Neue Produkte/Dienstleistungen

B.A.U.M. Fair Future Fonds

Die GLS Bank hat einen neuen Aktienfonds initiiert, der weltweit in Aktien kleiner und mittelständischer Unternehmen investiert. Aus der Produktbeschreibung auf der Internetseite der GLS Bank: „Der B.A.U.M. Fair Future Fonds ist ein Aktienfonds, der vorwiegend in kleine und mittelständische Unternehmen investiert. Es werden gezielt Aktien von Unternehmen ausgewäht, die Ressourcen so sorgsam und schonend einsetzen, dass die Ökosysteme der Erde nicht geschädigt werden und ihre Regenerationsfähigkeit erhalten bleibt. Ein wichtiger Aspekt des Nachhaltigkeitsverständnisses des Fonds ist eine Gesellschaft der sozialen Verantwortung und des respektvollen Miteinanders.

Initiator des Fonds ist der Gründer des B.A.U.M. e.V. Prof. Dr. Maximilian Gege. Er entwickelte insbesondere die umfangreiche Bewertungsmatrix für die Titel. Sein Ansporn: Anlegern*innen die Chance zu geben, an einer nachhaltigen Stärkung des Mittelstandes zu partizipieren.“

Interessant ist auch die Titelauswahl durch einen 14köpfigen Nachhaltigkeitsbeirat mit Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker als prominentesten Vertreter. U.a. engagieren sich auch die frühere niedersächsische Umweltministerin Monika Griefahn sowie Dr. Bachmann und Prof. Dr. Bassen vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (Produktpräsentation der GLS Bank S. 13.

Barclays bietet „Grüne Hypothek“

Der Immobilienfinanzierer der britischen Großbank Barclays Mortgages bietet den Käufern energieeffizienter Neubauten ab dem 9.4.2018 die „Barclays Green Home Mortgage“ mit einem Abschlag von 0,1%-Punkten auf zwei- oder fünfjährige Festzinsfinanzierungen an. Aktuell erfüllen in Großbritannien bereits 80% der privaten Neubauten den beiden höchsten Energiestandards (A oder B EPC Energy Efficiency Rating (Quelle: diverse Presseberichte, z.B. http://www.financialreporter.co.uk).

Unternehmenskredite mit Nachhaltigkeitsanreiz

Kredite an Unternehmen werden zunehmend mit Anreizen für mehr Nachhaltigkeit in den Unternehmen verbunden. So wird beispielsweise der Kreditzins teilweise von der Entwicklung bestimmter Indikatoren über die Kreditlaufzeit bestimmt. Bei den berichteten Volumina von € 1 Mrd. (Philips) und € 2 Mrd. (Danone) ein spürbarer finanzieller Anreiz (vgl. Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Dreiunddreissig).

Interessant: ING DiBa hat in Deutschland ein sehr profitables Firmenkundengeschäft aufgebaut (ING Wholesale Banking), das Nachhaltigkeit im Fokus hat. Mehr dazu in Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Achtundvierzig.

Nach Green Finance kommt Blue Finance

Neben dem Klimaschutz (Ziel 13) ist auch das Leben unter Wasser (Ziel 14) unter den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs, Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen. Die EU-Kommission hat einen Rahmen für die Finanzierung von Projekten zum Meeresschutz vorgestellt: Sustainable Blue Economy Finance Principles.

Diese Prinzipien wurden von der EU-Kommission 2017 in Zusammenarbeit mit WWF, the Prince of Wales’s International Sustainability Unit und der European Investment Bank (EIB) entwickelt.

Amundi Planet Emerging Green One

Die Fondsgesellschaft Amundi und die Weltbankgruppe haben einen Fonds auf Klimaanleihen (Green Bonds) aus Schwellenländern platziert: Der „Amundi Planet Emerging Green One“ wurde mit einem Volumen von USD 1,42 Mrd. erfolgreich platziert. USD 256 stellte die Weltbankgruppe über die IFC (International Finance Corporation) bereit.

Ziel des Fonds ist es, die Refinanzierung von Investitionen für den Klimaschutz in Schwellenländern zu fördern. Die Initiatoren erwarten, einschließlich der reinvestierten Rückflüsse insgesamt USD 2 Mrd. bereitstellen zu können. Weitere Einzelheiten auf der Internetseite von Amundi Asset Management.

Schwarmfinanzierung/Crowdfunding

(Hinweis: Die Seite enthält gesponserte Links, die entsprechend gekennzeichnet sind)

Im deutschsprachigen Raum sind laut www.crowdfunding.de mehr als 100 Anbieter im Markt. Neun von ihnen bieten die Beteiligung an der Finanzierung von Projekten mit Bezug zu Nachhaltigkeit, z.B. erneuerbare Energien oder energetisches Bauen. Die Beteiligung erfolgt überwiegend mit nachrangigen oder patriarchischen Darlehen, also einem höheren Risiko gegenüber Einlagen oder erstrangigen Forderungen.

Die GLS Crowd wird nicht von der GLS Bank selbst betrieben. Die Bank schlägt lediglich die Projekte vor. Die Plattform nutzt allerdings den gleichen Markenauftritt. Seit ihrem Start wurden acht Projekte mit einem Gesamtvolumen von € 3,35 Mio. platziert (Stand: 28.2.2018).

Einige Anbieter wie bettervest (gesponserter Link) und ecoligo (gesponserter Link) haben zusätzlich auch entwicklungspolitische Bezüge, z.B. mit Energieprojekten in Afrika. Sie bieten die Zeichnung von Anteilen an nachrangigen Darlehen mit Zinssätzen von 7% und mehr bei Laufzeiten im Bereich von drei bis fünf Jahren Bei diesen Projekten werden neben dem Klimaschutz noch weitere nachhaltige Entwicklungsziele (SDGs) wie Armutsbekämpfung und Bildung adressiert. Fundierte Informationen auch zu nachhaltigen Varianten einschließlich einem Echtgeldtest für verschiedene Anlageangebote finden sich im Portal www.kritische-anleger.de. (Echte Erfahrungen mit Kreditplattformen und kurzlaufenden „P2P-Krediten“ finden sich bei https://finanzrocker.net).

bettervest (gesponsorter Link) hat mit fünf Projekten (Stand: 28.2.2018) eine vergleichsweise große Bandbreite: Energetische Gebäudesanierung in Deutschland, netzferne Stromversorgung in Afrika, ggf. auch Wasser und andere Regionen. Die GLS Crowd hat derzeit (Stand: 28.2.2018) nur ein Projekt zur Herstellung von Verpackungsmaterial aus Gras ausgeschrieben.

Grundsätzlich fehlen für alle Plattformen hinreichende Erfahrungswerte für die planmäßige Verzinsung und Rüchzahlung der Darlehen. Die Insolvenz von innovestment (Gründungskapital) sowie weitere schwarmfinanzierter Start-ups (Bericht https://www.gruenderszene.de) und eines Immobilienprojektes (Finanz-Szene.de – Exklusiv: Crowdinvesting-Pionier Companisto erleidet hohe Verluste) mahnen zu einer gewissen Vorsicht. Aber eine Alternative zu Spenden in Verbindung mit der Perspektive auf Verzinsung und Rückzahlung stellen Anlagen in Klimaschutz oder Sozialimmobilien allemal dar. Allerdings fließen auch bei Schwarmfinanzierung nicht 100% der investierten Mittel in die Projekte, da die Plattformen Provisionen erhalten, die z.B. mit „5% bis 12%“ beziffert werden.

Anbieterprofil:

(Quelle: ecoligo GmbH, EUREF Campus 7, 10829 Berlin)

https://www.ecoligo.investments (gesponserter Link)

2018-02-28 ecoligo

„ecoligo.investments ist eine von der ecoligo GmbH initiierte Crowdinvesting-Plattform für erneuerbare Energien Projekte mit einem Fokus auf Entwicklungs- und Schwellenländer. Die Crowdinvesting-Plattform ecoligo.investments ermöglicht es Privatanlegern von erneuerbare Energien Projekten finanziell zu profitieren und gleichzeitig die lokale wirtschaftliche Entwicklung in Entwicklungs- und Schwellenländer zu unterstützen, sowie den Klimawandel zu bekämpfen. Dadurch wird die Bürgerbeteiligung an der globalen Energiewende wirksam gefördert.

Im Rahmen des Betriebs der Plattform kooperiert die ecoligo GmbH mit der CrowdDesk GmbH. Dabei konzentriert sich die ecoligo GmbH auf die Identifizierung und Auswahl geeigneter Projekte, die dem Crowdinvesting-Plattform Betreiber ecoligo invest GmbH, einer 100-%igen Tochtergesellschaft der CrowdDesk GmbH, zur Vermittlung vorgeschlagen werden.“ Zur Anbieterseite: https://www.ecoligo.investments (gesponserter Link).

SDG INVESTMENTS® für Institutionelle

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Investabel® ist unter den Partnern und Experten im Netzwerk der SDG INVESTMENTS®.

Die SDG INVESTMENTS® PLATTFORM fördert Investitionen in Projekte, die sich an den Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen orientieren. Die Plattform bringt Unternehmer, deren Projekte eine nachweisbar positive Wirkung im Sinne dieser Ziele haben und eine Finanzierung für die Umsetzung ihrer „SDG kompatiblen“ Projekte benötigen, mit Investoren zusammen, die eine wirkungsorientierte Kapitalanlage suchen.

Investoren finden auf der Plattform vorgeprüfte, investierbare Finanzierungs- und Anlageprodukte.

SDG-INVESTMENTS® schafft Transparenz und reduziert für Investoren den Such- und Analyseaufwand erheblich.

Quelle: SDG INVESTMENTS®

Interesserierte Institutionelle Investoren können sich unverbindlich auf der Plattform von SDG INVESTMENTS registrieren lassen, um ggf. auf passende Platzierungsangebote hingewiesen zu werden. Bitte nehmen Sie Ihre Registrierung bei Interesse mit Hinweis auf Investabel registrieren lassen (gesponserter Link).

 

BNP Paribas mit Publikumsfonds auf Green Bonds

BNP Paribas Asset Management lancierte am 4.10.2017 den Parvest Green Bond, einen Fonds auf Anleihen mit Klimabezug. Nach Angaben der Presseerklärung (engl.) verwaltet die Gesellschaft derzeit Mittel von € 500 Mio., die in derartigen Anleihen investiert sind. Die Lancierung erfolgte anläßlich des von der Bank im Rahmen der französischen Nachhaltigkeitswoche ausgerichteten Sustainable Future Forum. Einzelheiten hierzu in den Beiträgen Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Elf und Nachhaltigkeit als Überlebensstrategie der Finanzwirtschaft 2.0.

Bank für Sozialwirtschaft mit neuem Aktienfonds

Die Bank für Sozialwirtschaft legt einen neuen Fonds auf: BFS Nachhaltigkeitsfonds Aktien I an. Schön, dass die Bank weiter „nachhaltig“ auflegt. Leider läßt die Beschreibung des Fonds nicht nur Gutes erwarten: „Aus den 600 größten europäischen Aktien werden 50 nachhaltige Unternehmen aus der Eurozone mittels eines strikten Selektionsprozesses ausgewählt. Aus diesem Anlageuniversum der 50 werthaltigsten Unternehmen werden nun die 30 Aktien ausgewählt, die unseren Anlegern eine hohe Dividendenerwartung bieten können.“ – Könnte viele Finanzwerte bedeuten und nicht unbedingt Fortschritt. Ähnliche Produkte gibt es leider schon…

Die genaue Fondszusammensetzung wird erst mit dem Verkaufsstart am 2.10.2017 bekannt. Laut BFS ist die Anzahl der Titel pro Branche auf fünf begrenzt. Dies lässt aber immer noch viel Raum für das befürchtete starke Gewicht auf Finanzwerte, da Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistungen als separate Branchen gelten können und zudem noch Immobilienaktiengesellschaften in Betracht kommen.

GLS Bank Klimafonds

(Auszug aus einem Beitrag von Vanessa Bolmer im GLS Blog)

…Die GLS Bank will hier mit ihren Kundinnen und Kunden mehr tun. Darum hat sie einen Klimafonds initiiert. Der investiert in besonders klimafreundliche Unternehmen, Projekte und Staaten. Neben unseren bewährten Anlage- und Finanzierungsgrundsätzen haben wir ergänzende Positivkriterien erarbeitet. So bewerten wir die Unternehmen anhand ihrer Emissionen, der Klimastrategie, Produktverantwortung oder Maßnahmen zu Energieeinsparungen. Die GLS Bank selbst investiert 10 Millionen Euro in den neuen Fonds.

„Wir wollen einen weiteren Beitrag zu Eindämmung des Klimawandels leisten“, erläutert Karsten Kührlings, verantwortlich für das Fondsgeschäft der GLS Bank. „Der Fonds investiert im Sinne der Sustainable Development Goals der UN, SDGs, insbesondere sieben und dreizehn.“

Die Projekte und Unternehmen sind in Geschäftsfeldern tätig, die sich um die Lösung der Folgen des Klimawandels bemühen. Staaten müssen eine authentische Klimapolitik verfolgen. Die Grundallokation sieht eine Verteilung des Portfolios zu 70 Prozent in Anleihen und 30 Prozent in Aktien vor. Dabei wollen wir auch in Green Bonds investieren, das sind nachhaltige Anleihen. „Auf dem Markt gibt es vielschichtige Angebote, von hell- bis dunkelgrün“, so Kührlings. „Daher haben wir ein spezielles Bewertungsverfahren für Green Bonds entwickelt, so dass auch hier unserem Nachhaltigkeitsverständnis Rechnung getragen wird.“…

(Auflage: 15.8.2017, WKN A2DTNA, ISIN DE000A2DTNA1)

 

Triodos mit Kreditkarte aus Biokunststoff

Frankfurt, 29.6.2017 Triodos Bank und Grünkauf starten mit erster Kreditkarte aus Biokunststoff in Deutschland – Als bundesweit erste Bank nutzt die Triodos Bank für ihre „GrünCardPlus MasterCard“ zukünftig Kreditkarten aus Biokunststoff. Diese neue Generation von Kreditkarten aus Polymilchsäure (PLA) wird nicht aus fossilen sondern aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Allerdings ist zu beachten, dass weiterhin Chips und Magnetstreifen und damit wertvolle weitere Rohstoffe verwendet werden. Mehr: Karte bio, alles gut? – Leider nicht…

Vollständige Pressemitteilung:

https://www.triodos.de/downloads/pressemitteilungen/PM-Triodos-Bank-Finanzen-mit-Wirkung.pdf

Informationen zum Material der Karte:  https://www.gruencardplus.de/biokunststoff

Zertifikat: Solactive Global Sustainability Leaders Performance Index

(Vontobel-Zertifikate, WKN: VL14GS/ISIN DE000VL14GS8, Details: https://zertifikate.vontobel.com/DE/Produkt/DE000VL14GS8?Tab=Blogartikel&FromPath=_Additional+Navigation–_Pages–DerivativeDetails–)

Der neu aufgesetzte Solactive Global Sustainability Leaders Performance-Index ist ein Index der Solactive AG und wird von dieser berechnet und verteilt und folgt im Wesentlichen einem «Best-in-Class»- beziehungsweise «Leaders»-Ansatz. Die globale Strategie beruht dabei auf einem sehr strengen Selektionsprozess der 20 Indexmitglieder. Letztere entstammen dem Sustainalytics ESG-Research-Universum (ESG: Environment, Social, Governance), bestehend aus 4200 Titeln von groß- und mittelkapitalisierten Unternehmen. Der Solactive Global Sustainability Leaders Performance-Index setzt im Folgenden seinen Schwerpunkt auf Gesellschaften aus jedem Sektor, die zu den besten 10% in Bezug auf ESG-Kriterien gehören und gleichzeitig die UN Global Compact Grundsätze einhalten. Zusätzlich müssen sie über eine Marktkapitalisierung von mindestens einer Milliarde Euro verfügen und in den letzten drei Monaten im Durchschnitt ein tägliches Handelsvolumen von mindestens einer Million Euro erreicht haben.

Aus dem Index ausgeschlossen werden Aktien von Unternehmen aus der Gentechnik, der Tabak-, Waffen- oder Pestizidproduktion. Die maximal 20 Indexmitglieder entstammen unterschiedlicher Sektoren. Die Gesellschaften dürfen außerdem nicht in Streitigkeiten, Unfälle oder Ereignisse verwickelt sein, die einen signifikanten Einfluss auf Umwelt oder Allgemeinheit haben könnten.

Der Index wird zweimal jährlich angepasst, d.h. alle Werte wieder auf ein Gewicht von 5% gestellt. Erste Anpassung im Dezember 2017, erster Handelstag 7.7.2017

Union Investment startet ersten Green-Bonds-Fonds für institutionelle Anleger (3.5.2017)

Union Investment hat erstmals einen Fonds für Green Bonds aufgelegt. In Green Bonds investierte Mittel müssen zur Finanzierung ökologischer Projekte genutzt werden. Der UniInstitutional Green Bonds für institutionelle Anleger investiert überwiegend in Green Bonds internationaler Emittenten. Zusätzlich mischt der Fonds Anleihen von Unternehmen bei, deren Geschäftsfelder in Einklang mit den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (u.a. Ökologie, soziale Projekte). stehen. Dadurch wird die Diversifikation des Portfolios erhöht.

Die Titelauswahl beim UniInstitutional Green Bonds (WKN: A2AR3W, ISIN: DE000A2AR3W0) erfolgt auf Basis einer fundamentalen Kreditanalyse in Kombination mit einer Nachhaltigkeitsanalyse der Emittenten. Durch die Nutzung des auch bei den Nachhaltigkeitsfonds von Union Investment eingesetzten Nachhaltigkeitsfilters werden Papiere von Emittenten von vornherein ausgeschlossen, die zum Beispiel gegen Menschenrechte verstoßen oder Nuklearenergie produzieren. Das gilt auch für Green Bonds dieser Unternehmen.