen stärker in den Fokus. Einzelheiten zu den Angeboten finden sich bei www.union-investment.de.

Preissenkung bei RoboAdvice quirion

quirion, die Onlinevermögensverwaltung der Quirin Privatbank, kündigte am 23.1.2018 die Senkung der Gesamtkosten von 0,88 % auf 0,73 % p.a. an. Begründung gemäß Presseerklärung vom 23.1.2018: „Durch den Austausch einzelner Produkte konnten die Fondskosten (TER) von ursprünglich 0,40 Prozent auf durchschnittlich 0,25 Prozent p. a. gesenkt werden, ohne dabei Änderungen an der Ausrichtung der Portfolios vorzunehmen. Zusammen mit der jährlichen Verwaltungsgebühr von 0,48 Prozent liegt die neue Gesamtkostenquote bei 0,73 Prozent p.a.“.

Veranstaltung „Sustainable Finance“ am 22.1.2018

ecosense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft hatte für den 22.1.2018 zu einem Workshop eingeladen: „Sustainable Finance: Aktuelle Trends & Chancen für Unternehmen“ am 22. Januar in Frankfurt/Main – Der Finanzwirtschaft kommt durch die Allokation von Eigen- und Fremdkapital eine zentrale Rolle bei globalwirtschaftlichen Entwicklungen und deren Wirkungen auf Umwelt und Gesellschaft zu. Wie können sich Unternehmen intern aufstellen, um die zugrunde liegenden Chancen betrieblich zu nutzen? Diese und weitere Fragen möchten wir gerne mit Ihnen am 22. Januar 2018 bei der Deutschen Börse in Frankfurt im Rahmen des Workshops „Sustainable Finance: Aktuelle Trends & Chancen für Unternehmen“ diskutieren.

Leider waren die Teilnehmerplätze aufgrund des knapp geplanten Raumangebotes mit nur etwas über 50 Plätzen bereits sehr frühzeitig vergeben, so dass die Chance auf ein breiteres Publikum nicht genutzt werden konnte.

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Sechsundzwanzig bis Eins

Nummer Sechsundzwanzig am 12.1.2018: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Sechsundzwanzig

Inhalt: Und noch mehr „RoboAdvice“- Werthstein, savemate…; Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

 

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

12. Januar 2018

Dr. Ralf Breuer

Und noch mehr „RoboAdvice“ – Werthstein, savemate…

Werthstein

Mit Werthstein startete am 11. Januar 2018 ein weiteres Onlineangebot für Vermögensverwaltung in Deutschland. Bei einer Anlagesumme von mindestens € 35.000 wird eine Pauschalgebühr von € 57 monatlich erhoben. Zusätzlich fallen bei der depotführenden Baader Bank 0,25% p.a. als Bankpauschale an.

Werthstein kombiniert eine globale Basisanlage mit sogenannten „Zeitgeists“, derzeit 15 thematische Anlagen auf einer grossen Bandbreite von Gold über Zinswende bis zu technologischen Themen. Leider erschliesst sich aus der Internetseite nicht, mit welchen Instrumenten die Anlagen dargestellt werden. Auf Nachfrage gab es eine schnelle Auskunft per Onlinechat: ETFs bzw. auch Einzeltitel bei Themeninvestments.

Das Thema Nachhaltigkeit ist bei den „Zeitgeists“ ebenfalls im Angebot: „Grüne Rendite“ bzw. „Grüne Pioniere“. In beiden Fällen leider „nur“ als ESG-Ansatz mit Auswahl nach „best-in-class“.

Es ist schon bemerkenswert, dass ein flotter Internetauftritt noch deutlich an Transparenz zu wünschen übrig lässt. Detailliertere Informationen sind entweder auf Nachfrage oder über die Anmeldung für ein virtuelles Testportfolio (Thoughts) zu erhalten.

savemate

Besonders transparent stellt sich dagegen das ebenfalls neue Angebot von savemate dar, dass per App Anlagemöglichkeiten ab € 10 bietet: Tagesgeld, je ein konservatives, ausgewogenes oder dynamisches ETF-Portfolio sowie ein nachhaltiges Portfolio. Das Konto kostet € 0,99 p.m. Ab € 1.500 0,79 % des Depotwerts p.a., ab € 20.000 0,49% p.a. Die Gebühren für den Kauf der Geldanlagen 0,1 % – 0,3 %, Managementgebühren 0,2 % (0,3 % nachhaltigen Anlagen) des Depotwerts. Partnerbank ist die Sutor Bank, über die auch die Einlagensicherung greift.

Bei savemate wird die nachhaltige Variante mit einem ESG-Ansatz und in Aktien(-ETF) dargestellt: „100% Aktien von Unternehmen aus der ganzen Welt , die besonders auf Umweltschutz, soziale Verantwortung und Unternehmensführung achten.

Diese Strategie eignet sich für dich, wenn du offensiv mit ethischer und sozialer Verantwortung investieren möchtest und mögliche Kursrisiken akzeptierst.“ (https://savemate.de/)

ToMoRRow (früher: Goodfolio)

Mit https://www.tomorrow.one/ (früher: Goodfolio) ist ein weiteres, komplett auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Finanzdienstleistungsangebot in der Marktvorbereitung. Der aktuelle Internetauftritt lässt zwar viele Fragen zum „Wie“ offen, richtet sich aber deutlich auf Wirkungsbezug und nicht rückwirkende Kriterien wie im ESG-Ansatz.

Wirkung soll u.a. über die Förderung eines Aufforstungsprojektes aus Kartenzahlungen erzielt werden. Also eine Erscheinungsform von Green Digital Finance in Deutschland. Zusätzlich werden auf der Website Wirkungen von Anlagen und Zahlungen in Form von CO2-Ersparnis bzw. gepflanzten Bäumen aufgezeigt. Der Marktstart ist für das Frühjahr 2018 geplant.

Mehr zum deutschen Markt für Vermögensverwaltung online in den Beiträgen Robo-Advisor – (K)eine InnovationRobo-Advice – Die Konsolidierung beginnt und Robo-Advice – Die Konsolidierung beginnt.

Anleihen mit Klimabezug (Green Bonds) wachsen stark

Die Climate Bonds INITIATIVE (CBI) hat einen ersten Überblick über die Marktentwicklung bei Anleihen mit Klimabezug veröffentlicht. Das Emissionsvolumen stieg 2017 gegenüber dem Vorjahr um 56 % auf USD 155,5 Mrd. und übertraf damit noch die ursprünglichen Markterwartungen von USD 150 Mrd., die im Jahresverlauf auf USD 130 Mrd. revidiert worden waren.

Für 2018 erwartet die CBI weiteres Wachstum mit einem Volumen in der Bandbreite von USD 250 bis 300 Mrd. Dies stützt sich unter anderem auf eine breitere geografische Streuung der Emissionen. Weitere neue Schuldnerländer sollten 2018 hinzu kommen. Bemerkenswert für die CBI ist u.a. eine stärkere Verbindung zu den nachhaltigen Entwicklungszielen SDG. Damit wird das Spektrum von „grün“ auf breitere Zielsetzungen erweitert. Details im sechsseitigen englischsprachigen Überblick Green Bond Highlights 2017

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Fünfundzwanzig bis Eins

Nummer Fünfundzwanzig am 9./10.1.2018: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Fünfundzwanzig

Inhalt: Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse; Rückblick 2017/Ausblick 2018

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

9. Januar 2018, aktualisiert und ergänzt 10. Januar 2018

Dr. Ralf Breuer

Börsenzeitung: Grüne Finanzanlagen erreichen kritische Masse – Nachhaltigkeit wird Thema der Bankenregulierer

Kaum ist der relativ verhaltene Ausblick von gestern formuliert (s.u.), schon macht die Börsenzeitung mit dem Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft auf. Auch die Tatsache, dass die Thematik Eingang in die Bankenregulierung finden wird, findet damit prominent Aufmerksamkeit (vgl. den Blogbeitrag vom Juli 2017: Nachhaltigkeit auf dem Weg in Rechnungslegung und Regulierung?).

Nachhaltigkeit bei der Geldanlage ist bisher noch ein Nischenthema, dass die breite Masse von Kreditinstituten und ihre Beraterschaft mangels Interesse und geeigneter Produkte nur bedingt abdecken kann. Hier gibt es einen aktuellen Marktüberblick mit weiteren Quellenhinweisen: SDG – S(innvoll) D(eponiertes) G(eld).

Rückblick 2017

Im zweiten Halbjahr 2017 haben sich die Nachrichten und Initiativen zum Thema „nachhaltigere Finanzwirtschaft“ deutlich verdichtet. Nachdem die Expertengruppe der EU-Kommission in Deutschland zunächst kaum eine öffentliche Resonanz fand (vgl. Nachhaltigkeit auf dem Weg in Rechnungslegung und Regulierung?), wurden die Bemühungen nach dem Sustainable Finance Gipfel Deutschland im Oktober deutlich stärker.

Der Rückstand zum europäischen Ausland ist unbestreitbar, die globalen Notwendigkeiten der im Zuge des Klimagipfels 2015 formulierten nachhaltigen Entwicklungsziele (kurz SDGs) ebenso. Gerade die 17 SDGs sich zunehmend zum Denk- und Handlungsrahmen für längerfristig orientierte Investoren entwickelt, wie in verschiedenen Beiträgen deutlich wurde, u.a. Nummer Elf.

Aus der Sicht der Investoren haben sich Nachhaltigkeitskriterien bereits in 2017 gerechnet. Dies zeigt insbesondere die Wertentwicklung der Aktien mit CO2-armen Technologien. Erfreulich ist aber auch das Momentum der Anleihen zur Finanzierung von CO2-Reduktion, der GreenBonds. Während das weltweite Emissionsvolumen erneut deutlich um rund 50% auf über USD 120 Mrd. stieg, war auch die Wertentwicklung erfreulich und selbst gemessen an den Aktienkursen beeindruckend.

2018-01-05 MSCI ESG Indices

Für 2018 wurden bereits eine Reihe von Emissionen avisiert, so dass von einem weiteren dynamischen Marktwachstum ausgegangen werden kann.

Ausblick 2018

Bereits in den ersten Tagen des Jahres wurde eine ganze Reihe von einschlägigen Veranstaltungen angekündigt. Darunter auch die Präsentation der Schlussergebnisse der hochrangigen EU-Expertenkommission am 22. Februar 2018 in Berlin. Es ist wenig gewagt, eine weitere Bewegung von Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft in den breiten Konsensus zu prognostizieren wie der folgende Artikel aus dem Fachmagazin Verantwortung zusammenfasst: WAS BEWEGT DIE CSR- UND NACHHALTIGKEITSCOMMUNITY 2018? / TRENDS AUS THEORIE UND PRAXIS.

Die Bildung einer handlungsfähigen Bundesregierung sollte diese Entwicklung weiter verstärken und insbesondere auch die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie gerade auch für die deutsche Finanzwirtschaft als verbindlichen Handlungsrahmen vorgeben. In jedem Falle wird wohl die EU-Kommission bereits im März 2018 dem EU-Parlament einen Vorschlag auf der Grundlage des Schlussgutachtens der o.g. Expertenkommission vorlegen (vgl. Nummer Zwölf).

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Vierundzwanzig bis Eins

Nummer Vierundzwanzig am 14.12.2017: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Vierundzwanzig

Inhalt: Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale; EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte; EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018; Studie Deutsche FinTech; Buchankündigung Digitalisierung und Nachhaltigkeit; Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

14. Dezember 2017

Dr. Ralf Breuer

Banken- und Produktcheck der Verbraucherzentrale

Am 14.12.2017 hat die Verbraucherzentrale ein neues Informationsangebot gestartet: Banken- und Produktcheck. Insgesamt 14 Banken in Deutschland sind stark an Nachhaltigkeitsstandards orientiert. Auf der Seite werden Bankenporträts und die Schwerpunkte sie bei der Mittelverwendung vorgestellt. Für Girokonten und Sparprodukte werden die Angebote aller Banken in sieben verschiedenen Produktkategorien verglichen.

Leider erfasst der Produktcheck nur Kontenprodukte, die im aktuellen Zinsumfeld keine attraktive Verzinsung bieten könne. Informationen zu Investmentfonds und anderen Alternativen finden Sie auf SDG – S(innvoll) D(eponiertes) G(eld).

EU investiert € 9 Mrd. in Klimaprojekte

Der auf Nachbarländer und Afrika gerichtete Investitionsplan hat ein Volumen von € 44 Mrd. bis zum Jahr 2020. Davon fliesen mehr als 20% in den Klimaschutz: EU investiert € 9 Mrd. in klimarelevante Projekte (EN). Dies sollte auch private Investoren weiter motivieren und z.B. zu einem weiteren Wachtum bei „Green Bonds“ beitragen.

 

 

EU mit Plan für nachhaltige Finanzwirtschaft März 2018

Anlässlich der Konferenz „OnePlanet“ in Paris avisierte die EU-Kommission am 12.12.2017 für den März 2018 einen Aktionsplan für eine nachhaltigere Finanzwirtschaft. Damit wird eine frühere Ankündigung noch einmal bestätigt: Putting the Financial Sector at the Service of the Climate. Der Plan soll auf Basis des Schlussberichtes der hochrangigen Expertenkommission erstellt werden: High-Level Expert Group on Sustainable Finance. Zu den Ergebnissen des im Juli 2017 vorgelegten Zwischenberichtes: Nachhaltigkeit auf dem Weg in Rechnungslegung und Regulierung?.

 

Studie Deutsche FinTech

Ernst & Young hat eine neue Studie mit Einblicken in die deutsche FinTech-Landschaft veröffentlicht. Die Zahl der Unternehmen ist 2016 um 47 auf 280 gestiegen und es wurden insgesamt fast € 400 Mio. an Wagniskapital investiert. Im ersten Halbjahr 2017 lag die Summe bereits bei € 307 Mio., so dass die Verfasser über € 600 Mio. für das Gesamtjahr erwarten.

Gemäß Studie verschieben sich die Aktivitäten in Richtung Immobilienwirtschaft (PropTech), Regulatorik (RegTech) und Versicherungen (InsurTech). Die vollständige Studie in englischer Sprache findet sich hier zum Herunterladen.

 

Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Das Buch „Smarte Grüne Welt“ will Zusammenhänge zwischen Digitalisierung und Nachhaltigkeit offenlegen. Die Vorankündigung: „Steffen Lange und Tilman Santarius analysieren, wie sich die Digitalisierung sozial und ökologisch auswirkt – auf Energie- und Ressourcenverbräuche, Konsum, Arbeitsplätze, Ungleichheit und Wirtschaftswachstum. Und sie zeigen, wie wir die Digitalisierung anders gestalten können – damit sie die Welt auch wirklich sozialer und grüner macht.“

Bisher kann das Buch nur vorbestellt werden: Beschreibung und Vorbestellung.

 

Jetzt schon 41 Onlineangebote für Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Deutschland

Techfluence hat die Übersicht zum Angebot von Roboadvice in Deutschland aktualisiert. Demnach sind nun 41 Anbieter für Anlageberatung und Vermögensverwaltung im Markt, die etwa € 1,2 Mrd. Kundenmittel betreuen. Es ist damit zu rechnen, dass weitere Anbieter folgen, um ihre bestehenden stationären Angebote zu hebeln, wie dies beispielsweise bei Prospery. Besonders die Zahl der Anbieter wächst rasant: Anfang August lag sie noch bei 31 geschätzten € 850 Mio. verwalteten Vermögen.

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Die meisten Anbieter berichten noch Mittelbestände von unter € 100 Mio. Die großen Bankengruppen sind bisher noch nicht voll im Markt aktiv. Weitere Einblicke in dieses Segment in den Beiträgen Robo-Advice – Viel Bewegung im Markt und Robo-Advice – Die Konsolidierung beginnt.

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Dreiundzwanzig bis Eins

Nummer Dreiundzwanzig am 12.12.2017: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe

 

 

 

 

Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Dreiundzwanzig

Inhalt: Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen; Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung; Europäische Großbanken und Klimawandel; Eine zutreffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

12. Dezember 2017

Dr. Ralf Breuer

Marktübersicht nachhaltige Geldanlagen

Es ist nicht leicht, sich einen Überblick über die Angebote nachhaltiger Geldanlagen in Deutschland zu verschaffen. Neben gelegentlichen Beiträgen in den einschlägigen Finanzzeitschriften und Internetseiten ist vor allem das von der das von der Verbraucherzentrale Bremen betriebene Portal www.geld-bewegt.de eine gute Quelle. Hier finden sich die seit geraumer Zeit gesammelten Informationen zum Thema gebündelt. Hier finden sich auch Angebote lokaler Genossenschaftsbanken und Sparkassen, die teilweise zweckgebundene Sparbriefe anbieten.

Auf der neuen Seite hier wird versucht, in möglichst kompakter Form einen Überblick zu gewähren und so eventuell schneller zu einem passenden Produkt bzw. Anbieter zu finden: SDG – S(innvoll) D(eponiertes) G(eld).

Niederländische Finanzwirtschaft mit Plattform zur CO2-Erfassung

Eine Gruppe von 12 niederländischen Finanzunternehmen (Banken, Versicherungen, Investmentgesellschaften und Pensionsfonds) hat eine gemeinsame Methodik zur Messung des „Klima-Fußabdrucks“ in ihrer Aktiva entwickelt: Die „Platform Carbon Accounting Financials – PCAF“. PCAF ist Teil der von der niederländischen Zentralbank DNB geführten „Dutch Sustainable Finance Platform“. Eine kurze Beschreibung beider Plattformen findet sich in der Presseerklärung vom 12.12.2017.

Die Einzelheiten für die verschiedenen Aktivpositionen das weitere Vorgehen werden in einer ausführlichen Studie präsentiert: Paving the way towards a harmonized Carbon Accounting Approach for the Financial Sector. Der CO2-Fussabdruck bzw. seine ist zwar kein geradliniges Anlagekonzept, aber ein notwendiger Ansatz. Auf die Probleme bei einer entsprechenden Ausrichtung von Investmentfonds weist der Beitrag Mehr Transparenz bei Investmentfonds hin.

Die niederländische Zentralbank hat vor einigen Wochen avisiert, dass sie Klimarisiken im Aufsichtsprozess der Banken berücksichtigen wird. Hierzu mehr in Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Zwölf.

Europäische Großbanken und Klimawandel

ShareAction hat in einer Studie das Verhalten der 15 größten europäischen Banken gegenüber dem Klimawandel bewertet. Grundlage waren die Themen Klimarisiken, Produkte und Dienstleistungen zur CO2-Verringerung, Mitwirkung in öffentlichen Initiativen sowie die unternehmerische Umsetzung eigener CO2-mindernder Strategien.

Nicht zuletzt aufgrund der Gesetzeslage (Artikel 173) finden sich die französischen Banken in der Spitzengruppe. Besonders heterogen ist das Bild in Großbritannien: Während HSBC den dritten Platz einnimmt (vgl. HSBC Sustainable Finance Briefings 2017) rangieren zwei Wettbewerber mit weniger als 50% der Punkte auf den letzten Plätzen. Methodik und Ergebnisse sind in einer einundvierzigseitigen Studie dargestellt: Banking on a Low-Carbon Future.

Eine treffende Zustandsbeschreibung der deutschen Kreditwirtschaft

André M. Bajorat (u.a. CEO bei figo) hat in einem Blogbeitrag auf paymentandbanking.com sehr pointiert das Verhalten der deutschen Kreditwirtschaft bei der Digitalisierung beschrieben. Er zeichnet dabei ein sehr prägnantes Bild von der Weiterentwicklung des Sektors und legt dabei schonungslos einige Schwächen bloß: Studie: Knut zahlt bar. Prädikat „sehr lesenswert“!

 

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Zweiundzwanzig bis Eins

Nummer Zweiundzwanzig am 6.12.2017: Übersicht FinTech im deutschsprachigen Raum; Prospery – eine weitere Vermögensverwaltung online; Asset Management – von verantwortungs- zu wirkungsbewusst; N26 – ein FinTech wider die Nachhaltigkeit?

Nummer Einundzwanzig am 4.12.2017: Bisher USD 100 Mrd. neue Anleihen mit Klimabezug; 45 Fonds mit dem FNG-Siegel versehen, Neues Zentrum für nachhaltige Finanzwirtschaft in Schweden

Nummer Zwanzig am 28.11.2017: Nachhaltigkeit mit großer Relevanz für Banken; SDG FinTech Initiative; Crowdfunding; Goodfolio vor dem Marktstart

Nummer Neunzehn am 15.11.2017: comdirect FINANZbarcamp 2017; Die Grenzen von Blockchain/Bitcoin; …der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Nummer Achtzehn am 8.11.2017: Global Financial Development Report 2017/2018; UN Environment/World Bank Group – Roadmap for a Sustainable Financial System Report at COP23; Glücksatlas 2017; Consorsbank mit Nachhaltigkeit im Angebot; NRW Pensionsfonds mit nachhaltigen Kriterien

Nummer Siebzehn am 6.11.2017: Jamaika auch mit Nachhaltigerer Finanzwirtschaft?; McKinsey-Studie: Verantwortungsbewusst = normal; Französische Banken: Green Supporting Factor; FinTech und Nachhaltigkeit in Beispielen; Globales Dauerthema Finanzbildung

Nummer Sechzehn am 27.10.2017: Sustainable Finance Gipfel am 23.10.17 Frankfurt/M.; Nachhaltigen Geldanlagen fehlt Transparenz; Veranstaltungen zu Nachhaltigeren Finanzen; Börse Johannesburg mit Green Bonds; GAFA + Alipay(cab) in den USA; Revolut, Simpleinsurance und Allianz kooperieren; Stash – Eine junge Anlegerseite auch für Angefangene…

Nummer Fünfzehn am 18.10.2017: Entwicklungsgeschichte der FinTech/RegTech; Aktuelle FinTech-Landschaft in Deutschland; FinTech und GAFA – Situation erkannt?; Commerzbank-Analyse „What if the game changes?;  Sustainable Finance Gipfel 23.10.17; Emmanuel Macron zu Green Finance

Nummer Vierzehn am 16.10.2017: Britische Regierung hat Fokus auf „Green Finance“; Green Bonds mit starkem Momentum; Warburg Navigator live; Alibaba plant USD 15 Mrd. für Forschung; Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments

Nummer Dreizehn am 11.10.2017: FNG – Leitfaden nachhaltige Geldanlagen; ÖKO-TEST – Nachhaltige Indices und Indexfonds; Alipay weltweit und in Europa

Nummer Zwölf am 9.10.2017: EU-Kommission, Deutsche Bundesbank und niederländische Zentralbank fordern mehr Nachhaltigkeit und  Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; BNP Paribas mit Greenbond Fonds für Privatanleger; comdirect Fintech-Studie, Umfrage zu FinTech und GAFAs, Finanzblog-Award

Nummer Elf am 5.10.2017: Deutsche Bundesbank fordert Berücksichtigung von Klimarisiken; Nachhaltige Finanzwoche in Frankreich; Französische Banken stark nachhaltig engagiert; Pimco sieht SDGs als gute Anlagegrundlage

Nummer Zehn am 2.10.2017: www.geld-bewegt.de – Ein neues Informationsangebot der Verbraucherzentralen; Markt für Anleihen mit Klimabezug wächst weiter; FinTech und deutsche Kreditinstitute; GAFA(s) – ein neuer Begriff in der Finanzwelt

Nummer Neun am 28.9.2017: Hub for Sustainable Finance startet, Luxembourg Green Exchange notiert USD 63 Mrd. Anleihen mit Klimabezug, Studie von Schroders bestätigt starken Trend zu nachhaltigeren Anlagen

Nummer Acht am 26.9.2017: FinTech – Neue Medien, alte Regeln; FinTech und nachhaltige Entwicklung; Zuwachs staatlicher Greenbonds; Triodos ruft zum Umbau der Finanzwirtschaft auf

Nummer Sieben am 20.9.2017: Die Konsolidierung bei der Vermögensverwaltung online beginnt; ING-DiBa mit Nachhaltigkeit im Direktdepot; Mikrokredit in Westeuropa?; Blockchain nicht ohne Nachteile

Nummer Sechs am 14.9.2017: Die Bank der nachhaltigen Entwicklung – eine Nische?; RegTech – Technik kann Regulierung sicherer machen, aber Regulierer sind auch gefordert; Gesellschaftliche Langfristkosten

Nummer Fünf am 12.9.2017: Nachhaltige Finanzwirtschaft in den Programmen zur Bundestagswahl 2017; Bank für Sozialwirtschaft mit neuem nachhaltigen Aktienfonds; In eigener Sache: FinanzBlogAward 2017

Nummer Vier am 8.9.2017: Zurich Insurance Group hält USD 2 Mrd. Greenbonds; BB Fund – Based Blockchain Fund; Brasilien will bei Green Bonds China und Indien folgen; Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für Nachhaltige Finanzwirtschaft

Nummer Drei am 29.8.2017: Australischer Versicherer investiert 25% der Nettoprämien wirkungsorientiert; Quirin Privat Bank/Quirion; RegTech gegen Ängste und Aufwendungen

Nummer Zwei am 25.8.2017: Triodos Bank mit nachhaltigem Wachstum; Rekordquartal für „grüne“ Anleihen; Resilience Bonds; Nachhaltigkeit für US-Aktionäre immer wichtiger; Umfassender Bericht zur Zukunft der Finanzdienstleistungen

Nummer Eins am 22.8.2017 mit folgenden Inhalten: GLS Klimafonds, Neue Transparenz für Investmentfonds, erste islamkonforme grüne Anleihe