Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Einundfünfzig

 

2018-10-04 Infografik-Mobility-Startups_JPEG

Beitragsbild/Bild: Übersicht über Zahlungsdienste für  Mobilitätskonzepte. Quelle: Payment & Banking 4.10.2018

Inhalt: Neue Mobilitätskonzepte und Zahlungsdienste; Nachlese Sustainable Finance Gipfel Deutschland am 25.9.2018; DZ Bank begibt „Green Bond“ über € 250 Mio.; Vermögensverwaltung online: Später Start, frühes Ende; „Fonds professionell“ mit „grünen Neuheiten“; In eigener Sache: Investabel® wieder unter den #Nachhaltige100; CSR Blogparade Raum Köln/Bonn; Datenschutz/DSGVO

Die Beiträge in „Nachhaltigere Finanzwirtschaft“ fassen in loser Folge relevante Nachrichten zusammen, die auf die Entwicklung hin zu einem „Mehr“ an Nachhaltigkeit und andere interessante Entwicklungen im Finanzsektor hinweisen.

4. Oktober 2018

Dr. Ralf Breuer

Neue Mobilitätskonzepte und Zahlungsdienste

Mit dem Beitrag Mobility Start ups – ein Überblick vom 4.10.2018 widmen sich Nicole Nitsche und Kilian Thalhammer im Blog von Payment & Banking den Zusammenhängen zwischen (neuen) Mobilitätskonzepten und (innovativen) Zahlungsdiensten.

Die Einleitung bringt es auf den Punkt: „Mobility steht für Mobilität und somit Beweglichkeit im sozialen Sinne. Staus und Ineffizienz führen in vielen europäischen Städten zu verschwendeter Zeit und damit verbundenen Kosten für Wirtschaft und Umwelt. Wer kennt es nicht, das ewig lange Warten im Stau? Werft doch mal einen Blick auf diese Startups, die wir in unser Infografik vorstellen. Alle von ihnen wurden in jüngerer Zeit gegründet und jeder von ihnen könnte in naher Zukunft erhebliche und positive Auswirkungen auf den öffentlichen Nah- und Güterverkehr haben.“

Auf wohltuende Art und Weise schildern die Autoren die Zusammenhänge und die bereits vollzogenen Entwicklungen. Schließlich sind Zahlungsdienste und innovative Dienstleistungen kein Selbstzweck, wie es leider vielfach den Anschein hat: Die FinTech-Welt ist (k)eine Scheibe!. Leider werden große Themen zu oft silomäßig gedacht und bearbeitet. Dabei gilt aber: Digitalisierung, Regulierung und Nachhaltigkeit mit engen Verbindungen.

Nachlese Nachhaltigkeitsgipfel am 25.9.2018

Der Hub for Sustainable Finance lud am 25. September zum „Zweiten Sustainable Finance Gipfel Germany“ ein. Auf diesem Gipfeltreffen der aktiven Netzwerkakteure mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft werden wichtige Aspekte zur Stärkung nachhaltiger Finanzwirtschaft, aktuelle Entwicklungen und nötige Weichenstellungen für die kommenden Monate diskutiert.

Gegenüber dem ersten Gipfel 2017 war der Rahmen mit 280 gegenüber 150 Teilnehmern deutlich größer. Die Stimmung deutlich verändert, eher ungeduldig auf konkretere Schritte wartend. Die lange Zeit der Regierungsbildung und die medial dominierenden Querelen in der Koalitition haben wohl einiges verzögert. Informationen zum Gipfel: Zweiter Sustainable Finance Gipfel Deutschland.

Deutschland wartet im Basislager auf den Aufbruch!

Deutschland im internationalen Vergleich bestenfalls in einem Basislager (vgl. Gastbeitrag in Finanz-Szene.de 25.9.2018, aber das wird immer besser gerüstet, u.a. mit der nun erfolgten Gründung des „Green and Sustainable Finance Cluster Germany“ Das GSFC ist ein Zusammenschluss der Accelerating Sustainable Finance Initiative der Deutschen Börse und dem Green Finance Cluster Frankfurt des Hessischen Wirtschaftsministeriums. Weitere Informationen: https://gsfc-germany.com/.

Vor diesem Hintergrund sollte die Finanzwirtschaft dringend bei der Aktualisierung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie einbezogen werden (vgl. Beitrag Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie. Kanzleramtsminister Helge Braun betonte folgerichtig, dass die Bundesregierung den EU-Aktionsplan unterstützt. Da das Bundeskanzleramt die Nachhaltigkeitstrategie als „Chefsache“ verantwortet, ist zu hoffen, das die Umsetzung des Plans im Sinne der Empfehlung des Deutschen Bundesrates zeitnah realisiert wird. Die Ausführungen von Levin Holle, Leiter der Finanzmarktabteilung im Bundesfinanzministerium, nähren diese Hoffnung.

 

Sofern die Bundesregierung bald die auf dem Gipfel avisierten Impulse geben sollte, sollten sich die Dinge auch in Deutschland erheblich beschleunigen lassen. Allerdings ist bedauerlich, dass die Veranstaltung nur sehr wenig Resonanz in den Medien fand. Offenbar waren den Berichterstattern Kanzleramtsminister Parlamentarischer Staatssekretär sowie hochrangige Beamte nicht hinreichend prominent.

DZ Bank begibt „Green Bond“ über € 250 Mio.

Die DZ Bank hat wie avisiert eine „grüne Anleihe“ mit einem Volumen von € 250 Mio. mit einer Laufzeit von fünf Jahren begeben. Der Festzins beträgt 0,5% p.a. Die Anleihe wird in Luxemburg notiert. Über die Luxembourg Green Exchange sind auch die relevanten Unterlagen und Handelsdaten zugänglich.

Es ist der erste „Green Bond“, den das genossenschaftliche Zentralinstitut auf den Weg bringt. Die Mittel der Investoren fließen ausschließlich in ein Projekt zum Klima- oder Umweltschutz, im Falle der DZ Bank in diverse Windparks auf dem deutschen Festland. Das Institut reicht bereits Kredite für nachhaltige Vorhaben aus und will nun ,,die Wertschöpfungskette auf der Passivseite der Bilanz abrunden‘‘ (Börsenzeitung vom 15.9.2018).

Gemäß der Pressemitteilung der Bank vom 26.9.2018 war die Anleihe im „Format Senior Preferred“  deutlich überzeichnet. Insbesondere bei genossenschaftlichen Banken und institutionellen Anlegern sei das Interesse an dem Green Bond groß gewesen. Die Ausgestaltung der Anleihe orientiert sich an den „Green Bond Principles“ der International Capital Markets Association (ICMA), einem anerkannten internationalen Standard für grüne Anleihen. Externer Gutachter war Standard & Poors.

Vermögensverwaltung online: Später Start, frühes Ende

Finanz-Szene.de berichtete am 4.10.2018, dass sich nach der Commerzbank und der Hamburger Sparkasse auch die deutsche Niederlassung von Santander wieder aus der Vermögensverwaltung online zurückzieht. Bereits in früheren Beiträgen wurde der Markt beleuchtet: 1. Die Angebote sind wenig innovativ, sondern zusätzliche Kanäle 2. Der deutsche Markt ist noch sehr klein, aber stark bevölkert. Insofern war eine zeitnahe Konsolidierung wahrscheinlich: Robo-Advice – Viel Bewegung im MarktRobo-Advice – Die Konsolidierung beginnt. Hier findet sich der Beitrag von Heinz-Roger Dohms vom 4.10.2018: Exklusiv: Immer mehr deutsche Banken begraben ihre Robo-Projekte.

„Fonds professionell“ mit „grünen Neuheiten“

Die aktuelle Ausgabe des Magazins für Anlageberater Fonds professionell 3/2018 widmet „grünen Neuheiten“ im Fondsbereich vier Seiten auf S. 166ff. etwas Raum. Dabei handelt es allerdings nahezu ausschliesslich um „ESG-Fonds“, die Nachhaltigkeitskriterien verstärkt berücksichtigen. Der Anteil dieser Fonds lag gemäß S. 168 bei 7,5% der aufgelegten Investmentvehikel. Immer hin waren 14 der 51 Fondsneuheiten im Zeitraum Mai bis August 2018 als „nachhaltig“ etikettiert.

In eigener Sache

Investabel® wieder unter den #Nachhaltige100

Nach Umstellung der Datenerhebung auf einen anderen Anbieter war der Blog in der monatlichen Übersicht #Nachhaltige100 der Triodos Bank auf die Plätze 102 (Juli 2018) bzw. 104 (August 2018) gerutscht. In der aktuellen Übersicht der Aktivitäten zu Nachhaltigkeit für September 2018 in den sozialen Medien wird der Blog nun wieder unter den ersten 100 auf Platz 97 geführt #Nachhaltige100.

CSR Blogparade Raum Köln/Bonn

2018-09-05 CSRBlogparade

Das CSR-Kompetenzzentrums Rheinland hat eine Blogparade zum Thema „Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen in Bonn und der Region“ #CSR2018 gestartet. Ziel ist es, über aktuelle gesellschaftliche Verantwortung in der Region (Aachen, Bonn, Köln) mehr zu erfahren. Alle Infos zur Teilnahme und die teilnehmenden Beiträge an der Blogparade finden sich hier: http://csr-kompetenzzentrum.de/csr-blogparade/. Investabel® hat mit Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Fünfzig – Sustainable Finance Gipfel Deutschland einen Beitrag beigesteuert.

Datenschutz/DSVO

Durch die ab 25. Mai 2018 in Deutschland geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist der rechtssichere Versand von Mails auch wenn sie keine unmittelbare Werbung enthalten an die ausdrückliche Zustimmung der Empfänger gebunden.

Sofern Sie zukünftig gezielte und dosierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft per Mail erhalten möchten, bitte ich Sie unter dem nachfolgenden Link um Ihre Zustimmung, wozu ein simples „Ja“ in Verbindung mit Ihrem Namen und Ihrer Mailadresse würde genügen: Datenschutz bei Investabel®. Alternativ können Sie auch eine entsprechende Mail info@investabel.com senden.

Dies betrifft natürlich nur diejenigen Adressaten, die ihre Zustimmung bisher noch nicht gegeben haben.

Übersicht Blogbeiträge

Übersicht Nachhaltigere Finanzwirtschaft Nummern Fünfzig bis Eins

 

 

 

Ein Gedanke zu “Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Einundfünfzig

  1. Pingback: Nachhaltigere Finanzwirtschaft – Nummer Achtundfünfzig | Investabel®

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